Produktbild: Platzspitzbaby

Platzspitzbaby Meine Mutter, ihre Drogen und ich

16

11,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

22.11.2013

Verlag

Wörterseh Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2413 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783037635568

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Produktdetails

Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

22.11.2013

Verlag

Wörterseh Verlag

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2413 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783037635568

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  • hapedah

    5/5

    14.01.2020

    eBook (PDF)

    Erschütternde Lebensgeschichte

    Michelle Halbheers Mutter ist schwer drogenabhängig, dennoch wird ihr bei der Trennung von ihrem Mann das Sorgerecht für die kleine Tochter zugesprochen. Über ihre Kindheit in der Drogenszene erzählt Michelle in diesem erschütternden Buch, dabei schildert sie die nicht nur die Zeit ihres Aufwachsens sondern stellt auch Hintergrundinformationen zusammen. Am Anfang des Buches wird geschildert, wie sich ihre Großeltern kennen lernen und wie die Töchter aus dieser Ehe darunter leiden, als Mischlingskinder in der Schweiz aufzuwachsen. Sandrine, die Mutter von Michelle, ist schon im jugendlichen Alter extrem in ihrem Verhalten und beginnt zeitig Drogen zu nehmen. Mit der Ehe und der Geburt ihrer Tochter Michelle glaubt Sandrines Umfeld, dass sie den Weg aus dem Drogensumpf geschafft hat, nur Michelle und ihr Vater erleben den schrecklichen Alltag. Beim Lesen war es unfassbar für mich, dass Michelle nach der Trennung bei ihrer Mutter bleiben musste, obwohl diese bereits in der Szene auf dem Platzspitz unterwegs war und ihr Kind sträflich vernachlässigt hat. Als der Vater später bemerkt, dass die Tochter unterernährt ist und organisiert, dass sie an einer Tankstelle Sandwiches holen darf, unterbindet das die Mutter mit behördlicher Unterstützung, die Hilfe für das Kind sei ein unrechtmäßiger Eingriff in ihre Erziehungskompetenzen. Später im Buch wird es deutlich angesprochen: drogenabhängigen Menschen wird zugestanden, dass sie nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen, in Hilfsprogrammen wird ihnen fertig gekochtes Essen, gewaschene Kleidung und alles weitere, was benötigt wird, zur Verfügung gestellt. Aber gleichzeitig sollen diese so hilfsbedürftigen Personen in der Lage sein, ihre Kinder zu versorgen und erziehen?? Das Leid dieser Kinder prangert die Autorin mit ihrer eigenen Lebensgeschichte an, auch heute noch leben viele Minderjährige bei ihren schwer drogenabhängigen Eltern und während es viele Hilfsangebote für die Süchtigen gibt, kümmert sich auch heute noch kaum jemand um das Leid ihrer Kinder. Fazit: Dieses Buch hat mich traurig und sprachlos zurück gelassen, Michelle Halbheer mach darin auf die aufmerksam, die häufig übersehen werden und um die sich kaum eine Hilfsorganisation sorgt. Auch wenn der Ansatz mittlerweile dahin geht, dass es den Süchtigen nicht aus ihrer Sucht hilft, die Verantwortung für ein Kind zu tragen, gibt es immer noch Tausende von Kindern, die bei einem schwer abhängigen Elternteil aufwachsen und vernachlässigt werden.

  • Bewertung

    aus Bern

    4/5

    28.08.2024

    eBook (PDF)

    Platzspitzbaby

    Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig, vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute Dreißigjährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung – und sie blieb suchtfrei. Mit ihrem Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben. Ihre. Das Buch ist spannend und interessant geschrieben. Es lässt mich fassungslos zurück, wie diese armen Kindern ihrem Schicksal überlassen werden, in der Hoffnung, dass die Eltern so von den Drogen wegkommen. Unglaublich, welche Qualen Michelle und all die anderen Kindern ertragen mussten, und teilweise auch nicht überlebt haben. Ich hätte mir etwas mehr Struktur im Buch gewünscht, teilweise hat mir der rote Faden gefehlt. Vor allem die Kapitel aus Sicht von Michelles Vater, Lehrer und der Freundin waren äusserst interessant. Es war aber etwas verwirrend, wenn diese Erzählungen im Buch teilweise bereits passiert sind und teilweise erst noch thematisiert werden. Die «Aussensichten» wären meines Erachtens besser am Ende des Buches gewesen. Unglaubliches Schicksal, spannend zu lesen.

  • Bewertung

    aus Rümikon AG

    1/5

    13.02.2020

    eBook (PDF)

    Platzspitzbaby

    Leider stimmt bei diesem E-Book das Seitenverhältnis nicht und die Schriftgrösse lässt sich nicht abpassen. Über den Inhalt und die Qualität kann ich noch nichts sagen, da es unter diesen Umständen mühsam zu lesen ist und ich noch nicht sehr weit bin.

  • Renate Isabella

    Orell Füssli Book Circle Community

    5/5

    04.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Geschichte die einen betroffen und sprachlos macht

    Dieses Buch habe ich in kürzester Zeit durchgelesen. Nicht, weil es leicht ist. Im Gegenteil. Es ist hart, traurig und stellenweise kaum auszuhalten. Aber es lässt einen nicht mehr los. Michelle Halbheer erzählt in ihrer Autobiografie von einer Kindheit, die durch die Drogensucht ihrer Mutter geprägt war. Nach der Scheidung der Eltern kommt sie mit knapp zehn Jahren zur Mutter, die heroin- und kokainabhängig ist und zur sogenannten Platzspitz-Generation gehört. Der Zürcher Platzspitz, damals international als „Needle Park“ bekannt, war Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre ein trauriges Symbol der offenen Drogenszene in Zürich. Was Michelle erlebt, ist schwer zu fassen. Sie ist als Kind auf Gedeih und Verderb von ihrer drogenabhängigen Mutter abhängig. Vernachlässigung, Angst, Unsicherheit, Überforderung. Und dazu Behörden, Ärzte, Polizei und Erwachsene, die wegschauten oder zumindest mit der damaligen Situation völlig überfordert waren. Dass Michelle diese Kindheit überlebt hat, grenzt für mich fast an ein Wunder. Besonders stark fand ich, dass hier nicht wieder nur über Drogenabhängige geschrieben wird, sondern über ein Kind, das mitten in dieser Misere aufwächst. Über die offene Drogenszene in Zürich wurde viel berichtet. Über die Süchtigen, über den Platzspitz, über die Politik. Aber über die Kinder wurde viel zu wenig gesprochen. Genau das macht dieses Buch so wichtig. Mich hat das persönlich sehr getroffen. Ich war in dieser Zeit indirekt betroffen, durch ein drogenabhängiges Familienmitglied. Dass aber auch kleine Kinder in solchen Verhältnissen lebten, war mir in dieser Form nicht bewusst. Es hat mich schockiert. Und es hat mir nochmals gezeigt, wie viele Kinder damals einfach mitgelitten haben, ohne gesehen zu werden. Michelle schreibt direkt, ungefiltert und ohne sich zu schonen. Man spürt, dass sie nicht Mitleid will, sondern sichtbar machen möchte, was Kindern aus Suchtfamilien passieren kann, wenn niemand hinschaut. Sie gibt diesen vergessenen Kindern eine Stimme.

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    27.12.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Aufwachsen mit einer schwer drogenabhängigen Mutter

    Die Orte Platzspitz und Letten waren in den 1980er Jahren in Zürich eng mit der harten Drogenszene verbunden. Dort hat Michelle Halbheer viele Stunden ihrer Kindheit verbracht, das Elend hautnah miterlebt, Drogen für ihre Mutter besorgt, Menschen sterben sehen. In den ersten vier Lebensjahren wächst sie noch relativ behütet mit ihrem Vater und ihrer Mutter auf, die beide einen Entzug hinter sich haben. Während der Vater stabil bleibt, wird die Mutter rückfällig und gelangt immer mehr in eine Abwärtsspirale, in der sie sich um nichts anderes mehr als ihre Drogen kümmern kann. Trotzdem erhält sie nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht für ihre Tochter. Michelle ist fortan den unberechenbaren Launen ihrer Mutter, den Drohungen und Misshandlungen alleine ausgeliefert. Hunger, das Leben in einer vermüllten Wohnung, die Sorge um die Mutter sind ihr Alltag, in dem sie völlig auf sich alleine gestellt ist. Behörden und Polizei waren die Zustände bekannt - sie unternahmen trotzdem viele Jahre nichts. Dies hat mich am meisten erschüttert. So wie Michelle ging und geht es vielen Kindern, die in den Angeboten für suchtkranke Menschen kaum wahrgenommen und alleine gelassen werden. Trotz aller Widrigkeiten ist es Michelle gelungen, erwachsen zu werden und heute ein relativ normales Leben zu führen. Sie ist nicht, wie so viele ihrer gleichaltrigen Freundi:innen, früh gestorben oder selbst drogenabhängig geworden. Ihre Resilienz ist beeindruckend. „Platzspitz Baby“ verschriftlicht nicht nur Michelle Halbheers Lebensgeschichte, sondern macht auf schwersten Kindesmissbrauch aufmerksam, der durch staatliche Institutionen hingenommen wurde und auch heute teilweise noch wird. Ein sehr interessantes Interview mit Peter Burkardt, der für den Verein „Die Alternative in Ottenbach“ bereits Jahrzehnte im Bereich Suchttherapie arbeitet, erläutert, warum der Kinderschutz in den Ansätzen der Suchttherapie so wenig berücksichtigt wurde und Verantwortliche sich ihrer Verantwortung so leicht entziehen konnten. Kürzlich erschien der gleichnamige Dokumentarfilm in Anlehnung an Michelle Halbheers Leben.

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