In der Tiefe lauern Monster, doch die schlimmsten erschaffen wir selbst ... Die stolzen Wale in Bathsebas Herde leben für die Jagd, riskieren alles in dem ewigen Krieg gegen die Welt der Menschen. Als sie ein treibendes Schiff attackieren, rechnen sie mit leichter Beute. Doch stattdessen stoßen sie auf die Spur einer Legende, eines Monsters, vielleicht des leibhaftigen Teufels selbst ...
Die brillant illustrierte und packende Geschichte des #1 New-York-Times-Bestsellerautors von »Sieben Minuten nach Mitternacht« hinterfragt aufrüttelnd den Wert von Macht, Loyalität, Besessenheit und warum wir aus anderen Monster machen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Christina P.
aus Hamburg
5/5
26.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Autor hält der Bestie…
Der Autor hält der Bestie Mensch den (Wasser-)Spiegel vor Ein Spontankauf, den ich nicht bereut habe. Mich machten sowohl das Thema an sich (eine Adaption von Moby Dick) als auch die optische Ausstattung mit den vielen Bildern in blau/schwarz/weiß, teilweise mit blutigem rot durchsetzt, neugierig. In dieser fiktiven Zeit haben die Wale gelernt, ebenfalls auf Jagd zu gehen - auf Menschenjagd, nachdem die Menschen seit langer Zeit Wale jagen und abschlachten. Erzählt wird alles von einer Waldame, die einst den Walen angehörte, welche Jagd auf den teuflischen Toby Wick machten, den gefährlichsten aller Waljäger. Erzählte man sich zumindest, wobei manche ihn für den Teufel selbst, andere nur für eine Legende hielten. Auf dieser Jagd, welche Thema der Erzählung ist, lernt die Walin, sich selbst Bathseba nennend, einen Menschen kennen und beginnt, Jagd und Brutalität an sich etwas genauer zu betrachten. „Wer den Teufel bekämpft, wird selbst zum Teufel.“ „Vielleicht kann ja aber nur ein Teufel einen Teufel bekämpfen“, sagte ich. „Doch wenn dieser Kampf zu Ende ist, Bathseba“, sagte er, „bleiben dann nicht nur noch Teufel übrig?“ Erzählerisch sowie optisch einfach genial. Das Besondere ist, dass für die Wale die Wasserlinie der Abgrund ist, und was für den Menschen die Erdanziehung, ist für die Wale der Auftrieb. Entsprechend ist bei den Bildern auch der Himmel unten, das Meer oben. Die Welt der Wale ist mit ihren Städten, Erfindungen und Erlebnissen faszinierend dargestellt, die „Bedrohung Mensch“ regelrecht spürbar. Angst, Verlust, Hass und Zweifel lassen den Leser Bathsebas mutiges Abenteuer auch emotional sehr gut miterleben. Tiefgründig in jederlei Hinsicht, spannend und emotional bewegend - ein faszinierendes Walabenteuer.
Christina P.
aus Hamburg
5/5
26.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Autor hält der Bestie Mensch den (Wasser-)Spiegel vor
Ein Spontankauf, den ich nicht bereut habe. Mich machten sowohl das Thema an sich (eine Adaption von Moby Dick) als auch die optische Ausstattung mit den vielen Bildern in blau/schwarz/weiß, teilweise mit blutigem rot durchsetzt, neugierig.
In dieser fiktiven Zeit haben die Wale gelernt, ebenfalls auf Jagd zu gehen - auf Menschenjagd, nachdem die Menschen seit langer Zeit Wale jagen und abschlachten. Erzählt wird alles von einer Waldame, die einst den Walen angehörte, welche Jagd auf den teuflischen Toby Wick machten, den gefährlichsten aller Waljäger. Erzählte man sich zumindest, wobei manche ihn für den Teufel selbst, andere nur für eine Legende hielten. Auf dieser Jagd, welche Thema der Erzählung ist, lernt die Walin, sich selbst Bathseba nennend, einen Menschen kennen und beginnt, Jagd und Brutalität an sich etwas genauer zu betrachten.
„Wer den Teufel bekämpft, wird selbst zum Teufel.“
„Vielleicht kann ja aber nur ein Teufel einen Teufel bekämpfen“, sagte ich.
„Doch wenn dieser Kampf zu Ende ist, Bathseba“, sagte er, „bleiben dann nicht nur noch Teufel übrig?“
Erzählerisch sowie optisch einfach genial. Das Besondere ist, dass für die Wale die Wasserlinie der Abgrund ist, und was für den Menschen die Erdanziehung, ist für die Wale der Auftrieb. Entsprechend ist bei den Bildern auch der Himmel unten, das Meer oben. Die Welt der Wale ist mit ihren Städten, Erfindungen und Erlebnissen faszinierend dargestellt, die „Bedrohung Mensch“ regelrecht spürbar. Angst, Verlust, Hass und Zweifel lassen den Leser Bathsebas mutiges Abenteuer auch emotional sehr gut miterleben.
Tiefgründig in jederlei Hinsicht, spannend und emotional bewegend - ein faszinierendes Walabenteuer.
ausgebucht.blog
5/5
22.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jugendbuch mit Tiefgang
In einer möglicherweise nicht mehr ganz so fernen Zukunft sind Wale den Menschen in technischer Hinsicht ebenbürtig und haben es sich zur Bestimmung gemacht, Jagd auf Menschenschiffe zu machen, wie sie sagen hauptsächlich, um dem Gejagt-werden zuvor zu kommen. Viele Geschichten und Prophezeiungen ranken sich um die Verantwortung der Wale, in den Kampf zu ziehen, vieles wird als vorherbestimmt akzeptiert. Doch die junge Walin Bathseba hinterfragt den Sinn dieses Krieges, als sie Kontakt zu einem menschlichen Gefangenen aufnimmt. Sie erkennt, dass man Hass und Gewalt nicht mit ebendiesem begegnen kann, sondern ein Monster damit erschafft und muss sich ihrem Gewissen stellen.
Die Wale sind keineswegs Sympathieträger, sie sind grausam und unbarmherzig, sie haben die Verhältnismäßigkeit irgendwann verloren, es ist ein Aufwiegen und Rechtfertigen, der Zweck heiligt die Mittel. Es ist "verkehrte Welt". Und auch untereinander sind die verschiedenen Walschulen und Anführer voller Argwohn und Feindseligkeit, die Strukturen der Gesellschaft sind militärisch geprägt.
Nicht immer war mir in dieser Dystopie alles logisch, wie sollen Wale etwas bauen, womit? Und warum nutzen sie selbst auch Schiffe? Wieso leben sie in Städten? Das war mir zu viel des Guten, was die Nachahmung des Menschseins angeht. Einiges hätte für meinen Geschmack nebulöser aufgebaut sein dürfen.
Die Geschichte ist deutlich an "Moby Dick" angelehnt, man wird wortwörtlich darauf gestupst. Es steht jedoch für sich und Kenntnisse über Herman Melvilles Roman sind zum Verständnis nicht notwendig.
Was ich besonders hervorheben möchte ist, wie treffend diese Fabel die richtigen Fragen stellt, wie sie einem damit den Spiegel vorhält.
Wie rechtfertigt man Krieg? Und viel wichtiger, wie beendet man ihn?
Gibt es im Krieg eine Seite, die im Recht ist? Kann man seiner Bestimmung entfliehen? Hat Loyalität Grenzen? Wem ist man verpflichtet? Seinem Volk? Seinem Anführer? Seiner Vergangenheit?
Das Cover stimmt einen schon recht gut ein, dies ist kein Kinderbuch. Der Titel ist herrlich poetisch und ebenso ist es die Erzählweise. Insgesamt ein Erlebnis würde ich sagen. Die äußere Gestaltung des Buches im Stil einer Graphic Novel spricht Jugendliche sicher sehr an. Die Kapitel sind kurz und insgesamt ist das Buch mit 150 Seiten übersichtlich. Enthalten sind zahlreiche, großartige Illustrationen von Rovina Cai die sehr atmosphärisch wirken. Es kommt für ein Jugendbuch recht blutrünstig daher, was durch die schwarz-weiß-roten Bilder verstärkt wahrgenommen wird. Es wird ab 12 Jahren empfohlen, ich würde aber unter 15 Jahren nahelegen, sich mit dem Kind darüber auszutauschen, da einige Schlüsselstellen durchaus Anlass zur Diskussion bieten, außerdem ist es für Erwachsene ebenfalls lesenswert! Meiner 14-jährigen Tochter hat es sehr gut gefallen.
Patrick Ness ist euch vielleicht durch seinen Roman "Sieben Minuten nach Mitternacht" ein Begriff, ein Autor tiefgründiger Jugendliteratur mit psychologischer Komponente. Seine Bücher gehen einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf, und so wird es auch mit diesem sein.
Bewertung
5/5
21.06.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Poetisch!
Inhalt
Bathseba ist dritter Lehrling der Walschule unter dem Kommando von Kapitänin Alexandra. Die Wale sind auf der Jagd, denn sie befinden sich in einem nie endeten Krieg mit den Menschen. Bei einem Angriff auf ein Schiff, finden sie einen Hinweis auf eine Prophezeiung. Die Wale folgen ihrer Kapitänin in den letzten Kampf, der das Leben der Wale und Menschen für immer verändern soll.
Cover/Buchgestaltung
Dieses Buch kann man wahrlich als Schmuckstück bezeichnen. Das Cover macht schon großen Eindruck und lässt auf eine düstere Geschichte hoffen. Im Buch befinden sie Illustrationen von Rovina Cai, die wunderschön und zugleich düster und geheimnisvoll wirken. Sie spiegeln die Atmosphäre der Geschichte perfekt wieder und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Auch ohne Schutzumschlag macht das Buch was her, auch wenn es doch furcht einflößend aussieht.
Meinung
Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte und bin positiv überrascht. Die Geschichte wird aus Bathsebas Sicht erzählt und der Schreibstil ist geradezu poetisch. Es wirkt eher wie eine Märchenerzählung.
Diese Geschichte ist sozusagen eine Neuerzählung des Klassikers ,,Moby Dick'',nur anders herum. Die Welt scheint Kopf zu stehen, denn die Wale erzählen hier ihre Geschichte. Der Himmel der Menschen ist der Abgrund und der Ozean der Himmel.
Man begleitet die Walschule bei der Jagd, denn eine Prophezeiung zwingt sie zum letzten Schachzug. Doch der Schein trügt, denn der Teufel ansteht, wenn man selbst zum Teufel wird.
Eine düstere, brutale Geschichte, in der einem der Spiegel vors Gesicht gehalten wird. Die Atmosphäre ist episch und voller brutaler Realität.
,,Doch die Wahrheit hinter dem Mythos ist: Alle Menschen sind Toby Wick. Denn wer braucht Teufel, wenn es Menschen gibt?''
Es gibt so viele bewegende Zitate, die zum nachdenken anregen und definitiv nachhallen. Eine wirklich bewegende Geschichte, in der man so ziemlich alle Emotionen durchlebt.
Fazit:
Eine bildgewaltige, poetische Geschichte über die Abgründe des Krieges. Diese Geschichte wird definitiv in Erinnerung bleiben. Die Illustrationen sind wahre Kunstwerke und machen das Lesen zu einem absoluten Erlebnis. Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk und sollte in jedem Bücherregal stehen. Große Leseempfehlung!
Bewertung
4/5
19.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine düstere Erzählung, welche...
Eine düstere Erzählung, welche die Geschichte von Moby Dick auf den Kopf stellt und uns davor warnt, auf der Jagd nach dem Teufel nicht selbst zu einem zu werden.
Tolle Geschichte mit sehr schönen Illustrationen!
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5/5
16.02.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Und der Ozean war unser Himmel
In ferner Zukunft erzählt die Waldame Bathseba die Geschichte ihres Lebens: Als sie 16 Jahre alt war, zog sie als 3. Lehrling von Kapitänin Alexandra durch den Ozean auf der Jagd nach den Menschen. Viel zu lange waren die Wale die Gejagten. Nun haben sie den Spieß umgedreht und sind zu Jägern geworden. Alexandra zieht das Schiff mit ihrer Flosse, auf welchem die Matrosen, die einer kleineren Walart angehören, arbeiten. Die Lehrlinge Treasure, Willem und Bathseba folgen ihrer Kapitänin, mit Harpunen auf dem Rücken. Die Wale halten sich für die Herrscher der Meere. Sie sind den Menschen, dieses seltsamen und barbarischen Kreaturen, die “verkehrt herum” leben (für Menschen ist der Ozean unten und der Abgrund oben), klar überlegen. Menschen verfügen weder über Echoortung zum Navigieren, noch über eine Atemblase. Die junge Bathseba findet die Jagd auf die Menschen, oder wohl eher den Krieg mit ihnen, spannend und aufregend, doch im Laufe der Zeit wird sie ihre Meinung radikal ändern. Als ihre Gruppe ein treibendes Schiff findet und mit leichter Beute rechnet, erleben sie eine Überraschung. Sie entdecken nicht nur einen Menschen, der überlebt hat, sondern auch einen Hinweis auf ihren größten Feind, den Menschen Toby Wick. Dessen Initialen TW sind auf eine Münze graviert. Bathseba hält nicht viel von dem Aberglauben um Toby Wick. Glaubt man den anderen Walen, ist er kein Mensch, sondern der Teufel persönlich, jedoch hat noch niemand ihn wirklich gesehen. Vielleicht ist er ja nur eine Legende. Für Bathseba sind alle Menschen irgendwie Toby Wick. Der menschliche Überlebende wird in eine Luftblase gehüllt und gefangen genommen. Bathsebas Aufgabe ist es, ihn zu bewachen und beim Verhör zu assistieren, da sie die Menschensprache besser als die anderen versteht. Der Mensch, der sich Demetrius nennt, behauptet, Wick hätte sie mit seinem riesigen weißen Schiff angegriffen. Auch die Menschen fürchten ihn. Die Münze sei eine Karte, die den Weg zu Wick weist. Sie folgen der Karte zu den Bergen, und Treasure und Willem träumen schon von einem glorreichen Sieg, von Ruhm und Ehre. Bathseba hingegen zweifelt - an der Mission, an dem kommenden Sieg, an der Existenz von Wick - und wird deshalb von ihrer Kapitänin gemaßregelt, die sie auch sonst oftmals demütigt und schikaniert. Obgleich Bathseba die Menschen hasst (immerhin haben sie ihre Mutter grausam abgeschlachtet und dann noch nicht einmal alle Teile verwertet, sondern das Meiste den Haien überlassen), unterhält sie sich immer öfter und länger mit Demetrius. Sie soll ihm weitere Informationen entlocken und ihn dann töten, doch sie hat Mitleid mit ihm. Es geht ihm nicht gut, er ist hungrig, durstig und friert, die Haut löst sich schon vom Fleisch. Es zeigt sich wieder einmal, dass Menschen nicht für das Leben im Meer gemacht sind. Er kritisiert die Wale und die “Prophezeiungen”, von denen sie ihr Leben bestimmen lassen und sich so vor der freien Wahl und den Konsequenzen drücken. Er warnt sie auch, dass sie Wick in die Falle gehen würden, wenn sie so weiter machen. Alexandra wimmelt derweil eine andere Walschule und deren Kapitän Arcturus ab, die ebenfalls auf der Jagd nach Wick sind. Dann stoßen sie auf ihrem Weg auf die Leichen von über 50 Walen. Etwas in Bathseba zerbricht, als sie ein totes Walbaby sieht, äußerlich unversehrt, aber tragischerweise in der schützenden Umarmung seiner Mutter ertrunken. Sie will nicht mehr. Sie will auch Demetrius die Freiheit schenken. Es hat genug Tote gegeben. Alexandra meint, sie müssen kämpfen, damit sie aufhören können, Teufel zu sein, doch Bathseba fragt sich, ob nicht das Kämpfen sie erst zu Teufeln macht. Sie finden weitere Hinweise auf Wicks Aufenthaltsort in einem Schiff, welches dann aber explodiert, was Treasure das Leben kostet. Alexandra beharrt darauf, dass das alles Teil der großen Prophezeiung ist. Bathseba widerspricht, Alexandra nennt sie ein dummes Kind und schlägt sie heftig mit der Flosse. Bevor die Gruppe in die finale Schlacht gegen Wick zieht, kommt es noch zu einer weiteren Konfrontation mit Kapitän Arcturus. Dann erscheint das große, weiße Schiff von Toby Wick. Doch nichts ist so, wie es zu sein scheint …
Die Illustrationen sind der Hammer, einfach wunderschön! Und die außergewöhnliche Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Die ungewöhnliche Erzählperspektive aus Sicht eines Wals erscheint anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man sich gut in Bathseba hineinversetzen. Die Thematik rund um den Krieg, Bathsebas Zweifel und die zarte Freundschaft, die zwischen ihr und einem ihrer Feinde entsteht, dies alles verleiht diesem doch recht dünnen Buch eine ganze Menge Tiefgang. Und dann wären da noch die Parallelen zu “Moby Dick”, die bereits beim ersten Satz (“Nennt mich Bathseba.” - Bei “Moby Dick”: “Nennt mich Ismael.”) angedeutet werden. Ist das jetzt ein Kinderbuch? Ja. Nein. Vielleicht. Ich würde es ab 14 Jahren empfehlen, die Grenze nach oben lasse ich offen, denn es ist durchaus auch noch etwas für erwachsene Leser.
Viel Spaß beim Lesen!!!
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