Blaue Frau
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Antje Rávik Strubel

1. Blaue Frau (Ungekürzt)

Blaue Frau

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Beschreibung


Deutscher Buchpreis 2021

Adina wuchs als letzter Teenager ihres Dorfs im tschechischen Riesengebirge auf und sehnte sich schon als Kind in der Ferne. Bei einem Sprachkurs in Berlin lernt sie die Fotografin Rickie kennen, die ihr ein Praktikum in einem neu entstehenden Kulturhaus in der Uckermark vermittelt. Von einem sexuellen Übergriff, den keiner ernst nimmt, unsichtbar gemacht, strandet Adina nach einer Irrfahrt in Helsinki. Im Hotel, in dem sie schwarzarbeitet, begegnet sie dem estnischen Professor Leonides, Abgeordneter der EU, der sich in sie verliebt. Während er sich für die Menschenrechte stark macht, sucht Adina einen Ausweg aus dem inneren Exil.

Antje Rávik Strubel erzählt in "Blaue Frau" aufwühlend von den ungleichen Voraussetzungen der Liebe, den Abgründen Europas und davon, wie wir das Ungeheuerliche zur Normalität machen. Der Roman wurde 2021 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

Antje Rávik Strubels Romane wurden mit zahlreichen Preisen geehrt. Für "Blaue Frau" erhielt sie 2021 den Deutschen Buchpreis. Sie wurde mit einem Stipendium in die Lion-Feuchtwanger-Villa in Los Angeles eingeladen sowie als Writer in residence 2012 an das Helsinki Collegium for Advanced Studies. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam..
Antje Rávik Strubels Romane wurden mit zahlreichen Preisen geehrt. Für "Blaue Frau" erhielt sie 2021 den Deutschen Buchpreis. Sie wurde mit einem Stipendium in die Lion-Feuchtwanger-Villa in Los Angeles eingeladen sowie als Writer in residence 2012 an das Helsinki Collegium for Advanced Studies. Antje Rávik Strubel lebt in Potsdam.

Details

Sprecher

Antje Rávik Strubel

Spieldauer

12 Stunden

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

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Sprecher

Antje Rávik Strubel

Spieldauer

12 Stunden

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

11.08.2021

Verlag

Argon Digital

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783732456819

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Anstrengend aber in jedem Fall lesenswert

Bewertung am 09.04.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Die Auszeichnung "Deutscher Buchpreis 2021" ist verdient; "Blaue Frau" ist glänzend geschrieben. Das Lesen ist indes wegen der Zeitsprünge und wechselnden Erzählungssträngen herausfordernd.

Anstrengend aber in jedem Fall lesenswert

Bewertung am 09.04.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Die Auszeichnung "Deutscher Buchpreis 2021" ist verdient; "Blaue Frau" ist glänzend geschrieben. Das Lesen ist indes wegen der Zeitsprünge und wechselnden Erzählungssträngen herausfordernd.

"Gesetze (...) sind wie die Menschen, die sie machen. Und Menschen (...) sind löchrig." (311)

Miri am 07.01.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Um es gleich vorwegzunehmen, dieses Buch hat den Deutschen Buchpreis auf jeden Fall verdient. Die Geschichte der jungen Frau Adina steht stellvertretend für das Schicksal vieler jungen Frauen, denen Schritt für Schritt, ohne dass sie es verhindern können (da die Gesellschaft es ja als normal hinstellt, die sexualisierte Gewalt als sicheres Verbrechen gelten lässt), ihr Recht auf den eigenen Körper verlieren. Fast verzweifelt Adina an der Politik und der Gesellschaft, und sogar an sich selbst, bis sie sich entscheidet und "sich das Wasser zum Vorbild" (57) nimmt, da das Wasser immer durchkommt, egal welche Hindernisse es auch vor sich hat, (vgl. 57). Das Buch ist voll mit aktuellen Themen und politischen Ereignissen, die das Europa wie wir es heutzutage kennen, geformt haben. Im Mittelpunkt steht die Bevorteilung der Männer und die seelische Verletzung der Protagonistin, die nach einem traumatischen Erlebnis von Deutschland nach Finnland flieht. Das Schicksal ist aber unerbittlich und so holt sie ihre Vergangenheit ausgerechnet dann nach, wenn sie sich schon langsam in Sicherheit wiegt. Zentral bleibt: Kampf einer Frau in einer männlich dominierter Gesellschaft, Kampf um den eigenen Körper. Im Groß und Ganzen hat mir das Buch viel gegeben und die Geschichte hat mich gefesselt, ABER das Buch als Ganzes war nicht so richtig meins. Ich habe mich stellenweise gequält und auch wenn ich ein Riesenfan der Zeitdehnung der erzählten Zeit bin, da man sich dadurch so richtig in die Szene hineinversetzen kann, war es hier schon manchmal störend. Die Rückblendend in den Rückblenden haben mich manchmal verzweifeln lassen. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings nur für die, die sich Zeit nehmen können/wollen, die ein wenig anspruchsvollere Literatur (philosophische Züge in der Hinsicht auf die "rote Frau" und auch sprachlich) mit einigen Zeitdehnungsmomenten schätzen können und für alle die, die in den geschichtlichen Ereignissen rund um Europa/Russland Interesse haben.

"Gesetze (...) sind wie die Menschen, die sie machen. Und Menschen (...) sind löchrig." (311)

Miri am 07.01.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Um es gleich vorwegzunehmen, dieses Buch hat den Deutschen Buchpreis auf jeden Fall verdient. Die Geschichte der jungen Frau Adina steht stellvertretend für das Schicksal vieler jungen Frauen, denen Schritt für Schritt, ohne dass sie es verhindern können (da die Gesellschaft es ja als normal hinstellt, die sexualisierte Gewalt als sicheres Verbrechen gelten lässt), ihr Recht auf den eigenen Körper verlieren. Fast verzweifelt Adina an der Politik und der Gesellschaft, und sogar an sich selbst, bis sie sich entscheidet und "sich das Wasser zum Vorbild" (57) nimmt, da das Wasser immer durchkommt, egal welche Hindernisse es auch vor sich hat, (vgl. 57). Das Buch ist voll mit aktuellen Themen und politischen Ereignissen, die das Europa wie wir es heutzutage kennen, geformt haben. Im Mittelpunkt steht die Bevorteilung der Männer und die seelische Verletzung der Protagonistin, die nach einem traumatischen Erlebnis von Deutschland nach Finnland flieht. Das Schicksal ist aber unerbittlich und so holt sie ihre Vergangenheit ausgerechnet dann nach, wenn sie sich schon langsam in Sicherheit wiegt. Zentral bleibt: Kampf einer Frau in einer männlich dominierter Gesellschaft, Kampf um den eigenen Körper. Im Groß und Ganzen hat mir das Buch viel gegeben und die Geschichte hat mich gefesselt, ABER das Buch als Ganzes war nicht so richtig meins. Ich habe mich stellenweise gequält und auch wenn ich ein Riesenfan der Zeitdehnung der erzählten Zeit bin, da man sich dadurch so richtig in die Szene hineinversetzen kann, war es hier schon manchmal störend. Die Rückblendend in den Rückblenden haben mich manchmal verzweifeln lassen. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Allerdings nur für die, die sich Zeit nehmen können/wollen, die ein wenig anspruchsvollere Literatur (philosophische Züge in der Hinsicht auf die "rote Frau" und auch sprachlich) mit einigen Zeitdehnungsmomenten schätzen können und für alle die, die in den geschichtlichen Ereignissen rund um Europa/Russland Interesse haben.

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Felicitas Bär

RavensBuch Ravensburg

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5/5

Ein Roman, der in Atem hält - wenn man ihn lässt.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegebenermaßen hatte ich "Blaue Frau" noch nicht gelesen, als es den deutschen Buchpreis gewann - erst nach der Auszeichnung beschloss ich, mir ein eigenes Bild des Gewinnerromans zu machen, die Rezensionen gingen ja teilweise doch sehr auseinander. Mich persönlich hat Adinas Geschichte gefesselt und begeistert. Mit jedem Kapitel entdeckt man eine weitere Schicht ihrer Persönlichkeit und ihrer Geschichte, denn Adina ist genauso vielschichtig, wie die Themen des Romans. Es geht um den Umgang mit sexualisierter Gewalt -persönlich und in der Gesellschaft, um Machtgefälle zwischen Männern und Frauen, um Ost und West (Deutschland und Europa), um Erinnerungskultur, um Sprache und Sprachlosigkeit und Geschlechterrollen. Ich kann mir vorstellen, dass Einige Schwierigkeiten mit der Struktur des Romans haben, der zeitliche Ablauf ist nicht linear, man muss ihn sich im Kopf selber zurechtrücken und rekonstruieren. Für mich hat sie aber total Sinn ergeben, liest man den Roman, wie vorhin erwähnt, als eine Spirale, die sich immer weiter auf Adinas Trauma zubewegt und gleichzeitig immer mehr ihrer Geschichte freilegt. Was mich auch absolut überzeugt hat, war die Entscheidung Antje Ravik Strubels, die eigentliche Gewalttat, die Adina erleben muss, nicht zu beschreiben. Man muss dieses Gräuel nicht reproduzieren, um zu beschreiben, welche fatalen Folgen damit einhergehen. Strubel sagt selbst, es ging ihr darum, die Sprachlosigkeit in Worte zu fassen - und das ist ihr meiner Meinung nach mehr als gut gelungen. Neben Adinas Geschichte gibt es außerdem die Kapitel, in der eine Ich-Erzählerin der titelgebenden Blauen Frau begegnet. Beide Erzählstränge scheinen sich manchmal zu überschneiden, manchmal widersprechen sie sich, manchmal verschwimmt alles miteinander. Beim Lesen wusste ich erhlich gesagt zunächst nicht, was ich mit dieser Blauen Frau anfangen sollte. Aus irgendeinem Grund, war ich fest davon überzeugt, eine Person aus Adinas Geschichte, oder Adina selbst, zu finden, die der Blauen Frau entspräche und war dabei offensichtlich nicht erfolgreich. Erst nachdem ich einige Interviews mit der Autorin gelesen und sie bei unserer Lesung erlebt habe, glaube ich, diese Figur etwas besser verstanden zu haben, als etwas nicht ganz Greifbares, Frau Strubel bezeichnet sie selbst als "Luft- und Wasserwesen der Literatur". Abschließend kann ich den Roman aber wirklich nur von Herzen weiterempfehlen, mir hat er sehr viel gegeben.
5/5

Ein Roman, der in Atem hält - wenn man ihn lässt.

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zugegebenermaßen hatte ich "Blaue Frau" noch nicht gelesen, als es den deutschen Buchpreis gewann - erst nach der Auszeichnung beschloss ich, mir ein eigenes Bild des Gewinnerromans zu machen, die Rezensionen gingen ja teilweise doch sehr auseinander. Mich persönlich hat Adinas Geschichte gefesselt und begeistert. Mit jedem Kapitel entdeckt man eine weitere Schicht ihrer Persönlichkeit und ihrer Geschichte, denn Adina ist genauso vielschichtig, wie die Themen des Romans. Es geht um den Umgang mit sexualisierter Gewalt -persönlich und in der Gesellschaft, um Machtgefälle zwischen Männern und Frauen, um Ost und West (Deutschland und Europa), um Erinnerungskultur, um Sprache und Sprachlosigkeit und Geschlechterrollen. Ich kann mir vorstellen, dass Einige Schwierigkeiten mit der Struktur des Romans haben, der zeitliche Ablauf ist nicht linear, man muss ihn sich im Kopf selber zurechtrücken und rekonstruieren. Für mich hat sie aber total Sinn ergeben, liest man den Roman, wie vorhin erwähnt, als eine Spirale, die sich immer weiter auf Adinas Trauma zubewegt und gleichzeitig immer mehr ihrer Geschichte freilegt. Was mich auch absolut überzeugt hat, war die Entscheidung Antje Ravik Strubels, die eigentliche Gewalttat, die Adina erleben muss, nicht zu beschreiben. Man muss dieses Gräuel nicht reproduzieren, um zu beschreiben, welche fatalen Folgen damit einhergehen. Strubel sagt selbst, es ging ihr darum, die Sprachlosigkeit in Worte zu fassen - und das ist ihr meiner Meinung nach mehr als gut gelungen. Neben Adinas Geschichte gibt es außerdem die Kapitel, in der eine Ich-Erzählerin der titelgebenden Blauen Frau begegnet. Beide Erzählstränge scheinen sich manchmal zu überschneiden, manchmal widersprechen sie sich, manchmal verschwimmt alles miteinander. Beim Lesen wusste ich erhlich gesagt zunächst nicht, was ich mit dieser Blauen Frau anfangen sollte. Aus irgendeinem Grund, war ich fest davon überzeugt, eine Person aus Adinas Geschichte, oder Adina selbst, zu finden, die der Blauen Frau entspräche und war dabei offensichtlich nicht erfolgreich. Erst nachdem ich einige Interviews mit der Autorin gelesen und sie bei unserer Lesung erlebt habe, glaube ich, diese Figur etwas besser verstanden zu haben, als etwas nicht ganz Greifbares, Frau Strubel bezeichnet sie selbst als "Luft- und Wasserwesen der Literatur". Abschließend kann ich den Roman aber wirklich nur von Herzen weiterempfehlen, mir hat er sehr viel gegeben.

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