Produktbild: Die Vegetarierin

Die Vegetarierin Roman | Nobelpreis für Literatur 2024

88

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1126

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2017

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

190

Maße (L/B/H)

19,2/11,6/2,1 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Anthrazit / Mauve

Auflage

27. Auflage

Originaltitel

채식주의자 (The Vegetarian)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3333-6

Beschreibung

Rezension

»Han Kang hat ein zartes, leises, surreales Widerstandsbuch von ungeheuerlicher Kraft geschrieben. Einer Kraft, die langsam wirkt, dann aber gewaltig.« ("DIE ZEIT")
»Hang Kangs Sprache ist auf den Punkt gebracht, bildhaft, aber schnörkellos.« ("n-tv Nachrichtenfernsehen")
»Kang schreibt in einer extremen Art, was eine FRAU alles dulden muss, was sie alles ertragen muss, bis sie bricht und es kein Zurück mehr gibt.« ("Instagram")
»Ein spannender, berührender, sehr zum Nachdenken anregender Roman« ("Melsunger Allgemeine")
»Han Kang ist keine schwärmerische Träumerin, sie ist eine schonungslose, radikale Realistin.« ("DIE ZEIT")
»Eine großartige Schriftstellerin, die menschlichem Leid eine unerhörte Sprache gibt.« ("DIE ZEIT")

Produktdetails

Verkaufsrang

1126

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2017

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

190

Maße (L/B/H)

19,2/11,6/2,1 cm

Gewicht

180 g

Farbe

Anthrazit / Mauve

Auflage

27. Auflage

Originaltitel

채식주의자 (The Vegetarian)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-3333-6

Herstelleradresse

Aufbau Taschenbuch Verlag
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Niya

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    08.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen den Zeilen lesen

    Der Roman “Die Vegetarierin” von Han Kang entfaltet seine Wirkung weniger durch das offen Gesagte als vielmehr durch das, was zwischen den Zeilen verborgen bleibt. Die Autorin zeichnet eine subtile, zugleich verstörende psychologische Studie über einen Menschen, der in einer Welt lebt, in der Individualität und inneres Erleben keinen Raum finden. Im Zentrum der Erzählung steht eine Frau, deren innerer Schmerz lange unsichtbar bleibt. Sie gehört zu jenen Menschen, die ihr wahres Ich nie zeigen dürfen - weder in der Familie, noch in der Gesellschaft. Stattdessen wird von ihr erwartet, eine Rolle zu erfüllen, eine Maske zu tragen und sich den Normen anzupassen. Gefühle, Zweifel und Verletzungen werden verdrängt, bis sie sich schließlich auf radikale Weise Bahn brechen. Der scheinbar einfache Entschluss der Protagonistin, kein Fleisch mehr zu essen, wirkt zunächst wie eine persönliche Entscheidung. Doch bald wird deutlich, dass dieser Schritt mehr ist als eine Ernährungsumstellung. Er wird zu einem stillen Akt des Widerstands gegen eine Welt, die sie nicht versteht und nicht verstehen will. Ihr Umfeld reagiert mit Unverständnis, Druck und Gewalt - denn Abweichung von der Norm wird nicht toleriert. Je stärker die Gesellschaft versucht, sie wieder “normal” zu machen, desto weiter zieht sich die Protagonistin zurück. Schließlich verweigert sie nicht nur Fleisch, sondern jede Form der Nahrung. In dieser radikaler Selbstverweigerung liegt zugleich ein paradoxes Moment der Kontrolle: Der eigene Körper ist das letzte Territorium, über das sie selbst bestimmen kann. Wenn ihr schon Stimme, Freiheit und Identität genommen werden, bleibt ihr wenigstens die Macht über ihren Körper. Han Kang gelingt es, mit großer literarischer Präzession die zerstörerische Kraft sozialer Erwartungen und familiärer Zwänge sichtbar zu machen. “Die Vegetarierin” ist kein leicht zugänglicher Roman, sondern ein Werk, das Aufmerksamkeit und Sensibilität verlangt. Wer bereit ist zwischen den Zeilen zu lesen, entdeckt darin eine tiefgründige Reflexion über Unterdrückung, Identität und den verzweifelten Versuch eines Menschen, sich selbst zu behaupten.

  • Eva <3

    5/5

    17.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Außergewöhnlich, extrem, verstörend

    Der Autor führt uns in eine Welt, in der eine gewöhnliche Frau von gruseligen Träumen geplagt wird und daraufhin ihren gesamten Lebensstil ändern. Keine tierischen Produkte auf dem Teller oder Lederkleidung im Kleiderschrank mehr… Von Mal zu Mal wird die Hauptperson skurriler und greift zu immer härteren Mitteln. Ihr Kopf spielt ihr einen Streich und ihre gesamte Familie weiß kaum noch weiter. Die Geschichte ist unfassbar sonderbar, was sie jedoch so fesselnd macht. Ich hab das Buch an einem Tag verschlungen und sitze nun mit vielen offenen Fragen hier, auf die ich nicht mal eine Antwort erhalten möchte.

  • Bewertung

    5/5

    12.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sonderbar absonderlich

    In diesem in 3 Teile gegliederten Roman erfahren wir die Geschichte der Protagonistin Yeong-Hye, die allerdings selbst kaum zu Wort kommt. Auf Grund eines äußerst realen, verstörenden Traums entscheidet sie eines Tages, kein Fleisch mehr zu essen. Im 1. Teil blickt ihr Ehemann auf Yeong-Hye. Seine Perspektive ist nüchtern, selbstbezogen & erschreckend emotionslos. Er versteht seine immer dünner werdende Frau nicht als eigenständiges Subjekt bzw. gar als Mensch, sondern als funktionalen Bestandteil seines geordneten Lebens. Im 2. Teil rückt ihr Schwager in den Fokus. Er ist Videokünstler, der von Yeong-Hyes Naturverbundenheit & Andersartigkeit fasziniert ist. Seine Sichtweise lässt die Story in eine künstlerische, fast surreale, erotische Dimension kippen. Im 3. Teil folgt die Sicht ihrer Schwester. Sie begegnet Yeong-Hye mit echter Nähe. Doch während sie versucht, zu ihr durchzudringen wie durch dichtes Geäst, bricht ganz langsam die Fragestellung durch, ob Anpassung wirklich schützt oder einfach nur eine andere Form der Selbstverleugnung ist. Liegt Yeong-Hyes Entscheidung tatsächlich nur ein Traum zugrunde oder steckt etwas viel Tiefgreifenderes dahinter? ✨ Skurril ist gar kein Begriff. Überwältigend abstoßend oder abstoßend überwältigend? Ich kann mich nicht entscheiden. Dies ist ein stilles, verstörendes und zugleich hochpoetisches Buch, das sich jeder einfachen Deutung entzieht. Ein psychologisches & gesellschaftliches Panorama, das sich langsam, aber unerbittlich unter die Haut gräbt. So erging es zumindest mir. Ein Roman über Körper, Kontrolle, Gewalt, Widerstand & die Radikalität einer Entscheidung, die von außen betrachtet banal wirkt, aber existenzielle Sprengkraft besitzen kann. Genau das hat mich auch so süchtig gemacht. Diese Unverblümtheit trotz all der Blumen, diese tiefe Beunruhigung beim Lesen. Dass manches krank ist, wir aber etwas auch schnell als krank bezeichnen, nur weil es eben nicht in unser Bild passt. Große Leseempfehlung! Und mein persönliches JAHRESHIGHLIGHT!!

  • Bewertung

    5/5

    01.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn nichts mehr zu kontrollieren ist, bleibt oft nur der Körper als eine Form der „Grenzsetzung“.

    Ich habe das Buch aufgrund der Empfehlungen des Zeit-Verlags (siehe Weltklassiker) ausgewählt und konnte mich von der ersten Seite an kaum von ihm lösen. Das Buch geht tief auf Themen wie mehrgenerationale Traumata und das „Frau-Sein“ in einer von oftmals Männern dominierten, objektivierenden Perspektive ein. Es behandelt Fragen der Identität, der Loslösung und der Rebellion in vermeintlich festgefahrenen Strukturen, in denen das „Sein“ vorgegeben ist. Wenn nichts mehr zu kontrollieren ist, bleibt oft nur der Körper als eine Form der „Grenzsetzung“. CN/TW: Körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch, psychische Erkrankungen (u.a. Essstörungen), selbstverletzendes Verhalten, Sexualität und sexuelle Obsession, Verlust und Trauer, zwanghafte Gedanken und Handlungen.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    So viel bedeutung

    Ich fands toll und spannend zu lesen. Man hatte beim lesen so viele gefühle. Es war total verwirrend aber mit so viel bedeutung dahinter. Ich hab das Gefühl man muss das Buch drei mal lesen um komplett zu verstehen was die Autorin sagen wollte. Aber auf eine Gute art

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Leon Spielmann

    Leon Spielmann

    OSIANDER Forchheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.03.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein kleines Meisterwerk

    Am Anfang dachte ich okay da entscheidet sich jemand kein Fleisch zu essen, aber mit was für einer Dynamik und unvorhergesehenen Dingen die Geschichte sich entwickelt ist ganz große Klasse. Erschreckend, berührend, ein kleines Meisterwerk!
  • Zum Bewerterprofil von Cara Nübel

    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    31.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eins meiner Lieblingsbücher

    Das erste Mal, als ich Han Kangs "Vegetarierin" gelesen habe, war ich fünfzehn, und seitdem geht mir dieses Buch nicht mehr aus dem Kopf. Kaum eine andere Geschichte ist so eindringlich, so vielschichtig und doch zutiefst menschlich wie dieses Buch. Im Zentrum der Handlung steht eine Frau, die über große Teile der Handlung namenlos bleibt und fast nie selbst erzählt, sondern von ihrem Mann, ihrem Schwager und ihrer Schwester beschrieben wird. Ihre Entscheidung, sich vegetarisch zu ernähren, stößt ihre Familie in einen Sog aus Obsession, Rebellion und Wahn. Dieses Buch zu lesen ist nicht einfach oder unbedingt angenehm, aber selbst Jahre später denkt man immer noch über die Handlung und Charaktere nach und findet doch immer wieder neue Aspekte, die einen überraschen. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, das meiner Meinung nach jede*r gelesen haben sollte, von einer Autorin, die ihren Nobelpreis mehr als verdient hat.
  • Zum Bewerterprofil von Alex Sättele

    Alex Sättele

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Was steht der Obsession mit Konformität entgegen?

    Yong-Hye und ihr Leben sind ganz normal und ultimativ durchschnittlich, bis sie Vegetarierin wird. Nachdem sie brutale Alpträume bekommt, lehnt sie jeglichen Fleischkonsum ab. Der Obsession ihres Mannes mit ihrer Durchschnittlichkeit, steht nun plötzlich ihre eigene Obsession mit dem Essen entgegen. Doch ihr Umfeld reagiert nicht gerade verständnisvoll, sondern mit dem Aufzwingen der Durchschnittlichkeit und Konformität. Durch die Perspektiven ihres Ehemannes, ihres Schwagers und ihrer Schwester bleibt den Leser*innen unklar, ob Yong-Hyes Verhalten das Ergebnis einer schweren psychischen Erkrankung oder einer persönlichen Rebellion gegen ihr chauvinistisches Umfeld ist. Die Darstellungen im Roman sind häufig grotesk, abstoßend und gewalttätig. Er bietet eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem Thema Konformität und deren Überwindung. Anschaulich und gleichzeitig berührend geschrieben, überzeugt das Werk durch seine narrative Kraft.
  • Zum Bewerterprofil von Herad Pfeuffer

    Herad Pfeuffer

    OSIANDER Speyer

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2021

    eBook (ePUB)

    Eine Frau beschließt, kein Fleisch mehr zu essen - ihr Ekel daran nimmt immer extremere Ausmaße an, nicht nur für sie, sondern auch für ihre Familie. Wie einzelne Sätze Gemütsregungen wie zum Beispiel Gewalt und Leidenschaft wiedergeben können, finde ich außergewöhnlich. Wie Abscheu solch fatale Auswirkung erreichen kann, erschreckend und wehe dem, bei dem unterdrückte Wünsche an die Oberfläche kommen. Unbedingt lesen!
  • Zum Bewerterprofil von Emilie Platt

    Emilie Platt

    OSIANDER Lahr

    Buchhändler*in

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    4/5

    12.02.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein herausforderndes, intensives Buch über Identität, Kontrolle und die Grenzen der menschlichen Freiheit.

    Han Kangs Die Vegetarierin ist ein erschütterndes und zugleich faszinierendes Meisterwerk, das in drei Akten erzählt wird – eine Struktur, die an Kafkas surrealistische Erzählweise erinnert. Die Geschichte folgt der jungen Koreanerin Yong-Hye, die nach beunruhigenden Träumen plötzlich aufhört, Fleisch und tierische Produkte zu essen. Ihre scheinbar harmlose Entscheidung löst in ihrem Umfeld eine Welle von Unverständnis, Ablehnung und Gewalt aus. Aus drei Perspektiven – ihrem Ehemann, ihrem Schwager und ihrer Schwester – entfaltet sich das Bild einer Frau, die sich gegen gesellschaftliche Normen auflehnt und dabei in eine immer tiefere Isolation gerät. Während ihre Familie und ihre Umgebung hilflos oder aggressiv auf ihre Veränderung reagieren, wird Yong-Hyes stille Rebellion zu einem verzweifelten Kampf um Autonomie und Selbstbestimmung. Han Kangs eindringlicher Schreibstil und die schmerzhaft präzise Beschreibung der psychischen und physischen Transformation der Protagonistin machen Die Vegetarierin zu einer herzzerreißenden, zugleich poetischen und surrealen Lektüre. Ein herausforderndes, intensives Buch über Identität, Kontrolle und die Grenzen der menschlichen Freiheit.

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