Das erste Jugendbuch seit ›Crazy‹ aus der Feder von Bestsellerautor Benjamin Lebert
Einst sind sie Menschen gewesen, deren Wege sich auf schicksalhafte Weise gekreuzt haben, nun sind sie Boten. Tristan Nachtweih ist der Bote des Untergangs. Seine Kontrahentin Martha von Falkenstein ist die Botin des Bewahrens. Früher waren sie ein Liebespaar, nun sind sie tief verfeindet. Sie sind gekommen, um einen letzten, entscheidenden Kampf auszutragen. Doch sie können ihn nicht allein führen. Beide müssen junge Menschen für sich gewinnen, die an ihrer Seite kämpfen sollen.
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Düster, fesselnd, ungewöhnlich, spannend
The Librarian am 20.04.2020
Bewertungsnummer: 1316880
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte dieses Buches ist düster und gleichzeitig ungewöhnlich, sowie fesselnd und schmerzhaft. Das Lesen war wie ein Sog, ich kam nicht weg. Wie mir das Buch gefiel, erfahrt ihr spoilerfrei unten im Text.
Meine Meinung zum Cover:
Das Cover zeigt einen Mix aus Düsternis und Hoffnung. Nach dem Beenden weiß ich, wer die Personen darauf sind. Mir gefallen die Farbgestaltung und das Konzept. Beim gedruckten Buch glänzt das Cover, was die besondere Wirkung des Motives verstärkt.
Meine Meinung zum Inhalt:
Als ich dieses Werk begann merkte ich sofort, dass ich hier ein ungewöhnliches Buch vor mir habe. Der Schreibstil des Autors ist anders, ruhig und tiefgründig. Gleichzeitig bringt er eine Düsternis in die Geschichte, die für einen Sog sorgte. Ich konnte das Lesen kaum unterbrechen und musste ständig an die beiden Hauptprotagonisten Martha und Tristan denken. Dieser innerliche Zwang ließ mich immer wieder das Buch in die Hand nehmen. So kam es, dass ich zwei Drittel an einem Tag las.
Der Autor hat einen uralten Kampf für sein Buch gewählt: Gut gegen Böse. Doch hat sich dieser nicht in gewohnter Manier manifestiert. Ungewöhnlich, düster und grausam schlich sich eine boshafte Gestalt in die Welt der Menschen und entwickelte seinen Plan zur Suche nach den Verbündeten, die den Sieg besiegeln werden. Zeitgleich kroch eine grazile und kämpferische Frau zurück in die Welt und musste ihrerseits zu Kräften kommen. Ihre Suche nach Verbündeten gestaltete sich jedoch schwieriger als die des Bösen. Allein schon dieses Konzept hat mich vollkommen gefesselt. Es zog seinen Bann um mich und ließ mich tief in die Geschichte versinken.
Der Autor hat wirklich das Talent dazu, Leser in seine Welten zu ziehen. Ich kann noch immer kaum fassen, was ich hier erlebte. Nach und nach wurde das Bild klarer und zeigte wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Trotz der grausamen Taten und der Aussicht auf den unausweichlichen Kampf, schuf der Autor Raum für seine Protagonisten. Jeder einzelne Verbündete hat seine traurige Geschichte, die in das Geschehen eingewoben wurde. Schmerz, Wut und Hass waren allgegenwärtig. Dagegen stemmte sich Hoffnung, Kraft, Mut und Überlebenswille.
Ich erfuhr bis zum Schluss nicht, wer Tristan und Martha für diesen Kampf erwählten. Gestört hat es mich nicht, weil es nicht von Bedeutung war. Denn wichtig war, wer siegen und wer Kraft und Mut aufbringen wird. Das Ende ist abgeschlossen, sodass ich vermute hier einen Einzelband gelesen zu haben. Nach Beenden des Buches wusste ich nicht, ob ich traurig oder glücklich sein sollte. Ich hoffe, dass der Autor noch weitere Bücher schreibt, denn ich bin von seinem Stil begeistert!
Erwähnen möchte ich unbedingt zum Schluss die schöne Buchblockgestaltung. Man sieht hier eine sich auflösende Acht. Die Acht ist etwas sehr Wichtiges in dieser Geschichte.
Mein Fazit
Die neue Geschichte von Benjamin Lebert hat mich in sich hineingezogen. Sie war so fesselnd, dass ich gezwungen war das Buch beinahe in einem Rutsch zu lesen. Der Kampf von Gut und Böse wurde hier mit einer unglaublichen Tiefe beschrieben. Gleichzeitig hat der Autor eine vollkommen neue Auseinandersetzung erzählt, die ein wahres Kaleidoskop an Gefühlen der Protagonisten bot. Düsternis und Tod gegen Liebe und Überlebenswille. Nach dem aufwühlenden Ende hoffe ich auf weitere Bücher des Autors.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Ein herausragender Schreibstil und eine Geschichte die mitreißt
Susi Aly am 08.04.2020
Bewertungsnummer: 1313132
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich liebe ja Dystopien und als ich “Im Zeichen der Acht” gesehen hab, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen muss.
Das Äußere ist ziemlich genial gestaltet und das Innere muss sich absolut nicht davor verstecken. Denn was der Autor hier zelebriert hat, ist einfach ganz großes Kino.
Ganz besonders hab ich mich hier wirklich in den unfassbar genialen Schreibstil des Autors verliebt. Es ist kraftvoll und explosiv, bildgewaltig und unheimlich fesselnd. Er schafft eine düstere und zugleich enorm magische Atmosphäre.
Obwohl man das Ganze aus der Sicht eines Erzählers verfolgt, hatte ich das Gefühl, es direkt am eigenen Leib zu erfahren.
Die Charaktere wuchsen mir direkt ans Herz. Es gibt keine Nebencharaktere, denn sie sind einfach alle wichtig. Ganz besonders Isabell und Zoe haben mich über alle Maßen beeindruckt und emotional völlig ergriffen. Dabei geht der Autor auch auf das Leben der Charaktere ein und man erfährt mehr über sie, wodurch man sich auch emotional an sie bindet und sich wirklich gut in sie hineinversetzen kann.
Ganz besonders faszinierend empfand ich Tristan und Martha. Zwei Charaktere, die diese Handlung vorantreiben. Auch sie sind nicht einfach nur Gut oder Böse. Da hängt so viel mehr dran. Mehr als man erahnen, mehr als man begreifen kann.
Man erfährt mehr über alles und es hat mich einfach ungeheuer mitgerissen und absolut in Atem gehalten.
Benjamin Lebert zeigt, dass es nicht wichtig ist wer du bist, sondern was sich tief in deinem Inneren versteckt und wie du dies nach außen trägst.
Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert, was wirklich sehr gut passt.
Die Handlung selbst ist total rasant, aber dennoch auch ruhig und emotional.
Durch den Schreibstil empfand ich es als wunderschön und grausam zugleich. Denn was hier teilweise geboten wird, ist schon ziemlich brutal. Wobei es nicht so einfach zu unterscheiden ist, was tatsächlich am schlimmsten ist.
Die offensichtliche Gewalt oder der psychologische Aspekt dahinter. Denn man erlebt am eigenen Leib, wie sehr die Charaktere innerlich zerrissen sind. Wie sehr sie kämpfen.
Um sich selbst, die Welt und einfach um alles.
Und das überträgt sich letztendlich auch auf den Leser.
Ich hab permanent an den Zeilen festgeklebt. Einerseits hat es mich unglaublich schockiert und erschüttert, aber andererseits fand ich es unglaublich schön und absolut sprachgewaltig. Teilweise war sogar etwas Poesie enthalten.
Der mystische Aspekt hat einfach eine ganz eigene Dominanz und lässt so viele Fragen im Kopf entstehen. Es fesselt und bringt doch Beklemmung mit.
Das letzte Drittel ging Schlag auf Schlag. Richtig geniale Action, bei der ich mich fühlte, als würde ich in die Vergangenheit reisen. Jeder Verlust ging mir unheimlich nahe und doch hat mich der Autor immer wieder überrascht. Denn wie sich alles gestaltet und am Ende offenbart, ist keineswegs vorherzusehen.
Ich bin einfach nur unglaublich begeistert.
Von dem Facettenreichtum , dieser Sprachgewalt und der ganzen Ausarbeitung.
Es ist einfach etwas ,was ich so noch nie zuvor gelesen habe.
Eine absolute Leseempfehlung.
Fazit:
"Im Zeichen der Acht” ist in meinen Augen ein Werk, das auf jede Leseliste gehört.
Eine Geschichte die wunderschön und grausam zugleich ist. Eine Geschichte, die etwas mit dir macht und es lässt dich einfach nicht los.
Das besondere ist hier absolut der Schreibstil, in den hab ich mich wirklich Hals über Kopf verliebt.
Die Story selbst ist voller Höhen und Tiefen, voller Schmerz und Leid.
Aber auch voller Stärke und Anmut.
Ein Buch, das einfach völlig mitreißt und die Grenzen zwischen Gut und Böse ineinander verschwimmen lässt.
Ich liebe es. Unbedingt mehr von diesem talentierten Autor.
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