Produktbild: Die dunkle Nacht der Seele

Die dunkle Nacht der Seele Nahtod-Erfahrungen und Jenseitsreisen

1

38,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2015

Verlag

Insel

Seitenzahl

687

Maße (L/B/H)

22,2/15,1/4,2 cm

Gewicht

988 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17631-2

Beschreibung

Rezension

»... ein faszinierendes Buch über Nahtod-Erfahrungen« ("Frankfurter Rundschau")
»Duerrs aus Neurologie und Bewusstseinsphilosophie gespeister Ansatz dealt virtuos und spannend mit Halluzinationen, die nicht ganz von dieser Welt sind.« ("Weser-Kurier")
»Duerrs Die dunkle Nacht der Seele bietet allen, die sich ein umfassendes Bild zu Nahtod-Erfahrungen und sogenannten Seelenreisen machen wollen, die ihresgleichen sucht.« ("literaturkritik.de")
»Aufgrund der Fülle und Qualität der dargebrachten Quellen eine lohnenswerte und zugängliche Lektüre.« ("Zeitschrift für Anomalistik")
»Jenseits von Esoterik und dogmatischem wissenschaftlichem Rationalismus erhält ein häufig auftretendes und meist unverstandenes Phänomen eine überzeugende Erklärung.« ("SüdhessenWoche")
»Faszinierend und erhellend – das erste seriöse Buch über Nahtod-Erfahrungen.« ("kultbote.de")
»Wahrlich ein Grundlagenwerk.« ("Körper Geist Seele")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2015

Verlag

Insel

Seitenzahl

687

Maße (L/B/H)

22,2/15,1/4,2 cm

Gewicht

988 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-17631-2

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Mit seinem neuen, umfangreiche…

Ein Leser aus Deutschland am 01.11.2015

Bewertungsnummer: 2704736

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit seinem neuen, umfangreichen Buch, in dem er an seine frühen Bücher „Traumzeit“ (1978) und „Der Wissenschaftler und das Irrationale“ (1981) anknüpft, hat der Ethnologe, Philosoph und Bewusstseinsforscher Hans Peter Duerr eine umfassende Bestandsaufnahme sogenannter Jenseitsreisen, außerkörperlicher Erfahrungen und Nahtoderlebnisse vorgelegt, die es keinem erstzunehmenden Wissenschaftler mehr erlaubt, an der Faktizität der geschilderten Erlebnisse zu zweifeln. Das Buch kann daher jetzt schon als Standardwerk künftiger Forschung bezeichnet werden. Duerr hat darin etwa 3540 Bücher und Aufsätze ausgewertet, eine Fleißarbeit ohne gleichen. Qualifiziert für die Aufarbeitung des Themas ist er zudem durch eigene außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse und Drogenerfahrungen, die ihm bei der Differenzierung der in Frage stehenden Phänomene gute Dienste leisten. Die Bestandsaufnahme bezieht sich ebenso auf zahlreiche der im Laufe der Geschichte vorgebrachten Ansätze des Verstehens und Erklärens, die Duerr allerdings nicht systematisch aufarbeitet, sondern bei passender Gelegenheit mit kurzen, oft klaren und treffenden Bemerkungen charakterisiert und in ihre Grenzen verweist. Dass dabei sprachkritischen Überlegungen eine bedeutsame Rolle zukommt, war zu erwarten. Überraschend und erstaunlich ist allerdings, dass der zweite große Denker, den Duerr früh gelesen und bewundert hat, im Literaturverzeichnis gänzlich fehlt: Friedrich Nietzsche. Heißt das, dass Duerr die Auseinandersetzung mit dem „Irrationalen“ inzwischen ausschließlich von der sprachphilosophisch scheinbar gesicherten Insel abendländischer Rationalität aus führt? Berücksichtigt werden von ihm zahlreiche wichtige medizinische, physiologische, psychiatrische, ethnologische und philosophische Erkenntnisse und Argumentationen, ein solides Handwerkszeug, um wild wuchernde Phantasien und Irrtümer zu beschneiden. Glaubt er damit aber etwa die traumähnliche Welterfahrung des tantrischen Buddhismus in Frage stellen zu können, greift er deutlich zu kurz. Ontologische Grundfragen lassen sich auf diese Weise nicht „abschneiden“. Auch blendet Duerr aus, was man spätestens wieder seit Heidegger über das Wesen metaphysischer Fragen und Antworten weiß: Sie sagen weniger etwas über „Gott“ und „Jenseits“ aus, als über das Entwicklungspotenzial des menschlichen Erlebens. Auch die Frage nach der Bedeutung, Auswirkung des im „Jenseits“ der Alltagswelt Erlebten für unser Leben kommt leider zu kurz. Die Frage nach dem „ontologischen“ Status der Erlebnisweisen tritt dahinter erst einmal zurück. „Nenn es einen Traum“, schrieb Wittgenstein, „es ändert nichts“. Dass Duerr auch zeitgenössische Philosophen und Bewusstseinsforscher berücksichtigt, Thomas Metzinger etwa und Jochen Kirchhoff, deutet darauf hin, dass er, nachdem er die Philosophie seinen groß angelegten kulturphilosophischen Projekten wegen seit langem nicht mehr weiter verfolgt hatte, inzwischen wieder den Anschluss gesucht und gefunden hat Heidegger hatte Duerr vor Jahrzehnten in einem Gespräch bescheinigt hatte, das „Zeug“ zum Philosophen zu haben. Duerr allerdings war damals bereits davon überzeugt, dass Wittgenstein die Probleme der Philosophie bereits endgültig gelöst habe. Eine, auch im Nachhinein, vielleicht doch allzu voreilige Überzeugung.

Mit seinem neuen, umfangreiche…

Ein Leser aus Deutschland am 01.11.2015
Bewertungsnummer: 2704736
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit seinem neuen, umfangreichen Buch, in dem er an seine frühen Bücher „Traumzeit“ (1978) und „Der Wissenschaftler und das Irrationale“ (1981) anknüpft, hat der Ethnologe, Philosoph und Bewusstseinsforscher Hans Peter Duerr eine umfassende Bestandsaufnahme sogenannter Jenseitsreisen, außerkörperlicher Erfahrungen und Nahtoderlebnisse vorgelegt, die es keinem erstzunehmenden Wissenschaftler mehr erlaubt, an der Faktizität der geschilderten Erlebnisse zu zweifeln. Das Buch kann daher jetzt schon als Standardwerk künftiger Forschung bezeichnet werden. Duerr hat darin etwa 3540 Bücher und Aufsätze ausgewertet, eine Fleißarbeit ohne gleichen. Qualifiziert für die Aufarbeitung des Themas ist er zudem durch eigene außerkörperliche Erfahrungen, Nahtoderlebnisse und Drogenerfahrungen, die ihm bei der Differenzierung der in Frage stehenden Phänomene gute Dienste leisten. Die Bestandsaufnahme bezieht sich ebenso auf zahlreiche der im Laufe der Geschichte vorgebrachten Ansätze des Verstehens und Erklärens, die Duerr allerdings nicht systematisch aufarbeitet, sondern bei passender Gelegenheit mit kurzen, oft klaren und treffenden Bemerkungen charakterisiert und in ihre Grenzen verweist. Dass dabei sprachkritischen Überlegungen eine bedeutsame Rolle zukommt, war zu erwarten. Überraschend und erstaunlich ist allerdings, dass der zweite große Denker, den Duerr früh gelesen und bewundert hat, im Literaturverzeichnis gänzlich fehlt: Friedrich Nietzsche. Heißt das, dass Duerr die Auseinandersetzung mit dem „Irrationalen“ inzwischen ausschließlich von der sprachphilosophisch scheinbar gesicherten Insel abendländischer Rationalität aus führt? Berücksichtigt werden von ihm zahlreiche wichtige medizinische, physiologische, psychiatrische, ethnologische und philosophische Erkenntnisse und Argumentationen, ein solides Handwerkszeug, um wild wuchernde Phantasien und Irrtümer zu beschneiden. Glaubt er damit aber etwa die traumähnliche Welterfahrung des tantrischen Buddhismus in Frage stellen zu können, greift er deutlich zu kurz. Ontologische Grundfragen lassen sich auf diese Weise nicht „abschneiden“. Auch blendet Duerr aus, was man spätestens wieder seit Heidegger über das Wesen metaphysischer Fragen und Antworten weiß: Sie sagen weniger etwas über „Gott“ und „Jenseits“ aus, als über das Entwicklungspotenzial des menschlichen Erlebens. Auch die Frage nach der Bedeutung, Auswirkung des im „Jenseits“ der Alltagswelt Erlebten für unser Leben kommt leider zu kurz. Die Frage nach dem „ontologischen“ Status der Erlebnisweisen tritt dahinter erst einmal zurück. „Nenn es einen Traum“, schrieb Wittgenstein, „es ändert nichts“. Dass Duerr auch zeitgenössische Philosophen und Bewusstseinsforscher berücksichtigt, Thomas Metzinger etwa und Jochen Kirchhoff, deutet darauf hin, dass er, nachdem er die Philosophie seinen groß angelegten kulturphilosophischen Projekten wegen seit langem nicht mehr weiter verfolgt hatte, inzwischen wieder den Anschluss gesucht und gefunden hat Heidegger hatte Duerr vor Jahrzehnten in einem Gespräch bescheinigt hatte, das „Zeug“ zum Philosophen zu haben. Duerr allerdings war damals bereits davon überzeugt, dass Wittgenstein die Probleme der Philosophie bereits endgültig gelöst habe. Eine, auch im Nachhinein, vielleicht doch allzu voreilige Überzeugung.

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Die dunkle Nacht der Seele

von Hans Peter Duerr

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  • Produktbild: Die dunkle Nacht der Seele
  • Vorwort

    1 Nahtod-Erfahrungen: Entspannung, Sauerstoffmangel, Todesgefahr

    2 Der Austritt aus dem Körper

    3 Der Tunnel

    4 Finsternis und Licht

    5 Jenseits des Tunnels

    6 Die letzte Grenze, das Lebenspanorama und der Luzide Traum

    7 Die dunkle Nacht der Seele

    8 Die Heimkehr und der erstarrte Leib

    9 Back to Earth

    10 Die Schönen Frauen

    11 Glaubet nicht einem jeglichen Geist!

    12 Die Jenseitsreise – eine Fahrt im Körper an einen geographischen Ort?

    13 Der Schamane als Schauspieler und Rezitator

    14 Der Schamane als Visionär

    15 Ekstasetanz, gemeinsame Seelenreisen und Erscheinungen

    16 Sind Nahtod-Erfahrungen gewöhnliche Halluzinationen?

    17 Ähneln Nahtod-Erfahrungen intensiven Träumen oder Drogen-Erlebnissen?

    18 Iboga, Nachtschattenpflanzen und Temporallappen-Epilepsie

    19 Die Augen der Seele, die Stereotypie der Visionsberichte und das Lebendigwerden toter Objekte

    20 Die Entführung und Vergewaltigung durch Waldmenschen, den Alp und Aliens

    21 Der Beischlaf mit dem Teufel und die Besessenheit

    22 Die Tierseele des Menschen und die Doppelnatur der Schamanen

    23 Nahtod-Erfahrungen und wirklichkeitsgetreue Wahrnehmungen

    24 Oneiroide Erlebnisse

    25 Kann die Seele den Körper verlassen?

    Epilog

    Anhang I: Seit wann gibt es Indizien für Seelenreisen?

    Anhang II: Bemerkungen zur Hoffnung auf Unsterblichkeit

    Anmerkungen

    Bibliographie

    Register

    Bildnachweis