Cora hat immer Glück – auch dann, als sie endlich an der Academy of Cosmic Powers aufgenommen wird, jenem Internat für Menschen, die nach einem Meteoriteneinschlag besondere Fähigkeiten entwickelt haben. An ihrem ersten Tag lernt sie dort die aufmüpfige King kennen, die alles verkörpert, was sie selbst gerne wäre: Sie ist mutig, selbstbewusst und kann die Struktur von Materie verändern. Aber King macht ihr schnell klar, dass sie nichts von Cora hält. Als allerdings ein Krieg zwischen Cosmics und Menschen auszubrechen droht und die Academy angegriffen wird, ist Zusammenhalt wichtiger denn je. Auch zwischen Cora und King … Können sie in Anbetracht der Gefahr ihre Feindschaft überwinden?
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Jenny Wons
aus Bergheim
3/5
08.12.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Interessanter Anfang
Mit Spring Storm – Blühender Verrat legt Marie Graßhoff den ersten Band eines zweiteiligen Jugendbuch-Duologie vor, die eine Mischung aus Dystopie, Internatsgeschichte und Superhelden-Elementen bietet. Das Buch wurde von vielen Leser*innen bereits im Vorfeld aufgrund seiner spektakulären Illustrationen und der vielversprechenden Grundidee erwartet – und auch für mich war es der erste Roman der Autorin. Gerade deshalb war die Neugier groß, ob die Geschichte mit der ansprechenden Optik und dem starken Konzept mithalten kann.
Die Welt – ein starkes Fundament
Einer der größten Pluspunkte des Romans zeigt sich direkt auf den ersten Seiten: das Worldbuilding. Graßhoff wirft ihre Leser*innen ohne Vorwarnung mitten ins Geschehen, doch anstatt zu überfordern, erschafft sie damit einen lebendigen und sofort greifbaren Einstieg.
Nach einem Meteoriteneinschlag besitzen einige Menschen übernatürliche Fähigkeiten, die sie zu den sogenannten Cosmics machen. Diese werden an der Academy of Cosmic Powers ausgebildet – einem Ort zwischen strenger Institution, Eliteinternat und Krisenzentrum einer Gesellschaft, die kurz vor einem neuen Konflikt steht.
Die Autorin beschreibt ihre Welt mit vielen Details und schafft eine dystopische Atmosphäre, die gleichzeitig futuristisch und bedroht wirkt. Besonders gelungen ist, wie sich Stück für Stück Hintergründe offenbaren: politische Spannungen, gesellschaftliche Spaltung, das Verhältnis zwischen Cosmics und normalen Menschen. Die Welt wirkt durchdacht, interessant und lädt ein, mehr über sie zu erfahren.
Gerade dieser Aspekt lässt schnell erahnen, warum Graßhoff vor allem für komplexe Sci-Fi-Welten bekannt geworden ist.
Der Anfang – stark, schnell, fesselnd
Auch der Einstieg in die Handlung ist überaus gelungen. Man landet sofort im turbulenten Alltag der Academy und begleitet Cora, die neu aufgenommen wurde. Die ersten Kapitel vermitteln Dynamik, Spannung und eine greifbare Vorfreude auf das, was noch kommen könnte. Die Idee eines Internats für Menschen mit besonderen Kräften hat einen klaren Appeal – vertraut genug, um Orientierung zu geben, und originell genug, um Spannung aufzubauen.
Bis hierhin liest sich das Buch extrem vielversprechend.
Die Handlung
Doch sobald der Roman seine Grundpfeiler gesetzt hat, verliert er im weiteren Verlauf deutlich an Zugkraft. Die Handlung beginnt zu stocken; Passagen ziehen sich, ohne die Figuren oder die Story nennenswert voranzubringen.
Viele Szenen an der Akademie wirken eher wie Füllmaterial als wie echte Entwicklungen. Kämpfe, Trainingssituationen oder Gespräche wiederholen sich ohne steigenden Erkenntnisgewinn – wodurch die thematisch starke Idee leider an Dramatik und Tiefe verliert.
Natürlich gibt es Spannungsspitzen, aber sie verteilen sich dünn über den Verlauf der Geschichte und verpuffen teilweise, weil der Weg dorthin zu zäh war. Zum Ende hin verschärft sich der Konflikt zwischen Menschen und Cosmics zwar sichtbar, doch auch dieser dramaturgische Höhepunkt wirkt eher blass als explosiv.
Der finale Twist und der Cliffhanger versuchen zwar, ein dramatisches Ende zu schaffen, wirken aber durch das insgesamt niedrige Spannungsniveau abgeschwächt und emotional wenig kraftvoll.
Cora und King – zwei Protagonistinnen, von denen nur eine funktioniert (aber leider auch nicht durchgängig)
Die größte Schwäche des Romans liegt jedoch in seinen Figuren.
Cora
Cora ist zunächst sympathisch – eine Außenseiterin mit Glück im rechten Moment, neugierig, klug und mit dem Wunsch, ihren Platz zu finden. Doch je länger die Geschichte andauert, desto mehr verbleibt sie in einer Art Charakter-Stillstand. Ihre Fähigkeiten entwickeln sich, aber emotional bleibt sie erstaunlich distanziert.
Das erschwert das Mitfiebern, denn obwohl sie viel erlebt, wirkt sie oft seltsam passiv oder schwer zu greifen.
King
King beginnt stark: geheimnisvoll, selbstbewusst, kalt und faszinierend. Sie gibt der Geschichte anfangs die notwendige Reibung, wirkt wie ein komplexer, innerlich zerrissener Charakter. Doch bereits nach wenigen Auftritten wird deutlich, dass ihr Verhalten zunehmend widersprüchlich ist.
Sie ist zeitweise unnahbar ohne Grund, dann übermäßig aggressiv, später wiederum verletzlich – aber nie so, dass es schlüssig wirkt.
Diese Inkonsistenz verhindert, dass King ihr Potenzial entfalten kann. Statt einer tiefgründigen zweiten Protagonistin erhalten wir eine Figur, deren Handlungen oft unvermittelt erscheinen und deren emotionaler Verlauf schlecht nachzuvollziehen ist. Es wirkt fast, als hätte die Geschichte mehrere Versionen ihres Charakters gleichzeitig im Einsatz.
Nebenfiguren
Himari, Grant und mehrere weitere Schüler*innen bleiben erstaunlich blass – und das ist besonders schade, da die Akademie geradezu darum bittet, ein lebendiges Ensemble aufzubauen. Einige Figuren wirken interessant, tauchen aber kaum genug auf, um Eindruck zu hinterlassen.
Völlig aus dem Rahmen fällt zudem, wie manche Charaktere auf extreme Situationen reagieren. Eine Figur, die eigentlich empathisch ist, begegnet dem Töten mit einem lapidaren „Passiert.“ – ein Bruch, der schlicht nicht zur Persönlichkeit passt.
Diese Unstimmigkeiten machen es schwer, emotionale Bindungen zur Besetzung aufzubauen, und sie verhindern, dass die zentralen Beziehungen wirken können.
Der Stil
Graßhoffs Schreibstil ist angenehm, bildhaft und leicht zugänglich. Besonders stark sind Beschreibungen der Welt und die Darstellung der Atmosphäre. Dialoge lesen sich schnell und organisch.
Problematisch wird es, wenn der Stil versucht, Spannung künstlich zu erzeugen, obwohl inhaltlich wenig passiert. Dadurch entstehen Längen, die den Lesefluss bremsen, und Szenen wirken streckenweise wie Wiederholungen ohne neuen erzählerischen Mehrwert.
Illustrationen – ein absolutes Highlight
Zwischen den Kapiteln finden sich wunderschöne Lineart-Illustrationen, die Figuren und Szenen eine besondere Tiefe geben. Sie schaffen Stimmung, unterstreichen die Welt und gehören definitiv zu den stärksten Elementen des Buchs.
Für viele Leser*innen werden sie ein echtes Highlight sein – und sie tragen wesentlich zur besonderen Ästhetik des Romans bei.
Stärken des Buches
atmosphärisches, detailliertes Worldbuilding
starker Einstieg
interessante Grundidee (Dystopie + Akademie + Superkräfte)
wunderschöne Illustrationen
originelle Elemente wie Bob
angenehmer, bildhafter Schreibstil
Schwächen des Buches
Handlung verliert stark an Spannung
viele Längen und Wiederholungen
Figuren wirken blass, unlogisch oder ungleichmäßig entwickelt
Beziehungen zwischen Charakteren wirken konstruiert
finale Szenen sind emotional schwach
Cliffhanger wirkt weniger wirkungsvoll
zähe Mitte, die den Lesefluss bremst
Fazit – viel Potenzial, aber schwache Umsetzung
Spring Storm – Blühender Verrat ist ein optisch beeindruckendes, atmosphärisch starkes Jugendbuch, das mit einer faszinierenden Grundidee und einer detaillierten Welt startet. Doch trotz dieses Potenzials schafft es die Handlung nicht, konstant zu tragen – und die Charaktere, die das emotionale Zentrum bilden sollten, bleiben zu blass oder widersprüchlich, um den Leser mitzunehmen.
Wer Dystopien mit Akademie-Setting liebt, wird viel Schönes finden. Doch wer auf dynamische Handlung, überzeugende Figurenentwicklung und emotionale Tiefe hofft, könnte enttäuscht sein.
3 von 5 Sternen!
Bewertung
5/5
05.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überraschung des Jahres
Die Autorin hat einen einzigartigen Ort geschaffen, der dazu einlädt, sich auf den Seiten zu verlieren. Der Schreibstil ist unfassbar flüssig und zu meinem Erstaunen, gab es keine einzige Länge, die das Lesen hätte vermindern können. Es gibt sehr gefühlvolle, als auch actionreiche Szenen, die unglaublich gut mit den Charakteren Harmonieren. Cora und King konnte ich direkt in mein Herz schließen und bin einfach nur begeistert wie die beiden Charaktere die Geschichte tragen und die Welt um sie herum.
Bewertung
5/5
02.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bob ist auch dabei!
My Hero Acadamia trifft düstere Zukunfsversion und einen kreativen Einsatz von druidisch angehauchter Fantasy. "Spring Storm" übertraf meine Erwartungen in so vieler Hinsicht!
Die Protagonistin Cora schlägt sich durch's Leben, bzw duckt sich unten durch.. denn immer wenn etwas passiert, trifft es nur die anderen, nie sie selbst. In der Welt in der sie lebt gibt es seit einigen Jahrzehnten die "Cosmic powers" die seit einem Meteoriteneinschlag in der Welt existieren. Sogenannte Superkräfte.. doch sie besitzt sie nicht. Denn sie hat ja immer nur Glück - im Unglück.
Dennoch versucht sie irgendwann an der Academy of Cosmic Powers angenommen zu werden und merkt, wie schwer das eigentlich für jemanden wie sie ist.
Cora war sehr sympathisch. Sie war ängstlich, traumatisiert und menschenscheu - doch nicht ohne Grund. Nach und nach führt mich das Buch in ihren Hintergrund ein und ich lerne sie dadurch ausführlich kennen und mögen. Langsam erzählt das Buch am Anfang seine Geschichte sodass ich überrascht war als es am Ende etwas überdurchschnittlich schnell erzählt wurde und die Handlung sich überschlug.
Die Idee mit den Kräften und der ungewöhnlich anmutenden Natur die so anders als alles ist, was die Menschen kennen ist großartig und neu. Ehrlich gesagt hätte ich super gern noch viel länger in der Welt verbracht und die gut ausgearbeiteten Charaktere, von denen alle interessant und authentisch sind, kennen gelernt. Auch King, Coras Mentorin, lernt man sporadisch kennen - sie ist das ganze Gegenteil von Cora, was die Geschichte sehr abwechslungsreich macht.
Abgesehen von dem etwas übereiltem Ausgang der Geschichte (zu dem es noch einen 2. Teil gibt) habe ich nichts zu meckern sondern nur zu loben, die Protagonistinnen sind spannend und rund, die Nebendarsteller auch und die Handlung weckt durch und durch stets mein Interesse. Außerdem gibt es noch Bob, die Katze! Evtl hätte ich mir auch hier noch etwas mehr Romantik zwischen King und Cora gewünscht, denn ihr Thema wird lediglich ein klein bisschen angeschnitten.
S. F. Herrstedt
5/5
16.08.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
5/5
Mein mittlerweile viertes Buch von Marie und sie enttäuscht mich nicht — ganz im Gegenteil. Ich bin so auf den zweiten Teil gespannt. Da kommt die Frage in mir auf, warum ich ihn nicht gleich mit gekauft habe.
Bewertung
5/5
05.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Neue Welt erschaffen!
Ich liebe einfach wie es geschafft wurde Dinge so gut und schön zu beschreiben. Eine Feindschaft wird zu liebe und ein armes Kind, ohne Eltern, wird nicht mehr ausgelacht!
In diesem Buch geht es viel um Freundschaft, Fantasie und Verrat. Ich liebe es!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
20.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Dystopie nach meinem Geschmack
Nach einem Meteoriteneinschlag vor vielen Jahren, hat sich die Welt sehr gewandelt. Cora ist eine überlebende und hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht und erlebt - immer mit sehr viel Glück verbunden. Cora fragt sich daher, ob sie auch eine Cosmic Fähigkeit besitzt oder nicht. Als es für sie die Möglichkeit gibt an die Academy of Cosmic Powers zu gehen, ergreift sie diese Chance. Ein harter Weg liegt vor ihr und sie trifft nicht nur auf Verbündete und Freunde.
Eine spannende und interessante Dystopie, die Lust auf mehr macht und einen abtauchen lässt!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
05.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Originelle Zukunftsvision mit einer besonderen Heldin
Endlich mal wieder eine originelle Dystopie! Marie Graßhoff entwirft hier eine interessante Zukunftsversion, in der nach dem kurzen Erscheinen eines Schwarzen Lochs nahe der Erde und dem darauffolgenden Meteoriteneinschlag 20 % der Erdbewohner von der freigesetzten Strahlung Superkräfte - sogenannte Cosmic Powers - bekommen. Die etwas introvertierte, aber mutige Cora avanciert hier vom Underdog zur unwahrscheinlichen Heldin, obwohl ihre Cosmic Powers von vielen, auch von ihr selbst, oft nicht als echte Superkraft wahrgenommen wird. Denn Cora hat einfach sehr viel Glück beim Überleben. Was daraus folgt, sind aberwitzige Kampfszenen und die Frage, ob Menschen mit Cosmic Powers automatisch besser und stärker sind als Menschen ohne. Ein Bonus: die wunderschönen Illustrationen der veränderten Tier- und Pflanzenwelt in den der Strahlung ausgesetzten Bereichen. Allen voran natürlich Bob, der Blumenkater, das absolute Highlight des gesamten Buches!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
23.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kann Glück eine Superkraft sein?
Cora hatte in ihrem Leben bisher immer Glück gehabt -oftmals schaffte sie es als einzige Überlebende unverletzt aus Kriegsgebieten. Doch wirkliche "Superkräfte", sogenannte Cosmic Powers, konnten ihr nie nachgewiesen werden. Nachdem die Academy of Cosmic Powers nun auch Menschen aufnimmt und Cora die aufnahmeprüfung tatsächloch besteht, wird ihrGlück nun aber ordentlich auf die Probe gestellt. Als dann auch noch ein Krieg zwischen den Menschen und den Cosmics auszubrechen droht, zeigt sich endgültig, ob „Glück zu haben" eine Superkraft sein kann.
Ein gelungener Duologie-Auftakt, mit unglaublich interessanten Superkräften und tollem Worldbuilding, untermalt von wunderschönen Illustrationen.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
01.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Preis des Glücks!
Zuviel will ich über diesen schwer zu beschreibenden Jugendroman nicht verraten. Es ist ein dystopischer Roman der manches Neue in diesem Genre wagt.
Bin schon gespannt wie die Autorin diesen fortsetzten wird.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.