Produktbild: Der Fallmeister
Band 52359

Der Fallmeister Eine kurze Geschichte vom Töten

9

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.03.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

5173 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104033471

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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  • alle Texte können angepasst werden
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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
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  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

24.03.2021

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

5173 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783104033471

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  • AMCL

    aus Wien

    3/5

    12.05.2021

    eBook (ePUB 3)

    Dystopische Welt in gewaltigen Bildern

    Das neueste Buch des oberösterreichischen Schriftstellers Christoph Ransmayr handelt von einer dystopischen Welt, einer traurigen Familien und Liebesgeschichte und einer langen Reise in die Vergangenheit und ist nicht gerade flüssig zu lesen. Und das, obwohl das Wasser hier die Hauptrolle spielt. Zu viele Metapher, unzählige mystische Verweise und ein ungelöstes Kriminalrätsel tauchen aus den Tiefen der Flüsse auf und werden von dem Autor gekonnt zu Papier gebracht. Der namenlose Ich-erzähler ist Hydrotechniker, der im Auftrag der Wasserindustrie an fast allen Flüssen der Welt unterwegs ist. Sein Vater ist Fallmeister, also ein Schleusenwärter, soll schuld am Tod von fünf Menschen sein, die an seinem Fluss im Wasserfall ertrunken waren. Am Jahrestag des Unglücks, ausgerechnet am St. Nepomuk, dem Heiligen des Wassers, stürzt der Vater ebenfalls in die Fluten. Da ist der Protagonist gezwungen, in seine Heimat zurückzukehren. Während der langen, mühseligen Reise durch zersplitterte, vom Wasserkrieg verwüstete Reiche beginnt er sich an seine Kindheit und Jugend zu erinnern. Er denkt an seinen tyrannischen Vater, seine liebevolle Mutter Jana und natürlich an seine kranke Schwester Mira, die im Zentrum seiner Sehnsucht und Begierde steht. Da seine Mutter schon längst wieder in ihre ursprüngliche Heimat deportiert wurde, sieht er nur seine zerbrechliche Schwester wieder, die schon lange an einer Glasknochenkrankheit leidet. Sie ist nunmehr mit dem Deichgrafen verheiratet und beide wohnen einem hohen Turm. Als sich nun ein unglückseliger Todesfall ereignet, an dem der Erzähler nicht unschuldig ist, reist er zu seiner Mutter Jana und erhofft sich ihre Vergebung. In gewaltigen, fast bombastischen Bildern und in überlangen, präzis geformten Sätzen wird ein Werk voller Vielfalt geschaffen, das seinesgleichen sucht. Mühsam ist es aber, den vielen Erscheinungsformen des Wassers zu folgen, den auftretenden Mythen auf den Grund zu gehen und sich in dieser postapokalyptischen Welt zu Recht zu finden. Keine leichte Lektüre, aber trotzdem lesenswert!

  • Bewertung

    3/5

    20.04.2021

    eBook (ePUB 3)

    Ein Wasserfall der Worte

    Ransmayr spricht in dieser recht kurzen Erzählung zuviele Themen an. Interessanter als die "Philosophie vom Töten" des Sohnes des vermeintlichen Mörders sind die dystopischen Zukunftsszenarien wie z.B. der Kampf ums Wasser, der ja leider auch in Echtzeit schon begonnen hat. Erstaunlich ist die Sprache: lange verschachtelte Sätze, viele detailbeschreibende Adjektive, adäquat zum beschreibenden Bild des gr0ßen Falls und trotzdem nicht langweilig. Eher für Literaturliebhaber zu empfehlen, nicht für den Freizeitleser.

  • yellowdog

    5/5

    25.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Tosen des großen Falls

    Wie schon die vergangenen Bücher von Christoph Ransmayr ist auch der dystopische Roman Der Fallmeister in einer äußerst kraftvollen Sprache verfasst, die es schafft zu faszinieren. Diese Sprache nutzt sich nicht ab sondern hat im Gegenteil eine bemerkenswerte Frische, die zu detaillierten Beschreibungen führt. Auch die Erzählperspektive ist außergewöhnlich. Der Erzähler ist ein leicht exzentrischer Hydrotechniker, der überzeugt ist, dass sein Vater den Tod von 5 Menschen herführte. Das war als Unfall in einem Fluss aufgefasst, doch war der Vater vielleicht doch irregeführt? Der Vater war Fallmeister, wie er sich selbst titulierte, also ein Schleusenwärter, der sich nach diesem Vorfall selbst in dem Fluß zu Tod erbrachte. Der Romanuntertitel Eine kurze Geschichte vom Töten ist also nicht grundlos gewählt. Es ist eine Welt der nahen Zukunft, die inzwischen vielfach zerfallen ist und die von fehlenden Ressourcen bedroht und von Syndikaten beherrscht wird. Der Protagonist befindet sich dann teilweise mit einem Auftrag in Kambodscha. Dabei wird die schwere Vergangenheit des Landes, dass durch die Massaker durch die roten Khmer geschildert. Aber auch von der aktuellen europäischen Gesellschaft zeichnet Christoph Ransmayr ein pessimistisches Bild. Schließlich drohen weitere Veränderungen und der Protagonist steigert sich immer mehr in einen fiebrigen Zustand rein.

  • Bewertung

    4/5

    27.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Innerlich und äußerlich dystopisches Dasein

    Wo viele andere aus solch einem gleichermaßen spannenden wie dystopischen Szenario vermutlich einen Action- oder Polit-Thriller formen würden, nimmt uns Christoph Ransmayr mit auf eine nachdenkliche, teilweise fast traumwandlerische anmutende Reise, die, so voller Leben, so voller Tod, manchmal - zumindest für eher sensible Leser*innen - fast schon ZU nah an einige Abgründe führt, doch dank Ransmayrs wundervoller, poetischer Sprache nie loslässt. Und immer wieder blitzen vergangene Schönheit und Sehnsucht und Funken von Hoffnung auf - was davon bleibt, will ich hier natürlich nicht verraten. Vielleicht könnte ich es noch nicht einmal, denn dies ist eines jener Bücher, die viel in einem arbeiten, etwas auslösen, und, so könnte ich mir vorstellen, wie Wasser in verschiedenen Landschaften, in jedem von uns verschiedene Wege und Läufe für unsere Gedankenflüsse graben wird.

  • Bewertung

    4/5

    17.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Das war keine Tragödie, das war kein Unglück, sondern ein Verbrechen."

    Christoph Ransmayr wagt sich mit seinem neuen Buch in eine Zukunft, in der die Welt nicht mehr so ist wie jetzt und die dem Leser einen kalten Schauer über den Rücken jagen wird. Es ist eine Welt, die vom Klimawandel zerstört wurde und die in winzige Kleinstaaten zerfallen ist, eine Welt der Überwachung und der Wasserkriege. In dieses Szenario wirft Ransmayr seinen namenlosen Protagonisten, der als Hydrotechniker arbeitet und der versucht, in diesen wirren Zeiten, seine Familiengeschichte aufzuarbeiten, die verstörender nicht sein könnte. Der Vater war Schleusenwärter und hat sehr wahrscheinlich 5 Menschen umgebracht, doch war es wirklich Absicht? Und ist der spätere Freitod wirklich so passiert, wie es den Anschein hat? Doch damit nicht genug, denn der Protagonist versucht nicht nur hier Licht ins Dunkel zu bringen. Auch die Beziehung zu seiner Schwester wird aufgearbeitet, die durch Begehren und Verlangen seitens des Hydrotechnikers geprägt ist und durch ein in der Vergangenheit liegendes, inzestuöses Erlebnis… Ransmayr entwirft in „Der Fallmeister“ eine Zukunft, die so dreckig und herunter gekommen ist wie „Mad Max“, durch Ransmayrs Sprache allerdings auch Schönheit birgt, denn die Beschreibungen, die dieser Autor an den Tag legt (keinen Plan, wie lange dieser Mann an einem einzelnen Satz sitzt), sind traumhaft. Wer allerdings keinen Wert auf ausschweifende Sprache legt, ist bei diesem Werk an der falschen Adresse. Ich selbst fand es großartig und habe mich gerne durch die Geschichte tragen lassen, die neben den schönen Beschreibungen auch viel düsteres zu bieten hat. Dystopie, Krimi, Familiengeschichte…irgendwie ist wieder alles drin und hält sich hierbei gekonnt die Waage!

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    Theresa Raupp

    OSIANDER Schwäbisch Hall

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    4/5

    06.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Welt in Zukunft, voller Verstrickungen und Wirrungen

    Christoph Ransmayr hat es wieder getan: Einen Roman über Menschen, die in ihrer Zeit gefangen sind, handeln, sich bewegen - und die ausbrechen versuchen aus dem immer gleichen Alltagstrott. Die Welt ist auf den Klimawandel zugesteuert, ohne Bremse. Nichts ist mehr so, wie wir es heute kennen. Inseln sind überflutet, ehemals fruchtbare Gebiete sind zu Wüsten geworden. Wasser ist Kostbar - vor allem Süßwasser ist heiß umkämpft. Und in mitten dieser Welt lebt der (namenlose) Protagonist an einem Fluss. Seine ganze Bestimmung, sein Leben, sein Wirken ist dem Wasser gewidmet. Bis sein Vater zu Tode verunglückt. Oder etwa nicht? Voller Gedankenschlaufen erzählt Ransmayr den Weg des Protagonisten, seine Vergangenheit und Gegenwart, seine Sorgen, Wünsche und Nöte. Es ist eine Geschichte über Tote und Totgeglaubte, über das Vermissen, über Vergebung und unvergebene Taten. Für Freunde von Literatur, die sich auch mal durch ein paar Sätze durchbeißen können. Die am Ende der Seite noch wissen, was sie am Anfang gelesen haben - und die sich aber auch darauf einlassen können, genau das total über Bord zu werfen.

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