Als F. Scott Fitzgeralds famoser Roman »The Great Gatsby« 1925 erschien, erntete sein Autor von zahlreichen Schriftstellerkollegen hymnische Kritiken, doch erst die Nachkriegsjahrzehnte bescherten seinem Meisterwerk die weltweite Anerkennung, die es verdient. Ergreifend und mit subtiler Finesse erzählt Fitzgerald die Geschichte des schillernden Emporkömmlings Jay Gatsby, der auf seinem Anwesen rauschende Feste feiert, um seine einst verlorene Liebe zurückzugewinnen – eine Geschichte über die Macht großer Gefühle und das schmerzhafte Scheitern eines romantischen Traums. Diese Ausgabe präsentiert den grandiosen Klassiker der amerikanischen Literatur in neuer Übersetzung.
DER amerikanische Klassiker jetzt in veredelter Schmuckausgabe
Die Roaring Twenties: rauschende Partys, moralischer Verfall, eine unmögliche Liebe und am Ende die Katastrophe!
Romantisch-tragische Liebesgeschichte und zugleich desillusionierte Analyse des amerikanischen Traums
Ausstattung: Surbalin Linea mit Glanzprägung
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
55 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
(0)
Wunderbarer Erzählstil
Bewertung am 26.12.2025
Bewertungsnummer: 2684773
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wie schön ist bitte diese Schmuckausgabe? Auf dem Foto sieht man es nicht, doch die goldfarbenen Ornamente sind in Natura mit roségoldfarbener Folie gedruckt und verleihen dem schönen Einband einen elegant stilvollen Look. Einfach schön.
Was den Inhalt angeht, so sagt der Klappentext im Grunde alles aus; Fitzgerald beschreibt hier die die Suche eines Mannes, der sich nach einer Frau sehnt, die er in ihrem wahren Wesen nie wirklich erkannt und somit enorme Energie in etwas gelegt hat, das nur ein Trugschluss war. Die Geschichte ist in die zwanziger Jahre im New Yorker Raum gebettet und kommt mit dem Lifestyle der Schönen und Reichen daher.
Was mich absolut begeistert, ist Fitzgeralds Erzählstil; um es kurz zu sagen, der Mann schrieb sagenhaft gut. Ich mag die bildhaften Beschreibungen, in denen er es mit Andeutungen und gut gewählten Hinweisen schafft, ein ganzes Universum an materieller Fülle der reichen Oberschicht oder der Locations zu umreißen. Spätestens ab Kapitel zwei, wo das staubige Tal der Asche beschrieben wird, schemenhaft wie ein bodenloser Fiebertraum zwischen der Großstadt und Long Island, hatte er mich auf ganzer Linie in seinem Bann. Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe, spricht diese Erzählweise viele Leser eben nicht an, bei mir jedoch traf sie genau den richtigen Nerv.
Es ist mein erstes Buch dieses Autors und ich sehe es schon kommen, nun muss ich mir auch seine anderen Werke vornehmen.
Schöne Ausgabe - durchschnittlicher Klassiker
Buecherbriefe am 18.10.2024
Bewertungsnummer: 2319285
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald gilt als Klassiker der modernen amerikanischen Literatur und steht wie kein Zweiter Roman für die Roaring Twenties. Nächstes Jahr wird Fitzgeralds wohl berühmtester Roman 100 Jahre alt – höchste Zeit also, einen ausführlichen Blick zu wagen.
Provokant beliebig
Es fällt mir nicht schwer zu verstehen, warum sich dieser Roman auch noch nach beinahe hundert Jahren einer so großen Beliebtheit erfreut: Er ist kurz und einfach genug geschrieben, um auch Gelegenheitsleser anzulocken. Gleichzeitig ist er durchzogen von zahlreichen Motiven, die immer nur oberflächlich angerissen werden, damit aber Anknüpfungspunkte für beinahe jeden Leser bieten.
Sei es der American Dream, dessen Dekonstruktion, Dekadenz, Roaring Twenties, Prohibition, Liebesgeschichten, Anti-Liebesgeschichten, Sehnsucht, Nostalgie, Melancholie, neue Frauenrollen (von Emanzipation möchte ich bei Figuren wie Jordan Baker oder Daisy nicht sprechen) oder feine Risse in scheinbar makellosen Umgebungen: Fitzgerald schneidet beinahe jeden denkbaren Aspekt an – ohne dabei aber wirklich in die Tiefe zu gehen.
Das ist auch völlig in Ordnung und schadet der Geschichte nicht. Unangenehm wird es nur, wenn Fitzgerald mit dem Holzhammer unterwegs ist und uns banale Botschaften aufdrücken will – glücklicherweise halten sich diese Stellen in Grenzen.
Interessanter Stil
Handwerklich haben wir es mit einer interessanten Mischung zu tun: Einerseits setzt Fitzgerald auf ausführliche Beschreibungen und eine sehr bildhafte Sprache, die durchzogen ist von Metaphern und Akzente auf bestimmte Aspekte (v.a. Farben) setzt. Andererseits setzt er auf eine sehr komprimierte Handlung und wählt Szenen und Rückblenden mit Bedacht aus.
Als Film-Kenner dachte ich beispielsweise, dass die Ausschweifungen seiner Protagonisten viel mehr Raum einnehmen würden. Tatsächlich setzt unser Autor seine Szenen mit Bedacht ein – manchmal schneidet er allerdings zu viel ab, während Aspekte wie die Vergangenheit von Nick viel Raum einnehmen, ohne der Geschichte etwas zu geben.
Unser Erzähler Nick ist ein klassischer unzuverlässiger Erzähler mit allen Vor- und Nachteilen dieses Stilmittels. Er ist immerhin blass genug, um den Fokus stets auf das eigentliche Geschehen zu lenken.
Anstrengendes Figurenensemble
In Sachen Charakteren macht Fitzgerald es uns schwer und präsentiert ein Umfeld, das man mögen muss: Sämtliche entscheidende Figuren (insbesondere Tom und Daisy) sind absurd reich, arrogant und gelangweilt und verhalten sich dementsprechend. Figuren aus den unteren Gesellschaftsschichten wie Wilson oder Myrtle kommen aber auch nicht besser weg.
Die einzigen Ausnahmen sind Nick (Fleiß) und Gatsby. Mein Problem mit Gatsby ist jedoch, dass er absichtlich so schwammig beschrieben wird, dass wir als Leser entscheidende Momente nicht wirklich nachvollziehen können. Ohne zu viel verraten zu wollen: Natürlich kann Liebe zu unüberlegten Handlungen führen. Aber dazu muss zunächst einmal eine Liebesgeschichte nachvollziehbar konstruiert werden – was im entscheidenden Beispiel nicht der Fall ist.
Edle Kupferprägungen
Die mir vorliegende Ausgabe stammt aus dem Anaconda Verlag und kann durch ein ansprechendes Äußeres überzeugen. Grundsätzlich handelt es sich um ein gewöhnliches Anaconda-Hardcover, bei dem wir zwar auf ein Leseband verzichten müssen, dafür aber uns eines unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnisses erfreuen dürfen.
Diese Ausgabe entstammt der Reihe besonderer Klassiker und kann mit einer ansprechende Cover-Gestaltung und einer gelungenen Kupferprägung aufwarten. Die Übersetzung stammt von Kail Kilian. Auf einen Anhang müssen wir verzichten - das ist aber angesichts des günstigen Preises völlig in Ordnung.
Was bleibt?
Der große Gatsby von Francis Scott Fitzgerald ist leider nicht der große Wurf, den ich mir erhofft habe. Ich verstehe die Faszination, die von diesem Roman ausgeht und warum er so viele unterschiedliche Menschen anspricht. Auch sprachlich handelt es sich um eine durchaus ansprechende Mischung aus bildhafter Sprache und komprimierter Handlung, die gewürzt ist mit anderen klug eingesetzten Stilmitteln.
Leider ist es aber auch die thematische Beliebigkeit, die diesen Roman am Boden hält. Wer alle ein bisschen anspricht, spricht am Ende niemanden wirklich an. Zudem fällt es mir schwer, die zentrale Liebesgeschichte wirklich nachvollziehen zu können – hier hätte ich mir weniger Farben und mehr Szenen gewünscht. Alles in allem also ein durchaus unterhaltsamer Roman, mehr aber (leider) auch nicht.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.