Produktbild: Tyll
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Daniel Kehlmann

1. Tyll (Ungekürzte Lesung)

Tyll

Gesprochen von
45
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1889

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

11 Stunden und 15 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.10.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

164

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732416042

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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1889

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Ulrich Noethen

Spieldauer

11 Stunden und 15 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

20.10.2017

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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164

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732416042

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1 Sterne

Von allem etwas, aber nicht tiefgehend genug

monerl aus Langen am 12.02.2018

Bewertungsnummer: 1082408

Bewertet: Hörbuch-Download

Mich reizte am Buch die Figur Tyll Ulenspiegel sowie die Thematik des Dreißigjährigen Krieges. Letzterer ist der große Rahmen, der rote Faden des gesamten Buches. Geschickt bedient sich Daniel Kehlmann der Figur Tyll Ulenspiegel, die als Gaukler das ganze Land bereist, sogar darüber hinaus kommt und so auch die Möglichkeit hat mit den Armen, den Bauern, den Bürgerlichen, Königen wie auch dem Kaiser in Kontakt zu treten. Spiel, Spass und Narretei für Groß und Klein, Dick und Dünn, Alt und Jung. So lernt der Leser Tyll als Jungen kennen, seine Familie und die Umstände für seine Flucht. Gemeinsam mit Nele kämpft er sich durch und lernt bei Gaukler Pirmin die ersten Schritte und Notwendigkeiten, um sein Leben als Narr bestreiten zu können. Neben Hungersnöten, Aberglaube und Hexenverbrennungen ist es immer wieder der harte, lange Krieg, der die Menschen verschwinden lässt und Gewalt zur Tagesordnung macht. Ausgelöst durch die Leichtsinnigkeit des Friedrich V., der unbedingt Friedrich I. werden wollte, nach der Krone griff und dabei letztendlich auch sein Kurfürstentum für immer verlor. Der Winterkönig und seine Frau Elisabeth Stuart sind immer wieder im Vordergrund der Geschichte. Doch, wenn es spannend und interessant wurde, gab es immer wieder Sprünge zu Dichtern, Gelehrten, der Auseinandersetzung zur deutschen Schriftsprache und Jesuiten als Drachenfängern unvm. Dieses ständige Hin und Her, die nicht chronologische Erzählweise und die vielen Themen, die dabei nur oberflächlich gestreift wurden, stoppten nicht nur meinen Hörfluss, sondern auch mein Interesse und meine Freude am Buch. Wenn man wie ich, was dieses Zeitalter und die historischen Persönlichkeiten angeht, im Vorfeld nicht ausreichend Kenntnisse hat, kann man sich nicht so richtig in die Geschichte fallen lassen. Erst durch nachträgliche, eigene Recherche habe ich manche Andeutungen und Anspielungen Kehlmanns verstanden. Sprachlich ist das Buch ein reiner Genuss. Der Autor versteht es seine Erzählung mit Humor, Sarkasmus, Tragik und auch vielen Gewaltbeschreibungen zu spicken, die, verbunden mit der Idee und der nicht chronologischen Erzählweise ein Plot-Kunstwerk darstellt, an das ich mich aber leider nicht so richtig gewöhnen konnte. Der Plot ist keinesfalls trivial. Zum Hörbuch: Der Sprecher Ulrich Noethen ist in Tyll eine Top-Besetzung! Ich habe ihm sehr gerne zugehört. Leider erschwert das Medium -Hörbuch- das Verfolgen der Geschichte, da man speziell bei BookBeat (nach so langer Zeit immer noch) keine Lesezeichen setzten kann. Im gedruckten Buch ist Markieren und das Zurückblättern möglich, was bei Hörbüchern auch wegfällt. Fazit: Ein Buch, das intelligent gedacht und ausgeführt wurde, dessen Umsetzung mir speziell jedoch nicht so lag. Viele Personen, viele Themen, von allem etwas und von nichts tief genug. Dem Hörbuch ist das Print vorzuziehen, wenn man historisch nicht so versiert ist, einige Hörpausen machen muss und mit nicht chronologischem Aufbau nicht so gut zurecht kommt.

Von allem etwas, aber nicht tiefgehend genug

monerl aus Langen am 12.02.2018
Bewertungsnummer: 1082408
Bewertet: Hörbuch-Download

Mich reizte am Buch die Figur Tyll Ulenspiegel sowie die Thematik des Dreißigjährigen Krieges. Letzterer ist der große Rahmen, der rote Faden des gesamten Buches. Geschickt bedient sich Daniel Kehlmann der Figur Tyll Ulenspiegel, die als Gaukler das ganze Land bereist, sogar darüber hinaus kommt und so auch die Möglichkeit hat mit den Armen, den Bauern, den Bürgerlichen, Königen wie auch dem Kaiser in Kontakt zu treten. Spiel, Spass und Narretei für Groß und Klein, Dick und Dünn, Alt und Jung. So lernt der Leser Tyll als Jungen kennen, seine Familie und die Umstände für seine Flucht. Gemeinsam mit Nele kämpft er sich durch und lernt bei Gaukler Pirmin die ersten Schritte und Notwendigkeiten, um sein Leben als Narr bestreiten zu können. Neben Hungersnöten, Aberglaube und Hexenverbrennungen ist es immer wieder der harte, lange Krieg, der die Menschen verschwinden lässt und Gewalt zur Tagesordnung macht. Ausgelöst durch die Leichtsinnigkeit des Friedrich V., der unbedingt Friedrich I. werden wollte, nach der Krone griff und dabei letztendlich auch sein Kurfürstentum für immer verlor. Der Winterkönig und seine Frau Elisabeth Stuart sind immer wieder im Vordergrund der Geschichte. Doch, wenn es spannend und interessant wurde, gab es immer wieder Sprünge zu Dichtern, Gelehrten, der Auseinandersetzung zur deutschen Schriftsprache und Jesuiten als Drachenfängern unvm. Dieses ständige Hin und Her, die nicht chronologische Erzählweise und die vielen Themen, die dabei nur oberflächlich gestreift wurden, stoppten nicht nur meinen Hörfluss, sondern auch mein Interesse und meine Freude am Buch. Wenn man wie ich, was dieses Zeitalter und die historischen Persönlichkeiten angeht, im Vorfeld nicht ausreichend Kenntnisse hat, kann man sich nicht so richtig in die Geschichte fallen lassen. Erst durch nachträgliche, eigene Recherche habe ich manche Andeutungen und Anspielungen Kehlmanns verstanden. Sprachlich ist das Buch ein reiner Genuss. Der Autor versteht es seine Erzählung mit Humor, Sarkasmus, Tragik und auch vielen Gewaltbeschreibungen zu spicken, die, verbunden mit der Idee und der nicht chronologischen Erzählweise ein Plot-Kunstwerk darstellt, an das ich mich aber leider nicht so richtig gewöhnen konnte. Der Plot ist keinesfalls trivial. Zum Hörbuch: Der Sprecher Ulrich Noethen ist in Tyll eine Top-Besetzung! Ich habe ihm sehr gerne zugehört. Leider erschwert das Medium -Hörbuch- das Verfolgen der Geschichte, da man speziell bei BookBeat (nach so langer Zeit immer noch) keine Lesezeichen setzten kann. Im gedruckten Buch ist Markieren und das Zurückblättern möglich, was bei Hörbüchern auch wegfällt. Fazit: Ein Buch, das intelligent gedacht und ausgeführt wurde, dessen Umsetzung mir speziell jedoch nicht so lag. Viele Personen, viele Themen, von allem etwas und von nichts tief genug. Dem Hörbuch ist das Print vorzuziehen, wenn man historisch nicht so versiert ist, einige Hörpausen machen muss und mit nicht chronologischem Aufbau nicht so gut zurecht kommt.

TYLL - ein Meisterwerk

Bewertung am 22.12.2025

Bewertungsnummer: 2682846

Bewertet: Hörbuch (Audio)

Die Lesung dieses Meisterwerks durch Ulrich Noethen ist sensationell. Tyll ist kein „Schelmenroman“, sondern eine atmosphärisch dichte, menschen- und lebenskluge Schilderung der Zeit des 30jährigen Kriegs. Manchmal komisch, manchmal böse, dann bitter oder lakonisch. Viel spielerisch eingewobene Geschichte. Bewundernswert, wie Kehlmann scheinbar mühelos die Diktion des Simplizissimus aufgenommen und dieses weise Buch offenbar wie in einem Schreibrausch herunter geschrieben hat, wie aus einem Guss. Ich könnte mir vorstellen, dass die Lesung Noethens das Werk noch besser macht.

TYLL - ein Meisterwerk

Bewertung am 22.12.2025
Bewertungsnummer: 2682846
Bewertet: Hörbuch (Audio)

Die Lesung dieses Meisterwerks durch Ulrich Noethen ist sensationell. Tyll ist kein „Schelmenroman“, sondern eine atmosphärisch dichte, menschen- und lebenskluge Schilderung der Zeit des 30jährigen Kriegs. Manchmal komisch, manchmal böse, dann bitter oder lakonisch. Viel spielerisch eingewobene Geschichte. Bewundernswert, wie Kehlmann scheinbar mühelos die Diktion des Simplizissimus aufgenommen und dieses weise Buch offenbar wie in einem Schreibrausch herunter geschrieben hat, wie aus einem Guss. Ich könnte mir vorstellen, dass die Lesung Noethens das Werk noch besser macht.

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Tyll

von Daniel Kehlmann

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Christian Rönnebäumer

Osiander Zentrale

Zum Portrait

5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit sprachlicher Leichtfüßigkeit und erzähltechnischer Raffinesse entwirft Daniel Kehlmann in diesem großartigen Roman ein Panorama des dreißigjährigen Krieges mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Facetten. Den wiederkehrenden Bezugspunkt bildet dabei die Figur des Narren Tyll Ulenspiegels, der durch seine Streiche und seinem schohnungslosen Blick einer ganzen Epoche den Spiegel vorhält und uns dadurch deren Wirren und Verwirrungen vor Augen führt. Nach einer fesselnden und höchst unterhaltsamen Lektüre lässt sich fragen, ob nicht auch unsere Zeit ihren eigenen Narren braucht? Unbedingt (selber) lesen!
  • Christian Rönnebäumer
  • Buchhändler/-in

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit sprachlicher Leichtfüßigkeit und erzähltechnischer Raffinesse entwirft Daniel Kehlmann in diesem großartigen Roman ein Panorama des dreißigjährigen Krieges mit all seinen politischen und gesellschaftlichen Facetten. Den wiederkehrenden Bezugspunkt bildet dabei die Figur des Narren Tyll Ulenspiegels, der durch seine Streiche und seinem schohnungslosen Blick einer ganzen Epoche den Spiegel vorhält und uns dadurch deren Wirren und Verwirrungen vor Augen führt. Nach einer fesselnden und höchst unterhaltsamen Lektüre lässt sich fragen, ob nicht auch unsere Zeit ihren eigenen Narren braucht? Unbedingt (selber) lesen!

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Katharina Knaus

OSIANDER Göppingen

Zum Portrait

5/5

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Obwohl ich ein großer Kehlmannfan bin, habe ich mich erst gesperrt, denn ich hatte keine Lust auf den dreißigjährigen Krieg, Mittelalter finde ich düster und beklemmend, und dann beschloss ich doch, das Buch zu lesen und tat gut dran. Was für ein Buch - Kehlmann ist einfach ein großartiger Erzähler, der Menschen packend beschreibt und Schicksale spannend miteinander verweben kann.
  • Katharina Knaus
  • Buchhändler/-in

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Obwohl ich ein großer Kehlmannfan bin, habe ich mich erst gesperrt, denn ich hatte keine Lust auf den dreißigjährigen Krieg, Mittelalter finde ich düster und beklemmend, und dann beschloss ich doch, das Buch zu lesen und tat gut dran. Was für ein Buch - Kehlmann ist einfach ein großartiger Erzähler, der Menschen packend beschreibt und Schicksale spannend miteinander verweben kann.

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