Mystisch und gruselig - über eine beschauliche Welt, die in einer einzigen Nacht in ihren Grundfesten erschüttert wird Die Quendel sind ein gutmütiges Volk, das sich abends am Kaminfeuer schauerliche Geschichten erzählt und für gewöhnlich nie etwas Ungeplantes tut. Doch als der selbst ernannte Kartograf Bullrich Schattenbart eines Nachts nicht nach Hause kommt, brechen seine besorgten Nachbarn auf, um ihn zu suchen - angetrieben von einem schrecklichen Verdacht: Kann es sein, dass sich der verwegene Eigenbrötler in die Nähe des Waldes Finster gewagt hat? Noch ahnt keiner, was diese Nacht so anders macht als alle anderen. Ein seltsam leuchtender Nebel öffnet die Grenzen zu einer fremden, bedrohlichen Welt. Wer die Zeichen zu lesen versteht, weiß, dass lang vergessene, uralte und grausame Kräfte zu neuem Leben erwachen ...
Für mich die literarische Entdeckung des Jahres. - Denis Scheck
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
04.10.2025
eBook (ePUB 3)
Bezaubernd
Das Buch ist absolut bezaubernd und fesselnd.Perfekt für den Herbst! Charaktere die man lieb gewinnt,tolle bildgewaltige Sprache.Quendel verdient viel viel mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung. Ich freu mich sehr auf Band 2.
Bewertung
aus Bremerhaven
2/5
23.07.2020
eBook (ePUB 3)
Falsche Versprechen - In keinster Weise für Hobbit-Leser
In der Beschreibung der Fortsetzung steht noch "++Perfekt für Hobbit-Leser++" und "Episches Abenteuer".
Auf den ersten 230 Seiten passiert hier eigentlich überhaupt nichts, außer das einer in den Wald geht und 4 hinterher laufen und 3 sich durch ein nebliges Moor schlagen. Viel zu langatmig und stellen wiederholen sich, nur eben aus Sicht anderer beteiligten Personen. Natürlich endet das Buch unbefriedigend mit einem Cliffhanger.
Wer mit diesem Buch liebäugelt, weil es ein Abenteuer á la Tolkien verspricht - sucht was anderes.
Astrid Wergen
5/5
22.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
wundervoll
Im Buch Quendel von Caroline Ronnefeldt finden wir uns in einer Welt wieder, in der das Volk der Quendel friedlich in verschiedenen Dörfern im Hügelland zusammen lebt. Lediglich der Wald Finster bleibt ein Mysterium, denn keiner geht in ihn herein. Der Kartenmacher Bullrich ist aber von diesem Wald fasziniert und möchte den Wald kartographieren, um ihm das düstere Geheimnis entlocken. Als er eines Tages über den Heckenweg in den Finsterwald geht, ahnt er nicht, dass das nicht die beste Idee war und welche Dinge er damit ins Rollen bringt. Denn es taucht ein blauschimmernder Nebel auf, dem er folgt und in eine Welt gerät, die dem Hügelland nicht wohlgesonnen ist. Währenddessen sitzen seine Nachbarn zusammen, um für den Maskenball im Herbst zu planen. Dabei kommt das Gespräch auf Bullrich, der längst hätte wieder zuhause sein sollen. Seine Nachbarn Hortensia, Karlmann, Zwentibold und Odilio machen sich auf, um Bullrich zu finden. Denn auch in ihrem Garten wabert der blauglitzerernde Nebel. Es beginnt eine spannende Reise, auf der die Quendel auch unerwartete Hilfe von weiteren Quendeln.
An einer anderen Stelle im Hügelland geht Fendel Eichhase von einer Kneipentour nach Hause, stürzt ungünstig und wird von der Familie Pirmin und Fidelis Kremplin versorgt und wieder auf die Beine gestellt. Nachdem es Fendel wieder besser geht, bringt Pirmin ihn nach Hause. Der jüngste Sproß der Familie Blodi und der Hund Trautmann begleiten den Landstreicher nach Hause. Doch da kommen sie gar nicht erst an. Der blaue Nebel verschluckt erst den Hund, dann auch noch den Sohn und den Landstreicher.
Dieses Buch ist ein wirklich toller Auftaktband. Die Autorin Caroline Ronnefeldt entführt uns in diesem Buch in die Welt der Quendel, erklärt dem Leser die ersten wichtigsten Personen, aber auch ein wichtiges Ereignis: dem herbstlichen Lichterfest in Bäumelburg. Dies ist ein wichtiges Fest in der Gemeinschaft der Quendel, die im Hügelland leben. Im Hügelland werden Traditionen gepflegt, und diese Feste sind ein wichtiger Bestandteil im Jahreskalender. So ranken sich auch viele Legenden um Familien, aber auch um den Wald Finster. Doch bei den Legenden weiß man kaum noch, woher diese kommen.
Ich bin sehr positiv überrascht von diesem Buch. Die Stimmung in diesem Buch erinnert stark an einen Fantasyklassiker. Und doch schafft es die Autorin wunderbar, sich davon nicht zu sehr beeinflussen zu lassen und schafft ihre eigene Welt. Die Stimmung hat viel von Mystik, von einer Zeit, die mal war. Es ist eine Mischung aus Aufbruch, Traditionen, Legenden, dem Bösen, was erwacht. Von Grenzen, die zwischen den Paralellwelten und der Realität verschwimmen. Von Quendeln, die noch die Geschichten der alten Welt kennen, und sich zu helfen wissen. Diese Geschichte bedient sich einiger alter Märchen, und verwertet sie auf eine Weise, die einen voll in die Geschichte eintauchen lassen. Ronnefeldt erzählt so wundervoll, dass man ihr förmlich an den Lippen (oder vielmehr an den Buchstaben) klebt, und wissen will, wie es weiter geht. Mir hat gerade die Stimmung am besten im Buch gefallen. Ich fühlte mich mittendrin, als Bullrich in den Finsterwald ging, konnte die kühle Luft des Waldes spüren. Ich konnte aber auch mit Pirmin mitfühlen, als er verzweifelt seine Familie suchte.
Dieses Buch muss man genießen, es kommt sehr vielschichtig daher, was man im ersten Moment vielleicht gar nicht alles erfassen kann. Und doch wirkt es unglaublich auf einen, nimmt einen ein (vielleicht hat die Autorin es auch geschafft, den Lesenden mit dem blauen Schimmernebel so geschickt einzufangen, dass man es gar nicht merkt), und lässt einen nicht mehr los.
Absolute Leseempfehlung!
Sira
aus NRW
5/5
29.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verzaubernd, packend, erschütternd
Ich habe zugegebenermaßen ein bisschen gebraucht, um mich in den sehr verschachtelten Satzbau und auch die Story einzulesen. Beides hat mich stark an Tolkien erinnert. Die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf, aber einmal begonnen, wird es unaufhörlich spannender (dranbleiben lohnt sich!). Ich habe bis zum Schluss des dritten Teils die Bücher wirklich nicht mehr aus der Hand legen können. Was mir besonders gefallen hat, sind die liebevoll gezeichneten Quendel, die Hobbits ähneln, und es mit Ungeheuern aus den schlimmsten Albträumen zu tun bekommen. Sie werden so detailreich und liebenswert eingeführt, dass man gar nicht anders kann, als mit jedem einzelnen Quendel mitzufiebern! Zu Beginn dachte ich noch, die Reihe könnte etwas für meine Kinder sein, aber mit fortschreitender Handlung wird es so gruselig, dass ich diese Bücher frühestens ab 12, vielleicht sogar später, empfehlen würde.
Eine wahnsinnig gut geschriebene Fantasystory, die ich vor allem empfehlen kann, wenn man sich gern in der Welt von Tolkien bewegt.
anna19
5/5
24.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich bin nach und nach immer…
Ich bin nach und nach immer mehr versunken in die Welt der Quendels. Es ist , denke ich, ein Buchfür Erwachsene, die sich in eine private kleine gemütliche Welt der niedlichen und fürsorglichen Wesen hineinbegeben möchte. Zu Beginn des Buches sah ich mich bei den kleinen Wuchtel vor dem Kamin sitzen und einen Honigmet trinken, während mich ein Quendel nach meinem Wohlbefinden fragt und dafür sorgt , dass ich mich behaglich fühle. Ich hätte noch vieleviele Seiten mehr damit verbringen können, in dieser Welt zu bleiben. Aber irgendwann wurde es ein wenig düster und unheimlich und spannend und tritz dessen fühlte ich mich sicher und gut aufgehoben. Ich liebe dieses Buch. Ich werde es ganz sicher immer mal wieder in die Hand nehmen um mich so geborgen zu fühlen.
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5/5
15.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschön gruselig!
Auf der Suche nach einer gemütlichen Herbstlektüre habe ich mich an den Tipp von meinem Kollegen Kolja Hornung erinnert und habe mit der "Quendel"-Reihe angefangen. Und das war ein absoluter Volltreffer! Dieses Buch ist wunderschön geschrieben mit sehr viel Liebe zu jedem kleinsten Detail. Nach den ersten Seiten versetzt uns die Autorin in die gemütliche Welt der Quendel mit ihren Geschichten, Teestunden, gegenseitigen Besuchen und alltäglichen Sorgen. Allerding ändert sich dieser Eindruck sehr schnell, denn die Geschichte nimmt bald eine dunkle, geheimnisvolle Wendung...Mummelt euch in eure Lieblingskuscheldecke ein, macht euch eine große Tasse Tee/Kaffee/Kakao/Milch und taucht in diese fantastische Geschichte ein!
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4/5
15.01.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schaurig ist's übers Moor zu gehn
„Die Toten reiten schnell!“, warnt man Jonathan Harker auf seiner Fahrt zum Schloss des wohl bekanntesten Grafen der Literaturgeschichte. In Caroline Ronnefeldts „Quendel“ dagegen lassen sie sich alle Zeit der Welt, auch wenn ihre Ankunft von Beginn an außer Frage steht. Das Leben im Hügelland ist gemächlich und beschaulich, und so lernen wir seine Bewohner, die gutbürgerlichen Quendel, auch kennen: Immer Zeit für ein Schwätzchen, eine Tasse Tee oder eine Pfeife, bloß keine Aufregung, und erst recht keine Abenteuer. Die Anlehnung an Tolkiens Hobbits könnte kaum offensichtlicher sein, und dennoch gelingt es Ronnefeldt mit ihrer poetischen, aber niemals gekünstelten Sprache, ihr eigenes Auenland aufs Papier zu bringen. Wenn nach der ausführlichen Einleitung schließlich das Grauen in Form von Schauergestalten im Moor, einer düsteren Totenheide und der Wilden Jagd am Himmel Gestalt annimmt, ist es vorbei mit der gemütlichen Schrebergarten-Fantasy. Dieser Wechsel der Atmosphäre, der sich mit kleinen Vorzeichen langsam an die Figuren heranpirscht und sie dann plötzlich überkommt, ist grandios gelungen und zerrt den Leser mit Klauenhänden direkt ins Geschehen. Da verzeiht man auch gerne den etwas zu lang geratenen Einstieg in diese schaurig-schöne Abenteuergeschichte.
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