Seit Peter den Fuchswelpen Pax vor dem sicheren Tod gerettet und ihn aufgezogen hat, sind die beiden unzertrennlich. Aber dann kommt der Krieg und reißt beide auseinander. Hunderte von Kilometern und tausend Gefahren müssen Peter und Pax überwinden, um einander wiederzufinden ... Sara Pennypackers poetische Geschichte rührt von der ersten bis zur letzten Minute und ist ein Plädoyer für Herz und Menschlichkeit. Der Pianist Rainer Bielfeldt begleitet die Abenteuerreise mit bewegender Musik.
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Berührendes Kinderbuch mit ernstem Thema
Ashelia am 24.03.2022
Bewertungsnummer: 1681697
Bewertet: Hörbuch-Download
"Mein Freund Pax" ist ein Kinderbuch, das die Freundschaft zwischen dem Jungen Peter und dem Fuchs Pax behandelt. Die beiden haben eine enge Bindung, seit Peter Pax als Jungtier gefunden und aufgezogen hat. Doch als Peters Vater für den Krieg (der nicht näher erklärt wird) eingezogen wird, zwingt er Peter dazu, Pax auszusetzen. Peter wird anschließend beim Großvater untergebracht, sehnt sich aber so sehr nach seinem Fuchs, dass er sich zu Fuß aufmacht, um Pax wieder zu finden.
Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Pax und Peter erzählt. Natürlich wird Pax dabei ein Stück weit vermenschlicht, es werden jedoch auch ganz typische Ausschnitte aus einem Fuchsleben gezeigt und auch wildlebende Füchse kommen vor und stehen Pax anfangs skeptisch gegenüber, riecht er doch nach Mensch.
Peter geht die Suche nach Pax sehr spontan an und weiß eigentlich nicht, auf was er sich da einlässt. Entsprechend schnell gerät er in Probleme und ist auf Hilfe von unerwarteter Seite angewiesen. Ich mochte Peters Reise, in der er auch erwachsener wird und lernt, schwere Entscheidungen zu treffen.
Ein paar Szenen, die mit dem Krieg zusammenhängen, fand ich recht grausam für ein Kinderbuch, andererseits wird Krieg hier auch nicht beschönigt. Eine der Hauptaussagen des Buches ist nicht umsonst, sich für Frieden und Menschlichkeit einzusetzen. Dennoch sollte jeder Elternteil vorher selbst entscheiden, ob die Handlung für das eigene Kind vielleicht zu traurig und verstörend sein kann.
Der Schreibstil ist leicht poetisch und für Kinder leicht verständlich. Damit wird auch das Alter von Peter und seine anfängliche Naivität eingefangen. Und auch Pax steht einem Leben in Wildnis anfangs hilflos gegenüber, was durch den Schreibstil gut unterstützt wird.
Das Ende kommt sehr plötzlich und hätte noch ein paar zusätzliche Absätze vertragen. Ich fand es aber dennoch passend. Und inzwischen gibt es auch eine Fortsetzung, die vermutlich am Ende anknüpft.
Insgesamt ein berührendes Kinderbuch mit einem ernsten Thema, das sicherlich nicht für jedes Kind schon geeignet ist. Mir hat es gut gefallen und ich empfehle es gerne an alle weiter, die sich auf ein Kinderbuch mit vermenschlichten Tieren einlassen können.
eine Geschichte über Mut, Veränderung und Freundschaft
Astrid Wergen am 03.03.2024
Bewertungsnummer: 2145111
Bewertet: Hörbuch (CD)
Peter ist ein kleiner Junge, dessen bester Freund ein Fuchs ist. Den hat er vor dem sicheren Tod gerettet und aufgezogen. Doch schon lange ist Peters Vater der Fuchs ein Dorn im Auge. Denn ein Fuchs ist eigentlich ja gar kein richtiges Haustier, sondern ein Wildtier, das in die wilde freie Natur gehört. Als Peters Papa dann endgültig sich dazu entschließt, den Fuchs namens Pax vor die Tür zu setzten, geht für Peter eine Welt unter. Und dann muss Peters Vater auch noch weg, und Peter wird beim Onkel zwischen geparkt. Doch Peter will sein neues Leben nicht ohne Pax leben und begibt sich auf die Suche nach seinem flauschigen Freund. Das wird aber gerade in den Kriegswirren zu einem ganz großen Abenteuer. Denn Pax ist viele Meilen weit weg, und Peter muss den Weg zu Fuß stemmen. Als er ausrutscht, und sich den Fuß bricht, kommt er bei einer mysteriösen Frau unter. Und die bringt ihm ganz schön viel bei, vor allem praktisches, was er auf seiner Suche nach Pax dringend brauchen kann, um seinen besten Freund wieder zu finden. Wow, das ist wirklich ein richtig schönes Buch. Wer jemals einen Freund hatte, der – warum auch immer – weggezogen ist, wird diesen Freund sehr vermissen. (Das gilt natürlich auch für alle Freundinnen!!). Es ist sehr wichtig, dass wir solche Freunde in unserem Leben haben. Dafür ist kein Weg zu kurz. Und so ist es wirklich mutig von Peter, dass er sich aufmacht, seinen tierischen Freund zu finden. Aber genauso verständlich. Denn gerade, wenn ein Elternteil weg ist, oder es besondere Situationen wie Krieg gibt, benötigt man halt. Dieses Buch ist aber nicht nur über die Vorteile einer tiefen Freundschaft und Mut. Nein, diese Geschichte ist auch eine Geschichte über Veränderung. Denn der Weggang des Vaters in den Krieg, der Krieg selber und auch Pax‘ Weggang sind negative Veränderungen. Der Umzug zum Onkel birgt auch viel Neues für Peter, der Halt sucht, der ihm scheinbar erstmal nur Pax geben kann. Aber gerade die schrullige Dame im Wald wird zu einer sehr wichtigen Lehrmeisterin von Peter. Sie bringt ihm bei, mit dem Verlust umzugehen, aber auch neues Selbstbewusstsein zu bekommen. Er lernt, mit neuen Situationen umzugehen, und weiß, dass er mit Veränderung umgehen kann. Sie füllt ihm die Lücke, die sein Vater erstmal nicht füllen kann. Zum einen, weil er nicht da ist, zum anderen, weil er selbst nicht mit umgehen kann. Gleichermaßen ergeht es Pax. Er spürt war instinktiv, dass er mehr ist als nur ein Haustier, und doch ist Peter sein Rudel. Er kann sich an seinen Geruch erinnern, an seine Gesten usw. Als er im Wald auf eine Fehe trifft, ist er verschreckt. Aber diese hilft ihm genauso weiter wie ein älterer Fuchs. Pax findet ein neues Rudel, die ihm behilflich sind, im Wald zurecht zu kommen. Bald verhält er sich wie ein wilder Fuchs, geht auf Jagd und verliert sogar den Menschengeruch.
Dieses Buch ist sehr vielschichtig: es behandelt Veränderung, Mut und Freundschaft. Manchmal muss man den Mut aufbringen, mit Veränderung umzugehen. Ob groß oder klein. Ob Mensch oder Tier. Und manchmal kann auch eine Freundschaft sich verändern, weil sie räumlich getrennt ist. Und sie kann auch über viele Meilen und Kilometer bestehen, auch wenn man sich nicht so oft dadurch sehen kann.
Ein sehr bewegendes Buch, aber auch sein sehr schönes Buch, das mich sehr nachdenklich hat werden lassen. Übrigens habe ich dieses Buch gehört, und fand es sehr angenehm zu hören. Jacob Weigert als Sprecher hat hier der Geschichte die nötige Tiefe gegeben und sehr angenehm gesprochen. Man konnte die Charaktere und Stimmungen sehr gut durch seine Betonung erfassen. Unterteilt wird die Geschichte von Musik vom Pianisten Rainer Bielefeld (zugegeben, die musikalischen Unterteilungen hätte ich jetzt nicht gebraucht).
Meinung aus der Buchhandlung
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Diese Buch gibt es schon seit etlichen Jahren, aber ich empfehle es immer wieder gern, weil es von einer besonderen Freundschaft handelt:
Seit Peter einen kleinen Fuchs bei sich aufgenommen und großgezogen hat, sind die beiden unzertrennlich. Doch dann beginnt der Krieg und Peters Vater wird eingezogen. Der Vater zwingt den Sohn, den Fuchs in der Wildnis auszusetzen. Eine Entscheidung, die Peter sofort bereut. Beide suchen einander und geraten dabei in wilde Abenteuer. Werden sie sich jemals wiedersehen?
Sensibel, berührend und besonders, einfach eine großartige Geschichte über Mut, Veränderung, Abschied und Loslassen!
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Der Junge Peter zieht den verwaisten Fuchswelpen Pax auf. Die beiden sind unzertrennlich, doch dann kommt der Krieg. Peters Vater muss fort, und Peter soll zum Großvater, ohne Pax. Sie lassen ihn am Waldrand zurück. Pax versteht die Welt nicht mehr. Peter leidet ebenso und flieht nachts, um Pax zu suchen. Es ist ein weiter Weg. Pax macht unterdessen erstmals Bekanntschaft mit Artgenossen, die der jungen Füchsin Bristle (Borste) und der ihres kleinen Bruders Runt (Kümmerling). Sie akzeptieren ihn erst nur widerwillig, denn er stinkt nach Mensch. Menschen haben ihre Eltern erschlagen. Pax hat großen Durst. Zum Glück lernt er den alten Fuchs Gray kennen, der ihm zeigt, wo er Wasser findet. Gray bietet ihm an, ihn auf dem Weg zu seinem Jungen zu begleiten, denn er sucht nach einer neuen Heimat für sich und seine Familie, einem Platz, wo es sicher ist. Gray weiß viel über die Menschen, hat aber keine sehr positive Meinung von ihnen. Sie zerstören die Natur, töten Tiere und bringen sich gegenseitig um. Manchmal befällt die Menschen eine Krankheit, die ähnlich ist wie die Tollwut bei Füchsen. Die Menschen nennen diese Krankheit Krieg. Peter ist unterdessen in Not. Er hat sich auf dem Weg zu Pax bei einem Sturz den Fuß gebrochen und sucht Schutz in einer Scheune. Vola, der diese Scheune gehört, ist davon nicht begeistert. Vola hat ein Holzbein. Sie war Sanitäterin im letzten Krieg, hat aber auch getötet. Danach musste sie sich erst einmal selbst wiederfinden. Sie schnitzt Marionetten, die ihre Geschichte erzählen sollen. Vola nimmt Peter auf, gipst seinen Fuß ein, schnitzt ihm Krücken, und er trainiert wie besessen seine Arme. Er brennt vor Ungeduld. Er muss zu Pax. Tief in seinem Inneren weiß er, dass Pax noch lebt. Vola hilft ihm, da sie sieht, wie wichtig Pax für ihn ist, aber er muss seinem Großvater einen Brief schreiben, dass es ihm gut geht. Pax und Gray wagen sich inzwischen durch das Territorium eines anderen Fuchses, und Gray wird im Kampf mit diesem verletzt. Sie begegnen Menschen, Soldaten, die am Feuer sitzen, auch Peters Vater ist dabei. Er hatte zu Peter gesagt, er müsse im Krieg nicht kämpfen, sondern nur Kabel verlegen, doch diese Kabel sind tödlich. Pax gelingt es, den Menschen etwas Schinken zu stibitzen. Als die Soldaten abziehen, hinterlassen sie einen gefährlichen Geruch. Gray wird durch die Explosion einer Miene getötet. Pax kehrt zu Bristle und Runt zurück und informiert auch Grays trächtige Gefährtin. Er sagt ihr, im Süden gäbe es keine Sicherheit. Pax führt Bristle und Runt zu Grays Leiche. Wieder gibt es eine Explosion. Runt wird schwer verletzt. Er hat ein Hinterbein verloren, außerdem sein Gehör. Pax und Runt kümmern sich um ihn so gut es geht. Alle sind stark abgemagert. Pax besorgt Essen im nahen Lager der Soldaten. Sogar seine geliebte Erdnussbutter kann er stibitzen. Bristle zeigt Pax, wie man jagt, und er macht erste Beute. Peter will nun endlich aufbrechen. Ein Busfahrer, der mit Vola befreundet ist, soll ihn ein Stück mitnehmen. Peter hat in einer alten Zeitung gelesen, dass das Gebiet, in dem sie Pax zurückließen, evakuiert wurde. Kriegsgebiet! Sein Vater wusste es also auch. Das macht Peter wütend. Peter will, dass Vola sich nicht länger verkriecht auf der einsamen Farm. Er weiß, sie wäre gern Lehrerin. Sie fahren in die Stadt mit Volas Marionetten. Vola sagt zu, den Kindern in der Bibliothek das Puppenspiel zu lehren. Zum Abschied sagt sie Peter, dass ihre Tür immer offen steht für ihn. Peter wagt sich ins Kriegsgebiet. Wird er Pax finden?
Eine wundervolle Tier- und Freundschaftsgeschichte, die die Herzen der Leser jeden Alters berührt! Es wird nie erwähnt, wann und wo die Geschichte spielt, das ist auch nicht wichtig, denn leider ist immer irgendwo Krieg, so wie zur Zeit in der Ukraine.
Gerade ist auch die Fortsetzung "Mein Freund Pax - Die Heimkehr" erschienen. Das muss ich unbedingt demnächst lesen.
Viel Spaß beim Lesen!!!
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