Der einzige Weg aus der Dunkelheit ist, ein Feuer zu entzünden
Schwer verletzt liegt die 17-jährige Moonbeam im Krankenhaus und sieht sich einem Psychologen und einem FBI-Agenten gegenüber. Sie, die zu den wenigen Überlebenden nach der schrecklichen Brandkatastrophe gehört, soll erzählen, wie das Leben war auf der Farm der Gotteslegionäre. Wie ist es zu dem schrecklichen Feuer gekommen, wie zu der Schießerei zwischen den Gotteslegionären und der Polizei? So viele sind gestorben. Zögerlich öffnet sich Moonbeam, glaubt, dass man ihr helfen will, und fängt an zu erzählen, wie das Leben vor dem Feuer war und wie das Leben sich danach anfühlt. Eine Sache aber kann sie nicht erzählen. Doch sie muss aussprechen, was sie getan hat, will sie nicht daran zerbrechen.
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Jasmin
5/5
28.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Geschichte mit Nachhall
Ich habe dieses Buch vor ein paar Jahren spontan in einer Buchhandlung entdeckt, als ich einmal nicht gezielt nach bestimmten Autoren gesucht habe. Und da mich die Themen Sekten bzw. extremer religiöser Glaube faszinieren (was vielleicht daran liegt, dass ich selbst absolut nicht gläubig bin), habe ich es mitgenommen.
Besonders berührt hat mich diese Geschichte, weil sie von der 17-jährigen Moonbeam erzählt wird, die in solch einer Gemeinde aufgewachsen ist und für die demnach die Wahrheit umso schwerer zu verarbeiten ist – nachdem auf der Farm die Hölle losgebrochen ist und sie letztendlich in eine psychiatrische Klinik gebracht wird.
Will Hills Erzählung ist spannend und erschütternd auf zwei wechselnden Zeitebenen umgesetzt, und ich habe erst im Nachwort erfahren, dass sie tatsächlich von einer wahren Geschichte inspiriert ist.
Bewertung
5/5
07.08.2023
Buch (Taschenbuch)
Unerwartet
Richtig tolles Buch! Vor allem, dass es über den Glauben ging hat mir sehr gefallen.
Das Thema war sehr unerwartet, weil man nicht richtig wusste, um was es denn geht.
Man wurde sehr mitgerissen und auch gefesselt beim lesen.
Literaturlounge eu
aus Gießen
4/5
06.07.2025
Buch (Taschenbuch)
After the Fire
Ich liebe es ja, Bücher zu bzw. mit besonderen Themen in zu lesen. Diesmal ging es um eine Sekte, und zwar die Legion Gottes. Diese lebt irgendwo in der Wüste weit ab von größeren Städten. Die Gruppe wird vom charismatischen Führer Father John geleitet, der die Menschen mit harter Hand führt und sie immer wieder in genau so steuert, wie er sie haben möchte.
Ausschließlich Amos, einer der Bewohner, darf jeden Freitag in den nächsten Ort fahren, um Einkäufe zu erledigen, und die Pakete, die an Father John gerichtet sind, abzuholen. Dazu gibt es noch vier Zenturios, die als einzige immer Waffen tragen und auch wie Father John Strafen aussprechen dürfen. Unsere Hauptperson ist Moonbeam, ein Teenager. Sie hat die meiste Zeit ihres Lebens in der Basis der Legion Gottes verbracht.
Der Beginn ist eigentlich das Ende der Basis. Die FTA greift die Basis an. Es brennt überall. Überall wird geschossen. Die Legion Gottes wehrt sich gegen, wie sie es nennt, die Diener der Schlange. Moonbeam liegt schwerverletzt am Boden und reicht einem der Diener der Schlange einen Schlüssel und sagt, dass in den Baracken vor ihnen noch Kinder sind.
Kurz darauf finden wir uns als Leser in einer Klinik wieder, in der sie operiert wird. Sie hat Angst vor den Menschen und vor dem, was die Ärzte mit ihr machen, zu tief sitzt das „Gift“ von Father John. Später kommt sie in eine psychiatrische Klinik. Dort sitzt Moonbeam in einem kleinen Zimmer, welches sogar etwas größer ist als ihr eigenes Zimmer auf der Basis. Schwester Harrow bringt Moonbeam zu ihrer ersten Sitzung mit Doktor Hernandez, der den Prozess begleiten und sie stärken möchte. Sie unterhalten sich und man merkt, dass zwischen Moonbeam und Hernandez die Chemie stimmt. Kurze Zeit später kommt der FBI Agent Carlyle dazu und sie wird über die Legion Gottes befragt. Das was Moonbeam über die Sekte erzählt, ist wie ein schlechter Film. So viel Hass und Manipulation wie bei der Legion Gottes machen einem Angst.
Aber lest selbst, denn der Autor Will Hill hat das Buch gut konzipiert und es saugt einen immer mehr in die Geschichte. Es bewegt sich beständig zwischen den Zeitebenen - vor dem Brand und nach dem Brand. Man lernt Moonbeam und die Legion Gottes sehr gut kennen. Es zeigt, wie aus einer wohl anfangs guten Idee, später nach einem „Putsch“, aus einer sanften Bewegung auf einmal eine hörige und paramilitärische Gruppe werden kann.
Viele der Sprüche von Father John sind eigentlich bekannt und ja, manchmal erinnert es mich an die Verschwörungstheoretiker momentan bei der CoVid-19 Pandemie, die anscheinend auch aus dem Boden schießen wie Unkraut.
Sicher ist, dass in keinem Staat der Welt alles perfekt ist, weder in Deutschland noch in Amerika. Aber eine demokratische Grundform hat schon was! Und das was Father John unter dem Deckmantel Gottes aufbaut, ist eine Diktatur unter einem gottgleichen Herrscher.
Aber komme ich zu meinem Fazit. Auch wenn man meint, dass man das Ende kennt, ist es spannend, zu lesen. Man erwischt sich oft bei dem Gedanken, nur noch ein Kapitel weiter lesen und plötzlich sind es drei. Man merkt, wie nahe es einem immer wieder geht. Sämtliche Personen wachsen einem ans Herz und man fiebert mit, wie es mit Moonbeam weitergeht und wie es endet. Für mich auch mal eine Idee als Schullektüre, nicht nur in Deutsch, sondern vielleicht sogar im Religionsunterricht. Nur so ein Gedanke, damit man Jugendlichen den Unterschied zwischen Kirche und einer Sekte aufzeigen und erläutern kann worauf man achten muss. Danke für den guten Schreibstil des Autors, die passende Übersetzung von Wolfram Ströle und den Mut, so ein Buch zu veröffentlichen.
Bewertung
5/5
22.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Unbedingt lesen! - Erschreckend, sensibel und heilsam.
Erschreckend, sensibel und heilsam sind die Therapiegespräche von Moonbeam, einer 17-jährigen Überlebenden einer totalitären, religiösen Lebensgemeinschaft. Lüge und Wahrheit, Machtmissbrauch und Lebenslügen sind die Themen dieses fulminanten Jugendromans.
Moonbeam teilt ihre Erinnerungen und Erfahrungen über das Leben in einer Sekte, das bestimmt war von Gewaltherrschaft, Manipulation und Machtmissbrauch. Was tun, wenn sich das bisherige Leben als Lüge herausstellt und wem kann man noch vertrauen? Kann Moonbeam ihr großes Geheimnis schützen und wird sie den Mut aufbringen, sich ihrer Angst zu stellen?
Im Wechsel aus Rückblenden und Therapiegesprächen enstpannt sich eine Spannungsspirale über Lüge und Wahrheit und den Mut, den es braucht, um sich einem übermächtigem System zu widersetzen.
After the fire starts the truth… eine Wahrheit, die den Leser atemlos zurücklässt. Unbedingt Lesen!
Bewertung
5/5
05.10.2022
Buch (Taschenbuch)
"Atfer The Fire" ist ein absolut...
"Atfer The Fire" ist ein absolut umwerfendes Buch. Es hat mich tief bewegt, es ist mitreißend, total emotional. Es hat mir einen Einblick in eine Welt gezeigt, die ich mir niemals hätte vorstellen können. Mir persönlich hat das Buch extrem gut gefallen ich kann es nur empfehlen.
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5/5
24.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Sensibles Thema - tolle Umsetzung
Wenn ein großer Anteil des Alltags aus Lügen und Kontrolle besteht, an was kann man sich dann noch halten? Wenn genau dieser Alltag in Flammen
aufgeht, wie soll man dem Kommenden trauen?
Die Protagonistin Moonbeam erzählt ihre Geschichte selbst und so können wir LeserInnen ihr sehr nahe sein. Doch wir wissen nicht, was sie weiß, wir wissen nicht was
geschehen ist.
Will Hill hat ein sensibles Thema aufgegriffen und schaffte es, eine Geschichte mit vielen Nuancen entstehen zu lassen. Denn wenn auch das System einer religiösen oder emotionalen Abhängigkeit einfach nur schlimm und falsch ist, so sind doch die beteiligten Menschen in ihren
Ängsten und Hoffnungen sehr vielschichtig. Auch Moonbeam muss ihre eigene Wahrheit finden. Die Jugendjury des Deutschen Jugendliteraturpreises hat dieses Buch zum Gewinner 2021 gewählt.
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