Produktbild: In den Fängen der Schuld

In den Fängen der Schuld Ein Israel-Krimi

Aus der Reihe Piper Spannungsvoll
16

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/2,7 cm

Gewicht

263 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50270-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Bis zuletzt packend entwirren sich (…) die Fänge der Schuld.« ("Kölnische Rundschau")
»Der Nahost-Konflikt entfaltet sich in all seiner Komplexität (…) mitten in Köln. (Dabei) mahnen die Figuren stets, dass nichts so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.« ("Kölner Stadt-Anzeiger")
»(Julia Neumann) hat den Nahostkonflikt auf eine persönliche und sehr berührende Ebene gebracht, verpackt in einen politisch hochaktuellen Kriminalroman.« ("Bayrischer Rundfunk")
»Auf mehreren Zeitebenen schreibt (Julia Neumann) einen sehr spannenden, mitunter zutiefst tragischen und erschütternden Roman mit differenziert gezeichneten Charakteren.« ("Verdi")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/2,7 cm

Gewicht

263 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-50270-2

Herstelleradresse

Piper
Georgenstraße 4
80799 München
DE
info@piper.de

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  • kuddel

    5/5

    07.06.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Die Dimension von Schuld

    Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der neben dem eigentlichen Fall auch den politischen Nahostkonflikt thematisiert. Kriminalkommissar Morelli wird kurz vor seinem verdienten Dienstschluss in eine Kneipe in der Kölner Innenstadt gerufen. Ein 80-jähriger Israeli wurde dort krankenhausreif zusammengeschlagen. Seit der Demo von HOGESA reagieren die Kölner Beamten allergisch auf Hooligans, Antisemitismus und rechte Schläger. Als Morelli den Enkel des alten Herrn informieren möchte, findet er diesen erschlagen vor. Der Tote war Vorstand einer Stiftung, die Häuser für israelische Siedler in Israel baut. Eine Pressemitteilung der Stiftung sorgt für Verwirrung, denn darin wir verkündet, dass die Häuser der Stiftung zukünftig an Palästinenser vermittelt werden sollen. Das wirft ein völlig neues Licht auf das anfangs so offensichtlich klare Motiv. Die Presse stürzt sich auf den brisanten Fall und Morelli gerät unverschuldet ins Kreuzfeuer, alle Bemühungen die Sachlage aufzuklären, machen es nur schlimmer. Morellis eigene Vergangenheit findet auch Eingang in den Fall und bald häufen sich Verwicklungen. Die Spuren führen zu einer jungen Palästinenserin, die untergetaucht ist. Morelli sucht sie schließlich auf eigene Faust in Israel. Diese Reise nach Hebron geht er sehr naiv an, schnell spitzt sich die Situation zu. Die Autorin erzählt in kurzen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeitebenen. Der Krimi erhält dadurch ein tolles Tempo. Die einzelnen Handlungsstränge verdichten sich immer mehr und schließlich ergibt sich aus der Kenntnis der Vergangenheit ein stimmiges Bild für die Geschehnisse in der Gegenwart. Doch auch das ist zu kurz gedacht, im letzten Moment gibt es nochmals eine überraschende Wendung. Die Charaktere sind gut aufgebaut, nicht typisch schwarz-weiß, was mir gut gefällt und hin und wieder für Situationskomik sorgte. Nicht alle Ermittlungen, Pressekonferenzen und Teambesprechungen liefen so, wie ich es erwarten würde, aber das wird nah an der Realität sein. Nicht immer agieren die Beteiligten so wie es angemessen ist. So treffen wir hier auf einen cholerischen Chef und einen in seiner Bemühtheit etwas unbeholfenen Kommissar, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Sein großer Idealismus zeigt sich, als er, obwohl vom Fall abgezogen, eine Reise nach Israel unternimmt. Die Anreicherung des Krimis mit dem Nahostkonflikt und der Geschichte Israel ist hier sehr gelungen. Es werden Fragen aufgeworfen und Missstände aufgezeigt, beide Seiten haben mit ihrer Vergangenheit und ihren Erfahrungen zu kämpfen. Sehr unterhaltsamer und aktueller Krimi. Gerne mehr davon.

  • Lesetiger

    5/5

    26.01.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Bisher kannte ich die Autorin…

    Bisher kannte ich die Autorin Julia Neumann nicht, doch hat mich ihr Krimi „In den Fängen der Schuld“ außerordentlich gut gefallen. Erzählt wird der Krimi auf zwei Zeitebenen. Zum einen liest man die Gegebenheiten und Vorkommnisse in der Gegenwart und dann gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der jüdischen Silbermanns, die ich sehr interessant fand. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, locker und flüssig, weshalb man bereits nach wenigen Seiten in den Krimi abtaucht. Es ist aber auch nicht schwer, Kommissar Marius Morelli von der Kölner Kripo zur Seite zu stehen. Ich habe den Ermittler sehr schnell ins Herz geschlossen. Er ist sympathisch, hat das Herz auf dem rechten Fleck und tut das, was er für richtig hält. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die sich immer wieder abwechseln. Die Polizei wird zu einer Schlägerei in der Kölner Innenstadt gerufen. Hooligans haben einen fast achtzigjährigen Mann jüdischer Abstammung krankenhausreif geschlagen. Doch es kommt noch schlimmer. Als Kommissar Morelli den Enkel des Mannes benachrichtigen will, findet er Oz Silbermann erschlagen auf der Schwelle seines Hauses. Und um noch richtig Öl ins Feuer zu gießen stürzt sich die Presse auf den Fall, da der ermordete Israeli Silbermann Kontakt zu einer jungen Palästinenserin hatte. Marius Morelli ermittelt in einem hochbrisanten Fall, der für ihn bald zu einem persönlichen Albtraum wird. Die Story ist brandaktuell und man erlebt den Nahostkonflikt hautnah in Deutschland. Was mir gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Autorin beide Seiten beleuchtet hat und Entwicklungen kritisch hinterfragt wurden. Doch es bleibt nicht nur bei dem Schauplatz in Deutschland, die Autorin entführt uns auch nach Israel und ins Westjordanland, genauer gesagt in die geteilte und konfliktträchtige Stadt Hebron. Einmal angefangen, konnte ich diesen Krimi nur schwer aus der Hand legen. Anschaulich und spannend beschreibt Julia Neumann den Fall und die Ermittlungen, die fesselnd und ereignisreich sind. Die Lösung kam für mich unerwartet, aber absolut schlüssig. Für mich gehört „In den Fängen der Schuld“ zu meinen Highlights des Jahres. Fazit: Von mir gibt’s für diesen Krimi eine absolute Leseempfehlung. Die Thematik ist ungewöhnlich, aber hochaktuell, äußerst interessant, tiefgründig, spannend und ereignisreich. Ein sympathischer Kommissar, eine brisante Story und der Nahostkonflikt mitten in Deutschland.

  • Bewertung

    aus Wachtberg

    5/5

    25.12.2019

    Buch (Taschenbuch)

    Aktuelle Themen spanned verpackt

    In diesem wirklich lesenswerten Buch werden verschiedene immer wieder aktuelle Problemthemen miteinander verwoben und zu einer sehr spannenden Geschichte verpackt. Die Protagonisten sind alle authentisch dargestellt und man kann sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen und ihre Sicht der Dinge verstehen. Die Story ist schlüssig und flüssig geschrieben, die einzelnen Fäden laufen zueinender und werden zum Schluß zu einem Ganzen. Die Handlosorte Köln und Israel sind sehr gut geschildert, die Autorin scheint beide Orte gut zu kennen oder hat sehr gut recherchiert. Allein diese Tatsache macht den Roman glaubwürdig und interessant. Das unverhersehbare und wirklich überraschende Ende hat mit , wenn auch mit einer Träne im Auge, gut gefallen. Hier kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

  • Cassandra

    aus Berlin

    4/5

    25.07.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Keiner ist ohne Schuld

    Kommissar Morelli kommt noch immer ab und zu für „Saltimbocca a la :Mamma“ nach Hause, hat sich noch nicht so ganz vom “Sohn-Sein“ emanzipiert. Und es ist schwer genug, sich als “Südländer“ in der Polizeiwelt zu behaupten, da braucht er es so gar nicht, in einen Fall mit womöglich antisemitischem Hintergrund verwickeln zu werden. Doch es kommt noch schlimmer.. Wer hat den jungen Oz Silbermann ermordet? Die Spur führt Morelli ins Westjordanland und auch seine eigene Vergangenheit mischt sich ungut in die Ermittlungen. Mir hat der knackige Krimi von Julia Neumann wieder sehr gut gefallen. Der Kommissar ist glaubwürdig und sympathisch, die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf. Für meinen Geschmack dürfte sie etwas ausführlicher sein und isch nicht ganz so schnell in Wohlgefallen auflösen. Die nette Kollegin Ina dürfte gerne noch etwas mehr Facetten erhalten. insgesamt fand ich das sehr schwierige Thema Nahost-Konflikt sehr sensibel und verstehbar behandelt. Das ist nicht einfach und sollte viel öfter geschehen.

  • eiger

    aus Berlin

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Wer ist das Opfer?

    Julia Neumann erzählt in ihrem zweiten Krimi „In den Fängen der Schuld“, erschienen im PIPER-Verlag, eine sehr diffizile und außergewöhnliche Geschichte, die den Nahostkonflikt hautnah in Deutschland spüren lässt. Es gehört auch viel Mut dazu einen Krimi zu schreiben, der aktuelle Entwicklungen aufzeigt und kritisch hinterfragt. Hier werden keine Klischees wiederholt, sondern die Autorin hat eine eigene Meinung, die sich in ihren Hauptpersonen widerspiegelt. Im Mittelpunkt steht der junge Kommissar Marcus Morelli, der bald einen ganz persönlichen Bezug zu diesem Fall bekommt. „…er wird zu einem brutalen Überfall gerufen: Hooligans haben einen knapp achtzigjährigen Israeli krankenhausreif geschlagen. Ein Fall mit antisemitischem Hintergrund ist das letzte, was Morelli sich wünscht.“ Als er den Enkel darüber informieren will, findet er ihn erschlagen im Eingangsbereich des Hauses seines Großvaters. Aber es wird noch schlimmer – Vertreter der Presse bekommen Wind davon. Beim Versuch die Journalisten abzuwehren, passiert es. Unglückliche Fotos von Morelli und falsch zitierte Aussagen kommen in die Zeitungen. Sein Chef tobt, denn seit den Vorfällen Silvester 201 steht die Polizei in Köln unter besonderer Beobachtung der Presse. Jetzt noch dieser Fall eines ermordeten Juden in Deutschland. Morelli weiß es ist keine jüdische Lobby, „sondern die Angst vor ihr, die das Denken seines Chefs bestimmte.“ Doch bald führen die Spuren bei der Suche nach dem Motiv weg von den rechten Hooligans zu einer palästinensischen Austauschstudentin. Er versucht mehr über die Menschen hinter dem Fall zu erfahren. Aber Antworten zu finden ist schwer und Morelli muss sich seiner eigenen linken Vergangenheit stellen. Mit diesem Protagonisten ist der Autorin eine sehr interessante und sympathische Person gelungen. Manchmal erscheint er etwas ungeschickt, aber Morelli ist frei von Vorurteilen. Das hilft ihm bei seinen Untersuchungen weiter, als die Armeezeit des Mordopfers in seinen Blickpunkt gerät. Ausgerechnet in Hebron im besetzten Westjordanland war Oz stationiert. Irgendetwas ist hier passiert, was ihn verändert hat. Obwohl Morelli zwischenzeitlich sogar vom Dienst suspendiert wurde, gibt er nicht auf und reist selbst nach Israel, genauer gesagt nach Hebron. Hebron ist jene Stadt, wo sich die Gräber Abrahams und weiterer Patriarchen befinden. Sie könnte ein Symbol dafür sein, was Juden, Muslime und Christen verbindet. Aber nicht im Israel von heute. Nirgendwo ist der Nahostkonflikt so präsent wie in Hebron, der geteilten Stadt im Westjordanland, wo Palästinenser und radikale israelische Siedler direkt aufeinander treffen. Bewaffnete Auseinandersetzungen sind hier an der Tagesordnung und Morelli steckt bald direkt darin. Nur mit etwas Naivität und viel Idealismus, kann man solche Reise wagen. Die Schilderungen sind hochinteressant. Sie weisen Julia Neumann als kenntnisreiche Autorin Israels aus. Aber auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Ein Beispiel dafür: Ausgerechnet am Sabbat kommt Morelli in Jerusalem an, ahnt nicht, was das bedeutet und steckt fest, weil keine Straßenbahn mehr fährt. Aber die arabischen Busse fahren und er gelangt nach Hebron. Dort gelingt es ihm tatsächlich sein Vorhaben zu erfüllen und der Auflösung ganz nah zu kommen, ungeachtet der großen Gefahren denen er ausgesetzt ist. Nur die Kontakte seines Chefs zum Innenministerium können ihm noch helfen, als er vom israelischen Militär verhaftet wird. Die Lösung der Mordfalls ist eine echte Überraschung und in sich absolut schlüssig. Fazit: „In den Fängen der Schuld“ ist nicht nur unheimlich gut und spannend erzählt, sondern es macht auch betroffen. Das Buch gibt keine Antworten auf Fragen, aber es regt zum Nach- und Mitdenken an. Es gewährt tiefe menschliche Einblicke und zeigt viele Facetten des Nahostkonflikts. Julia Neumanns flüssiger und informativer Schreibstil fesselt von Beginn an. Rückblicke in die Vergangenheit von Eliah und seinem Enkel Oz geben dem Krimi eine zusätzliche historische Dimension und verdichten die Problematik. Aus meiner Sicht ist dieser politische Krimi eine klare Leseempfehlung und hat 5 Sterne verdient.

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