Mary Robinette Kowal's science fiction debut, 2019 Winner of the Hugo and Nebula Award for best novel, The Calculating Stars, explores the premise behind her award-winning "Lady Astronaut of Mars."
Winner 2018 Nebula Award for Best Novel Winner 2019 Locus Award for Best Novel Winner 2019 Hugo Award for Best Novel Finalist 2019 Campbell Memorial Award Finalist 2021 Hugo Award for Best Series
Named one of Esquire's 75 Best Sci-Fi Books of All Time
Locus Trade Paperback Bestseller List
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Locus Bestseller List
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On a cold spring night in 1952, a huge meteorite fell to earth and obliterated much of the east coast of the United States, including Washington D.C. The ensuing climate cataclysm will soon render the earth inhospitable for humanity, as the last such meteorite did for the dinosaurs. This looming threat calls for a radically accelerated effort to colonize space, and requires a much larger share of humanity to take part in the process.
Elma York's experience as a WASP pilot and mathematician earns her a place in the International Aerospace Coalition's attempts to put man on the moon, as a calculator. But with so many skilled and experienced women pilots and scientists involved with the program, it doesn't take long before Elma begins to wonder why they can't go into space, too.
Elma's drive to become the first Lady Astronaut is so strong that even the most dearly held conventions of society may not stand a chance against her.
At the Publisher's request, this title is being sold without Digital Rights Management Software (DRM) applied.
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Raumfahrt, Rechenkunst und Widerstand
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 07.06.2026
Bewertungsnummer: 3160561
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Die Berechnung der Sterne“ von Mary Robinette Kowal erzählt eine alternative Geschichte der 1950er-Jahre: Nach einem Meteoriteneinschlag droht die Erde langfristig unbewohnbar zu werden. Die Mathematikerin und Pilotin Elma York arbeitet deshalb am Raumfahrtprogramm mit, das die Menschheit retten soll.
Dabei erkennt Elma, dass nicht nur Männer ins All fliegen sollten. Gegen Vorurteile, Rassismus und Sexismus kämpft sie darum, selbst Astronautin zu werden und auch anderen Frauen den Weg in die Raumfahrt zu öffnen. Der Roman verbindet Wissenschaft, Gesellschaftskritik und persönliche Entwicklung zu einer Geschichte über Mut, Gleichberechtigung und den Traum vom Überleben im Weltall.
Ich bin durch die Auszeichnungen bei den Nebula Awards auf das Buch und die Autorin aufmerksam geworden. Da ich Science-Fiction in nahezu jeder Hinsicht faszinierend finde, war ich erfreut, als ich den Roman in der Onleihe entdeckt habe. Zunächst wollte ich mir den ersten Band ausleihen, bevor ich mir die Serie kaufe und erst dann feststelle, dass mir der Schreibstil nicht gefällt.
Kowal beginnt die Handlung von „Die Berechnung der Sterne“ rasant. Ein Meteorit stürzt auf die Erde und sorgt an seinem Einschlagspunkt für verheerende Zerstörung. Die Protagonistin Elma und ihr Ehemann Nathaniel befinden sich nicht in unmittelbarer Nähe, doch kurz nach dem Einschlag werden sie auf ihrer Flucht von der Druckwelle verletzt. Mit Glück schaffen es die beiden in Elmas Flugzeug und treffen in der Luft auf ein militärisches Flugzeug, das ihnen sicheres Geleit zu einem Flugplatz gibt.
Nach einer spektakulären Landung begreifen Elma und ihr Mann, dass sie Flüchtlinge sind, weil ihr Wohnort dem Erdboden gleichgemacht wurde. Dadurch verlieren sie ihr Zuhause und viele Menschen aus ihrem Umfeld. Doch es bleibt kaum Zeit zum Trauern, denn Elma soll für Nathaniel berechnen, wie groß der Meteorit war. Dabei macht sie eine erschreckende Entdeckung bezüglich der langfristigen Auswirkungen auf das Klima. Die Menschen müssen die Erde verlassen, und es liegt an Elma, Nathaniel und anderen Forschenden, ein Programm für die Kolonisation des Weltraums aufzubauen.
Dafür sollen Astronauten ins All geschickt werden, um auf dem Mond oder dem Mars Kolonien aufzubauen. Elma und viele ihrer Freundinnen sind während des Zweiten Weltkriegs für die Vereinigten Staaten Flugzeuge geflogen. Umso schockierter sind die Frauen, dass sie von ihren männlichen Kollegen ausgeschlossen werden, wenn es darum geht, den Weltraum zu erkunden.
Elma setzt sich deshalb öffentlich für Frauen im Raumfahrtprogramm ein und versucht, auf die ungerechte Behandlung aufmerksam zu machen. Dabei hat sie große Probleme, in der Öffentlichkeit oder vor größeren Gruppen zu sprechen. Sie ist eine intelligente Frau, die sich mit Kopfrechnen beruhigt, und trotz aller Schwierigkeiten kämpft sie für das Recht von Frauen, als Astronautinnen das Weltall zu erobern.
Im Nachwort beschreibt Kowal ihre detaillierten Recherchen für den Roman. Beim Lesen merkt man ihre Bemühungen, die sich meist flüssig in die Geschichte einfügen. An manchen Stellen wirkt der Plot allerdings etwas langatmig, da Kowal ihre Figuren und deren Beweggründe sehr ausführlich beschreibt. Dafür taucht man vollständig in die Handlung ein und lernt nebenbei auch etwas über die jüdische Kultur. Zugegeben: Einige jüdische Begriffe musste ich nachschlagen, weil mir ihre Bedeutung unklar war. Ab und an haben mich außerdem die Szenen, in denen Elma im Kopf rechnet, um sich zu beruhigen, aus dem Lesefluss gerissen.
Nicht nur die Ungleichberechtigung der Frauen ist ein großes Thema im Buch, sondern auch der Rassismus gegen Schwarze Menschen und People of Color. Die Handlung spielt in den Jahren 1952 bis 1957, einer Zeit, in der diese Menschen übersehen, benachteiligt oder aus wichtigen Programmen ausgeschlossen wurden. Beide Themen sind auch heute noch relevant und werden von Kowal geschickt in die Handlung eingeflochten, ohne dass der eigentliche Kern der Geschichte dadurch vollständig überdeckt wird.
Der Roman ist aufgrund der sorgfältigen Recherche der Autorin durchdacht und schlüssig geschrieben. Elma ist eine Protagonistin mit Schwächen, die sie zu verstecken versucht, um ihre Ziele nicht zu gefährden. Kowal baut verschiedene Figuren in die Handlung ein, die Elma freundlich zur Seite stehen, aber sie erlebt auch Missgunst und Widerstand. Wer „Die Berechnung der Sterne“ liest, sollte am Ende nicht enttäuscht sein, wenn vieles noch offen bleibt, denn der erste Band wirkt wie ein großer Auftakt. Die eigentliche Geschichte in den Sternen erwarte ich im direkten Nachfolger. Zunächst war die Geschichte als Duologie geplant; inzwischen umfasst die Serie vier Hauptromane sowie mehrere ergänzende Erzählungen.
„Die Berechnung der Sterne“ ist ein gut recherchierter, gesellschaftlich relevanter und ungewöhnlicher Science-Fiction-Roman, der nicht nur von Raumfahrt erzählt, sondern auch von Gleichberechtigung, Rassismus, wissenschaftlicher Verantwortung und politischen Interessenkonflikten. Wer reine Action oder klassische Weltraumabenteuer erwartet, könnte einige Passagen als zu ausführlich empfinden. Empfehlen würde ich den Roman vor allem Leserinnen und Lesern, die Science-Fiction mögen, aber auch wissenschaftliche Erklärungen, historische Bezüge und gesellschaftspolitische Themen nicht scheuen. Trotz einiger langatmiger Stellen hat mich der Auftakt überzeugt, weshalb ich dem Buch vier von fünf Sternen gebe.
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