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Band 1525

Das Ereignis Nobelpreis für Literatur 2022

Aus der Reihe Bibliothek Suhrkamp
6

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

13864

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

22/14,3/1,7 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L'Événement

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22525-7

Beschreibung

Rezension

»In ihren schmalen Büchern steckt eine ganze Welt. Es ist eine oft brutale Welt. Ernaux’ Reflexionen rütteln auf, und sie machen zornig. Sie bedeuten auch: Es darf nicht so bleiben. Das Erreichte muss verteidigt, das Mangelhafte beseitigt werden.« ("neues deutschland")
»Annie Ernaux zu lesen, ist eine schier körperliche Erfahrung. ... Mikroskopisch verdichtet [sie] ihre persönlichen Erinnerungen zu einer kollektiven weiblichen Unrechtserfahrung.« ("NZZ am Sonntag")
»Ein weiteres kleines, großes Werk der 81-jährigen Schriftstellerin.« ("DER SPIEGEL")
»Die Eindringlichkeit, die Annie Ernaux mit ihrer Kunst der Kondensierung erreicht, findet sich auch in der hervorragenden Übersetzung von Sonja Finck wieder.« ("Der Tagesspiegel")
»... ein beeindruckendes Manifest einer Frau zwischen Körper und Geist.« ("Die literarische Welt")
»Ein wirklich gelungener Einblick in die Gefühlswelt einer jungen Frau und ein wichtiges Plädoyer für einen offenen Umgang mit Abtreibungen in der heutigen Zeit.« ("Rezensöhnchen")
»Auch wenn Das Ereignis in den 1960er Jahren angesiedelt ist, wird es doch angesichts aktueller Diskussionen zur Abtreibung wie derzeit im US-Bundesstaat Texas plötzlich wieder aktuell. ... Sonja Finck hat auch dieses buch der Autorin wieder hervorragend aus dem Französischen übersetzt.« ("SR Literatur")
»Das Erstaunliche an diesem Buch: Trotz des lakonischen Stils, der sich jede Art von Empathie und Mitleid versagt, trifft es mit Wucht.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Die große Kunst von Annie Ernaux besteht darin, dass sie durch die Intensität ihrer Darstellung auch uns ähnliche Zeitreisen ins eigene Leben ermöglicht.« ("Der Standard")

Produktdetails

Verkaufsrang

13864

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2021

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

104

Maße (L/B/H)

22/14,3/1,7 cm

Gewicht

268 g

Farbe

Cool Grey / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

L'Événement

Übersetzt von

Sonja Finck

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-22525-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Eine mutige Frau!

Bewertung am 20.01.2023

Bewertungsnummer: 1863681

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ernaux schreibt darüber, was es im Frankreich der 1960er bedeutete, als Frau keine Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu haben. Gar in ein kriminelles Licht gerückt zu werden, sobald der Versuch unternommen wird, über den eignen Körper zu verfügen. Warum soll eine Frau nicht selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie Mutter werden möchte oder nicht. Hinzukommt die Doppelmoral der Gesellschaft, welche nach sozialem Status anders urteilt. Eine Thematik, welche nicht aktueller sein könnte.

Eine mutige Frau!

Bewertung am 20.01.2023
Bewertungsnummer: 1863681
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ernaux schreibt darüber, was es im Frankreich der 1960er bedeutete, als Frau keine Selbstbestimmung über den eigenen Körper zu haben. Gar in ein kriminelles Licht gerückt zu werden, sobald der Versuch unternommen wird, über den eignen Körper zu verfügen. Warum soll eine Frau nicht selbst darüber entscheiden dürfen, ob sie Mutter werden möchte oder nicht. Hinzukommt die Doppelmoral der Gesellschaft, welche nach sozialem Status anders urteilt. Eine Thematik, welche nicht aktueller sein könnte.

Ein schmales aber prägnantes Buch, das jede:r lesen sollte!

Bewertung am 17.04.2022

Bewertungsnummer: 1696912

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Studentin Annie, 23-jährig zu dem Zeitpunkt, entdeckt dass sie schwanger ist. In Tagebucheinträgen von der Erkenntnis bis zur Abtreibung und Notizen mit 30-jährigem Abstand zum Ereignis lässt sie Leser:innen ihren Weg verfolgen. Sie weiß, wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie fortan nicht nur gebranntmarkt sein, sondern auch alles bisher Erreichte verlieren, was sie als Kind aus Arbeiterklasse überwunden hat. Aber sie muss es erzählen, denn «Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern, und mache mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt.» Es ist ein autofiktionales Zeugnis, das jedoch für so viele Frauenbiografien der Länder Europas in den 1960er Jahren steht, in denen der Schwangerschaftsabbruch illegal ist (und bis in die Mitte der 70er Jahre bleibt). Annie ist auf ihrem Weg allein, denn der Erzeuger des ungewollten Kindes zeigt ein absolutes Desinteresse an der Lage, an der er ja nun eine Teilschuld trägt. Die Studentin versucht jemanden zu finden, der die Schwangerschaft beenden kann, gleichzeitig überlegt sie sich Methoden, die sie selbst anwenden kann. Von den Ärzten jener Zeit erhält sie keine Hilfe in ihrem Sinne. Als sie eine sogenannte Engelmacherin endlich ausfindig macht, führt diese gegen eine vereinbarte Summe den Abbruch durch. Die eindringliche Schilderung, welche auf den nächsten Seiten folgt, lässt sich mir die Nackenhaare aufstellen. Dem gegenüber steht die Aussage, «Ich hatte in der Toilette des Wohnheims gleichzeitig ein Leben und einen Tod zur Welt gebracht.» Diese plastische Erzählung im Wechsel mit der Poesie, die Annie Ernaux in „Das Ereignis“ schildert, sind eine schiere Achterbahnfahrt der Empfindungen. Es ist defininitiv kein leichtes Buch. Diese Lektüre lässt einen froh sein um die Rechte, die seitdem erstritten wurden. Gleichzeitig lässt sich in der Behandlung der Mitmenschen um die Annie jener Zeit noch immer Verhalten und Ansichten erkennen, das bis in unsere Gegenwart anhält und zeigt, das der Kampf um den weiblichen Körper noch immer anhält.

Ein schmales aber prägnantes Buch, das jede:r lesen sollte!

Bewertung am 17.04.2022
Bewertungsnummer: 1696912
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Studentin Annie, 23-jährig zu dem Zeitpunkt, entdeckt dass sie schwanger ist. In Tagebucheinträgen von der Erkenntnis bis zur Abtreibung und Notizen mit 30-jährigem Abstand zum Ereignis lässt sie Leser:innen ihren Weg verfolgen. Sie weiß, wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie fortan nicht nur gebranntmarkt sein, sondern auch alles bisher Erreichte verlieren, was sie als Kind aus Arbeiterklasse überwunden hat. Aber sie muss es erzählen, denn «Wenn ich diese Erfahrung nicht im Detail erzähle, trage ich dazu bei, die Lebenswirklichkeit von Frauen zu verschleiern, und mache mich zur Komplizin der männlichen Herrschaft über die Welt.» Es ist ein autofiktionales Zeugnis, das jedoch für so viele Frauenbiografien der Länder Europas in den 1960er Jahren steht, in denen der Schwangerschaftsabbruch illegal ist (und bis in die Mitte der 70er Jahre bleibt). Annie ist auf ihrem Weg allein, denn der Erzeuger des ungewollten Kindes zeigt ein absolutes Desinteresse an der Lage, an der er ja nun eine Teilschuld trägt. Die Studentin versucht jemanden zu finden, der die Schwangerschaft beenden kann, gleichzeitig überlegt sie sich Methoden, die sie selbst anwenden kann. Von den Ärzten jener Zeit erhält sie keine Hilfe in ihrem Sinne. Als sie eine sogenannte Engelmacherin endlich ausfindig macht, führt diese gegen eine vereinbarte Summe den Abbruch durch. Die eindringliche Schilderung, welche auf den nächsten Seiten folgt, lässt sich mir die Nackenhaare aufstellen. Dem gegenüber steht die Aussage, «Ich hatte in der Toilette des Wohnheims gleichzeitig ein Leben und einen Tod zur Welt gebracht.» Diese plastische Erzählung im Wechsel mit der Poesie, die Annie Ernaux in „Das Ereignis“ schildert, sind eine schiere Achterbahnfahrt der Empfindungen. Es ist defininitiv kein leichtes Buch. Diese Lektüre lässt einen froh sein um die Rechte, die seitdem erstritten wurden. Gleichzeitig lässt sich in der Behandlung der Mitmenschen um die Annie jener Zeit noch immer Verhalten und Ansichten erkennen, das bis in unsere Gegenwart anhält und zeigt, das der Kampf um den weiblichen Körper noch immer anhält.

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