Wonder Woman - als Heldin geboren, zur Legende geworden
Eigentlich will Diana, Tochter der Amazonenkönigin, nur eines: das Rennen gewinnen, in dem sie gegen die schnellsten Läuferinnen der Insel antreten muss. Doch dann erblickt sie am Horizont ein untergehendes Schiff und bewahrt Alia, ein gleichaltriges Mädchen, vor dem Tod. Doch wie Diana vom Orakel erfährt, ist es Alias Bestimmung, die Welt ins Unglück zu stürzen und Krieg über die Menschheit zu bringen. Um dies zu verhindern, reist Diana mit Alia ins ferne New York - und wird unversehens mit einer Welt und Gefahren konfrontiert, die sie bislang nicht kannte ...
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Wonder Woman für Jugendliche
Bewertung aus Dresden am 27.12.2017
Bewertungsnummer: 1071081
Bewertet: eBook (ePUB)
**Inhalt**
Diana ist eine Amazonenkriegerin, die mit ihrer Mutter und anderen Amazonen auf der abgeschiedenen Insel Themyscira lebt. Aber sie ist anders als die anderen. Während alle anderen Frauen ruhmreich im Kampf gefallen und sich so einen Platz auf der Insel verdient haben, wurde sie dort geboren und gehört einfach nicht dazu. Sie setzt daher ihre Hoffnung in das jährliche Rennen, doch dabei beobachtet sie einen Flugzeugabsturz und rettet die einzige Überlebende. Dadurch begeht sie aber den größtmöglichen Verrat und bringt alle um sich herum in Gefahr. Wird es ihr gelingen ihre Familie und die ganze Welt zu retten?
**Meine Meinung**
Ich bin ein großer Wonder Woman Fan und war dadurch gleichermaßen erfreut als auch verwirrt, als ich das Buch entdeckt habe. Hat man die Comicvorlage nun einfach noch einmal als Buch geschrieben? Oder den kürzlich gelaufenen Kinofilm eins zu eins in Buchform wiedergegeben? Letzteres war eigentlich meine größte Sorge was wenn ich nun die ganze Handlung schon kannte und immer die Filmbilder vor dem inneren Auge hätte?
Was soll ich sagen? Meine Angst war absolut unbegründet. Anfangs erkennt man zwar viele Parallelen (klar, schließlich ist die Herkunft ja auch eine gesetzte Sache), aber dann entwickelt sich die Geschichte vollkommen anders.
Die Handlung ist total spannend, sehr actiongeladen (wie man das von Wonder Woman erwartet) und hat trotzdem einige ruhige Momente. Insgesamt also eine Mischung, die sich gut lesen ließ und dann dieses Ende das hat mich echt aus den Socken gehauen. Einfach der Hammer! Unerwartet und spannend.
Diana ist auch eine tolle Protagonistin. Sie ist stark, hübsch, kämpferischund versucht sich zu beweisen, aber an der einen oder anderen Stelle ist sie trotzdem unsicher. Sie hat einen interessanten Blick auf die Welt, der sehr von Weisheit und Erfahrung geprägt ist, was mich manchmal etwas verwirrte, weil sie für eine Amazone ja eigentlich noch recht jung ist. Dennoch brachten mich ihre Aussagen oft zum Nachdenken. z.B. "Wir können nichts dafür, wie wir auf die Welt gekommen sind. Wir können nichts für das, was wir sind, wir können nur entscheiden, welches Leben wir führen wollen." (S. 184).
Gleichzeitig hat sie aber auch keine großen Erfahrungen in der modernen Welt, was durchaus zu lustigen Gesprächen geführt hat, z.B. "Vollidiot", schrie Alia ihm hinterher.
Der Radfahrer schaute kurz über die Schulter zurück und hielt seinen Mittelfinger hoch.
"Ist er ein Feind?", fragte Diana.
"Nein, New Yorker." (S. 94)
Solche Dialoge brachten mich oft zum Schmunzeln.
Auch die anderen Hauptfiguren, u.a. Alia das Mädchen, das von Diana gerettet wurde - und Jason deren Bruder - sind sehr vielschichtig gestaltet. Man merkt, wie viel Liebe die Autorin in die Figuren gesteckt hat, weil jede mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat, aber gestärkt aus diesen Kämpfen hervorging. In diesem Rahmen werden auch Themen wie Fremdenhass, Übergewicht, Toleranz, Verlust und Druck durch die Eltern mit eingebracht. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet, aber ich war positiv überrascht. Schließlich sind das Themen, mit denen man sich einmal auseinandergesetzt haben sollte.
Die Perspektive wechselt zwischen Diana und Alia, wodurch wir die Geschichte einmal aus der Sicht der kampferprobten, aber auch weltfremden Amazone erleben und ein anderes Mal aus der Sicht der Normalsterblichen, die ihren Platz in der Welt noch finden muss. Das fand ich klasse, einfach weil man dadurch auch Diana mal von außen erleben konnte. Manchmal war aber nicht gleich deutlich, wer von beiden nun die Handlung wiedergibt, sodass es einige Findungssätze bedurfte. Aber damit konnte ich leben.
Wonder Woman ist der erste Band der DC Icons Serie. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, aber das Ende ist offen gestaltet, sodass es weitergehen kann.
Der zweite Teil ist dann BATMAN. Mal schauen, was uns dort erwartet und vielleicht entdecken wir ja auch dort Wonder Woman wieder. Wer weiß ;).
**Fazit**
Eine wunderbare und jugendgerechte Umsetzung des Wonder Woman Comics. Voller Action, Spannung und Fantasy erleben wir die Amazone ganz neu umgesetzt.
Sympathische und kurzweilige Leseunterhaltung, die einige schwierige Wege zum Erzählen der eigenen Geschichte einschlägt und sich selbst verheddert.
Der Medienblogger am 27.12.2018
Bewertungsnummer: 1157833
Bewertet: eBook (ePUB)
Eine neue Buchreihe aus dem DC Universum erscheint am Himmel des Lesemarktes. Jeder Band erzählt eine Geschichte rund um die verschiedenen Superhelden dieser fiktiven Welt, jeweils verfasst von unterschiedlichen, bekannten Namen der Jugendliteratur. Vor aktuell wenigen Wochen erschien der zweite Teil „Catwoman“. Da wird es aber höchste Zeit, endlich über den Auftakt „Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen“ zu schreiben und meine Eindrücke in der folgenden Rezension festzuhalten.
Das Szenario, das uns in diesem Band von Autorin Leigh Bardugo dargestellt wird, die viele von euch wahrscheinlich durch die „Grischa“-Reihe kennen dürften, kann den Leser zwar schnell packen, fühlt sich aber gleichzeitig wie bereits verdaute Nahrung an, denn: Man vermisst sehnlich einen einzelnen Funken Besonderheit in der grundlegenden Handlung. Die Erzählmotive einer Heldin, die in eine neue, ungewohnte Welt aufbricht, um Gefahren zu bändigen, wirken wie schon etliche Male gehört. Aber gut, es sind nun einmal die grundlegenden Ansätze, auf die viele Superheldengeschichten basieren. Problematischer wird es dann, wenn sich die Herausforderung, denen sich die Protagonisten stellen müssen, zu einfach zu bewältigen scheinen und mir sich als Leser die Schrecken und möglichen Konsequenzen der Gefahr nicht ganz erschließen mögen. Hier wird „viel Lärm um nichts“ gemacht, um es in Shakespeares Worten auszudrücken.
Wenn ich näher auf die Figuren eingehe, dann möchte ich die Stärke der Frau betonen, die in dem Werk gelungen zur Schau gestellt wird, und jeglichen sexistischen Äußerungen mit Ausrufezeichen entgegentritt. Fast schießt die Autorin dabei über ihr eigentliches Ziel hinaus und stellt die wenigen Männer, die in der Geschichte auftauchen, auf fragwürdige und minderbemittelte Art und Weise dar. Da möchte man sich fast fragen, ob das nun Sexismus in die entgegengesetzte Richtung ist oder ob sie diese Darstellung nur als Trittbrett für ihre eigentliche Aussage benutzt.
Die Verwunderung und Reizüberflutung der Hauptfigur namens Diana scheinen fast greifbar zu sein und man kann nicht anders, als ihr das abzukaufen. Die Haltung der einzelnen Charaktere gegenüber bestimmten Problematiken sind jedoch nicht hundertprozentig nachvollziehbar erläutert, sodass ihre Gemütsveränderungen teilweise sprunghaft wirken und ich Schwierigkeiten besaß, diese inneren Wechsel nachvollziehen zu können. Die Motivationen, aus denen heraus die Figuren handeln, wirken oftmals eindimensional oder sogar belanglos. Und in genau solchen Fehlern verheddert sich die Autorin leider viel zu sehr und macht sich somit selbst den Garaus. Der Twist am Ende des Romans kommt daher auch nicht sonderlich überraschend, mehr noch, er nimmt mich als Leser ganz einfach nicht mit.
Der Schreibstil der Autorin ist, und das können viele von euch sicherlich auch von ihren anderen Werken betrachtet bestätigen, lobenswert. Sie schafft es, trotz der Schwächen, die die Handlung im Allgemeinen aufzuweisen hat, dem Leser ein kurzweiliges Lesevergnügen zu bereiten, dem man zugutehalten muss, dass es zu keiner Sekunde langatmig ist. In der ersten Hälfte des Romans jedoch finden sich einige unglücklich gewählte und nicht ganz stimmig klingende Formulierungen, die man hätte vermeiden können und die durch ein verdutztes Stirnrunzeln den Lesefluss unterbrechen.
Wenn man mich fragen würde, ob ich das Buch weiterempfehlen kann, dann ist die Antwort, die ich darauf geben kann, eine im Zwiespalt: Zwar gibt es viele Aspekte, die in mir Sympathie zu dem Werk erwecken konnten, aber auch genauso viele, die diesen Eindruck nicht unterstützen. Für diejenigen, die Fans dieses Universums sind, ist „Wonder Woman“ sicherlich ein Muss und ich kann nicht bestreiten, dass man mit diesem Buch nicht spaßige Unterhaltung erfahren kann. Für alle anderen gibt es von mir den Hinweis: Es gibt zahlreiche Werke, die es besser machen. Eure Entscheidung, für was ihr euch letztendlich entscheiden mögt.
„Wonder Woman“ ist sympathische und kurzweilige Leseunterhaltung, die einige schwierige Wege zum Erzählen der eigenen Geschichte einschlägt und sich selbst verheddert.
Von mir gibt es drei von fünf möglichen Sternen, Tendenz nach unten.
Meinung aus der Buchhandlung
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Hinter einer unsichtbaren Grenze verborgen, fernab vom Krieg und den Katastrophen der Menschen, liegt die Insel der unsterblichen Amazonen, die auf keiner Karte zu finden ist. Diana ist die Tochter der Königin und zugleich die Jüngste und Schwächste unter den Amazonen. Beim großen Wettrennen will sie sich beweisen. Als sie während des Rennens die Nordküste erreicht, sieht sie, wie ein Schiff explodiert und hört die Hilfeschreie eines Mädchens. Es ist streng verboten, Fremde auf die Insel zu bringen. Wer es dennoch tut, dem droht als Strafe die Verbannung. Trotzdem rettet Diana das Mädchen und versteckt es in einer Höhle. Bald darauf erschüttern Erdbeben die Insel und es gibt plötzliche Krankheitsfälle, obwohl Amazonen eigentlich gar nicht krank werden können. Diana sucht das Orakel auf, und es sagt ihr, dass das gerettete Mädchen, Alia, eine Kriegsbringerin ist, eine Nachfahrin von Helena von Troja, die Tod und Verderben bringt. Alia muss sterben oder die Insel verlassen und in einer Quelle in Südgriechenland, wo Helena einst starb, baden, um gereinigt zu werden. Diana will Alia dort hinbringen. Alia ist verwirrt. Ist sie hier bei einer radikalen, feministischen Sekte gelandet? Auch Diana wird nicht schlau aus vielem, was Alia von sich gibt. Alia spricht von Biologen, Genetik, Videospielen und einem allwissenden Gott namens Google. Diana rüstet sich für die Reise im Zeughaus aus. Der Herzensstein soll den Weg weisen. Sie und Alia bauen ein Floß aus Wrackteilen und überqueren die Grenze, doch Alia denkt nicht an die Quelle, sondern an ihr Zuhause. So führt sie der Stein nach New York. Diana hat noch nie eine Großstadt gesehen und die erste Fahrt in der U-Bahn findet sie sehr verwirrend. Niemand darf erfahren, dass Alia noch lebt, auch nicht ihr Bruder Jason, den Alia als ziemlich paranoid beschreibt. Trotzdem gelingt es Jason, sie aufzuspüren. Im Gegensatz zu Alia, kennt er die Legende von der Kriegsbringerin, denn ihre Eltern hatten Unterlagen darüber. Es ist kein Zufall, dass Alia kaum Freunde hat und in ihrem Umfeld immer Spannungen sind. Sie ist der Grund, warum ihre Familie immer in Gefahr war. Alia fragt sich, ob sie den Streit und den daraus resultierenden Unfalltod der Eltern verursacht hat. Sie wird von Schuldgefühlen geplagt. Jason will sie im Firmenjet nach Griechenland zur Quelle bringen, doch vorher müssen sie sich noch bei Gala der Stiftung ihrer Familie sehen lassen. Diana findet das Risiko zu groß trotz der vielen Bodyguards, aber sie hat keine Wahl. Alias beste Freundin Nim begleitet die beiden und Jason. Viele neue Eindrücke strömen auf der Gala auf Diana ein, doch sie bleibt wachsam. Diana lernt dort auch Jasons besten Freund Theo kennen. Plötzlich fallen Schüsse. Diana kämpft sich den Weg frei und bringt alle heil aus dem Gebäude. Das Flugzeug landet im Park, und sie können entkommen. Sie erreichen Griechenland, aber dann werden sie beschossen und müssen mit Fallschirmen abspringen. Alle, außer dem Pilot, überleben. Es zeigt sich, dass Jason kein normaler Mensch ist. Er ist super stark, aber hat seine Kräfte sein Leben lang verborgen. Die Zeit wird knapp, also klauen sie ein Auto. Nim und Theo gehen sich an die Gurgel. Sie müssen sie Quelle erreichen, bevor sich alle unter Alias Einfluss gegenseitig umbringen. Zwischen Diana und Jason knistert es, und sie bekommt von ihm ihren ersten Kuss. Trotz vieler Hindernisse erreichen sie ihr Ziel gerade rechtzeitig, doch dort ist keine Quelle zu entdecken. Es zeigt sich auch, dass sich ein Verräter in ihrer Gruppe befindet, jemand, der keinen Frieden will … !Entdecke die Amazone in Dir! Starke Superheldinnen-Action für Fans und Neueinsteiger!
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