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Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe „Ein Buch, das ich mit stiller Begeisterung gelesen habe.“ Christine Westermann — Roman

183

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.07.2023

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,7 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27803-5

Beschreibung

Rezension

„Der Doris-Knecht-Sound ist einmalig ... in der Gegenwart, dieses Bissige, Sarkastische.“ Udo Schöpfer, Rheinpfalz, 28.11.23
„Doris Knecht erzählt mit Humor und Tiefgang von einer Frau am Wendepunkt … Ein berührender Roman.“ Sophie Modert, Der Freitag, 09.11.23
„Eine sympathische, unterhaltende, von Doris Knecht mit leichter Hand, mit Ironie und Humor geschriebene Erzählung. Und eine wahrhaftige.“ Jürgen Kanold, Südwest-Presse, 04.11.23
„Doris Knecht beschreibt feinfühlig, wie es sich für eine Frau anfühlt, wenn sich ein neuer Horizont auftut. Von Anfang an hat mich diese Geschichte gefesselt und tief berührt.“ Marika Korponay, SRF Bestenliste, 01.09.23
„Doris Knecht gelingt wie nebenbei ein Parforceritt durch gesellschaftliche Problematiken wie die Last der Alleinerzieherinnen, über die Teilzeitfalle bis hin zur Altersarmut.“ ORF 2, 30.08.23
„Doris Knecht erzählt von einem Neubeginn und sie tut das kein bisschen melodramatisch. Sie schreibt mit leichter Hand, mit feiner Ironie. Trocken und mit gutem Humor, manchmal ein bisschen verträumt und doch sehr geerdet.“ Christine Westermann, WDR 2, 20.08.23
„Doris Knecht schreibt witzig, kurzweilig und selbstironisch und erzählt mit viel Wärme.“ Christine Gorny, Radio Bremen 2, 10.08.23
„Doris Knecht lässt verklärende Erinnerung und Realität kollidieren, indem sie ihre Ich-Erzählerin mit einer guten Portion Humor und Selbstdistanz ausstattet. In das individuelle Frauenportrait mischt sich die Sozialstudie über die ökonomische Lebensrealität alleinerziehender Mütter – eine sanft ironische Reflexion, … melancholisch, aber überhaupt nicht melodramatisch.“ Nicole Strecker, WDR 3, 08.08.23
„Ich liebe alles von Doris Knecht, die Romane, die kurzen Texte. … Aber so nah wie in ihrem neuen Buch war ich ihr noch nie. Die Kinder ziehen aus, Zeit für eine Bilanz, die Lust auf mehr macht.“ Angela Wittmann, Brigitte, 31.07.23
„Sie ist eine verlässliche feministische Stimme, die aktuelle Diskurse unaufgeregt in einem Alltag verankert, den jede Frau kennt. Und über den Männer mehr Bescheid wissen sollten.“ Karin Cerny, profil, 30.07.23
„Doris Knecht erzählt mit genau der richtigen Mischung aus sanfter Traurigkeit und unpathetischer Hoffnung – und sowieso sehr elegant.“ Alexander Solloch, NDR Kultur, 26.07.23
„Ihr neuer Roman etabliert das Verlieren, Vergessen, Verschenken, Verräumen als zukunftsfähige Kulturtechniken. Stück für Stück, Kapitel für Kapitel hangelt der Text sich von Ding zu Ding. Bis am Ende das Bild einer vielschichtigen Persönlichkeit entstanden ist. Und das einer vielschichtigen Lebensphase.“ Judith Heitkamp, BR 2, 25.07.23
„Melancholie? Ein bisschen, aber es liegt eine neue Freiheit in der Luft, eine Aufbruchstimmung. Ein neues Leben.“ Simone Hoepke, Kurier, 23.07.23
„Doris Knecht hat ein großes Beobachtungstalent für die Kleinigkeiten des Alltags, die in Wahrheit in Summe einen Gutteil unseres Lebens ausmachen. Mit zartbitterem Humor beschreibt sie das komplizierte Geflecht von Beziehungen und das verminte Terrain namens Familie. Ihr Ton ist getragen von Selbstironie und unverkrampfter Selbstreflexion.“ Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 22.07.23
„Was dem Buch an äußerer Handlung fehlt, macht es allerdings durch innere Reflexion wett: in Miniaturen, auf leise, manchmal humorvolle, immer pointierte Weise. Manchmal lacht man laut, weil man eine Situation nur zu gut kennt.“ Doris Kraus, Die Presse, 23.07.23
„Ich habe es gern gelesen. Es inspiriert, weil es die Erinnerung ankurbelt.“ Mia Eidlhuber, Der Standard, 22.07.23
„Es ist dieses Beiläufige, mit dem die österreichische Journalistin die Lesenden in ihren Bann zieht.“ Sabine Oelmann, ntv, 22.10.23

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.07.2023

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,7 cm

Gewicht

351 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27803-5

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Slothready

    aus Wien

    5/5

    08.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartige Bilanz über einen Lebensabschnitt

    Irgendwann kommt der Moment, wo sich im Leben vieles ändert. Die Kinder werden erwachsen, eine Beziehung zerbricht, die Wohnung ist plötzlich viel zu groß und was bleibt ist eigentlich nur der Hund. Der Hund und viele Erinnerungen und die Gelegenheit, einmal richtig Bilanz zu ziehen, darüber, was bisher geschah, was man erlebt und was man vielleicht auch schon wieder vergessen oder verdrängt hat. Und weil das Ende des einen Abschnitts auch immer gleich der Beginn eines neuen ist, dürfen wir dabei sein, wie eine Frau in ihren "besten Jahren" Bilanz zieht über sich selbst, ihren Beruf, Beziehungen und ihr Familienleben und sich gleichzeitig auf macht, in ihr neues Leben. "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" von Doris Knecht ist ein großartiges Zeugnis über die Veränderungen im Leben, so wie sie fast jeder kennt. Auch wenn das Buch erst ein bisschen düster beginnt, weil man die Tatsache der Veränderungen erst noch ein bisschen besser akzeptieren muss, so sprüht es dennoch voll schöner Ideen und zauberhafter Erinnerungen und es wird positiver, je weiter der Schritt der Akzeptanz fortschreitet, so lange, bis man schließlich mit Freude den Neuerungen des eigenen Selbst entgegensieht. Der Schreibstil von Doris Knecht ist gewohnt locker und wortgewandt, von Anfang an ist es eine Freude, sich in das Buch einzulesen. Ich habe selbst gerade ähnliche Veränderungen hinter mir, weshalb es mir besonders leicht gefallen ist, mich mit unserer Protagonistin zu identifizieren und Parallelen zu ziehen - selbst der Wohnbezirk überschneidet sich mit meinem, was ein besonderer Bonus für das Buch ist. Die Unterteilung in viele kurze Kapitel zeigt einerseits die Vielfältigkeit der Themen, mit denen man sich zu diesem Zeitpunkt beschäftigen muss, andererseits macht es den Fortschritt der Geschichte sehr überschaubar und animiert, "noch schnell ein Kapitel zu lesen". Doris Knecht ist mit "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" ein großartiges Werk gelungen, das Menschen an einem Wendepunkt ermuntert einerseits ein bisschen Bilanz zu ziehen, sich zu erinnern, wie denn früher alles war, sich andererseits aber auch auf zu machen in einen neuen Lebensabschnitt und zu erkennen, dass auch neue Situationen "gut" sein können. Für mich ist das Buch ein ganz großes Lesehighlight, das ich gerne weiterempfehlen werde!

  • Kaffeeelse

    5/5

    03.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wegsuche

    „Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ von Doris Knecht ist ein Buch, das ich dringend der Leserschaft ans Herz legen möchte. Denn genau da hat es mich getroffen. In mein Herz. Aber mindestens genauso eingeschlagen hat es in mein Hirn. Ein wunderbares Buch. Eine Leseempfehlung! Und ein Lesehighlight! Eines der best of 2023. Eine Frau steht an einer Kreuzung in ihrem Leben. Sie muss sich entscheiden, welcher Weg der Richtige sein wird. Dazu blickt sie zurück, sie blickt auf die Dinge, die waren. Sie erinnert sich. Und über dieses Erinnern trifft sie ihre Entscheidungen. Dabei wirkt sie authentisch, selbstbewusst und autark. Und sie wirkt unheimlich sympathisch. Mit dieser Frau möchte ich einen Kaffee trinken gehen und ich möchte mich abends mit ihr treffen und mit einem Bier mit ihr um die Häuser ziehen. Eine wunderbar gelungene Charakterzeichnung von Doris Knecht. Eine Charakterzeichnung mit ihren Entscheidungen, die zum Sinnieren einlädt. Ein Buch, welches nicht loslässt. Ein wunderbares Buch! Denn ich als Leserin habe nicht alle diese Entscheidungen, die diese Frau trifft, selbst treffen müssen, treffen können. Dennoch knipst mich diese Erzählstimme so vollkommen an. Denn der übereinstimmende Punkt ist die Entscheidung für eine Autarkie, für eine Selbstbestimmung, für das Lösen aus dem Althergebrachten, die Entscheidung für etwas Neues. Damit erreicht mich Doris Knecht völlig. Und ich denke, dass dies nicht nur mir so gehen könnte. Dieses Buch lädt förmlich zum Sinnieren, zum Überlegen ein. Dieser Weg der Protagonistin impliziert zu eigenen Blicken zurück, zum Vergleichen, zum Nachdenken über die eigenen Schritte, die eingeschlagenen Richtungen und eventuell auch zum Finden von neuen Wegen. Eine sinnliche und sinnreiche Reise mit der Protagonistin, aber ebenso auch eine Möglichkeit zur Selbstreflexion. „Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe“ ist ein wichtiges Buch und es ist mein erstes Buch von Doris Knecht. Es wird allerdings nicht mein letztes sein. Denn diese immense Kraft, die in dem Text liegt, hat mich natürlich inspiriert, dieses Buch hat mich vollkommen angeknipst. Und so möchte ich natürlich mehr von Doris Knecht durchleuchten. „Die Nachricht“ steht im Bücherregal und einige E-Books sind gerade noch dazugekommen. Wer weiß, vielleicht finde ich eine neue Lieblingsautorin. Es fasst sich gerade so an. Noch ein Chapeau an diesen Buchtitel. Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe. Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wunderbar gelungen würde ich sagen. klangvoll. Und förmlich ins Hirn springend. Ein weiterer tosender Applaus dafür. Ich wünsche diesem Buch unheimlich viele Leser. Und ich wünsche diesem Buch noch viele weitere Leser, die so begeistert sind, wie ich es bin. Ganz viel Liebe für dieses Buch! Danke Doris Knecht!!!

  • Bewertung

    5/5

    10.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Einblicke in das Leben einer Mutter

    Mit diesem Buch habe ich Doris Knecht für mich entdeckt! Sie erzählt einfühlsam und spannend über ihr Leben als alleinerziehende Mutter. Dabei ist man sich nie ganz sicher, was fiktional und was autobiografisch geschrieben ist. Die Erzählung beginnt bereits spannend und lustig mit der Geschichte des kotzenden Hundes auf der ersten Seite. Es bleibt allerdings kein lustiger Roman, sondern ist mit viel Tiefgang und persönlichen Geschichten erzählt. Dass der Roman in Wien und Vorarlberg spielt, tut sein eigenes dazu. Die lebenswerteste Stadt der Welt und eine ruhige Region im hintersten Eck Österreichs bilden einen spannenden Kontrast. Für mich definitiv ein Read des Jahres und ein Monika Helfer Ersatz. Und das ist auch schon meine Empfehlung, für alle, die die Monika Helfer Romane genauso wie ich gesuchtet habe, ist Doris Knecht ein toller Ersatz. Eine Geschichte für alt und jung, da man sich sowohl mit der Ich-Erzählerin, als auch mit den beiden Zwillingen identifizieren kann.

  • Bewertung

    5/5

    08.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Limbus

    Die Erzählerin befindet sich nach eigenen Aussagen in einem Limbus - einem Zwischenreich. Die Kinder sind dabei, auszuziehen, die Kindheit, in der sie selber sich stets als unsichtbar zwischen zwei Zwillings-Paaren empfunden hat, liegt hinter hier. Ebenso eine gescheiterte Ehe und einige Beziehungen. In ihrem Limbus muss sie also aussortieren und entscheiden, was wert ist, behalten zu werden und was vergessen werden kann. Anschließend kann ein neuer Lebens-Abschnitt beginnen. Der Roman handelt also nicht nur vom Vergessen, sondern hauptsächlich vom Loslassen (in welchem die Erzählerin täglich besser wird!). Obwohl alles beschriebene alltäglich für 1000de Frauen ist, sind die Formulierungen so brillant und auf den Punkt gebracht, dass man das Buch mit dem aller-größten Vergnügen liest! Sehr empfehlenswert!

  • Bewertung

    5/5

    01.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über das eigene Zimmer und das Schreiben

    Es ist ein Buch, das erst langsam seinen Sog entfaltet. Das Buch „Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" von Doris Knecht ist im Hanser Verlag erschienen. Es besteht aus kurzen anekdotenhaften Kapiteln, die sich zu einem kompletten Bild zusammenfügen. Knecht zeigt das Leben einer heutigen alleinerziehenden Autorin, die sich nach dem Auszug der Kinder wieder ihr eigenes Reich schaffen muss, um wieder allein arbeiten und leben zu können. Die Ich-Erzählerin erinnert sich an Situationen aus ihrem Leben: mit ihrem Hund, den Zwillingen, der Mutter und den vier Schwestern, die auch jeweils Zwillinge sind, den Freunden. Der Erzählstil ist sachlich und trotzdem witzig. Ich habe beim Lesen eine österreichische Stimme im Kopf, die erzählt, weil sich, selten zwar, typische Vokabeln in dem Text finden. Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Emanzipation durchs Buch, vor allem geht es um das dafür unerlässliche Loslassen und das Einrichten eines eigenen Zimmers. Schon am Anfang des Buchs wird Virginia Woolf aus „Ein Zimmer für sich allein“ zitiert und bereits im 3. Kapitel namens „Solitude“ legt Doris Knecht ihrer Hauptfigur die Worte in den Mund, um den Zustand selbstgewählter Einsamkeit, die man zum Schreiben benötigt, zu beschreiben: „Eine Lebensform, die Rückzug erlaubt an einen Ort, an dem keine andere Person deinen Platz beansprucht. Rechte hat, Stille zerredet, Abläufe stört, Bedürfnisse und Ansprüche artikuliert.“ Sie lobt einen Jugendfreund: „Er las meine getippten Blätter mit ernstem Gesicht. Sein Gesicht machte das, was auf den Blättern stand, wichtig.“ Sie zeigt auf, welches Umfeld eine Autorin neben so einem Rückzugsort braucht. Sie wägt ab, was sie erzählen, preisgeben will. Sie befragt ihr Umfeld zu Ereignissen, beschreibt Fotos wie Annie Ernaux. Und sie listet Dinge zu einem bestimmten Thema auf. Das entspricht der Vorrecherche zum Schreibprozess, der sich auch immer aus Erinnerungsfetzen zusammensetzt. Im Vergleich zu der Hauptfigur schneiden die von ihr beneideten Schwestern nicht gut ab, denn sie leben zwar in Häusern, aber von einem eigenen Zimmer ist nicht die Rede. Die Mutter der Protagonistin dagegen richtet ein Schreibzimmer im alten Kinderzimmer ein. Die karikaturistisch reduziert geratene Darstellung der Mutter wird in einem zweiten Kapitel relativiert. Das eine Kind will nicht im Buch erwähnt werden und kurzerhand wird dessen Geschlecht im Text geändert. Dem Leser wird so ganz nebenbei erklärt, wie man schreibt. Auch in dem Kapitel mit dem Titel „Konstrukt“ über die Protagonistin selbst, ist nicht klar, was wahr ist vom Erzählten. Und: was passt besser in die Geschichte hinein? Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Schriftstellerinnen-Alltag und Anleitung zur Emanzipation. Jeder Frau zu empfehlen, besonders schreibenden Frauen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Dominika Geduldig

    Dominika Geduldig

    OSIANDER Bad Säckingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Abschied vom Gestern

    Nein, dies ist kein Buch über die Verluste des Älterwerdens, wenn der Verstand schwindet und das große Vergessen einsetzt. Dieser Roman mit seinem eigenartigen Titel ist die Geschichte einer Befreiung. Geschildert wird der Alltag einer Frau und alleinerziehenden Mutter in den besten Jahren, voller Erwartung und Vorfreude auf die Zukunft. Da ist es hilfreich, sich von entbehrlichen Dingen zu lösen und überflüssigen Erinnerungsballast zu entsorgen. Es macht Spaß, der Ich-Erzählerin beim Entrümpeln über die Schulter zu schauen. Ein Buch mit gedanklichem Tiefgang, dabei spielerisch leicht geschrieben, vielfach auch einfach zum Schmunzeln komisch, besonders dann, wenn die Kunst des Vergessens Kapriolen schlägt: „Ich habe auch Bücher von ihm gelesen, eins übers Erinnern zum Beispiel, und auch das hab ich vergessen.“
  • Zum Bewerterprofil von Barbara Trautmann-Fessler

    Barbara Trautmann-Fessler

    OSIANDER Wangen

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau am Scheideweg

    Eine Frau in den Fünfzigern muss Abschied nehmen, ihre Kinder, Zwillinge, machen Matura und verlassen die gemeinsame Wohnung. Jetzt ist die Wohnung für sie allein zu groß und zu teuer - sie muss sich eine neue, kleinere suchen. Und Abschied von Dingen nehmen, in der Wohnung und im Leben aufräumen. Dem Schmerz folgt ganz langsam Vorfreude auf das Neue, auf den Abschied folgen neue Freiheiten und sie weiß, vieles wird anders, aber manches bleibt. Sehr feinfühlig, tastend und analysierend lässt uns Doris Knecht am Leben dieser Frau teilhaben, beschreibt ihr Scheitern und ihren Mut, daraus zu lernen. Sehr eindrücklich!
  • Zum Bewerterprofil von Mara von der Fecht

    Mara von der Fecht

    OSIANDER Albstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kinder aus dem Haus - und jetzt?

    Die Ich-Erzählerin ist alleinerziehende Mutter von Zwillingen, die demnächst zu Hause ausziehen werden. Zeit für eine Bestandsaufnahme - kommt jetzt das befürchtete empty- nest-Gefühl oder doch eher die Freude auf einen neuen Lebensabschnitt? Die Blicke zurück in die eigene Herkunftsfamilie und die nach vorne in eine Zukunft, die nicht vor allem von der Mutterrolle geprägt sein wird, geraten zur inneren wie äußeren Inventur. Doris Knecht beschreibt diese Phase im Leben so vieler Frauen wunderbar unsentimental, nüchtern und mit einer herrlichen Portion Selbstironie. Großartiges Lesevergnügen!
  • Zum Bewerterprofil von Ursula Birkhold

    Ursula Birkhold

    OSIANDER Göppingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Frau hält Rückschau und Ausblick

    In locker aneinandergereihten Kapiteln blickt die Erzählerin auf wichtige Ereignisse in ihrem Leben zurück und plant ihr Leben nach dem Auszug ihrer Zwillinge. Ohne die schwierigen Momente auszublenden oder zu verklären erzählt sie in einem unsentimentalen, mit leisem Humor gefärbten Tonfall und wohltuend unsentimental.
  • Zum Bewerterprofil von Franziska Paris

    Franziska Paris

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    17.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Übers Verabschieden und Neubeginnen

    "Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe" ist ein Buch über Umbrüche im Leben, über unvermeidliche Veränderungen, über neugewonnene Freiheit und über Verlust. Die Protagonistin, eine alleinerziehende Mutter, muss ihre Wohnung kündigen, da die Kinder erwachsen und im Begriff sind, auszuziehen. Die Wohnung, in der sie mit ihrem Ex-Mann ihr Leben plante, in der ihre Kinder aufwuchsen, in der sie als Mutter und als Autorin so viel Zeit verbracht hatte. Sie sortiert Vieles aus, erinnert sich und macht sich frei für neue Erfahrungen. Was kommt danach - wie geht es weiter - räumlich und auch emotional? Die Richtung, in die das Leben für sie geht, ist Mut machend und zeigt, dass auf Frauen, die ein eigenes Leben führen, noch Einiges wartet und eine Beziehung zu den eigenen Kindern mit dem Erwachsenwerden derselben auf eine ganz neue Ebene gelangt. Doris Knecht erzählt in diesem Buch von den Herausforderungen des Frauseins, denen die Protagonistin mit erhobenem Haupt entgegenblickt und somit meiner Meinung nach ein tolles Vorbild schafft.

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