Produktbild: Kerscheplotzer

Kerscheplotzer Pfalz Krimi

3

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.04.2021

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,3/13,6/2,7 cm

Gewicht

352 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-1121-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.04.2021

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,3/13,6/2,7 cm

Gewicht

352 g

Farbe

Weiß / Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-1121-1

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

Email: info@emons-verlag.de

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Ein Leben kommt, ein Leben geht

Lesezauber_Zeilenreise (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 21.02.2026

Bewertungsnummer: 3052837

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

**Inhaltsangabe Verlag:** Spannend, kulinarisch und schreiend komisch. Während Kriminalkommissarin Paula Stern im Kreißsaal eines Landauer Krankenhauses einer kleinen Pfälzerin das Leben schenkt, haucht ein erwachsener Pfälzer ein Stockwerk höher sein Leben aus: Der Mann wacht nach einem Routineeingriff nicht mehr aus der Narkose auf. Da Paula die Einzige ist, die nicht an einen »normalen« Tod glaubt, ermittelt sie mit Baby Lotta im Gepäck eben auf eigene Faust. Und das ist bei Weitem gefährlicher als gedacht . . . **Meine Inhaltsangabe:** Landau im April: bei Kriminalkommissarin Paula Stern haben die Wehen eingesetzt, nichts wie ab ins Krankenhaus. Dort treffen sie und ihr Lebensgefährte Matthias Weber auf den ehemals besten Freund von Matthias, Florian, der sich einer Routine-OP am Knie unterziehen muss. Matthias verhält sich irgendwie abweisend, doch Paula hat erstmal keine Zeit darüber nachzudenken, weil Lotta kurz darauf das Licht der Welt erblickt. Tags darauf, Paula will Florian besuchen, wird sie Zeugin, wie dieser nach erfolglosem Wiederbelebungsversuch verstirbt. Für sie ist schnell klar: hier stimmt was nicht! Sie beginnt zu ermitteln und tritt dabei nicht nur dem Klinikpersonal auf die Füße, sondern bringt auch Matthias gegen sich auf. Der möchte, dass Paula sich mehr ihrer Mutterrolle widmet und sich selbst und ihr Baby nicht durch unüberlegte Handlungen in Gefahr bringt. Doch Paula wäre nicht Paula, wenn sie sich fügen würde. Als dann eine zweite Tote auftaucht, stecken sie und Keeser gemeinsam mal wieder bis über beide Ohren im aufregendsten Zeitvertreib überhaupt: der Mordermittlung! Erster Satz: »Paula Stern kapitulierte.« **Mein Eindruck:** Ich habe mich schon gefragt, wie das wohl weitergehen soll mit den kulinarischen Mordermittlungen, wenn Paula erst mal Mama geworden ist. Doch meine Sorge war wohl unbegründet, denn Paula denkt gar nicht daran, ihren Job sein zu lassen. Sehr schön! Der Fall ist mal wieder äußerst spannend und zunächst auch nicht vorhersehbar. Zudem führt mich Gina Greifenstein kurzzeitig mal auf ein falsches Gleis voller Zweifel und Fragen. Lotta, die frischgeschlüpfte Neu-Pfälzerin, spielt zwar eine Rolle, tritt aber nicht in den Vordergrund. Dort tummeln sich wie gewohnt Paula, Keeser & Co., was ich ausgesprochen gut finde. Eine kleinen Narren gefressen habe ich ja an dem Medizinstudenten Kellermann und so ein kleines bisschen hoffe ich ja, er taucht in den Folgebänden vielleicht auch nochmal auf. Kulinarisch ist diesmal gar nicht soooo viel los (lässt sich in einem Krankenhaus ja auch eher schlecht umsetzen), dafür bekomme ich am Ende wieder Rezepte wie die Kürbissuppe, die Weinschaumsoße und natürlich den titelgebenden Kerscheplotzer. Auch die Infos/Tipps der Tatorte aus dem Buch sowie das Glossar fehlen wieder einmal nicht. Ich bin begeistert und freue mich mächtig darauf, wie dieser humorvolle und dennoch spannende Pfalz-Krimi aus Landau und Umgebung weitergeht. 5/5 Sterne. Bitte der Reihe nach lesen, ihr verpasst sonst echt was!

Ein Leben kommt, ein Leben geht

Lesezauber_Zeilenreise (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 21.02.2026
Bewertungsnummer: 3052837
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

**Inhaltsangabe Verlag:** Spannend, kulinarisch und schreiend komisch. Während Kriminalkommissarin Paula Stern im Kreißsaal eines Landauer Krankenhauses einer kleinen Pfälzerin das Leben schenkt, haucht ein erwachsener Pfälzer ein Stockwerk höher sein Leben aus: Der Mann wacht nach einem Routineeingriff nicht mehr aus der Narkose auf. Da Paula die Einzige ist, die nicht an einen »normalen« Tod glaubt, ermittelt sie mit Baby Lotta im Gepäck eben auf eigene Faust. Und das ist bei Weitem gefährlicher als gedacht . . . **Meine Inhaltsangabe:** Landau im April: bei Kriminalkommissarin Paula Stern haben die Wehen eingesetzt, nichts wie ab ins Krankenhaus. Dort treffen sie und ihr Lebensgefährte Matthias Weber auf den ehemals besten Freund von Matthias, Florian, der sich einer Routine-OP am Knie unterziehen muss. Matthias verhält sich irgendwie abweisend, doch Paula hat erstmal keine Zeit darüber nachzudenken, weil Lotta kurz darauf das Licht der Welt erblickt. Tags darauf, Paula will Florian besuchen, wird sie Zeugin, wie dieser nach erfolglosem Wiederbelebungsversuch verstirbt. Für sie ist schnell klar: hier stimmt was nicht! Sie beginnt zu ermitteln und tritt dabei nicht nur dem Klinikpersonal auf die Füße, sondern bringt auch Matthias gegen sich auf. Der möchte, dass Paula sich mehr ihrer Mutterrolle widmet und sich selbst und ihr Baby nicht durch unüberlegte Handlungen in Gefahr bringt. Doch Paula wäre nicht Paula, wenn sie sich fügen würde. Als dann eine zweite Tote auftaucht, stecken sie und Keeser gemeinsam mal wieder bis über beide Ohren im aufregendsten Zeitvertreib überhaupt: der Mordermittlung! Erster Satz: »Paula Stern kapitulierte.« **Mein Eindruck:** Ich habe mich schon gefragt, wie das wohl weitergehen soll mit den kulinarischen Mordermittlungen, wenn Paula erst mal Mama geworden ist. Doch meine Sorge war wohl unbegründet, denn Paula denkt gar nicht daran, ihren Job sein zu lassen. Sehr schön! Der Fall ist mal wieder äußerst spannend und zunächst auch nicht vorhersehbar. Zudem führt mich Gina Greifenstein kurzzeitig mal auf ein falsches Gleis voller Zweifel und Fragen. Lotta, die frischgeschlüpfte Neu-Pfälzerin, spielt zwar eine Rolle, tritt aber nicht in den Vordergrund. Dort tummeln sich wie gewohnt Paula, Keeser & Co., was ich ausgesprochen gut finde. Eine kleinen Narren gefressen habe ich ja an dem Medizinstudenten Kellermann und so ein kleines bisschen hoffe ich ja, er taucht in den Folgebänden vielleicht auch nochmal auf. Kulinarisch ist diesmal gar nicht soooo viel los (lässt sich in einem Krankenhaus ja auch eher schlecht umsetzen), dafür bekomme ich am Ende wieder Rezepte wie die Kürbissuppe, die Weinschaumsoße und natürlich den titelgebenden Kerscheplotzer. Auch die Infos/Tipps der Tatorte aus dem Buch sowie das Glossar fehlen wieder einmal nicht. Ich bin begeistert und freue mich mächtig darauf, wie dieser humorvolle und dennoch spannende Pfalz-Krimi aus Landau und Umgebung weitergeht. 5/5 Sterne. Bitte der Reihe nach lesen, ihr verpasst sonst echt was!

Mörderjagd mit Baby

Bewertung am 26.04.2021

Bewertungsnummer: 1487269

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im siebten Band der Krimireihe kommt nun Lotta in Landau an. Paula Stern ist hochschwanger und inzwischen mit einem Kollegen liiert. Ausgerechnet beim titelgebenden süßen Auflauf der Schwiegermama, im Beisein aller werdenden Großeltern setzen massiv die Wehen ein. Rasch geht es ins St. Vinzenz, einer Klinik in Landau und bald darauf hat Paula ein kleines Mädchen geboren. Das Kind stresst unsere toughe Ermittlerin weniger als die Großeltern, die alles besser wissen und ebenso fröhlich wie ungefragt jede Entscheidung der jungen Mama kritisieren. Die nämlich will nicht stillen und nach Möglichkeit weiterarbeiten. (Das lässt uns nebenbei auf die Fortsetzung der Reihe hoffen.) Im Krankenhaus treffen Paula und Matthias, der Papa, unvermutet auf Flo, seinen Freund aus Jugendtagen. Die Freundschaft endete vor einer kleinen Ewigkeit in bitterem Streit, nachdem Flo Matthias eine Freundin ausgespannt hatte. Danach verlor man sich aus den Augen. Flo wurde ein Fitnesstrainer der Schönen und Reichen in Florida, ist aber seit einem Jahr wieder im Lande und hat ein paar Orte weiter eine Muckibude eröffnet. Das Wiedersehen ist kurz und friedlich, auch wenn Matthias recht reserviert reagiert. Als Paula später am Abend von Flo auf dem Zimmer besucht wird – ihm ist am Abend vor seiner Knie-OP ein wenig langweilig – lernt sie ihn als charmanten Mann kennen, aber allzu anziehend findet sie ihn nicht. Aber unsympathisch ist er auch nicht. Am nächsten Tag will sie ihm nach einem Besuch im Klinik-Café einen kurzen Gegenbesuch abstatten und landet im Aufwachraum. Sie erfährt, dass der Patient die OP gut überstanden hat, kurz wach war und nicht mehr am Monitor hängt. Im Moment schlummert er, er soll ja auch Zeit haben, um wach … Und dann wird es plötzlich hektisch um das Bett des Fitnesstrainers … Herzmassage, Defibrillator … die Anästhesistin und der orthopädische Chefarzt bemühen sich aufs Heftigste um dem Mann … aber er ist nicht wiederzubeleben. Es spricht zwar kein harter Beweis für ein Verbrechen, doch die Umstände findet Paula reichlich mysteriös. Ihr Instinkt lässt die Alarmglocken schellen und sie beginnt sofort herumzuschnüffeln. Das darf sie nicht. Sie kann sich noch nicht einmal als Kriminalbeamtin ausweisen. Doch als der nette Kollege Keeser sie besucht, „leiht“ sie sich einfach dessen Ausweis und beginnt im Trüben zu stochern. Viel findet sie nicht heraus. Die Schwester weiss nicht viel, die Anästhesistin meint, dass auch bei gut verlaufenen OPs manchmal danach plötzliche Todesfälle vorkommen und der Chefarzt lässt sie aalglatt abblitzen. Ohne handfeste Hinweise auf ein Verbrechen ist aber weder die nette Staatsanwältin noch Kollege Keeser bereit, Ermittlungen aufzunehmen. Was also bleibt Paula da? Die Leiche! Die zumindest will sie in Augenschein nehmen und begibt sie sich, als alle Besucher des Abends gegangen sind in die kühlen Keller, wo die Leichen verwahrt werden. Hier beginnt mit Auftreten von "Tobi, der Kellerassel", das Highlight des Buches. Dieser Student schiebt hier gemütliche Nachtwachen und ist eine herrlich schräge Figur, witzig, intelligent, aber auch lausbubenhaft neugierig und begeisterungsfähig. Ein echter Schatz, von dem man mehr lesen will. Die beiden finden Hinweise auf einen Erstickungstod – möglicherweise künstlich herbeigeführt. Endlich wird der Todesfall zu einem Kriminalfall. Als nun in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Leiche ungewöhnlich rasch in ein Krematorium überführt werden soll, um tags darauf eingeäschert zu werden, gelingt es Paula mit Tobi, die Rechtsmedizin zu verständigen und zu einem "Hausbesuch" im nächtlichen Klinikkeller zu überreden. Als am morgen als erstes die Leiche überführt werden soll, gelingt es Tobi die Leiche und auch deren Bett als Beweismaterial zu sicher, auch wenn noch kein richterlicher Beschluss vorliegt. Ab hier übernimmt dann die Kripo den Fall. Zumindest offiziell, denn Paula kann das inoffizielle Ermitteln natürlich nicht lassen und am Ende ist sie es, die den Fall löst. Der pfälzische Dialekt ist selten, aber sorgt für ausreichendes Lokalkolorit. Nur in diesen Szenen und an den den erwähnten Schauplätzen kann man Geschichte in der Pfalz verorten. Die spielt nämlich überwiegend zuhause oder im Krankenhaus. So ist es eher ein Krimi aus der Pfalz als ein pfälzischer Lokalkrimi. Das ist dem Plot geschuldet und kann der Geschichte kaum vorgeworfen werden. Ein paar Kleinigkeiten sind auch sachlich nicht ganz richtig. Auch hier erkenne ich, dass dieses Verbiegen der Wirklichkeit den Notwendigkeiten der Geschichten geschuldet ist. Was ich eher schade fand, war, dass aufmerksamer Leser den Mörder schon recht früh identifizieren konnten. Es ist eine Figur, die ein wenig detaillierter beschrieben wurde, als es die Szene erforderte. Das Schreiben von Krimis hat auch immer ein wenig von einem Zaubertrick. Man zeigt etwas, versteckt es dann und lenkt zugleich die Aufmerksamkeit des Zuschauers wieder auf etwas ganz anderes, damit er nicht mitbekommt, dass der Magier den Elefanten heimlich in die Jackentasche steckt. Das heimliche Verbergen nennt man „Palmieren“. Und ganz ähnlich muss auch oft ein Autor arbeiten. Er lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine Figur, damit er sie kennenlernt und gleichzeitig lenkt er sein Interesse wieder ab, versteckt diese Info unter einer Fülle anderer Eindrücke wieder. Wo versteckt man am einfachsten einen Apfel? Im Obstkorb. Wo am besten eine Figur? In einer Szene, in der mehrere Figuren beschrieben werden. Dies ist an dieser recht wichtigen Stelle Frau Greifenstein nicht ganz so gut gelungen. Zumindest ich wusste sofort, woran ich war. Ist das ein Schnitzer? Nur weil ich dieses Problem anders gelöst hätte und meine Lösung vielleicht besser finde, kann ich das dem Buch kaum allzu sehr vorwerfen. Es ist zwar ein kleiner Mangel, aber – es ist nicht mein Buch. Und der hinreißende Tobi sowie einige andere sehr schön getroffene Figuren werfen ihr ganzes Gewicht in die andere Waagschale. Was mir auch noch angenehm auffiel, war die Tatsache, dass die Kulinarik weniger Raum im Buch hatte als bei Spectaculum. Ausufernde Schlemmerei ließ der Plot nicht zu. Auch wenn ich Saumagen und Co sehr mag, begrüße ich diesen Rückbau, weil es die Geschichte nicht nötig hat, sich damit künstlich aufzuwerten. Nett aber ist, dass die im Buch erwähnten Lokale im Anhang noch einmal aufgeführt wurden.

Mörderjagd mit Baby

Bewertung am 26.04.2021
Bewertungsnummer: 1487269
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im siebten Band der Krimireihe kommt nun Lotta in Landau an. Paula Stern ist hochschwanger und inzwischen mit einem Kollegen liiert. Ausgerechnet beim titelgebenden süßen Auflauf der Schwiegermama, im Beisein aller werdenden Großeltern setzen massiv die Wehen ein. Rasch geht es ins St. Vinzenz, einer Klinik in Landau und bald darauf hat Paula ein kleines Mädchen geboren. Das Kind stresst unsere toughe Ermittlerin weniger als die Großeltern, die alles besser wissen und ebenso fröhlich wie ungefragt jede Entscheidung der jungen Mama kritisieren. Die nämlich will nicht stillen und nach Möglichkeit weiterarbeiten. (Das lässt uns nebenbei auf die Fortsetzung der Reihe hoffen.) Im Krankenhaus treffen Paula und Matthias, der Papa, unvermutet auf Flo, seinen Freund aus Jugendtagen. Die Freundschaft endete vor einer kleinen Ewigkeit in bitterem Streit, nachdem Flo Matthias eine Freundin ausgespannt hatte. Danach verlor man sich aus den Augen. Flo wurde ein Fitnesstrainer der Schönen und Reichen in Florida, ist aber seit einem Jahr wieder im Lande und hat ein paar Orte weiter eine Muckibude eröffnet. Das Wiedersehen ist kurz und friedlich, auch wenn Matthias recht reserviert reagiert. Als Paula später am Abend von Flo auf dem Zimmer besucht wird – ihm ist am Abend vor seiner Knie-OP ein wenig langweilig – lernt sie ihn als charmanten Mann kennen, aber allzu anziehend findet sie ihn nicht. Aber unsympathisch ist er auch nicht. Am nächsten Tag will sie ihm nach einem Besuch im Klinik-Café einen kurzen Gegenbesuch abstatten und landet im Aufwachraum. Sie erfährt, dass der Patient die OP gut überstanden hat, kurz wach war und nicht mehr am Monitor hängt. Im Moment schlummert er, er soll ja auch Zeit haben, um wach … Und dann wird es plötzlich hektisch um das Bett des Fitnesstrainers … Herzmassage, Defibrillator … die Anästhesistin und der orthopädische Chefarzt bemühen sich aufs Heftigste um dem Mann … aber er ist nicht wiederzubeleben. Es spricht zwar kein harter Beweis für ein Verbrechen, doch die Umstände findet Paula reichlich mysteriös. Ihr Instinkt lässt die Alarmglocken schellen und sie beginnt sofort herumzuschnüffeln. Das darf sie nicht. Sie kann sich noch nicht einmal als Kriminalbeamtin ausweisen. Doch als der nette Kollege Keeser sie besucht, „leiht“ sie sich einfach dessen Ausweis und beginnt im Trüben zu stochern. Viel findet sie nicht heraus. Die Schwester weiss nicht viel, die Anästhesistin meint, dass auch bei gut verlaufenen OPs manchmal danach plötzliche Todesfälle vorkommen und der Chefarzt lässt sie aalglatt abblitzen. Ohne handfeste Hinweise auf ein Verbrechen ist aber weder die nette Staatsanwältin noch Kollege Keeser bereit, Ermittlungen aufzunehmen. Was also bleibt Paula da? Die Leiche! Die zumindest will sie in Augenschein nehmen und begibt sie sich, als alle Besucher des Abends gegangen sind in die kühlen Keller, wo die Leichen verwahrt werden. Hier beginnt mit Auftreten von "Tobi, der Kellerassel", das Highlight des Buches. Dieser Student schiebt hier gemütliche Nachtwachen und ist eine herrlich schräge Figur, witzig, intelligent, aber auch lausbubenhaft neugierig und begeisterungsfähig. Ein echter Schatz, von dem man mehr lesen will. Die beiden finden Hinweise auf einen Erstickungstod – möglicherweise künstlich herbeigeführt. Endlich wird der Todesfall zu einem Kriminalfall. Als nun in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Leiche ungewöhnlich rasch in ein Krematorium überführt werden soll, um tags darauf eingeäschert zu werden, gelingt es Paula mit Tobi, die Rechtsmedizin zu verständigen und zu einem "Hausbesuch" im nächtlichen Klinikkeller zu überreden. Als am morgen als erstes die Leiche überführt werden soll, gelingt es Tobi die Leiche und auch deren Bett als Beweismaterial zu sicher, auch wenn noch kein richterlicher Beschluss vorliegt. Ab hier übernimmt dann die Kripo den Fall. Zumindest offiziell, denn Paula kann das inoffizielle Ermitteln natürlich nicht lassen und am Ende ist sie es, die den Fall löst. Der pfälzische Dialekt ist selten, aber sorgt für ausreichendes Lokalkolorit. Nur in diesen Szenen und an den den erwähnten Schauplätzen kann man Geschichte in der Pfalz verorten. Die spielt nämlich überwiegend zuhause oder im Krankenhaus. So ist es eher ein Krimi aus der Pfalz als ein pfälzischer Lokalkrimi. Das ist dem Plot geschuldet und kann der Geschichte kaum vorgeworfen werden. Ein paar Kleinigkeiten sind auch sachlich nicht ganz richtig. Auch hier erkenne ich, dass dieses Verbiegen der Wirklichkeit den Notwendigkeiten der Geschichten geschuldet ist. Was ich eher schade fand, war, dass aufmerksamer Leser den Mörder schon recht früh identifizieren konnten. Es ist eine Figur, die ein wenig detaillierter beschrieben wurde, als es die Szene erforderte. Das Schreiben von Krimis hat auch immer ein wenig von einem Zaubertrick. Man zeigt etwas, versteckt es dann und lenkt zugleich die Aufmerksamkeit des Zuschauers wieder auf etwas ganz anderes, damit er nicht mitbekommt, dass der Magier den Elefanten heimlich in die Jackentasche steckt. Das heimliche Verbergen nennt man „Palmieren“. Und ganz ähnlich muss auch oft ein Autor arbeiten. Er lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf eine Figur, damit er sie kennenlernt und gleichzeitig lenkt er sein Interesse wieder ab, versteckt diese Info unter einer Fülle anderer Eindrücke wieder. Wo versteckt man am einfachsten einen Apfel? Im Obstkorb. Wo am besten eine Figur? In einer Szene, in der mehrere Figuren beschrieben werden. Dies ist an dieser recht wichtigen Stelle Frau Greifenstein nicht ganz so gut gelungen. Zumindest ich wusste sofort, woran ich war. Ist das ein Schnitzer? Nur weil ich dieses Problem anders gelöst hätte und meine Lösung vielleicht besser finde, kann ich das dem Buch kaum allzu sehr vorwerfen. Es ist zwar ein kleiner Mangel, aber – es ist nicht mein Buch. Und der hinreißende Tobi sowie einige andere sehr schön getroffene Figuren werfen ihr ganzes Gewicht in die andere Waagschale. Was mir auch noch angenehm auffiel, war die Tatsache, dass die Kulinarik weniger Raum im Buch hatte als bei Spectaculum. Ausufernde Schlemmerei ließ der Plot nicht zu. Auch wenn ich Saumagen und Co sehr mag, begrüße ich diesen Rückbau, weil es die Geschichte nicht nötig hat, sich damit künstlich aufzuwerten. Nett aber ist, dass die im Buch erwähnten Lokale im Anhang noch einmal aufgeführt wurden.

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Kerscheplotzer

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