Storms Märchen erinnert an die vorchristlichen Religionen in Norddeutschland. Die Regentrude, die natürlich deutlich an Frau Holle erinnert, bringt Wasser, das für Mensch und Vieh doch so lebensnotwendig ist. Im Zuge der Christianisierung wurde die Regentrude wie auch andere mythische Wesen dämonisiert, doch im norddeutschen Sagen lebt sie weiter. Storms Märchen leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Erhalt norddeutschen Kulturguts. Gröls-Klassiker (Edition Kleine Klassiker)
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MaWiOr
aus Halle
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04.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die „Regentrude“ ist ein…
Die „Regentrude“ ist ein Kunstmärchen von Theodor Storm aus dem Jahr 1863. Sengende Hitze, vertrocknete Felder, verdurstendes Vieh und darbende Menschen. Während eines Sommers, der so heiß ist, dass das Vieh auf der Weide stirbt. Menschen und Tiere leiden unter der enormen Hitze, nur dem Wiesenbauer macht die Trockenzeit nichts aus, da sein Wiesenland ein Sumpfgebiet ist, so dass er immer reicher wird. Als seine Nachbarin, die arme Witwe Stine, sich darüber beklagt, dass die Regentrude eingeschlafen sei, macht sich der Wiesenbauer über ihren Aberglauben lustig. Andrees; Sohn von Stine, und Maren, die Tochter des reichen Wiesenbauern, sind ein Liebespaar. Ihre Liebe hat jedoch nur eine Chance, wenn die Regentrude geweckt würde. Auf dem gefährlichen Weg zur Regentrude stellt sich den beiden Liebenden der Feuermann in den Weg, den sie aber überlisten können. Durch Aufsagen eines Zaubersprüchleins können sie schließlich die Regentrude wecken. Das Märchen endet versöhnlich: Der ersehnte Regen rettet die Ernte und Marens Vater stimmt der Heirat zu. Storms Märchen vor dem Hintergrund eines verheerenden Klimawandels ist also hochaktuell. Das Inselbändchen wird mit ganzseitigen Illustrationen und einem Nachwort von Judith Schalansky ergänzt.
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