Monumental' Telegraph
'Magnificent' Guardian
'Transcendent' New Scientist
Leigh grew up in Rotterdam, drawn to the waterfront as an escape from her unhappy home life and volatile father. Enchanted by the undersea world of her childhood, she excels in marine biology, travelling the globe to study ancient organisms. When a trench is discovered in the Atlantic ocean, Leigh joins the exploration team, hoping to find evidence of the earth's first life forms - what she instead finds calls into question everything we know about our own beginnings.
Her discovery leads Leigh to the Mojave desert and an ambitious new space agency. Drawn deeper into the agency's work, she learns that the Atlantic trench is only one of several related phenomena from across the world, each piece linking up to suggest a pattern beyond human understanding. Leigh knows that to continue working with the agency will mean leaving behind her declining mother and her younger sister, and faces an impossible choice: to remain with her family, or to embark on a journey across the breadth of the cosmos.
Exploring the natural world with the wonder and reverence we usually reserve for the stars, In Ascension is a compassionate, deeply inquisitive epic that reaches outward to confront the greatest questions of existence, looks inward to illuminate the smallest details of the human heart, and shows how - no matter how far away we might be and how much we have lost hope - we will always attempt to return to the people and places we call home.
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Meer plus Weltraum ergibt Sci-Fi Esoterik
NoraStorm am 25.03.2025
Bewertungsnummer: 2448616
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein Geschenk des Neffen – er weiß, Unterwasserwelt plus Sternenflug plus weibliche Protagonistin sind mein Ding – nur „In Ascension“ konnte mich nicht packen. Ich rätsle, warum es mehrere Preise gewann (vielleicht weil "tick the right boxes": lesbische Nerd-Wissenschaftlerin plus Öko-Esoterik-Schwurbel?), aber ich las das Buch meinem Neffen zuliebe zuende.
Die Protagonistin hat alles, was man heutzutage anscheinend braucht: dysfunktionale Familie, misshandelt als Kind, soziopathisch-autistische Züge, dem eigenen Geschlecht zugetan, den profanen Dingen des Lebens entrückt, und sie selbstverwirklicht sich rücksichtslos und erfolgreich als hypergeniale Molekularwissenschaftlerin. Ihren Namen (Leigh Hasenbosch) erfährt man erst nach vielen Seiten. Sympathisch ist Leigh selten. Auch bleibt sie seltsam blass, was vielleicht ihren diversen psychischen Besonderheiten geschuldet ist, wodurch sie leider zu einer Ich-Erzählerin wird, die mich nicht gefangen nimmt, sondern mich von sich und der Handlung entfremdet.
Die Handlung könnte spannend sein, ist es aber über weite Strecken nicht. Ich habe mich in der zweiten Hälfte sogar beim Querlesen ertappt. Am spannendsten fand ich Leighs konkrete Ausbildung zur Astronautin, z.B. viele Gewichte quer durch eine Halle schleifen, um die Rückkehr des Körpers aus null g auf die Erde zu simulieren.
Leigh ist auf jeden Fall hart im Nehmen. Das passt zum Buch – darin werden Wissenschaft und Space Agencies von Frauen dominiert, während die Männer unter die Räder kommen, z.B. Stefan (sympathischer Typ) und Tyler (die sympathischste Figur des Romans).
Nachdem der Start ins Weltall glückt, verliert sich die Handlung zunehmend in etwas, was ich am ehesten als Esoterik-nah bezeichnen kann. Dabei werden immer wieder interessante und sehr konkrete Fragestellungen aufgeworfen – was genau befindet sich jetzt vor Ascension im Meer? Was hat es mit dem Erreichen der Voyager-Sonde auf sich? Woraus ist der neue Raumschiffantrieb, und weshalb hat er diese Effekte? Weshalb driften die Taucher auf Ascension und die Raumschiffcrew psychisch so ab? Was passiert beim Mining im Asteroidengürtel? Was wollen die Außerirdischen? Ist das, was geschieht, in ihrem Sinne? Mir hat sich keine Antwort erschlossen außer der Ahnung, dass die Menschheit nichts Gutes anstellt und man wie der Zauberlehrling herumwurstelt. Aber was genau passiert und weshalb, bleibt ein Mysterium.
Aber vielleicht wäre diese entfleuchende Protagonistin samt Handlung in sich stimmig gewesen (nach dem Motto: wer Antworten am Ende eines Buches erwartet, ist ein ewig gestriger Pedant), wenn nicht das vorletzte Kapitel aus Sicht von Leighs Schwester Helena erzählt würde. Was Sinn und Zweck dieses Kapitels ist, erschließt sich mir nicht, doch es wirkt auf mich banal und trivialisierend und riss mich unschön aus dem inneren Monolog der abgespace-ten Leigh.
Die Banalität des Kapitels ließ genauso banale Fragen in mir hochkommen. So fragte ich mich, ob der ganze Handlungsstrang um Helena einem höheren Zweck dient oder einfach nur schlecht recherchiert ist. Von Anfang an rätselte ich, weshalb eine hochqualifizierte Finanzanwältin nach Jakarta geht und ihre beiden Kinder dort jahrzehntelang dem schlimmen Smog aussetzt, den sie ihrer Mutter nicht zumuten will. Weshalb wirkt Helena so, als wäre sie in Jakarta festgenagelt? Gibt es nicht auch Arbeit in viel wichtigeren Finanzplätzen wie Singapur, Hongkong, New York oder London, wo die Luft anscheinend besser ist? Ich versteh´s nicht. Ihr Arbeitgeber aus dem Finanzsektor der Dritten Welt ist bereit, ihren Kreuzzug gegen die mächtige Space Agency mitzutragen, den sie über viele Jahre hinweg führt. Welch heile Welt, welch toller Arbeitgeber! Nur glauben tu ich´s nicht.
"Willing Suspension of Disbelief" ist dem Autor mit fortschreitender Seitenzahl in meinem Fall immer weniger gelungen.
Mein Fazit: Ein Stern für die spannende Grundkonstellation Meer-Weltraum und ein Stern für Leighs Astronautenausbildung ergeben zwei Sterne. Sollte es eine Fortsetzung des Romans geben, dann übernehmen darin Leighs Algen die Weltherrschaft!
PS: Ich las das Buch im Flugzeug zuende und vergaß es prompt im Flieger in Jakarta. Wie freudianisch!
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