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Sensibel Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren

2

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Wollweiß / Kaffee

Auflage

4. Druckaufl. 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98335-7

Beschreibung

Rezension

»Eine brillante Ideengeschichte der Sensibilität.« Peer Teuwsen, NZZ am Sonntag, 17.10.2021 ("NZZ am Sonntag")
»Noch ein Buch zur Identitätspolitik? Musss das sein? Dieses muss.« Tobias Becker, Der Spiegel, 16.10.2021 ("SPIEGEL")
»‚Sensibel‘ liefert einen wichtigen Beitrag, politische Gräben zu überwinden. Die Autorin zeigt auf, dass Sensibilität und Resilienz absolut gesetzt in Sackgassen führen, sich aber ergänzen können und gibt damit ein Beispiel, Gegensätze komplementär zu verstehen.« Michael K. Hageböck, Die Tagespost, 09. Dezember 2021 ("Die Tagespost")
»Flaßpöhler schreibt Bücher, die auf engstem Raum aktuelle Debattenstände abbilden.« Ronald Pohl, der Standard, 27. November 2021 ("Der Standard")
»Bei ihrem spezifischen Streifzug durch die Philosophie macht sie bei Rousseau und Judith Butler ebenso halt wie bei Nietzsche, sie zitiert Freund und Ernst Jünger – alles eingängig und so, dass es die Geschichte der Empfindlichkeit gut illustriert.« Michael Hirz, Kölner Stadt-Anzeiger, 15. November 2021 ("Kölner Stadt-Anzeiger")
„Svenja Flaßpöhler hat ein tolles Buch gemacht über neue Sensibilität, die sie von allen möglichen Seiten beleuchtet." Markus Lanz, Lanz&Precht, 12. November 2021 ("Lanz & Precht")
»Svenja Flaßpöhler […] durchwandert in ihrem neuen Buch einen kultur- und geistesgeschichtlichen Parcours vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart, um zu verfolgen, wie die Empfindungsfähigkeit und ihre sozialen Funktionen sich entwickelt und im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben.« Katharina Granzin, Taz, 30./31. Oktober 2021 ("taz")
»Ein unerlässlicher Kommentar unserer Zeit.« Katja Schwingshandl, Buchkultur, 14.10.2021 ("Buchkultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.10.2021

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/13,2/2,3 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Wollweiß / Kaffee

Auflage

4. Druckaufl. 2021

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98335-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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eine Stimme unserer Zeit Ist…

Juti aus HD am 05.01.2022

Bewertungsnummer: 2757293

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

eine Stimme unserer Zeit Ist ein Zitat des N-Wortes noch legitim? Und wie soll ich mich zum gendern verhalten? Diese und viele weitere Fragen wie zu Me Too behandelt die Autorin aus philosophischer Sicht. Denn die zweite Frage ist, wie verhalte ich mich, wenn Randgruppe diskriminiert werden. Bin ich dafür sensibel oder dagegen resilient. Boykott oder gar Kündigungen soll es schon gegeben haben. Diese Zeitfragen setzt die Philosophin in Beziehung zu ihren Vorgängern. Während Nietzsche Widerstandsfähigkeit fordert, setzt sich Rosseau wie sein Vorgänger Richardson für mehr Empathie ein, die er vor allem in Frauenbildern findet. Dies war im 18. Jh. schon ein wesentlicher Fortschritt zum Mittelalter, das aus heutiger Sicht nur gewalttätig erscheint. Im 4. Kapitel folgt der Sprung ins 20. Jahrhundert, zu Freud und Jünger. Freud war der erste, der die Triebe untersuchte, die hinter einer guten Handlung stehen. Ernst Jünger beschreibt den Krieg als inneres Erlebnis. Dabei entsteht ein Exkurs, dass Strafen sich vom körperlichen Schmerz entkoppelt. Opfer ist nicht mehr nur der Gefallene im Krieg, sondern auch wer von den Traumas des Krieges erzählen kann. Da liegt es schon quasi auf der Hand, den Traumabegriff unabhängig vom Krieg zu sehen. Den Höhepunkt des Buches bildet das 6. Kapitel, das die Sprachsensibilität behandelt. Sehr gut gefallen hat mir, dass diskriminierende Wörter wie „schwul“ sich zu emanzipatorischen Wörtern entwickelt haben. Und so stellt sich auch beim N-Wort die Frage wer es in welchem Zusammenhang benutzt. Die Frage ist, wie weit man die Zensur von Wörtern zulassen will. Auch auf die Gefahr der kulturellen Aneignung weist die Autorin hin. Schwierig wird es, wenn Amanda Gormans Gedicht „The Hill We Climbed“ nur von schwarzen jungen Frauen übersetzt werden darf, weil andere sich nicht in ihre Lage einfühlen können. Betroffenenperspektive und Standpunkttheorie stehen sich gegenüber. Empathie bedeutet auch den Wechsel von der „ich-“ zur „du-zentrierten-Perspektive“. Im letzten Kapitel widmet sich die Philosophin sich Corona und der wachsenden Distanz in zivilisierten Gesellschaften, die sich beispielsweise in der zunehmenden Wohnfläche äußert. Berührungen sind immer seltener erlaubt. Immer mehr wird Takt- oder Fingerspitzengefühl verlangt. Die Autorin schließt mit dem Tocqueville-Paradox, dass je gleichberechtigter eine Gesellschaft wird desto sensibler wird sie auch für noch bestehende Ungerechtigkeiten (204). Angesichts der Vielzahl kluger Zitat und dem differenzierten Meinungsbild komme ich nicht umhin, 5 Sterne zu vergeben.

eine Stimme unserer Zeit Ist…

Juti aus HD am 05.01.2022
Bewertungsnummer: 2757293
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

eine Stimme unserer Zeit Ist ein Zitat des N-Wortes noch legitim? Und wie soll ich mich zum gendern verhalten? Diese und viele weitere Fragen wie zu Me Too behandelt die Autorin aus philosophischer Sicht. Denn die zweite Frage ist, wie verhalte ich mich, wenn Randgruppe diskriminiert werden. Bin ich dafür sensibel oder dagegen resilient. Boykott oder gar Kündigungen soll es schon gegeben haben. Diese Zeitfragen setzt die Philosophin in Beziehung zu ihren Vorgängern. Während Nietzsche Widerstandsfähigkeit fordert, setzt sich Rosseau wie sein Vorgänger Richardson für mehr Empathie ein, die er vor allem in Frauenbildern findet. Dies war im 18. Jh. schon ein wesentlicher Fortschritt zum Mittelalter, das aus heutiger Sicht nur gewalttätig erscheint. Im 4. Kapitel folgt der Sprung ins 20. Jahrhundert, zu Freud und Jünger. Freud war der erste, der die Triebe untersuchte, die hinter einer guten Handlung stehen. Ernst Jünger beschreibt den Krieg als inneres Erlebnis. Dabei entsteht ein Exkurs, dass Strafen sich vom körperlichen Schmerz entkoppelt. Opfer ist nicht mehr nur der Gefallene im Krieg, sondern auch wer von den Traumas des Krieges erzählen kann. Da liegt es schon quasi auf der Hand, den Traumabegriff unabhängig vom Krieg zu sehen. Den Höhepunkt des Buches bildet das 6. Kapitel, das die Sprachsensibilität behandelt. Sehr gut gefallen hat mir, dass diskriminierende Wörter wie „schwul“ sich zu emanzipatorischen Wörtern entwickelt haben. Und so stellt sich auch beim N-Wort die Frage wer es in welchem Zusammenhang benutzt. Die Frage ist, wie weit man die Zensur von Wörtern zulassen will. Auch auf die Gefahr der kulturellen Aneignung weist die Autorin hin. Schwierig wird es, wenn Amanda Gormans Gedicht „The Hill We Climbed“ nur von schwarzen jungen Frauen übersetzt werden darf, weil andere sich nicht in ihre Lage einfühlen können. Betroffenenperspektive und Standpunkttheorie stehen sich gegenüber. Empathie bedeutet auch den Wechsel von der „ich-“ zur „du-zentrierten-Perspektive“. Im letzten Kapitel widmet sich die Philosophin sich Corona und der wachsenden Distanz in zivilisierten Gesellschaften, die sich beispielsweise in der zunehmenden Wohnfläche äußert. Berührungen sind immer seltener erlaubt. Immer mehr wird Takt- oder Fingerspitzengefühl verlangt. Die Autorin schließt mit dem Tocqueville-Paradox, dass je gleichberechtigter eine Gesellschaft wird desto sensibler wird sie auch für noch bestehende Ungerechtigkeiten (204). Angesichts der Vielzahl kluger Zitat und dem differenzierten Meinungsbild komme ich nicht umhin, 5 Sterne zu vergeben.

Unglaublich wertvoll

Bewertung am 19.12.2021

Bewertungsnummer: 1625717

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Svenja Flaßpöhlers Hörbuch zur Sensibilität wird das Zusammenspiel von Sensibilität und Resilienz von der Vergangenheit bis zur Gegenwart durchleuchtet. Es veranschaulicht auf eine unterhaltsame und durchweg informative Art und Weise wie wir, in einer derzeit herausfordernden Zeit, das Zumutbare neu justieren. Rousseaus Gedanken, dass Schwachheit die Boshaftigkeit eines Menschen hervorruft, Adorno, Nietzsche, Liebsch,... und weitere philosophische Darstellungen werden detailliert und eingänglich dargestellt und diskutiert. Die Positionierung von Frau Flaßpöhler ist meines Erachtens unglaublich gut gelungen und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ein sehr wertvolles Hörbuch, welches die Wahrnehmung schärft, verdeutlicht das Resilienz die Grundlage jeglicher Autonomie darstellt. Sensibilität und Resilienz sind somit unweigerlich miteinander verbunden. Für mich ein sehr wertvolles Hörbuch, das mich sehr zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt hat. Vielen Dank dafür. "Ich frage mich oft, ob es den festen Grund und Boden, den wir so lange suchen, überhaupt gibt, oder ob es nicht eher unser Schicksal ist, ewig auf offenem Meer zu treiben.“ Alexis de Tocqueville

Unglaublich wertvoll

Bewertung am 19.12.2021
Bewertungsnummer: 1625717
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In Svenja Flaßpöhlers Hörbuch zur Sensibilität wird das Zusammenspiel von Sensibilität und Resilienz von der Vergangenheit bis zur Gegenwart durchleuchtet. Es veranschaulicht auf eine unterhaltsame und durchweg informative Art und Weise wie wir, in einer derzeit herausfordernden Zeit, das Zumutbare neu justieren. Rousseaus Gedanken, dass Schwachheit die Boshaftigkeit eines Menschen hervorruft, Adorno, Nietzsche, Liebsch,... und weitere philosophische Darstellungen werden detailliert und eingänglich dargestellt und diskutiert. Die Positionierung von Frau Flaßpöhler ist meines Erachtens unglaublich gut gelungen und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ein sehr wertvolles Hörbuch, welches die Wahrnehmung schärft, verdeutlicht das Resilienz die Grundlage jeglicher Autonomie darstellt. Sensibilität und Resilienz sind somit unweigerlich miteinander verbunden. Für mich ein sehr wertvolles Hörbuch, das mich sehr zum Nachdenken und Hinterfragen angeregt hat. Vielen Dank dafür. "Ich frage mich oft, ob es den festen Grund und Boden, den wir so lange suchen, überhaupt gibt, oder ob es nicht eher unser Schicksal ist, ewig auf offenem Meer zu treiben.“ Alexis de Tocqueville

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Sensibel

von Svenja Flasspöhler

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