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Jane Gardam

1. Robinsons Tochter

Robinsons Tochter

Gesprochen von
9

13,59 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Leslie Malton

Spieldauer

9 Stunden und 16 Minuten

Erscheinungsdatum

31.08.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Isabel Bogdan

Sprache

Deutsch

EAN

9783957132215

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Leslie Malton

Spieldauer

9 Stunden und 16 Minuten

Erscheinungsdatum

31.08.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

8

Verlag

Hörbuch Hamburg

Übersetzt von

Isabel Bogdan

Sprache

Deutsch

EAN

9783957132215

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstraße 18
22765 Hamburg
DE
produktsicherheit@hoerbuch-hamburg.de

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  • Bewertung

    5/5

    16.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für eine bezaubernde, kluge...

    Was für eine bezaubernde, kluge und feinsinnig erzählte Geschichte um ein Frauenleben mit allen Höhen und Tiefen. Jane Gardam versteht es wie keine andere Autorin mit wenigen Worten eine eigene Welt zu erschaffen. Sie gehört eindeutig zu meinen Lieblingsschriftstellerinnen.

  • Bewertung

    5/5

    14.06.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Warum habe ich diese Autorin erst jetzt entdeckt?

    Jane Gardam ist seit ihrer Trilogie „Ein untadeliger Mann“, „Eine treue Frau“ und „Letzte Freunde“ einem breiten Publikum bekannt und hat viele Leser*innen gefunden. Ich selbst bin mit „Ein untadeliger Mann“ leider nicht zurechtgekommen. Ich habe ein paar Seiten gelesen und dann leider aufgegeben. Aber inzwischen habe ich die Lösung für mich entdeckt. Ich lasse mir solche Romane einfach vorlesen. Allerdings nur dann, wenn die Hörbuch-Versionen ungekürzt sind. Und so habe ich es nun mit dem zuletzt erschienenen Buch der Autorin gemacht. Geschrieben hat sie es bereits 1985. Seitdem bedaure ich es, dass ich bei „Ein untadeliger Mann“ so früh aufgegeben hatte. Aber das Hörbuch läuft mir ja hoffentlich nicht weg. „Robinsons Tochter“ ist ein ganz eigenwilliges und für mich typisch englisches Buch. Robinsons Tochter ist Polly Flint. Polly Flint wurde Ende des 19. Jahrhunderts geboren. Ihre Mutter war Lehrerin bis zu ihrer Geburt und ihr Vater fuhr zur See. Nachdem Pollys Mutter sehr früh gestorben war, kam sie zu immer anderen Frauen in Pflege, bis sie letztendlich bei den beiden deutlich älteren Schwestern ihrer Mutter im gelben Haus in der Marsch landete. In dem gelben Haus lebten ihre beiden Tanten, Mary, die sehr fromm war und sicherlich gerne ins Kloster gegangen wäre, und die sanftmütige Francis, sowie Mrs. Woods, eine Witwe und Freundin der beiden Tanten, und ein Dienstmädchen. In diesem Haus lebte Polly bis auf einige Ausnahmen ihr ganzes Leben. Sie ist nie zur Schule gegangen, lernte aber von Mrs. Woods Fremdsprachen. Ihr liebstes Hobby ist das Lesen, und in dem gelben Haus gab es viele Bücher. Ihr Lieblingsbuch ist „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Dieses Buch wird im Laufe ihres Lebens ihr Ratgeber, ihre Marotte und ihr einziger wirklicher Freund. Sie entwickelt sich schon sehr eigenwillig und wird selbst so etwas wie eine Einsiedlerin. Zum Glück gibt es allerdings Menschen, die sie von Zeit zu Zeit aus dem gelben Haus herauslocken, oder ihr mal ganz deutlich die Meinung sagen. Kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs ändert sich das Leben für Polly allerdings ganz dramatisch. Ich habe es geliebt, der Stimme der Sprecherin Leslie Malton zu lauschen, die diese Geschichte so toll vorgelesen hat. Die Geschichte ist aus der Sicht von Polly in der Ich-Form erzählt. Aber Leslie Malton gibt den anderen Personen bei deren wörtlicher Rede ganz eigene Stimmen, so dass das Ganze sehr lebendig rüberkommt. Und überhaupt hat sie eine ausgesprochen angenehme Stimme. Die ganze Geschichte ist ausgesprochen englisch. Die Hauptpersonen sind eigenwillig, ein wenig spröde, haben ihren Spleen und sind doch ausgesprochen liebenswert. Und so ist auch dieses Buch – eigenwillig, manchmal spröde, teilweise mit einem dezent daherkommenden Humor, aber ausgesprochen liebenswert. Ich habe Polly Flint und ihr späteres Dienstmädchen Alice geliebt. Ein ganz besonderes Gespann! Wenn ich da noch an das Kapitel denke, als die beiden Frauen das gut versteckte Buch „Die Abenteuer der Fanny Hill“ von John Cleland entdeckten, was offensichtlich von ihrer Großmutter gelesen und später versteckt wurde. Einfach köstlich! Es gibt auch durchaus einige Männer in diesem Buch, wobei ich hier besonders Mr. Thwaite geliebt habe. Ein großartiger englischer Gentleman alter Schule. Erst spät erfahren wir, warum er so ein Interesse an Polly hatte. Das Buch wartet also durchaus mit einigen Überraschungen auf. Für mich war dieses Buch eine ähnlich tolle Entdeckung und Überraschung wie Benjamin Myers Buch „Offene See“. Beide Bücher haben meine Sehnsucht nach England wieder aus schönste und schmerzlichste geweckt.

  • Bewertung

    5/5

    15.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Polly lebt bei ihren frommen Tanten...

    Polly lebt bei ihren frommen Tanten an der Küste, Gesellschaft leisten ihr die Bücher. Das, was sie ein Leben lang begleiten wird, ist "Robinson Crusoe". Trotz ihrer Einsamkeit erlebt sie aber auch große Gefühle wie Liebe, Freundschaft und Enttäuschung. Ein Roman, der bewegt.

  • Lesefuchs - Bücher mit Herz

    aus Bargteheide

    5/5

    18.03.2021

    Hörbuch-Download

    Warum habe ich diese Autorin erst jetzt entdeckt?

    Jane Gardam ist seit ihrer Trilogie „Ein untadeliger Mann“, „Eine treue Frau“ und „Letzte Freunde“ einem breiten Publikum bekannt und hat viele Leser*innen gefunden. Ich selbst bin mit „Ein untadeliger Mann“ leider nicht zurechtgekommen. Ich habe ein paar Seiten gelesen und dann leider aufgegeben. Aber inzwischen habe ich die Lösung für mich entdeckt. Ich lasse mir solche Romane einfach vorlesen. Allerdings nur dann, wenn die Hörbuch-Versionen ungekürzt sind. Und so habe ich es nun mit dem zuletzt erschienenen Buch der Autorin gemacht. Geschrieben hat sie es bereits 1985. Seitdem bedaure ich es, dass ich bei „Ein untadeliger Mann“ so früh aufgegeben hatte. Aber das Hörbuch läuft mir ja hoffentlich nicht weg. „Robinsons Tochter“ ist ein ganz eigenwilliges und für mich typisch englisches Buch. Robinsons Tochter ist Polly Flint. Polly Flint wurde Ende des 19. Jahrhunderts geboren. Ihre Mutter war Lehrerin bis zu ihrer Geburt und ihr Vater fuhr zur See. Nachdem Pollys Mutter sehr früh gestorben war, kam sie zu immer anderen Frauen in Pflege, bis sie letztendlich bei den beiden deutlich älteren Schwestern ihrer Mutter im gelben Haus in der Marsch landete. In dem gelben Haus lebten ihre beiden Tanten Mary, die sehr fromm war und sicherlich gerne ins Kloster gegangen wäre, und die sanftmütige Francis, sowie Mrs. Woods, eine Witwe und Freundin der beiden Tanten, und ein Dienstmädchen. In diesem Haus lebte Polly bis auf einige Ausnahmen ihr ganzes Leben. Sie ist nie zur Schule gegangen, lernte aber von Mrs. Woods Fremdsprachen. Ihr liebstes Hobby ist das Lesen, und in dem gelben Haus gab es viele Bücher. Ihr Lieblingsbuch ist „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe. Dieses Buch wird im Laufe ihres Lebens ihr Ratgeber, ihre Marotte und ihr einziger wirklicher Freund. Sie entwickelt sich schon sehr eigenwillig und wird selbst so etwas wie eine Einsiedlerin. Zum Glück gibt es allerdings Menschen, die sie von Zeit zu Zeit aus dem gelben Haus herauslocken, oder ihr die mal ganz deutlich die Meinung sagen. Kurz vor dem Ausbruch des 2. Weltkriegs ändert sich das Leben für Polly allerdings ganz dramatisch. Ich habe es geliebt, der Stimme der Sprecherin Leslie Malton zu lauschen, die diese Geschichte so toll vorgelesen hat. Die Geschichte ist aus der Sicht von Polly in der Ich-Form erzählt. Aber Leslie Malton gibt den anderen Personen bei deren wörtlicher Rede ganz eigene Stimmen, so dass das Ganze sehr lebendig rüberkommt. >Und überhaupt hat sie eine ausgesprochen angenehme Stimme. Die ganze Geschichte ist ausgesprochen englisch. Die Hauptpersonen sind eigenwillig, ein wenig spröde, haben ihren Spleen und sind doch ausgesprochen liebenswert. Und so ist auch dieses Buch – eigenwillig, manchmal spröde, teilweise mit einem dezent daherkommenden Humor, aber ausgesprochen liebenswert. Ich habe Polly Flint und ihr späteres Dienstmädchen Alice geliebt. Ein ganz besonderes Gespann! Wenn ich da noch an das Kapitel denke, als die beiden Frauen das gut versteckte Buch „Die Abenteuer der Fanny Hill“ von John Cleland entdeckten, was offensichtlich von ihrer Großmutter gelesen und später versteckt wurde. Einfach köstlich! Es gibt auch durchaus einige Männer in diesem Buch, wobei ich hier besonders Mr. Thwaite geliebt habe. Ein großartiger englischer Gentleman alter Schule. Erst spät erfahren wir, warum er so ein Interesse an Polly hatte. Das Buch wartet also durchaus mit einigen Überraschungen auf. Für mich war dieses Buch eine ähnlich tolle Entdeckung und Überraschung wie Benjamin Myers Buch „Offene See“. Beide Bücher haben meine Sehnsucht nach England wieder aus schönste und schmerzlichste geweckt.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    20.10.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die bedeutsame Beziehung zwischen Polly Flint und Robinson Crusoe…

    Polly Flint ist die kluge und gewitzte Protagonistin und Ich-Erzählerin, um die es in diesem wunderbaren Roman geht und die hier ihre 87-jährige Geschichte erzählt. Das Buch der inzwischen 92-jährigen Jane Gardam, Grand Dame der englischen Literatur, ist bereits 1985, also weit vor ihrer berühmten und wunderbaren „Old-Filth-Trilogie“ im englischen Original erschienenen. 1904, kurz nach dem Ende des viktorianischen Zeitalters, wird Polly als 6-jähriges Waisenkind bei ihren beiden ältlichen und frommen Tanten Mary und Frances in einem abgelegenen Ort in North-Yorkshire/England abgegeben. Obwohl noch so jung, hat sie bereits Aufenthalte in einigen Pflegefamilien hinter sich, weil ihre Mutter Emma verstarb, als sie ein Jahr alt war und sich ihr Vater, ein Seemann, nicht um sie kümmern konnte. Zuneigung und Liebesbekundungen gibt es von der strengen Aunt Mary und der sanftmütigeren Aunt Frances kaum und Schulbildung bleibt ihr, abgesehen von den Schulstunden in Deutsch und Französisch beim verwitweten und strenggläubigen Hausdrachen Mrs. Woods nahezu verwehrt. Unterhaltung und Abwechslung sind Mangelware, aber glücklicherweise gibt es hier, im Gelben Haus am Meer, viele Bücher. Sie sind alt und wertvoll und stehen in der umfangreichen Bibliothek von Grandfather Younghusband. Polly vertieft sich in viele Werke des 19. Jahrhunderts und beschäftigt sich mit Autorinnen wie Jane Austen, George Eliot und den Brontë-Schwestern. Sie liebt und verehrt den unerschütterlichen Seemann und Schiffbrüchigen Robinson Crusoe und liest diesen Roman von Daniel Defoe, in dem für sie das Geheimnis des Lebens und die Antworten auf ihre Fragen stecken, mindestens einmal pro Jahr. Robinson wird zu ihrem Freund, Begleiter, Vorbild und Leitstern... deshalb auch der sehr treffende Titel „Robinsons Tochter“. Polly schöpft Kraft und zieht Weisheiten aus diesem Werk, identifiziert sich mit Robinson und fühlt sich in ihrer Umgebung ebenfalls wie auf einer einsamen Insel, auf der sie im Grunde genommen ein isoliertes und eingesperrtes Leben führt. Das brave Mädchen Polly wächst zu einer eigenwilligen Frau mit unabhängigem Geist und rebellischem Wesen heran. Man nennt sie irgendwann „die komische Miss Flint“. Von Religion, Glauben und frommem Getue hält sie nichts, die Konfirmation lehnt sie rundweg ab. Dass die gottesfürchtigen Tanten entsetzt sind, ist selbstredend. Aber Polly lässt sich nicht unterkriegen und geht ihren eigenen Weg. Verluste bleiben nicht aus. Ihre Tante Frances heiratet und geht nach Indien und auch andere bedeutsame Menschen wie Paul, in den sie sich mit 16 verliebt hat sowie Theo und seine jüdische Familie verlassen sie, so dass sie nach dem Krieg nur mit Ihrer Haushälterin zusammen in dem für sie beide viel zu großen Haus lebt. Und hier kommt wieder Robinson ins Spiel. Er rettet sie vor der Einsamkeit und den Gefahren von Armut und Whisky. Wie? Indem sie das Buch mit ihrer vielleicht wichtigsten Bezugsperson ins Französische und Deutsche übersetzt. Polly erlebt über die Jahre hinweg all das, was ein Menschenleben ausmacht: Freundschaften, Liebe, Enttäuschungen, Verluste, depressive Phasen. Gardam ist eine exakte Beobachterin, die scharfsinnig, feinfühlig, raffiniert und mit Humor und Ironie erzählen kann. Bis zum Ende erfreut und verblüfft sie den Leser mit Geheimnissen, Überraschungen und manch‘ surrealen Momenten. Mir gefiel es, wie das Augenmerk zeitweise auch auf die schrecklichen Auswirkungen der aus dem ersten Weltkrieg heimgekehrten jungen Männer oder auf das Schicksal der jüdischen Kinder, die 1938/39 im Rahmen des „Refugee Children‘s Movement“ nach Großbritannien gebracht wurden, gerichtet wurde. Ihre Figuren, allen voran Polly, zeichnet Jane Gardam tiefgründig und in all ihrer Vielschichtigkeit und Unterschiedlichkeit. Durch die Ich-Perspektive wird dem Leser das Innenleben der Protagonistin sehr vertraut und man kommt ihr nahe wie einer guten Bekannten. Gleichzeitig zu dieser Nähe wird aber durchgehend eine gewisse Distanz gewahrt, man wird, um in diesem Bild zu bleiben, nie zur besten Freundin, wodurch das gleichermaßen menschliche und zugewandte, wie reservierte und unangepasste Wesen Pollys noch deutlicher wird. Ich möchte diesen leichtfüßig daherkommenden und besonderen Roman, in dem es u. a. um Selbstfindung und Emanzipation geht, unbedingt empfehlen. Vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse und der englischen Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählt er die kurzweilige Lebensgeschichte einer Frau, die entschlossen und unbeirrt ihren Weg geht, kein dauerhaftes Glück bei den Männern findet und immer wieder aufsteht, wenn sie stolpert. Er hat mir äußerst vergnügliche Lesestunden beschert und auch meinen Wunsch, anspruchsvolle, aber nicht unzugängliche und abgehobene Literatur zu lesen, befriedigt. Ich bin froh, Polly Flint, eine außergewöhnliche, starke, mutige und liebenswerte Frau mit bewundernswerter Contenance und Standfestigkeit kennengelernt und über viele Jahrzehnte hinweg begleitet zu haben.

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Bewertungen (9)

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