Produktbild: Die Vegetarierin

Die Vegetarierin Roman | Nobelpreis für Literatur 2024

86

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

190

Maße (L/B/H)

21,9/13,2/2,1 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

채식주의자 (The Vegetarian)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04260-8

Beschreibung

Rezension

»Han Kang hat ein zartes, leises, surreales Widerstandsbuch von ungeheuerlicher Kraft geschrieben. Einer Kraft, die langsam wirkt, dann aber gewaltig.« ("DIE ZEIT")
»Hang Kangs Sprache ist auf den Punkt gebracht, bildhaft, aber schnörkellos.« ("n-tv Nachrichtenfernsehen")
»Ein spannender, berührender, sehr zum Nachdenken anregender Roman« ("Melsunger Allgemeine")
»Was Han Kangs verstörenden Roman so aussergewöhnlich macht, ist, dass er die grossen Fragen der Gegenwart aufwirft, sie aber radikal anders beantwortet.« ("NZZ")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

28.10.2024

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

190

Maße (L/B/H)

21,9/13,2/2,1 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Terracotta / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

채식주의자 (The Vegetarian)

Übersetzt von

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04260-8

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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1 Sterne

Verstörend, bizarr und mutig - eine Geschichte mit vielen Interpretationsmöglichkeiten

Sophia am 09.01.2025

Bewertungsnummer: 2381990

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Yong-Hye lebt mit ihrem Ehemann in Südkorea und führt als Hausfrau ein langweiliges Leben. Ihr Mann geht seinem Bürojob lustlos nach und die beiden leben mehr nebeneinander als miteinander. Eines Tages beschließt Yong-Hye, kein Fleisch mehr zu essen - ein Traum habe sie dazu veranlasst ist ihre Begründung. In Südkorea ist Vegetarismus verpönt und dementsprechend genervt und wütend reagiert ihr Mann. Alle in Yong-Hyes Umfeld reden auf sie ein, wieder Fleisch zu essen. Sie dagegen träumt davon, eine Blume zu werden und als Pflanze zu leben. Als sich schließlich auch ihre Familie gegen sie wendet, nimmt ihr Traum immer bizarrere Ausmaße an... Von Han Kang hatte ich vor der Vergabe des Literaturnobelpreises noch nichts gelesen. Aber ich habe eine neue wunderbare Autorin für mich entdeckt nach dem Lesen! Das Cover wirkt zunächst einfach mit den Blüten, aber auf den zweiten Blick erkennt man ein Stück Fleisch, eine Hand und eine Zunge. Es lässt sich darin bereits viel auf den Inhalt schließen. Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert: der erste Teil wird aus der Sicht des Ehemanns erzählt, der Zweite von ihrem Schwager, dem Mann ihrer Schwester und der Dritte aus der Sicht der Schwester. Interessant ist, dass Yong-Hye selbst nicht zu Wort kommt und die Selbstbestimmtheit, die sie nach und nach verliert, bereits beim Lesen verloren geht, indem andere über sie erzählen. Die Entscheidung, vegetarisch zu leben, erscheint in Deutschland mittlerweile normal und wird auch meist unterstützt und gefördert. In Südkorea ist dies allerdings äußerst verpönt, man macht es einfach nicht, weil es sich nicht gehört. Han Kang zeichnet hier die Probleme der südkoreanischen Kultur sehr gut nach: familiärer Druck, das Patriarchat, die allgemeine Rolle der Frau. Yong-Hye soll sich nicht auflehnen oder sich gar die Entscheidung heraus nehmen, selbstbestimmt zu leben. Alle drei Teile wirken beim Lesen verstörend und bizarr, beim Lesen schwingt stets ein mulmiges Gefühl mit. Man merkt schnell, dass die Lage um Yong-Hye sich immer weiter zuspitzt und man möchte ihr beim Lesen so gerne helfen, weil ihr Umfeld eben so eiskalt reagiert und sich abwendet. Han Kang spielt immer wieder geschickt zwischen Realität und Fiktion, Traum und Wachsein und erzeugt eine beklemmende, aber auch spannende Atmosphäre. Gerade der letzte Teil hat mich bedrückt zurück gelassen. Das Buch behandelt so viele wichtige Themen der heutigen Zeit, die nicht nur in Südkorea problematisch sind: die Schuld, die eine Frau trägt, ihre Rechtfertigung für eigentlich normale Dinge und die Kälte und Herablassung, die Frauen immer wieder überall auf der Welt erfahren müssen. Für mich eine absolute Empfehlung, auch wenn es einiger Triggerwarnungen bedarf - das Buch ist nichts zum Zwischendurch-Lesen, es hallt lange nach und lässt den Leser verstört und nachdenklich zurück.

Verstörend, bizarr und mutig - eine Geschichte mit vielen Interpretationsmöglichkeiten

Sophia am 09.01.2025
Bewertungsnummer: 2381990
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Yong-Hye lebt mit ihrem Ehemann in Südkorea und führt als Hausfrau ein langweiliges Leben. Ihr Mann geht seinem Bürojob lustlos nach und die beiden leben mehr nebeneinander als miteinander. Eines Tages beschließt Yong-Hye, kein Fleisch mehr zu essen - ein Traum habe sie dazu veranlasst ist ihre Begründung. In Südkorea ist Vegetarismus verpönt und dementsprechend genervt und wütend reagiert ihr Mann. Alle in Yong-Hyes Umfeld reden auf sie ein, wieder Fleisch zu essen. Sie dagegen träumt davon, eine Blume zu werden und als Pflanze zu leben. Als sich schließlich auch ihre Familie gegen sie wendet, nimmt ihr Traum immer bizarrere Ausmaße an... Von Han Kang hatte ich vor der Vergabe des Literaturnobelpreises noch nichts gelesen. Aber ich habe eine neue wunderbare Autorin für mich entdeckt nach dem Lesen! Das Cover wirkt zunächst einfach mit den Blüten, aber auf den zweiten Blick erkennt man ein Stück Fleisch, eine Hand und eine Zunge. Es lässt sich darin bereits viel auf den Inhalt schließen. Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert: der erste Teil wird aus der Sicht des Ehemanns erzählt, der Zweite von ihrem Schwager, dem Mann ihrer Schwester und der Dritte aus der Sicht der Schwester. Interessant ist, dass Yong-Hye selbst nicht zu Wort kommt und die Selbstbestimmtheit, die sie nach und nach verliert, bereits beim Lesen verloren geht, indem andere über sie erzählen. Die Entscheidung, vegetarisch zu leben, erscheint in Deutschland mittlerweile normal und wird auch meist unterstützt und gefördert. In Südkorea ist dies allerdings äußerst verpönt, man macht es einfach nicht, weil es sich nicht gehört. Han Kang zeichnet hier die Probleme der südkoreanischen Kultur sehr gut nach: familiärer Druck, das Patriarchat, die allgemeine Rolle der Frau. Yong-Hye soll sich nicht auflehnen oder sich gar die Entscheidung heraus nehmen, selbstbestimmt zu leben. Alle drei Teile wirken beim Lesen verstörend und bizarr, beim Lesen schwingt stets ein mulmiges Gefühl mit. Man merkt schnell, dass die Lage um Yong-Hye sich immer weiter zuspitzt und man möchte ihr beim Lesen so gerne helfen, weil ihr Umfeld eben so eiskalt reagiert und sich abwendet. Han Kang spielt immer wieder geschickt zwischen Realität und Fiktion, Traum und Wachsein und erzeugt eine beklemmende, aber auch spannende Atmosphäre. Gerade der letzte Teil hat mich bedrückt zurück gelassen. Das Buch behandelt so viele wichtige Themen der heutigen Zeit, die nicht nur in Südkorea problematisch sind: die Schuld, die eine Frau trägt, ihre Rechtfertigung für eigentlich normale Dinge und die Kälte und Herablassung, die Frauen immer wieder überall auf der Welt erfahren müssen. Für mich eine absolute Empfehlung, auch wenn es einiger Triggerwarnungen bedarf - das Buch ist nichts zum Zwischendurch-Lesen, es hallt lange nach und lässt den Leser verstört und nachdenklich zurück.

"Die Zeit bleibt niemals stehen"

Bewertung am 18.10.2024

Bewertungsnummer: 2319425

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Han Kangs außergewöhnlichem Roman, geht es um Yong-Hye, die wie aus dem Nichts entschließt, sich fortan vegetarisch zu ernähren. Die Menschen um sie herrum verstehen die Welt nicht mehr und versuchen alles sie von Ihrem neuen Lebensstil abzuhalten. Han Kang überrascht mit einer unfassbaren Wortgewandheit und einer Geschichte, die einen so fesselt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen will. Es sind zwar einige Szenen des Romans nicht unbedingt für zartbeseitete Gemüter aber dennoch fand ich die Geschichte und den Gedanken dahinter sehr schön und einfach lesenswert!

"Die Zeit bleibt niemals stehen"

Bewertung am 18.10.2024
Bewertungsnummer: 2319425
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Han Kangs außergewöhnlichem Roman, geht es um Yong-Hye, die wie aus dem Nichts entschließt, sich fortan vegetarisch zu ernähren. Die Menschen um sie herrum verstehen die Welt nicht mehr und versuchen alles sie von Ihrem neuen Lebensstil abzuhalten. Han Kang überrascht mit einer unfassbaren Wortgewandheit und einer Geschichte, die einen so fesselt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen will. Es sind zwar einige Szenen des Romans nicht unbedingt für zartbeseitete Gemüter aber dennoch fand ich die Geschichte und den Gedanken dahinter sehr schön und einfach lesenswert!

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Die Vegetarierin

von Han Kang

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Meinung aus der Buchhandlung

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Leon Spielmann

OSIANDER Forchheim

Zum Portrait

5/5

Ein kleines Meisterwerk

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Am Anfang dachte ich okay da entscheidet sich jemand kein Fleisch zu essen, aber mit was für einer Dynamik und unvorhergesehenen Dingen die Geschichte sich entwickelt ist ganz große Klasse. Erschreckend, berührend, ein kleines Meisterwerk!
  • Leon Spielmann
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ein kleines Meisterwerk

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Am Anfang dachte ich okay da entscheidet sich jemand kein Fleisch zu essen, aber mit was für einer Dynamik und unvorhergesehenen Dingen die Geschichte sich entwickelt ist ganz große Klasse. Erschreckend, berührend, ein kleines Meisterwerk!

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Cara Nübel

Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

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5/5

Eins meiner Lieblingsbücher

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das erste Mal, als ich Han Kangs "Vegetarierin" gelesen habe, war ich fünfzehn, und seitdem geht mir dieses Buch nicht mehr aus dem Kopf. Kaum eine andere Geschichte ist so eindringlich, so vielschichtig und doch zutiefst menschlich wie dieses Buch. Im Zentrum der Handlung steht eine Frau, die über große Teile der Handlung namenlos bleibt und fast nie selbst erzählt, sondern von ihrem Mann, ihrem Schwager und ihrer Schwester beschrieben wird. Ihre Entscheidung, sich vegetarisch zu ernähren, stößt ihre Familie in einen Sog aus Obsession, Rebellion und Wahn. Dieses Buch zu lesen ist nicht einfach oder unbedingt angenehm, aber selbst Jahre später denkt man immer noch über die Handlung und Charaktere nach und findet doch immer wieder neue Aspekte, die einen überraschen. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, das meiner Meinung nach jede*r gelesen haben sollte, von einer Autorin, die ihren Nobelpreis mehr als verdient hat.
  • Cara Nübel
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eins meiner Lieblingsbücher

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das erste Mal, als ich Han Kangs "Vegetarierin" gelesen habe, war ich fünfzehn, und seitdem geht mir dieses Buch nicht mehr aus dem Kopf. Kaum eine andere Geschichte ist so eindringlich, so vielschichtig und doch zutiefst menschlich wie dieses Buch. Im Zentrum der Handlung steht eine Frau, die über große Teile der Handlung namenlos bleibt und fast nie selbst erzählt, sondern von ihrem Mann, ihrem Schwager und ihrer Schwester beschrieben wird. Ihre Entscheidung, sich vegetarisch zu ernähren, stößt ihre Familie in einen Sog aus Obsession, Rebellion und Wahn. Dieses Buch zu lesen ist nicht einfach oder unbedingt angenehm, aber selbst Jahre später denkt man immer noch über die Handlung und Charaktere nach und findet doch immer wieder neue Aspekte, die einen überraschen. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, das meiner Meinung nach jede*r gelesen haben sollte, von einer Autorin, die ihren Nobelpreis mehr als verdient hat.

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