Platons Dialog »Das Gastmahl« (Symposion) entstand um 385 v. Chr. Darin berichtet der Erzähler Apollodoros von einem Gastmal, in dem in Reden und Gegenreden das Thema Erotik behandelt wird. Teilnehmer sind neben fiktiven Personen auch der Politiker Alkibiades, Platons Lehrer Sokrates sowie der Komödiendichter Aristophanes. Letzterer steuert zur Diskussion die berühmte Erzählung von den Kugelmenschen bei, die auf Zeus' Befehl in zwei Geschlechter geteilt wurden und nur im Beischlaf die Sehnsucht nach der verlorenen Ganzheit für kurze Zeit stillen können. Platons Text, auf den auch der Begriff der asexuellen »platonischen Liebe« zurückgeht, gilt als bedeutendste literarische Leistung des Philosophen und hat bis in die Moderne Denker wie Nietzsche, Freud, Lacan oder Foucault beschäftigt.
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Bewertung
aus Magdeburg
5/5
25.07.2020
Buch (Taschenbuch)
Die "Mühe" wert
Ich dachte zunächst, es sei ein sehr komplizierter Text, welcher sehr viel Zeit und Mühe zum Verständnis beanspruchen würde. Doch wie sich zeigte waren diese Bedenken unbegründet. Der Text ist, mal davon abgesehen, dass er sehr lehrreich, interessant und anregend ist, äußerst gut und flüssig lesbar und gut verständlich. Ja, einige Stellen müssen trotzdem zwei oder drei Mal gelesen werden, wenn man den Inhalt wirklich durchdringen will, aber in seiner Gesamtheit ist es ein wirklich lohnenswertes und einfach zu verstehendes Werk. Volle Punktzahl.
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