Willodeen liebt Tiere aller Art, aber ihre Lieblinge sind die unansehnlichen Kreischer. Die Bewohner von Purchance haben sie kurzerhand ausgerottet. Viel lieber haben sie die niedlichen Summbärchen, die jedes Jahr im Dorf überwintern und Touristen aus nah und fern anziehen. Doch dieses Jahr ist kein einziges zurückgekehrt, und niemand weiß, warum. Als ein selbst gebasteltes Geschenk ihres Freundes Connor für Willodeen unerwartet magisch wird, glaubt sie, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Leben der Kreischer und der Summbärchen geben könnte und dass alle Tiere eine wichtige Rolle im komplizierten Netz der Natur spielen. Willodeen setzt alles daran, die Kreischer zurückzubringen, denn nur so kann ihr Dorf überleben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Emily Stopp
aus Dresden
5/5
25.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
"In Tränen, die aus Zorn und Wut vergossen wurden, liegt eine große Macht."
Dieses war mein erstes Buch von Katherine Applegate. Bereits nach wenigen gelesenen Seiten wusste ich: Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Selten zuvor habe ich mich mit der Hauptfigur in einem Kinderbuch so verbunden gefühlt! Willodeen verspürt eine unendlich starke Liebe zu Tieren - auch zu solchen, die die meisten Menschen fürchten, vor denen sie sich sogar ekeln. Doch sie erkennt das Besondere in jedem einzelnen, sieht ihre Stärken und ihre Eigenheiten.
"Willodeen" vermittelt eine wichtige Botschaft: Alle Lebewesen sind liebens- und schützenswert, verdienen unseren Respekt - nicht nur die hübschen Summbärchen, sondern auch die so gefürchteten Kreischer. Die Geschichte liest sich wie ein Märchen mit einer ganz wunderbaren Wirkung. Applegates Schreibstil ist liebevoll und ehrlich, ihre Geschichte hat mein Gedankenkarussell angeschubst und auch noch Wochen nach dem Lesen des Buches denke ich oft daran zurück.
Wir brauchen mehr Figuren in Kinderbüchern wie die wundervolle Willodeen!
wonderland09
5/5
15.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein tapferes Mädchen kämpft…
Ein tapferes Mädchen kämpft für die Natur Gestaltung: --------------- Zwei Augenpaare, die zu zwei unbekannten, aber niedlich anmutenden Tieren gehören, schauen dem Leser direkt in die Augen. Man kann sich dem Anblick nicht entziehen und wird sofort angelockt. Ich habe die beiden jedenfalls schon direkt in mein Herz geschlossen und musste das Buch kaufen! Hinzu kommen noch die schönen schwarz-weißen Illustrationen im Buch, sodass man die fantastischen Tiere besser vor Augen hat. Ein tolles Hardcover! Inhalt: --------------- Willodeen war schon immer anders als die anderen Kinder. Sie ist nicht gerne mit anderen Menschen zusammen, aber sie liebt es, mit ihrem Vater durch die Natur zu streifen und dort Tiere und Pflanzen zu beobachten. Vor allem mag sie die Kreischer, die stinkende Gerüche verbreiten, wenn sie Angst bekommen und besonders nachts kreischende Geräusche von sich geben. Die Menschen empfinden sie als nutzlos. Dagegen lieben sie die Summbären, die schöne schillernde Blasen an die Bäume machen und die Touristen anlocken. Eines Tages gibt es einen großen Waldbrand, den Willodeen überlebt, ihre Familie leider nicht. Seitdem wohnt sie bei zwei alten Frauen, die sich rührend um sie kümmern. Doch dank einer Abschussprämie sterben Willodeens geliebte Kreischer fast aus und seltsamerweise gibt es auch immer weniger Summbären und somit weniger Touristen. Als Willodeen den Jungen Connor trifft, geschehen plötzlich wundersame Dinge und Willodeen erkundet nicht nur, was hinter dem Summbären-Verschwinden steckt, sondern auch, dass der Weg zu ihrer Rettung allein darin besteht, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten. Mein Eindruck: --------------- Dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt. Das Setting ist angesiedelt in einem fiktiven Dorf mit dem symbolischen Namen "Perchance" (=möglicherweise, vielleicht) und es gibt fantastische Pflanzen wie Blauweiden und spannende Tiere wie Kreischer und Summbären. Von der Zeit her könnte es zu Beginn der Industrialisierung spielen, denn die Eisenbahn dort soll erst noch ausgebaut werden und die Lebensweise der Menschen ist wenig technisiert. Mit Willodeen konnte ich mich sehr gut identifizieren, das Buch ist aus ihrer Perspektive in der Ich-Form erzählt. Sie schaut genau hin und hat die Aussage ihres Vaters verinnerlicht: "Die Natur, Willodeen, weiß mehr als wir, und das wird wohl immer so sein. [...] Wenn du nach dem sinnvollen Verhalten der Menschen suchst, [...] wirst du allerdings sehr lange suchen müssen." Auch wenn es Kreischer, Summbären und Blauweiden nicht in der Realität gibt, so hätte es sie geben können. Denn die Zusammenhänge, die Willodeen zwischen diesen drei Elementen entdeckt, stehen symbolisch dafür, dass wir Menschen oft meinen, dass irgendetwas schädlich wäre und es ausrotten, ohne uns zuvor Gedanken darüber zu machen, dass alles miteinander zusammenhängt und wir damit alles in ein unnötiges Ungleichgewicht bringen, das im Prinzip am meisten uns selbst schadet. Ich mochte auch die Entwicklung von Willodeen im Verlauf der Handlung und die entstehende Freundschaft mit Connor, der auf seine Art und Weise ein Außenseiter ist. Anfangs werden beide nicht ernst genommen, aber ihr gemeinsames Projekt und ihr Anderssein schweißt sie zusammen und gemeinsam schaffen sie es, sich durchzusetzen und gehört zu werden. Ein Buch für Erwachsene und ältere Kinder gleichermaßen, dass emotional und fantasiereich die Augen öffnet, dass wir Menschen die Natur mehr verstehen und mehr achten sollten und dass Zusammenhalt wichtiger ist als gegeneinander kämpfen. Fazit: --------------- Fantastische Geschichte über die Wichtigkeit von Artenvielfalt, Toleranz und Freundschaft
meany
aus Seligenstadt
5/5
10.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wuttränen haben Magie in sich…
Wuttränen haben Magie in sich Applegate, die international erfolgreiche Schöpferin ganzer Kinderbuchuniversen, legt hier in ihrem neuesten Werk eine Parabel über die Verkettungen in der Natur vor. In einer zeitlos dystopischen Gesellschaft erforscht die eigenwillige Ich-Erzählerin Willodeen die Ursachen für das Verschwinden der liebenswerten Summbärchen, denen das Dorf Purchance den Zustrom von Touristen und wirtschaftliches Gedeihen zu verdanken hatte. Stattdessen begegnet man immer noch den abstoßenden Kreischern, die man mit Hilfe einer Abschussprämie beseitigen will. Poetisch beschreibt Willodeen ihre Naturbeobachtungen und die Schlüsse, die sie daraus zieht. Ihr Einzelgängertum resultiert aus einem traumatischen Erlebnis, bei dem sie beide Eltern verlor und das sie sensibilisiert hat für alle Sinneseindrücke ihrer Umwelt. Connor, der kunsthandwerklich geschickt Summbärchenfiguren anfertigt, unterstützt sie neugierig und aufgeschlossen dabei, als sie sich gegen die Mehrheit der Mitbürger auflehnt. Wie Willodeen durch beharrliches Forschen die Zusammenhänge der Biosphäre erkennt und es trotz allen sozialen Berührungsängsten schafft, die Gemeinschaft zum Umdenken zu bringen, hat mich sehr berührt. Dieses spannende und logisch in sich stimmige Kinderbuch kann die wertvolle Botschaft, die die nostalgisch angehauchten Zeichnungen noch unterstreichen, an die nachwachsende Generation weitergeben.
CorniHolmes
5/5
24.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wundervolles und herzergreifendes Buch mit einer ganz wichtigen Botschaft!
Als ich zum ersten Mal von „Willodeen“ hörte, konnte das niedliche Cover meine Neugierde sofort wecken. Da mich auch der Klappentext direkt ansprach und mich Katherine Applegate zudem schon mit einem anderem Buch vollauf begeistern konnte, stand für mich schnell fest, dass ich ihr neues Werk lesen möchte.
Nachdem die 11-jährige Willodeen ihre Familie bei einem schlimmen Feuer verloren hat, lebt sie bei den älteren Frauen Birdie und Mae. Willodeen, die schon immer etwas anders war, führt seitdem ein sehr zurückgezogenes Leben, ohne Schule und Freunde. Am liebsten hält sie sich in der Natur auf, stets in der Hoffnung auf einen Kreischer zu treffen. Die Elfjährige liebt Tiere jeglicher Art, aber die Kreischer mag sie ganz besonders gerne. Doch leider teilen die Bewohner von Purchance ihre Faszination für diese unansehnlichen Tiere nicht, die ihrem Namen alle Ehre machen und ziemlich unangenehm riechen. Die Kreischer werden deswegen gejagt und sind inzwischen fast ausgerottet. Aber nicht nur die Kreischer sind nahezu komplett verschwunden, auch die beliebten Summbärchen werden immer weniger. Als Willodeen von dem Jungen Connor eine selbst gebastelte Kreischer-Figur geschenkt bekommt und diese plötzlich lebendig wird, beginnt sie sich zu fragen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Summbärchen und den Kreischern geben könnte und beschließt dem Ganzen auf den Grund zu gehen.
Wie oben bereits erwähnt, war mir die US-amerikanische Autorin Katherine Applegate nicht unbekannt. Vor einigen Jahren habe ich ihren Kinderroman „Baum der Wünsche“ gelesen und über alles geliebt. An mein zweites Werk aus ihrer Feder bin ich dementsprechend natürlich mit recht hohen Erwartungen herangegangen und was soll ich sagen, ich wurde abermals nicht enttäuscht! Für mich hat sich auch „Willodeen“ als ein richtiges Herzensbuch entpuppt.
Von der Schreibweise war ich auch dieses Mal auf Anhieb ganz angetan, diese ist mir aus „Baum der Wünsche“ nur zu gut in Erinnerung geblieben. Katherine Applegate besitzt einfach einen einzigartigen Erzählstil. Er ist gefühlvoll und bildlich, nahezu poetisch, und sorgt von Beginn an für eine angenehme Ruhe beim Lesen.
Geschildert wird die Handlung größtenteils aus der Sicht von Willodeen, es gibt aber auch einige kurze Kapitel, die aus der Perspektive des Kreischers Quinby geschrieben sind und die ebenso zu Herzen gehen und fesseln wie Willodeens Schilderungen. Mit großer Spannung darf man hier allerdings nicht rechnen, die Handlung baut sich langsam auf und wird insgesamt sehr ruhig erzählt. Aber gerade das macht den besonderen Charme der Erzählung aus.
Schon nach wenigen Seiten wird einem klar, dass es sich hierbei um eine außergewöhnliche Geschichte handelt. Um eine ziemlich emotionale und tiefgründige, aber auch sehr einfühlsame und fantasievolle Geschichte.
Wir lernen zunächst Willodeen, ihre Eltern und ihren kleinen Bruder kennen und erleben kurz darauf mit, wie unsere junge Hauptprotagonistin ihre Familie bei einem verheerenden Brand verliert. Da uns Willodeen als Ich-Erzählerin von ihren Erlebnissen berichtet, ist man als Leser*in ganz dicht dran an ihrem Fühlen und Denken und kann ihre Trauer nur zu gut nachempfinden. Die Autorin beschönigt dabei nichts, lässt das Ganze aber auch niemals zu schmerzlich werden. Das Thema Tod wird sehr sanft behandelt, sodass das Geschehen jederzeit altersgemäß bleibt. Vom Verlag wird das Buch ab 10 Jahren empfohlen, was ich für durchaus angemessen halte. Und keine Sorge, so düster wie am Anfang bleibt es auch nicht. „Willodeen“ ist insgesamt ein sehr positiver und herzerwärmender Roman.
Obwohl unsere Heldin bereits in jungen Jahren Schlimmes durchmachen musste, verliert sie nie die Hoffnung auf eine bessere Welt und kämpft für das, was ihr am Herzen liegt. Willodeen ist einfach großartig, mit all ihren Eigenheiten. Sie macht sich für ihr Alter sehr kluge und reife Gedanken und sieht und begreift mehr als die meisten Erwachsenen. Sie liebt die Natur und die Tierwelt, vor allem die Kreischer bedeuten ihr viel. Sie erkennt ihre Schönheit und setzt alles daran, um sie zu retten. Es ist bewegend und beeindruckend zu sehen, wie diese stille und kontaktscheue Einzelgängerin ihre Stimme zu erhebt und für sich selbst und die Kreischer einsteht. Wie sie Vertrauen zu dem kleinen Kreischer Quinby aufbaut, sich mit dem Jungen Connor anfreundet und dank den beiden wieder lernt, offener und mutiger mit anderen Menschen umzugehen.
Mit Connor hat die Autorin einen weiteren zauberhaften Charakter erschaffen, den man mit seiner sympathischen und verständnisvollen Art ebenfalls direkt gernhaben muss. Aber auch Mae und Birdie, die Willodeen bei sich aufgenommen haben, sind wundervolle Persönlichkeiten, ich mochte diese beiden herzlichen und etwas schrulligen Frauen vom ersten Moment an. Sie sind immer für Willodeen da und geben ihr ein behütetes Zuhause, lassen ihr aber auch stets den Freiraum, den sie benötigt.
Auch mit der Kulisse kann das Buch begeistern. Die Erzählung spielt in einer früheren Zeit, in kleinem Dorf, und entführt uns in eine Welt, in der Magie existiert und es so wundersame Wesen wie die Kreischer und Summbärchen gibt. Das Setting hat etwas Märchenhaftes an sich und passt einfach perfekt zu der gesamten Thematik des Buches.
Es werden im Verlauf viele verschiedene und teils ernste Themen angesprochen wie das Anderssein, Ausgrenzung, Verlust, Zusammenhalt und Umweltschutz. Vor allem letzteres steht sehr im Vordergrund. Ohne erhobenen Zeigefinger wird einem vor Augen geführt, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Natur ist und dass jedes Geschöpf in unserer Welt unverzichtbar und kostbar ist und unbedingt geschützt werden muss. Dieses Buch ist wirklich ein kleines Juwel in der Kinderliteratur und wird hoffentlich den Weg in die Hände vieler Leser*innen finden.
Neben dem Text verzaubert „Willodeen“ auch mit einer tollen Innengestaltung. Charles Santoso, dem wir auch dieses süße Cover zu verdanken haben, hat das Buch mit vielen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die genauso liebevoll und atmosphärisch sind wie die Geschichte und deren Stimmung und Emotionen gekonnt einfangen.
Fazit: Magisch, lehrreich, herzergreifend. Ein echter Kinderbuchschatz!
„Willodeen – Das Mädchen und der Wald der verschwundenen Tiere“ von Katherine Applegate erzählt eine berührende und traurig-schöne Geschichte über ein starkes Mädchen, das über sich selbst hinauswächst und uns zeigt, dass jedes Lebewesen wertvoll ist und bedingungslosen Schutz, Liebe und Respekt verdient. Es ist ein ganz besonderes Buch voller wichtiger Botschaften, Naturliebe und Freundschaft und hat in meinen Augen viel Aufmerksamkeit verdient. Ob Jung oder Alt – ich kann „Willodeen“ nur empfehlen und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!
Bewertung
5/5
20.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Perfekt für nachdenkliche Kinder
Kindergeschichten zum Thema Umweltschutz gibt es zahlreiche, und auch die Handlung von diesem Buch, welche schon im Klapptext verraten wird, ist eine, die häufig vorkommt: Menschen zerstören etwas, das sie nicht mögen; gleichzeitig verschwindet etwas, das sie gut fanden, jemand findet den Zusammenhang, Menschen bereuen und ändern ihre Verhalten.
Besonders in diesem Buch ist die Stimmung. Willodeen ist ein Waisenkind. Ihre ganze Familie ist vor einigen Jahren bei einem Brand verstorben und es bleibt durch die ganze Geschichte eine leicht düstere Atmosphäre im Hintergrund. Willodeen ist zurückgezogen und geht nicht zur Schule, weil sie sich da nicht wohl fühlt. Nur im Wald ist sie wirklich glücklich. Und sie liebt alle Tiere, die den anderen Menschen nicht gefallen.
Die Geschichte an sich ist nicht sehr abenteuerlich. Das Tempo ist eher langsam und die Leser:innen folgen Willodeens Gedankengänge als sie untersucht, warum die Summbärchen verschwunden sind.
Ein Buch für Kinder, die für mehr als Kindergeschichten bereit sind.
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5/5
08.11.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Willodeen
Willodeen mag alle Tiere, auch die stinkenden und hässlichen, die sonst keiner mag. Am liebsten hat sie die Kreischer. Sie gelten als nicht besonders liebenswürdig und haben spitze Krallen und Zähne, doch Willodeen hat sie trotzdem gern, denn sie sind zärtliche und fürsorgliche Eltern und nutzen den unangenehmen Gestank eigentlich nur, um ihre Jungtiere zu schützen. Dass Kreischer Nutztiere fressen, ist nur ein übles Gerücht. Seit ihre ganze Familie bei einem Brand ums Leben kam, lebt Willodeen bei den Nachbarn, dem Pärchen Mae und Birdie. Die beiden alten Damen sind etwas verschroben, und manche bezeichnen sie als Hexen. Sie kümmern sich liebevoll um Willodeen. Willodeen tut sich schwer mit sozialem Umgang. Menschen verwirren sie. Sie streift lieber mit ihrem besten Freund, Summbärchen Duuzu, durch die Natur, als zur Schule zu gehen. Duuzu hat keine Flügel, wie der Rest seiner Art, darum wollen die anderen Summbärchen nichts mit ihm zu tun haben, doch Willodeen hat ein Herz für Außenseiter. Alle Menschen lieben Summbärchen, weil sie so niedlich sind. Wegen des milden Klimas überwintern sie in Willodeens Dorf und sind ein Touristenmagnet. Ihre Nester in den Bäumen leuchten wie Regenbögen. Doch es kommen Jahr für Jahr weniger Bärchen, was den Dorfbewohnern Sorgen macht. Dass es kaum noch Kreischer gibt, interessiert hingegen keinen. Kreischer verschrecken Touristen. Dank der Abschussprämie von 5 Kupferstücken pro Kreischerfell sind die Kreischer irgendwann völlig ausgerottet. Einen Tag vor Willodeens 11. Geburtstag wird der Letzte erlegt. Connor, ein junger Künstler, der seine Figuren aus Naturmaterialien auf dem Markt verkauft, schenkt Willodeen einen Kreischer aus Rinde, Schilf und Zweigen. Er mag sie und ist ihr ein wenig zu anhänglich. Sie bedankt sich unbeholfen und geht widerwillig mit ihm gemeinsam zur Ratsversammlung. Sie weiß nicht, worüber sie mit ihm reden soll, denn sie sieht keinen Sinn im Smalltalk. Auf der Versammlung sind ihr viel zu viele Leute. Thema Nr. 1 ist: Wo bleiben die Summbärchen? Willodeen staunt über sich selbst, als sie das Wort ergreift und nicht nur das Verschwinden der Kreischer, sondern allgemein die negativen Veränderungen in der Natur, die sie seit längerem wahrgenommen hat, anspricht. Doch niemand hört ihr zu. Der gebastelte Kreischer ist weg, dafür taucht ein echtes Kreischer-Baby auf. Zufall? Magie? Das glauben zumindest Mae und Birdie, doch das kann Willodeen nicht glauben. Sie ist mehr der logisch und rational denkende Typ. Sie will sich um das Kleine kümmern und nennt es Quinby. Connor, der es bedauert, sich bei der Versammlung nicht auf Willodeens Seite gestellt zu haben, hilft ihr bei der Futtersuche für Quinby, doch Quinby frisst nicht, bis Willodeen ihr eine bestimmte Schneckenart auftischt. Quinby wächst schnell. Bald kann sie sich selbst Futter suchen. Sie hat einen guten Geruchssinn und weiß, wo sie graben muss. Die Bahnstrecke soll erweitert werden. Züge bringen Touristen, doch was tut man der Natur damit an? Willodeen entdeckt, dass die Summbärchen sich woanders angesiedelt haben. Sie will der Sache auf den Grund gehen, rechnet, notiert, überlegt, sammelt Proben von Blättern und kommt schließlich der Lösung auf die Spur. Die Nester der Bärchen haften nicht mehr an den Blauweiden im Dorf, nur an denen außerhalb, dort wo Quinby im Boden gewühlt hat. Es ist so einfach: Kreischer fressen die Schnecken, die die Wurzeln beschädigen. Jetzt wo die Kreischer praktisch ausgestorben sind, können sich die Schnecken ungestört vermehren. Das Gleichgewicht ist gestört. Doch bevor Willodeen ihre Erkenntnis den anderen Dorfbewohnern mitteilen kann, bricht bei den Bahnschienen ein Feuer aus und rast in Richtung Dorf …
Alles in der Natur hängt zusammen - Tiere, Pflanzen und Menschen. Rottet der Mensch eine Tierart aus, weil sie ihm zu hässlich, übelriechend oder “unnütz” scheint, wird das Gleichgewicht gestört, mit katastrophalen Folgen!
Willodeen liebt alle Tiere und setzt sich mutig für sie ein! Eine spannende Geschichte, die uns zeigt, wie wichtig der Schutz der Umwelt ist, und dass wir achtsam mit der Natur und dem empfindlichen Ökosystem umgehen müssen!
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5/5
16.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Mädchen Willodden findet heraus,...
Das Mädchen Willodden findet heraus, dass das Ausbleiben der niedlichen Summbärchen mit der Ausrottung der hässlichen Kreischer zusammenhängt. In dieser spannenden Geschichte wird verdeutlicht, dass in der Natur alles seine Berchtigung hat und der Mensch nicht eingreifen sollte.
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4/5
09.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbar poetisches Kinderbuch über ein kluges und mutiges Mädchen.
Summbären oder Kreischer? Niedlich oder hässlich? Da fällt die Wahl nicht schwer! Willodeens Dorf lebt von dem Summbären-Fest, dass in jedem Frühling tausende Touristen anlockt. Und die Kreischer hat man ausgerottet. Die braucht ja auch kein Mensch. Es kommen aber jedes Jahr weniger Summbären zurück und die Touristen bleiben aus. Willodeen hat einen Verdacht: Liegt es daran, dass es keine Kreischer mehr gibt? Ökologie kindgerecht erklärt. Zauberhaft!
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4/5
16.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das ganz viel Aufmerksamkeit verdient!
Mit Willodeen ist Katherine Applegate ein ganz brilliantes Buch gelungen.
Wir begleiten ein junges Mädchen, das sich nach dem Tod ihrer Familie vor allem der Natur und ihren Bewohnern zuwendet.
Dabei werden die im Dorf allseits abgelehnten Kreischer zu einer Herzensangelegenheit, die sie über ihre eigenen Grenzen hinaus wachsen lässt.
Willoodeen lernt, was es heißt für sich und andere einzustehen und Initiative zu zeigen.
Ein schönes Buch voller Freundschaft und der Stärke, die in jedem von uns ruht und großes Bewegen kann, wenn wir uns nur trauen zu sprechen.
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