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Nach Mitternacht Roman | Der Klassiker der deutschen Exilliteratur neu im Taschenbuch

Aus der Reihe Irmgard Keun
8

12,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33904

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,6/12/1,8 cm

Gewicht

185 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06897-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33904

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

18,6/12/1,8 cm

Gewicht

185 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-06897-8

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Absolut empfehlenswert

Bewertung am 05.02.2025

Bewertungsnummer: 2404234

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleichzeitig unendlich witzig und unendlich traurig. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie es damals in der NS Zeit gewesen sein muss als ganz normale Person. Die Ohnmacht und Tatenlosigkeit vieler Menschen wird hier clever aufgearbeitet - bis der Schleier fällt. Absolut empfehlenswert.

Absolut empfehlenswert

Bewertung am 05.02.2025
Bewertungsnummer: 2404234
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Gleichzeitig unendlich witzig und unendlich traurig. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie es damals in der NS Zeit gewesen sein muss als ganz normale Person. Die Ohnmacht und Tatenlosigkeit vieler Menschen wird hier clever aufgearbeitet - bis der Schleier fällt. Absolut empfehlenswert.

Beklemmend realistisches Zeitdokument

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.12.2025

Bewertungsnummer: 2668835

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman “Nach Mitternacht” von Irmgard Keun spielt an nur 2 Tagen im Jahr 1936 in Frankfurt am Main und beschreibt auf beklemmend realistische Weise den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Die 19-jährige Erzählerin Sanna muss sich zwischen der Emigration und einem Leben in der Diktatur entscheiden, da ihr Verlobter Franz an die Gestapo verraten wurde. „Nach Mitternacht“ zeigt auf, dass sich JEDER, der zu diesen Zeiten in Deutschland lebte und überleben wollte, in einem gefahrenbeladenen Alltag befand. Mit seinen eigenen Werten und Ansichten konnte man nicht weit kommen, sie konnten sogar gefährlich werden.  Das Buch ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Zeitdokument und sollte nicht in Vergessenheit geraten. Der Schreibstil mag einigen gewöhnungsbedürftig vorkommen, aber ich finde, er passt genau so zu diesem Buch und dieser Geschichte. Die leicht naive umd kindliche Art von Sanna macht den Blick auf die damalige Situation während der Diktatur noch eindrücklicher. "Ich war müde bis zu Verzweiflung - muß ich mein ganzes Leben nun hier bleiben? Plötzlich fielen mir Worte von Paul ein. Nie werde ich vergessen, wie er an einem Abend erzählte von Ländern, in denen man reden könne, was man wolle, in denen man keine Angst zu haben brauche, solange man sich nicht gegen die heiligen Zehn Gebote versündige. Länder gebe es ohne versteckte Gefahren, dort könne man grüßen, wie man Lust habe - an Festtagen dürfen man weinen und an Trauertagen lachen, wie’s einem gerade ums Herz sei. Da überkam’s mich plötzlich. Hier saß ich und sollt bestraft werden und wußt nicht warum. Ich wußt nicht mehr, was gut war - ich wußte nicht mehr, was böse war. Ich dachte an die Länder mit den heiligen Zehn Geboten, in denen gut gut und böse böse ist. Ich dachte an die fernen fremden Länder, von denen Paul erzählte. Ich mußte weinen, wie ich noch nie in meinem Leben geweint hatte." „Das Schlimme ist, dass ich gar nicht verstehe, was eigentlich los ist, ich hab jetzt nur allmählich raus, wo man sich in acht zu nehmen hat.“

Beklemmend realistisches Zeitdokument

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.12.2025
Bewertungsnummer: 2668835
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Roman “Nach Mitternacht” von Irmgard Keun spielt an nur 2 Tagen im Jahr 1936 in Frankfurt am Main und beschreibt auf beklemmend realistische Weise den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Die 19-jährige Erzählerin Sanna muss sich zwischen der Emigration und einem Leben in der Diktatur entscheiden, da ihr Verlobter Franz an die Gestapo verraten wurde. „Nach Mitternacht“ zeigt auf, dass sich JEDER, der zu diesen Zeiten in Deutschland lebte und überleben wollte, in einem gefahrenbeladenen Alltag befand. Mit seinen eigenen Werten und Ansichten konnte man nicht weit kommen, sie konnten sogar gefährlich werden.  Das Buch ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Zeitdokument und sollte nicht in Vergessenheit geraten. Der Schreibstil mag einigen gewöhnungsbedürftig vorkommen, aber ich finde, er passt genau so zu diesem Buch und dieser Geschichte. Die leicht naive umd kindliche Art von Sanna macht den Blick auf die damalige Situation während der Diktatur noch eindrücklicher. "Ich war müde bis zu Verzweiflung - muß ich mein ganzes Leben nun hier bleiben? Plötzlich fielen mir Worte von Paul ein. Nie werde ich vergessen, wie er an einem Abend erzählte von Ländern, in denen man reden könne, was man wolle, in denen man keine Angst zu haben brauche, solange man sich nicht gegen die heiligen Zehn Gebote versündige. Länder gebe es ohne versteckte Gefahren, dort könne man grüßen, wie man Lust habe - an Festtagen dürfen man weinen und an Trauertagen lachen, wie’s einem gerade ums Herz sei. Da überkam’s mich plötzlich. Hier saß ich und sollt bestraft werden und wußt nicht warum. Ich wußt nicht mehr, was gut war - ich wußte nicht mehr, was böse war. Ich dachte an die Länder mit den heiligen Zehn Geboten, in denen gut gut und böse böse ist. Ich dachte an die fernen fremden Länder, von denen Paul erzählte. Ich mußte weinen, wie ich noch nie in meinem Leben geweint hatte." „Das Schlimme ist, dass ich gar nicht verstehe, was eigentlich los ist, ich hab jetzt nur allmählich raus, wo man sich in acht zu nehmen hat.“

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Nach Mitternacht

von Irmgard Keun

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