Produktbild: Römische Tage

Römische Tage Roman

9

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.06.2019

Verlag

Tropen

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

19,5/11,6/1,7 cm

Gewicht

203 g

Farbe

Dunkellila / Koralle

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50436-1

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»In "Römische Tage" gelingt es Strauss, das Rom der Antike und der Renaissance, in dem jeder Stein spricht, mit der Kapitale der Gegenwart zusammenzudenken, die vom Tourismus und von Straßenverkehr erstickt wird, im Müll und in der Korruption versinkt, in der die Ratten die Kanalisation erobert haben und in der man nicht alt oder krank sein möchte.« Wolfgang Papst, NZZ am Sonntag, 30.06.2019 ("NZZ am Sonntag")
»Das Rombuch dieses Sommers.« Sebastian Hammelehle, Der Spiegel, 15.06.2019 ("SPIEGEL")
»Ungeschönt vermittelt Strauss das Bild einer Stadt, die architektonisch und moralisch morbide ist.« Carola Krauße, Belletristik Couch, 02.12.2019 ("Belletristik Couch")
»[...] irritierend und rührend zugleich. Lesenswert ist es in jedem Fall.« Bettina Baltschev, Deutschlandfunk, 08.07.2019 ("Deutschlandfunk")
»Strauß' Subjekte mäandern und schwanken. Erzählen bedeutet für ihn gelebten Essayismus im Stil eines Robert Musils. Je mehr er Positionen abwägt, desto greifbarer wird ihm sein hehres Ziel: das schillernde Wahre.« Björn Hayer, Die Presse, 06.07.2019 ("Die Presse")
»Eine unvergessliche Gestalt hat uns der begabte Erzähler Simon Strauß geschenkt. Über Rom erfahren wir in diesem Buch einiges, über die Liebe aber noch sehr viel mehr.« Thorsten Paprotny, literaturkritik.de, 04.07.2019 ("Literaturkritik.de")
»Unwillkürlich wird man bei der Lektüre von Simon Strauß "Römische Tage" an Bruce Chatwin erinnert, der Stimme seiner Generation in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Dem rastlos, souveränen und charismatischen Reisenden. So auch Simon Strauß. Wort- und sprachgewandt, schillernd und dabei durchaus widersprüchlich faszinieren die Aufzeichnungen durch ihren Erlebnisreichtum, ihren scharfen Beobachtungssinn und ihren historischen Bezug. Wo ließe sich das besser erleben als in der "Ewigen Stadt" Rom. Dass Simon Strauß junger Protagonist Quartier gegenüber Goethes Reisedomizil beziehen lässt, liegt daher nahe. Ein schönes, ein sehr lesenswertes Buch bei all der unsäglichen Belanglosigkeit die uns heute sonst umgibt.« Hubertus von Stolzmann, Eskom Partner, 30.06.2019 ("Eskom Partner")
»"Römische Tage" [ist ein] von einer existenziellen Erfahrung grundiertes Buch der Selbsterforschung. Wie in Strauß' Debüt wird auch hier viel gesehen, viel geredet [...] und vor allem viel empfunden. Letzteres unterscheidet Strauß' Schreiben auch von literarischer Meterware.« Stefan Gmünder, Der Standard, 22.06.2019 ("Der Standard")
»"Römische Tage" ist [...] ein sanfter Reigen, eine Folge von Begegnungen und festgehaltenen Momenten, angereichert mit viel eingestreutem Wissen über Roms Geschichte und Gegenwart.« Boris Pofalla, Die Welt, 22.06.2019 ("Die Welt")
»Strauß [...] ist ein feinsinniger Beobachter, ohne jede Häme reflektiert er die Zustände und fragt nach größeren Zusammenhängen. [Er] liefert mit literarischen Mitteln ein politisches Bild Italiens - mit kraftvoller Stimme. Das macht das Buch lesenswert.« Hannah Friedrich, 3sat - Kulturzeit, 14.06.2019 ("3sat Kulturzeit")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.06.2019

Verlag

Tropen

Seitenzahl

142

Maße (L/B/H)

19,5/11,6/1,7 cm

Gewicht

203 g

Farbe

Dunkellila / Koralle

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-50436-1

Herstelleradresse

Tropen
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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  • Bewertung

    5/5

    06.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für dich, Rom

    Zwei Monate in der ewigen Stadt, die Stadt in der und von der so viele etwas erwarten. Auf wenigen Seiten erzählt uns der Autor in leichter und schöner Sprache seine Wanderung durch die Stadt, nimmt uns mit in die Gespräche Fremder und teilt mit uns seine Sorgen und Gedanken. Wunderschön und ehrlich, danke Rom!

  • Jennifer

    5/5

    23.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Hommage an die ewige Stadt

    Rom ist seit Anbeginn ein Sehnsuchtsort. Die urbs aeterna, zu der alle Wege führen, lockt und lockte Geistesgrößen wie Touristen aus aller Welt. Hier kann man noch Geschichte atmen. So verwundert es nicht, dass auch der Autor für zwei Monate dem Zauber der italienischen Hauptstadt erlegen ist. Simon Strauß wohnt während seines Aufenthalts in direkter Nähe zur Casa di Goethe. Den promovierten Altertumswissenschaftler interessieren aber nicht nur die Ruinen der römischen Antike, sondern er studiert und spricht auch mit den jetzigen Bewohnern Roms. Dabei begegnet er mehrfach den unschönen Seiten der einst prachtvollen Metropole. Ob Müllberge, perspektivlose junge Erwachsene, Flüchtlingscamps oder die korrupte Politik, Roms heutiges Antlitz ist alles andere als perfekt. Und wer von der jungen Generation kennt die antiken Helden, Politiker und Philosophen überhaupt noch? Dem morbiden Zauber längst vergangener Tage erliegt vor allem der Autor selbst. Auf der Stelle verliebt er sich in Rom und streift umher, um ein Stück weit auch sich selbst zu finden. Diese Sinnsuche kennt der geneigte Leser bereits aus Strauß' Debütroman "Sieben Nächte". Strauß fragt sich, in welche Zeit er gehört, während er sich seiner eigenen Endlichkeit stets bewusst ist. Hierbei neigt er zur Hypochondrie und Panikattacken. Letztendlich merkt man dem 142-seitigen Buch Strauß' feinsinniges Gespür für Land und Leute an. Er versucht, Rom in vollen Zügen zu erleben. Philosophen und Romschwärmer, wie Wittgenstein oder Goethe, kommen zu Wort. Poetisch und kenntnisreich beschreibt Strauß das Heute, das nicht ohne das Gestern auskommt. Noch ein Wort zum Cover: Der Kopf des sog. Barberinischen Fauns wurde farblich effektvoll inszeniert und hat mich sofort neugierig gemacht. FAZIT Die richtige Lektüre für Romliebhaber. Belletristisch leicht.

  • TochterAlice

    aus Köln

    4/5

    07.07.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Als ich dieses Büchlein in…

    Als ich dieses Büchlein in die Hand nahm, war ich sehr gespannt auf den Zugang des Autoren Simon Strauß zum Thema. Würde er mit diesem kurzen Band dazu imstande sein, mich zu bewegen, vielleicht auch Erinnerungen zu einer meiner drei Romreisen, zu denen ich es bisher gebracht habe zu wecken. Oder zu allen? Um es gleich vorwegzunehmen: ja, er war es! Und zwar fühlte ich mich ganz klar an meine allererste Romreise im Alter von knapp 20 Jahren erinnert. In den Semesterferien begleitete ich für eine Woche ein Team von Archäologen - dazu kam es eher zufällig, denn eigentlich fuhr ich mit meinem Vater, der der Fotograf dieses Teams war. Tagsüber war ich also alleine und hatte eine Menge Zeit. Und eine ganze Menge Anregungen, die ich sowohl von meinem Vater als auch von den Archäologen erhielt. Wie auch der Autor wurde ich mit einem gewissen Hintergrund auf Rom losgelassen. Oder Rom auf mich - wer kann das schon sagen. Ich dachte beim Lesen dieses Buches, das ebenfalls einen gewissen Zugang zur Archäologie hat, aber auch an das Buch "Engelsbrücke" von Marie Luise Kaschnitz, das ihre Eindrücke als Rückkehrerin in die ewige Stadt nach langen Jahren schildert. Auch sie hat eine gewisse Nähe zur Archäologie. In dieser Tradition der Rombesucher finde ich mich nun, wenn mir auch die Worte der beiden genannten Autoren fehlen, die auf sehr persönliche Art auf die Stadt reagieren. Simon Strauß tut dies sehr zeitgemäß, mit einem gewissen Augenzwinkern, aber auch mit einem umfangreichen kulturhistorischen Wissen im Hintergrund, auf das er immer wieder zurückgreift. Dies ist quasi ein Buch mit einer Tür, die man öffnen muss, um zu sehen, ob es passt. Denn es ist tatsächlich ein sehr individuelles Werk, das mit Sicherheit ebenso individuelle Reaktionen evoziert. Bei mir passte es in vielen Teilen, auch wenn mir die Schilderung der Liebe des Erzählers (war es überhaupt Liebe?) zu einer Römerin ziemlich auf die Nerven ging. Auch mit dem Ende wurde ich nicht ganz glücklich. Trotzdem hat mich dieses Büchlein ausgesprochen bereichert, gerade auch durch das Erwecken lange zurückliegender Erinnerungen und Emotionen, die jahrelang vergraben waren - wie zahlreiche archäologische Schätze in der Ewigen Stadt!

  • helena

    aus Potsdam

    4/5

    24.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anregend, aber doch recht dünn

    Simon Strauss verbrachte, unterstützt vom Goethe- Institut, zwei Monate in Rom. Eine Reise in die Ewige Stadt, wie so viele Große es schon taten, "...Rom, eine Welttatsache, eine logische Gleichung, ohne die nichts begriffen werden konnte" (S.91). Dabei entstanden "Römische Tage" als eine Art Tagebuch, essayistisch und assoziativ in der Ich- Form geschrieben, wobei sich fiktionale und nichtfiktionale Elemente verbinden. Wissenswertes über Rom, Anekdoten, Beobachtungen, Gedankensplitter, Introspekton wechseln sich miteinander ab. "Römische Tage. Jenseits aller Wirklichkeit. Dem Gegenteil verschrieben." (S.94) Anfangs empfand ich den Schreibstil als gewöhnungsbedürftig, doch las ich mich mehr und mehr ein und konnte ihn dann sogar geniessen. Nur die häufigen Aufzählungen mochte ich nicht, die flogen dann leider etwas an mir vorbei. Manches wird sehr klar formuliert, manches eher metaphorisch (nicht jede Metapher habe ich verstanden). Ein Teil der Anekdoten oder Beobachtungen ist manches Mal sehr glaubwürdig und ernsthaft und dann gleiten sie mitunter ins Skurille, Groteske, Surreale oder auch ins Komische, gar Alberne ab. Humor und Ironie kommen nicht zu kurz. Dennoch ist die Atmosphäre eher etwas melancholisch. Vergänglichkeit und Tod sind Leitmotive. Der Ich- Erzähler leidet zudem unter beängstigenden Schmerzen am Herzen. Auch weiss er nicht so recht, wo sein Platz im Leben ist. Er erscheint orientierungslos und zerrissen. Den Leser hält er auf Distanz. Er besieht sich Rom, hat einige "offiziellere" Verabredungen, lernt auch eine junge Frau kennen. Er sinniert über das Leben und den Tod. Macht sich Gedanken über die Zeit, den Glauben und Europa. John Keats, Ingeborg Bachmann, Pasolini, Hadrian und viele andere Besucher und Bewohner der Stadt säumen seinen Weg. Langsam schöpft er dabei wieder Kraft. Die Einblicke in Rom und Italien gefielen mir sehr. Auch einige Anekdoten und Gedanken liessen mich innehalten und beeindruckten. Aber insgesamt war es mir leider doch zu wenig, quantitativ und qualitativ zu dünn, manchmal auch zu assoziativ, zu sprunghaft und damit zu oberflächlich. Gern wäre ich etwas tiefer eingetaucht, hätte gern viel mehr erfahren, aber es wirkt alles eher wie ein (noch unfertiges) Skizzenbuch. Hier habe ich irgendwie mehr erwartet, auch angesichts des Buchpreises, und verblieb daher, trotz der tendenziell bereichernden Anregungen und des interessanten Schreibstils, etwas enttäuscht. 3,5 Punkte

  • Miss.mesmerized

    4/5

    24.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Simon Strauß – Römische Tage

    Zwei Monate verbringt der junge Autor in der ewigen Stadt. Lernt die Sprache, beobachtet die Menschen und wandelt auf den Spuren Goethes, der einst seine italienische Reise dokumentierte und in dessen ehemaliger Wohnung gegenüber der Casa die Goethe er residiert. Er erlebt die Hitze und die Lebensfreude, sieht aber auch die Schattenseiten. Jahrtausende Menschenleben haben ihre Spuren hinterlassen, weltliche wie geistliche, er besucht die Touristenziele und findet abgeschiedene Orte. Kitsch und Kunst liegen bisweilen nah beieinander und ebenso altes Gedankengut wie moderne Ansichten. Während er immer wieder in sich hineinhorcht, ob sein krankes Herz noch im Takt schlägt, erinnert er sich auch an seinen Studienfreund, der viel zu früh verstorben ist und mit dem er gerne seine Erlebnisse geteilt und diskutiert hätte, die er nun nur niederschreiben kann. Simon Strauß lässt seinen Erzähler zwischen Altem und Neuem wandeln, Rom als Geburtsort großer Männer und Imperien, aber auch als todbringender Schlund wahrnehmen. Die allgegenwärtige Krise, die Relikte einer längst vergangenen großen Zeit kämpfen mit dem Lebensgefühl junger Menschen, die die Schönheit der Ewigen Stadt genießen wollen und können. Und immer wieder hat es auch große Dichter und Denker dorthin gezogen, deren Spuren er sucht und findet. In den Feuilletons wird der kurze Band heftig diskutiert, von großer Begeisterung ob der jungen Stimme bis zum totalen Verriss findet sich so ziemlich alles, was zu einem Buch nur gesagt werden kann. Ich bin ein wenig unentschlossen, einerseits liefert er die klassische Bildungsreise mit den touristischen Zielen, die bei Romkennern Erinnerungen wecken und ein wenig des typische römischen Flairs aus den Seiten wehen lassen. Andererseits scheint der Erzähler das ureigene Ziel einer solchen Reise zu verfehlen: was hat Rom mit ihm gemacht, wie hat es ihn geprägt, welche Erkenntnis trägt er von dieser Reise mit nach Hause? Diese Fragen kann man nur mit: wenig bis gar nichts beantworten. Er will ein Buch über Europa schreiben und begibt sich an eines der Zentren der europäischen Sinnkrise, doch davor verschließt er letztlich die Augen bzw. richtet den Blick auf das Alte, Jahrzehnte, Jahrhunderte, Jahrtausende alte Steine begeistern ihn, die Gegenwart erreicht ihn aber nicht. Aus Rom als Ausgangspunkt für die Analyse des Zustands der alten Welt hätte sicher noch mehr bieten können, so ist es ein durchaus unterhaltsamer kurzer Blick zurück geworden.

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