• Produktbild: Nackter Mann, der brennt
- 16%

Nackter Mann, der brennt Roman

6
16% sparen

20,00 € UVP 24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

223

Maße (L/B/H)

21,3/13/2,7 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Dunkelgrün / Mint

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42542-8

Beschreibung

Rezension

Moritz Revermann, Literatur-Experte Thalia:
"Friedrich Ani gehört seit Jahren zu den Größen der deutschen Kriminalliteratur, wobei die Betonung eindeutig auf Literatur liegt. Rachegeschichten gibt es viele, allerdings wenige, die die Tiefen und Abgründe der menschlichen Psyche so fein herausarbeiten wie Friedrich Ani. Vielleicht sollte man bei ihm daher auch besser von "Ziselieren" sprechen. So abgeklärt, nuanciert schreiben wenige, und die Wucht der Geschichte wird dadurch noch größer! "Nackter Mann, der brennt" ist wahrscheinlich der härteste Roman Anis. Die brennende Sucht nach Rache und Sühne für all das Schreckliche, das in des Protagonisten Kindheit passierte, soll Erlösung bringen. Doch kann es das? Anis Fragen sind immer tiefgehende Fragen. Dostojewskis Wucht gewoben in einen Kriminalroman... und ich lehne mich damit nicht zu weit aus dem Fenster. Verbrannte Kinderseele brennt. Wo liegen Recht und Unrecht? Kann es Erlösung geben? Friedrich Ani?! Mal wieder eine tiefe, tiefe Verbeugung für dieses nicht nur großartige, sondern auch wichtige Buch!"

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2016

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

223

Maße (L/B/H)

21,3/13/2,7 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Dunkelgrün / Mint

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42542-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

Kundinnen und Kunden meinen

6 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

(0)

2 Sterne

1 Sterne

(0)

Wenn aus Opfern Täter werden

Bewertung am 17.09.2018

Bewertungsnummer: 432636

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach Jahren, in denen er versucht hat sein Leben mehr oder weniger in den Griff zubekommen, kehrt „Ludwig“ zurück in sein Heimatdorf. Äußerlich vollkommen verändert nimmt er unerkannt Rache an den Menschen die ihm und seinen Freunden damals grausame Dinge angetan haben. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit eines ganzen Dorfes, fühlten sich geistliche Vertreter sowie hoch angesehene Mitbürger sicher. So sicher das sie selbst vor einem Mord nicht zurückschreckten. Bewegend und emotional nimmt sich Friedrich Ani in diesem Roman des Themas Mißbrauch an.

Wenn aus Opfern Täter werden

Bewertung am 17.09.2018
Bewertungsnummer: 432636
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nach Jahren, in denen er versucht hat sein Leben mehr oder weniger in den Griff zubekommen, kehrt „Ludwig“ zurück in sein Heimatdorf. Äußerlich vollkommen verändert nimmt er unerkannt Rache an den Menschen die ihm und seinen Freunden damals grausame Dinge angetan haben. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit eines ganzen Dorfes, fühlten sich geistliche Vertreter sowie hoch angesehene Mitbürger sicher. So sicher das sie selbst vor einem Mord nicht zurückschreckten. Bewegend und emotional nimmt sich Friedrich Ani in diesem Roman des Themas Mißbrauch an.

Zu späte glücklose Befreiung

Uli Geißler aus Fürth am 13.01.2021

Bewertungsnummer: 965256

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es war vermutlich nicht leicht, die unerträglichen Erfahrungen des Protagonisten zu dessen Kinderzeit ausgerechnet noch in Heiligsheim erträglich zu formulieren. Daher braucht sogar die fiktive Hauptperson Coelestin ("der Himmlische") ein Pseudonym. Als Ludwig Dragomir kehrt der ehemals missbrauchte Bub vierzig Jahre nach den schrecklichen Geschehnissen im Gemeindewald in sein Heimatdorf zurück und lässt seiner Wut geplant, gezielt und doch unnachgiebig ihren Lauf. Menschen verschwinden, sterben, so wie der kleine Hans damals, der nach dessen Androhung, von dem ungezügelten und menschliche Werte außer Acht lassenden Treiben zu berichten, auf freier Strecke aus einem Auto ausgesetzt und dann mehrmals überrollt wurde. Getrieben von eigenen Schuldgefühlen, seinen Altersgenossen damals nicht geholfen zu haben einerseits, seiner brennenden und nicht mehr zurück zu haltenden Wut andererseits setzt „Luggi“ wie er noch heute von den Widerlingen genannt wird, seinen unaufhaltsamen Genugtuungs- und Rachefeldzug um. Täter von damals sterben offiziell als Unfälle wahrgenommen unerwartet und nicht mal die nach dem ersten Fall ermittelnde Kommissarin Anna kann dem Geheimnis wirklich auf die Spur kommen. Der Roman fesselt thematisch, berührt schnell und tief. Fast unreflektiert und in gewisser Weise Gedankenlos folgt man den unweigerlichen Geschehnissen, bleibt ohne Emotion für die Getöteten, aber auch anfängliches Verständnis für den Akteur wandelt sich schnell. Unbefriedigt über den sinnlosen und tragischen Versuch Dragomirs, sich genugtuend von Schuld aber auch Erniedrigung zu befreien, entwickelt sich mehr und mehr das ungute Gefühl, dass nichts mehr geheilt werden kann. Es bleibt nur übrig, was grausam war und grausam ist. Die trotz aller Tragik gegebene Spannung stören eingestreute frei assoziative Aufzählungen von Ludwigs Gedanken den Lesefluss. Es sind einfach Gedanken, die ungefasst erscheinen und somit das „Eintauchen“ in die Geschichte mühsam machen. Irgendwie bleibt man draußen, liest weitestgehend distanziert fast wie einen Wochenmagazinartikel über die Geschehnisse. Zu weit weg und zu wenig nachvollziehbar entwickelt sich der Roman dann doch ohne ausreichend empathische Anknüpfungspunkte.

Zu späte glücklose Befreiung

Uli Geißler aus Fürth am 13.01.2021
Bewertungsnummer: 965256
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es war vermutlich nicht leicht, die unerträglichen Erfahrungen des Protagonisten zu dessen Kinderzeit ausgerechnet noch in Heiligsheim erträglich zu formulieren. Daher braucht sogar die fiktive Hauptperson Coelestin ("der Himmlische") ein Pseudonym. Als Ludwig Dragomir kehrt der ehemals missbrauchte Bub vierzig Jahre nach den schrecklichen Geschehnissen im Gemeindewald in sein Heimatdorf zurück und lässt seiner Wut geplant, gezielt und doch unnachgiebig ihren Lauf. Menschen verschwinden, sterben, so wie der kleine Hans damals, der nach dessen Androhung, von dem ungezügelten und menschliche Werte außer Acht lassenden Treiben zu berichten, auf freier Strecke aus einem Auto ausgesetzt und dann mehrmals überrollt wurde. Getrieben von eigenen Schuldgefühlen, seinen Altersgenossen damals nicht geholfen zu haben einerseits, seiner brennenden und nicht mehr zurück zu haltenden Wut andererseits setzt „Luggi“ wie er noch heute von den Widerlingen genannt wird, seinen unaufhaltsamen Genugtuungs- und Rachefeldzug um. Täter von damals sterben offiziell als Unfälle wahrgenommen unerwartet und nicht mal die nach dem ersten Fall ermittelnde Kommissarin Anna kann dem Geheimnis wirklich auf die Spur kommen. Der Roman fesselt thematisch, berührt schnell und tief. Fast unreflektiert und in gewisser Weise Gedankenlos folgt man den unweigerlichen Geschehnissen, bleibt ohne Emotion für die Getöteten, aber auch anfängliches Verständnis für den Akteur wandelt sich schnell. Unbefriedigt über den sinnlosen und tragischen Versuch Dragomirs, sich genugtuend von Schuld aber auch Erniedrigung zu befreien, entwickelt sich mehr und mehr das ungute Gefühl, dass nichts mehr geheilt werden kann. Es bleibt nur übrig, was grausam war und grausam ist. Die trotz aller Tragik gegebene Spannung stören eingestreute frei assoziative Aufzählungen von Ludwigs Gedanken den Lesefluss. Es sind einfach Gedanken, die ungefasst erscheinen und somit das „Eintauchen“ in die Geschichte mühsam machen. Irgendwie bleibt man draußen, liest weitestgehend distanziert fast wie einen Wochenmagazinartikel über die Geschehnisse. Zu weit weg und zu wenig nachvollziehbar entwickelt sich der Roman dann doch ohne ausreichend empathische Anknüpfungspunkte.

Kundinnen und Kunden meinen

Nackter Mann, der brennt

von Friedrich Ani

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Nackter Mann, der brennt