Produktbild: In den Fängen der Schuld
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In den Fängen der Schuld Ein Israel-Krimi

Aus der Reihe Piper Spannungsvoll
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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/2,7 cm

Gewicht

264 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000158127

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Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Rezension

»Bis zuletzt packend entwirren sich (…) die Fänge der Schuld.« ("Kölnische Rundschau")
»Der Nahost-Konflikt entfaltet sich in all seiner Komplexität (…) mitten in Köln. (Dabei) mahnen die Figuren stets, dass nichts so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.« ("Kölner Stadtanzeiger")
»(Julia Neumann) hat den Nahostkonflikt auf eine persönliche und sehr berührende Ebene gebracht, verpackt in einen politisch hochaktuellen Kriminalroman.« ("Bayrischer Rundfunk")
»Auf mehreren Zeitebenen schreibt (Julia Neumann) einen sehr spannenden, mitunter zutiefst tragischen und erschütternden Roman mit differenziert gezeichneten Charakteren.« ("Verdi")

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Sehr gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.12.2019

Verlag

Piper Taschenbuch

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/2,7 cm

Gewicht

264 g

Auflage

1 Auflage Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710000158127

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
Deutschland
Email: info@piper.de
Url: www.piper.de
Telephone: +49 89 3818010
Fax: +49 89 338704

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  • eiger

    aus Berlin

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Wer ist das Opfer?

    Julia Neumann erzählt in ihrem zweiten Krimi „In den Fängen der Schuld“, erschienen im PIPER-Verlag, eine sehr diffizile und außergewöhnliche Geschichte, die den Nahostkonflikt hautnah in Deutschland spüren lässt. Es gehört auch viel Mut dazu einen Krimi zu schreiben, der aktuelle Entwicklungen aufzeigt und kritisch hinterfragt. Hier werden keine Klischees wiederholt, sondern die Autorin hat eine eigene Meinung, die sich in ihren Hauptpersonen widerspiegelt. Im Mittelpunkt steht der junge Kommissar Marcus Morelli, der bald einen ganz persönlichen Bezug zu diesem Fall bekommt. „…er wird zu einem brutalen Überfall gerufen: Hooligans haben einen knapp achtzigjährigen Israeli krankenhausreif geschlagen. Ein Fall mit antisemitischem Hintergrund ist das letzte, was Morelli sich wünscht.“ Als er den Enkel darüber informieren will, findet er ihn erschlagen im Eingangsbereich des Hauses seines Großvaters. Aber es wird noch schlimmer – Vertreter der Presse bekommen Wind davon. Beim Versuch die Journalisten abzuwehren, passiert es. Unglückliche Fotos von Morelli und falsch zitierte Aussagen kommen in die Zeitungen. Sein Chef tobt, denn seit den Vorfällen Silvester 201 steht die Polizei in Köln unter besonderer Beobachtung der Presse. Jetzt noch dieser Fall eines ermordeten Juden in Deutschland. Morelli weiß es ist keine jüdische Lobby, „sondern die Angst vor ihr, die das Denken seines Chefs bestimmte.“ Doch bald führen die Spuren bei der Suche nach dem Motiv weg von den rechten Hooligans zu einer palästinensischen Austauschstudentin. Er versucht mehr über die Menschen hinter dem Fall zu erfahren. Aber Antworten zu finden ist schwer und Morelli muss sich seiner eigenen linken Vergangenheit stellen. Mit diesem Protagonisten ist der Autorin eine sehr interessante und sympathische Person gelungen. Manchmal erscheint er etwas ungeschickt, aber Morelli ist frei von Vorurteilen. Das hilft ihm bei seinen Untersuchungen weiter, als die Armeezeit des Mordopfers in seinen Blickpunkt gerät. Ausgerechnet in Hebron im besetzten Westjordanland war Oz stationiert. Irgendetwas ist hier passiert, was ihn verändert hat. Obwohl Morelli zwischenzeitlich sogar vom Dienst suspendiert wurde, gibt er nicht auf und reist selbst nach Israel, genauer gesagt nach Hebron. Hebron ist jene Stadt, wo sich die Gräber Abrahams und weiterer Patriarchen befinden. Sie könnte ein Symbol dafür sein, was Juden, Muslime und Christen verbindet. Aber nicht im Israel von heute. Nirgendwo ist der Nahostkonflikt so präsent wie in Hebron, der geteilten Stadt im Westjordanland, wo Palästinenser und radikale israelische Siedler direkt aufeinander treffen. Bewaffnete Auseinandersetzungen sind hier an der Tagesordnung und Morelli steckt bald direkt darin. Nur mit etwas Naivität und viel Idealismus, kann man solche Reise wagen. Die Schilderungen sind hochinteressant. Sie weisen Julia Neumann als kenntnisreiche Autorin Israels aus. Aber auch der Humor kommt hier nicht zu kurz. Ein Beispiel dafür: Ausgerechnet am Sabbat kommt Morelli in Jerusalem an, ahnt nicht, was das bedeutet und steckt fest, weil keine Straßenbahn mehr fährt. Aber die arabischen Busse fahren und er gelangt nach Hebron. Dort gelingt es ihm tatsächlich sein Vorhaben zu erfüllen und der Auflösung ganz nah zu kommen, ungeachtet der großen Gefahren denen er ausgesetzt ist. Nur die Kontakte seines Chefs zum Innenministerium können ihm noch helfen, als er vom israelischen Militär verhaftet wird. Die Lösung der Mordfalls ist eine echte Überraschung und in sich absolut schlüssig. Fazit: „In den Fängen der Schuld“ ist nicht nur unheimlich gut und spannend erzählt, sondern es macht auch betroffen. Das Buch gibt keine Antworten auf Fragen, aber es regt zum Nach- und Mitdenken an. Es gewährt tiefe menschliche Einblicke und zeigt viele Facetten des Nahostkonflikts. Julia Neumanns flüssiger und informativer Schreibstil fesselt von Beginn an. Rückblicke in die Vergangenheit von Eliah und seinem Enkel Oz geben dem Krimi eine zusätzliche historische Dimension und verdichten die Problematik. Aus meiner Sicht ist dieser politische Krimi eine klare Leseempfehlung und hat 5 Sterne verdient.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein berührendes und zugleich spannendes Buch

    Marius Morelli ist Kriminalkommissar und arbeitet in der Polizeidienststelle Köln-Kalk. Als er kurz vor Feierabend in die Kölner Altstadt gerufen wird, denkt er zunächst an einen ganz normalen Überfall. Ganz normal bedeutet hier, dass mal wieder Hooligans einen Israeli so sehr verletzten, dass er ins Krankenhaus gebracht wurde. Hier war auch ein Baseballschläger im Spiel. Marius ist Italiener und wird von einem Hool als „Kanake“ bezeichnet. Rassismus vom Feinsten und das von Anhängern des Cottbuser Fußballvereins. Seit Silvester 2016 und der Demo von „HOGESA“ reagieren die Kölner Staatsbediensteten äußerst empfindlich, wenn Rechte und zudem auch noch Schläger, Kneipen unsicher machen. Zudem heißt es, dass der Täter ein Hakenkreuz auf dem Arm tätowiert hatte. Aber, stimmt die Täterbeschreibung auch tatsächlich? Morelli fährt zunächst ins Krankenhaus und fragt dort den Geschädigten, wen er benachrichtigen soll. Daraufhin fährt er zur Wohnung des Enkels, er kommt jedoch zu spät…. Ein rasanter und spannender Krimi. Zudem hat sich die Autorin mit einem brisanten Thema befasst und dieses äußerst klug umgesetzt. So ganz nebenbei erfährt der Leser ein wenig von der Vergangenheit, nämlich als Israel zum Staat gemacht wurde. Gleichzeitig beschreibt sie die tief sitzenden Konflikte durch den Hass, der bereits von den Urgroßeltern in die Herzen gesät wurde. Mir gefiel das Buch so gut, weil es niemals oberflächlich war. Aber auch, da beide Seiten beleuchtet werden. Und ich gebe gerne zu, dass ich meine einseitige Meinung sehr hinterfragte und mir seitdem viele Gedanken über die Palästinenser mache. Jede Münze oder Medaille hat zwei Seiten und das gilt auch hier. Die Sprache ist gehoben und die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Ja, es ist ein Buch, welches fünf Sterne und meine Leseempfehlung auf jeden Fall verdient.

  • leseratte1310

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Empfehlenswert!

    In der Herrentoilette einer Kölner Kneipe wird ein fast achtzigjähriger Israeli von einem Hooligan brutal zusammengeschlagen. Kriminalkommissar Marius Morelli und seine Kollegin Ina Seidler bearbeiten den Fall. Als Morelli den Enkel informieren will, findet er ihn erschlagen auf der Türschwelle zur Silbermann-Stiftung einen Toten. Es handelt sich um Oz, den Enkel von Eliah Silbermann. Alle hoffen, dass der Fall bloß keinen antisemitischen Hintergrund hat. Die Presse macht auch Druck und bei den Ermittlungen stößt Morelli überall auf Schweigen. Der Schreibstil ist klar und gut zu lesen. Gefallen haben mir auch die Rückblenden in die Vergangenheit. Dadurch lernt man die Silbermanns gut kennen. Die Charaktere sind gut und authentisch dargestellt. Über Morelli erfahren wir auch im Laufe der Zeit immer mehr. Er ist italienischer Abstammung und hängt an seiner Familie, auch wenn er auf eigenen Füßen stehen will. Freundschaft ist ihm sehr wichtig und so gerät er in Gewissensnöte, weil ein alter Freund bei seinen Ermittlungen auch ins Visier der Polizei gerät. Marius Morelli gelingt es auch immer wieder, seinen Chef in den Wahnsinn zu treiben, weil er zu impulsiv reagiert. Er macht eine Bemerkung der Presse gegenüber und löst damit etwas aus, das er sich so bestimmt nicht vorgestellt hätte. Interessant fand ich, was Morelli in Israel erlebt hat. Die Gründung des Staates Israel hat den Juden einen Zufluchtsort gegeben, aber gleichzeitig ein großes Konfliktpotenzial und viel Hass produziert. Die Silbermanns, die mit ihrer Stiftung Häuser im Westjordanland für jüdische Siedler bauten, bieten natürlich Angriffsfläche. Immer wieder gibt es Wendungen, die die Geschichte offenhalten. Das macht es sehr spannend. Die Auflösung ist absolut schlüssig, aber ich wäre nicht darauf gekommen. Es ist ein tiefgründiger und sehr spannender Krimi.

  • Lesetiger

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein sympathischer Kommissar und ein brisanter Fall

    Bisher kannte ich die Autorin Julia Neumann nicht, doch hat mich ihr Krimi „In den Fängen der Schuld“ außerordentlich gut gefallen. Erzählt wird der Krimi auf zwei Zeitebenen. Zum einen liest man die Gegebenheiten und Vorkommnisse in der Gegenwart und dann gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der jüdischen Silbermanns, die ich sehr interessant fand. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, locker und flüssig, weshalb man bereits nach wenigen Seiten in den Krimi abtaucht. Es ist aber auch nicht schwer, Kommissar Marius Morelli von der Kölner Kripo zur Seite zu stehen. Ich habe den Ermittler sehr schnell ins Herz geschlossen. Er ist sympathisch, hat das Herz auf dem rechten Fleck und tut das, was er für richtig hält. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, die sich immer wieder abwechseln. Die Polizei wird zu einer Schlägerei in der Kölner Innenstadt gerufen. Hooligans haben einen fast achtzigjährigen Mann jüdischer Abstammung krankenhausreif geschlagen. Doch es kommt noch schlimmer. Als Kommissar Morelli den Enkel des Mannes benachrichtigen will, findet er Oz Silbermann erschlagen auf der Schwelle seines Hauses. Und um noch richtig Öl ins Feuer zu gießen stürzt sich die Presse auf den Fall, da der ermordete Israeli Silbermann Kontakt zu einer jungen Palästinenserin hatte. Marius Morelli ermittelt in einem hochbrisanten Fall, der für ihn bald zu einem persönlichen Albtraum wird. Die Story ist brandaktuell und man erlebt den Nahostkonflikt hautnah in Deutschland. Was mir gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Autorin beide Seiten beleuchtet hat und Entwicklungen kritisch hinterfragt wurden. Doch es bleibt nicht nur bei dem Schauplatz in Deutschland, die Autorin entführt uns auch nach Israel und ins Westjordanland, genauer gesagt in die geteilte und konfliktträchtige Stadt Hebron. Einmal angefangen, konnte ich diesen Krimi nur schwer aus der Hand legen. Anschaulich und spannend beschreibt Julia Neumann den Fall und die Ermittlungen, die fesselnd und ereignisreich sind. Die Lösung kam für mich unerwartet, aber absolut schlüssig. Für mich gehört „In den Fängen der Schuld“ zu meinen Highlights des Jahres. Fazit: Von mir gibt’s für diesen Krimi eine absolute Leseempfehlung. Die Thematik ist ungewöhnlich, aber hochaktuell, äußerst interessant, tiefgründig, spannend und ereignisreich. Ein sympathischer Kommissar, eine brisante Story und der Nahostkonflikt mitten in Deutschland.

  • J. Kaiser

    5/5

    03.02.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein Highlight

    Hooligans haben einen knapp achtzigjährigen Israeli krankenhausreif geschlagen. Eine aussergewöhnliche Geschichte, die den Nahostkonflikt hautnah in Deutschland spüren lässt. Es gehört auch viel Mut dazu einen Krimi zu schreiben, der aktuelle Entwicklungen aufzeigt und kritisch hinterfragt. Im Mittelpunkt steht der junge Kommissar Marcus Morelli, der bald einen ganz persönlichen Bezug zu diesem Fall bekommt. Als er den Enkel darüber informieren will, findet er ihn erschlagen im Eingangsbereich des Hauses seines Grossvaters. Vertreter der Presse bekommen Wind davon. Beim Versuch die Journalisten abzuwehren, erscheinen Unglückliche Fotos von Morelli und falsch zitierte Aussagen in die Zeitungen. Doch bald führen die Spuren bei der Suche nach dem Motiv weg von den rechten Hooligans zu einer palästinensischen Austauschstudentin. Die Lösung der Mordfälle ist eine echte Überraschung und in sich absolut schlüssig. Rückblicke in die Vergangenheit von Eliah und seinem Enkel Oz geben dem Krimi eine zusätzliche historische Dimension.Von mir erhält der Krimi eine klare Leseempfehlung.

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