Magie, Romantik und schlummernde Götter treffen aufeinander in dieser fesselnden Fantasy-Dilogie auf hoher See – von der New York Times-Bestsellerautorin von »These Broken Stars«, den »Illumniae-Akten« und »Aurora«
Selly ist nur ein Schiffsmädchen auf der Kleinen Lizabetta , aber sie träumt davon, eines Tages selbst Kapitänin zu sein. Da betritt ein Fremder das Schiff, und mitten in der Nacht setzen sie heimlich die Segel. Der Fremde ist Prinz Leander von Alinor, der mächtigste und leider auch der attraktivste Magier des Reiches. Ausgerechnet er soll die Götter besänftigen und einen drohenden Krieg verhindern? Ehe sie sich's versieht, wird Selly zur Anführerin einer lebensgefährlichen Mission, und notgedrungen kommen Leander und Selly sich näher ...
»Verpasst dieses Buch nicht!« Alexandra Bracken, #1 NYT-Bestsellerautorin von »Lore«
»Ich habe es verschlungen. Wann kommt der zweite Band?« Garth Nix, NYT-Bestsellerautor von »Sabriel«
Band 1 von 2
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Books Affair / Lyjana
aus Celle
5/5
20.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Highlight
Cover
Ich kann wohl nicht leugnen, dass das Cover ziemlich gut zum Inhalt passt. Hätte ich es im Laden in die Hand genommen? Vermutlich nicht. Es entspricht einfach nicht dem Typ Buch, den ich auf den ersten Blick interessant fände.
Meine Meinung
Während ich weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu reduzieren, lese ich momentan von neuen zu etwas älteren Bücher alles, was ich finden kann. Dieses Buch habe ich vor einer halben Ewigkeit als Überraschungspost erhalten und war mir gar nicht so sicher, ob ich es jemals lesen werde. Von der Autorin habe ich in Kombination mit einer anderen Autorin vor einer Weile bereits eine Dilogie gelesen, die ich sehr genossen habe – also wollte ich der Geschichte doch eine Chance geben. Und wie das immer bei Büchern ist, bei denen man am wenigsten damit rechnet, habe ich es lieben gelernt.
Ehrlich gesagt fand ich den Einstieg in die Geschichte sehr holprig und ich brauchte doch ein Weilchen um mich in dieser Welt der Gegensätze zurechtzufinden. Gerade meine Vorstellung von Schifffahrt und den Reisen über das Meer stand in deutlichem Kontrast zu Automobilen und Dampfschiffen, neben der normalen Seefahrt, die wir zu sehen bekommen. Auch die Kluft zwischen Reich und Arm, zwischen dem was das Leben lehrt und was Lehrer uns beibringen, zwischen Prinz und dem Mädchen des Meeres konnte mich nach anfänglicher Verwirrung immer wieder in seinen Bann ziehen und begeistern. Das Worldbuilding ist nicht das Komplexeste, doch punktet mit verständlichen Erklärungen, mit Lebendigkeit und trotzdem mit einer überzeugenden Leichtigkeit.
Wir begleiten ganz unterschiedliche Charaktere durch diese Welt, wobei die beiden wichtigsten wohl Prinz Leander und Selly, das Schiffsmädchen sind – selbst, wenn alle Protagonisten, durch deren Augen wir diese Welt betrachten offensichtlich wichtig fürs große Ganze sind. Besonders überzeugt hat mich die Dynamik der einzelnen Personen, aber noch mehr, wenn diese sich zu Gruppen zusammengefunden haben. Die Charaktere starten ganz unterschiedlich in diese Geschichte, es gibt Differenzen, aber genauso übergreifende Verbindungen. Im Grunde genommen gibt es niemanden, dessen Leben nicht durch die Taten der anderen beeinflusst worden ist und das macht das ganze Zusammenspiel für mich so faszinierend. Die Taten und die Gespräche, neben den einzelnen Gedankenwelten sind authentisch und ehrlich, es gibt nicht nur Angst und Zweifel, sondern ebenso zentral die große Rolle der Schuld, neben den positiven Emotionen der Freundschaft, Loyalität und Hoffnung.
Persönlich habe ich mit einer seichteren Geschichte gerechnet, doch diesen Gedanken hat mir die Autorin ziemlich erfolgreich aus dem Kopf geschlagen, als die ersten Verbrechen ans Licht gekommen sind. Diese Welt verfolgt nicht nur den ruhenden Krieg zwischen Göttern, sondern ebenso zwischen den unterschiedlichen Völkern. Einige Taten sind in ihrer Grausamkeit kaum zu überbieten und ließen mir den ein oder anderen kalten Schauer über den Rücken laufen. Dieses Buch ist definitiv nichts für Zartbesaitete, wenngleich es nicht total blutrünstig ist. Es passt zur Welt, zur Geschichte und verleiht dem Inhalt stets etwas Dringliches, etwas Angsteinflößendes was nicht nur dafür gesorgt hat, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe, sondern ebenso der Spannung und dem Spannungsbogen immer wieder zu neuen Hochs beflügelt hat. Ich fand „The Isle of Gods“ unfassbar spannend, wurde mitgerissen, konnte nicht aufhören zu lesen, bis die allerletzte Seite erreicht war. Ich weiß nicht, ob es jemals einen zweiten Teil auf Deutsch geben wird, aber falls es zu einer Übersetzung kommt, werde ich das Ende dieser Reise auf jeden Fall von meinem Sofa aus verfolgen.
Fazit
Wieder konnte mich ein Buch total überraschen. "The Isle of Gods" ist ein überraschendes Highlight mit vielen liebgewonnen Charakteren, einer spannenden und actionreichen Welt und viel Herz.
Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
ancla_books4life
aus Schwerte
5/5
06.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Seeabenteuer voller Spannung
**** Worum geht es? ****
Eine Geschichte voller Magie, Götter und der Aufgabe einen Krieg zu verhindern. Selly trägt zwar das Mal der Magier, hat bisher aber nie Magie einsetzen können. Sie möchte einfach ihren Vater wieder treffen. Als die Lizabetta allerdings unerwartet in See sticht wird aus diesem Wunsch in diesem Jahr keine Realität mehr. Schuld gibt Selly dem attraktiven Fremden, der die Gottheiten mit seiner Magie zu besänftigen gedenkt und damit einen Krieg abwenden will. Selly steckt somit mitten im Abenteuer bis ihr letztlich bewusst wird, dass sie die Anführerin einer lebensgefährlichen Mission ist und mit dem Fremden zusammenarbeiten muss.
**** Mein Eindruck ****
Eine komplexe und aufwendige Jugendfantasy Geschichte voller authentischer und emotionaler Momente. Überraschende Twists und Veränderungen in der Dynamik haben mich hier packen können. Probleme, die ich sonst mit vielen Erzählperspektiven habe, sind hier nicht aufgetreten. Die beiden Protagonisten waren mir durchweg sympathisch und die Entwicklung zwischen den beiden konnte auch meine Gefühle höher schlagen lassen. Der Prolog löste bereits großes Interesse in mir aus und die Zusammenhänge mit der eigentlichen Handlung zu verfolgen war mir eine Freude. Zu Beginn der eigentlichen Handlung brauchte ich etwas um das Geschehen greifen zu können, das legte sich aber schnell, ich verlor nie den Anschluss. Ich habe selten so wenig in einem Fantasybuch blättern müssen um nochmal etwas nachzulesen. Ich bin begeistert, ein gelungenes Jugendbuch und ich freue mich auf den zweiten Teil.
**** Empfehlung? ****
Eine vielschichtige und aufwendige Erzählung aus der Sichtweise einiger Charaktere. Wer so etwas mag wird hier ein gefühlvolles Wasserabenteuer rund um Magie und Gottheiten erleben dürfen. Ich empfehle es gerne weiter.
Uwes-Leselounge
5/5
17.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessante Story, die mir tolle Lesestunden bescherrte
STORYBOARD:
Sellys großer Traum ist es eines Tages Kapitänin ihres eigenen Schiffes zu sein. Der Weg dahin ist allerdings mit Hindernissen und Qualen verbunden, denn ihre Kapitänin Rensa lässt Selly als Schiffsmädchen allerlei Arbeiten verrichten, unterweist sie jedoch nicht in das Navigieren und Befehligen eines Schiffes, wie es ursprünglich vereinbart war. So verrichtet sie tagein, tagaus auf der Lizabetta ihren Dienst und hofft darauf, dass ihr Vater bald von seiner Reise heimkehrt. Als jedoch ein Fremder das Schiff betritt und Rensa bittet mitten in der Nacht heimlich die Segel zu setzen, ahnen Selly und die Crew der Lizabetta noch nicht, auf welch gefährliches Abenteuer sie zusteuern. Denn an Bord befindet sich niemand geringerer als Prinz Leander von Alinor, einer der mächtigsten und zugleich attraktivsten Magier des Reiches. Ihm obliegt es, der Göttin Barrica ein Opfer darzubringen, damit Macean, Gott des Risikos, weiterhin in Schach gehalten wird. Scheitert Leander so droht Alinor und allen Reichen des Halbmondmeeres der Krieg.
MEINUNG:
Der Klappentext von "The Isles of the Gods" von Amie Kaufmans neuer Abenteuer-Dilogie sprach mich sofort an, da ich Storys auf hoher See, seien es Abenteuer- oder Piratengeschichten, sehr mag. So freute ich mich auf eine spannende und abenteuerliche Reise durch die Welt des Halbmondmeeres an der Seite von Selly und Leander. Und bereits der Prolog befeuerte meine Vorfreude noch einmal, da dieser mich noch neugieriger darauf werden ließ, was es mit den Göttern auf sich hat und weshalb ein Krieg die Welt bedroht.
Selly verrichtet ihren Dienst auf der Lizabetta einem äußerst imposanten Handelsschiff, welches zur Flotte ihres Vaters gehört. Rensa, ihres Zeichens Kapitänin, soll Selly alles beibringen, was zum Führen und Navigieren eines Schiffes wichtig ist. Doch Selly darf nur Arbeiten eines Schiffsmädchens übernehmen und dieser Aufgabe ist sie mehr als überdrüssig. Als sie ein Brief ihres Vaters erreicht, wonach dieser leider noch länger fortbleiben muss, entsinnt sie einen Plan, wie sie mittels eines anderen Schiffes zu ihrem Vater gelangen könnte.
Jedoch werden ihre Pläne ausgerechnet durch Prinz Leander, einem der mächtigsten Magier des Landes, durchkreuzt, als dieser eines Abends an Bord der Lizabetta kommt. Als Rensa auch noch knappe Anweisungen an die Crew erteilt, damit das Schiff mitten in der Nacht ablegen kann, ist Selly über seine Ankunft mehr als verärgert und nicht gut auf den Prinzen zu sprechen. Denn es ist nicht das erste Mal, das die Beiden aufeinander treffen.
Rensas Aufgabe ist es, Prinz Leander wohlbehalten zur Inselgruppe rund um die Muttergöttin zu bringen, damit Leander seiner Aufgabe und zum Wohl aller Menschen von Alinor, nachkommen kann. Währenddessen bereitet sich eine Schiffsbesatzung unter der Führung von Laskia und Schwester Beris, die den Grünen Schwestern, einem mächtigen Orden, welche den Gott Macean verehren und diesen erwecken wollen, angehört, auf eine besondere und todbringende Mission vor. Ihre Aufgabe ist es, Prinz Leander ausfindig zu machen und ihn zu töten.
Um dieses Ziel zu erreichen, gehen diese mit einer Brutalität und Kaltschnäuzigkeit zu Werke, die ihresgleichen sucht. Dabei beweist gerade Laskia, welch Grausamkeit und Entschlossenheit in ihr schlummern. Sie möchte ihrer großen Schwester Ruby beweisen, welchen Wert sie für sie darstellt, auch wenn dies bedeutet, ihre Seele zu opfern.
Während Kirkpool, Sellys Heimatstadt, eher beschaulich und dank seiner Pferdekutschen und Segelschiffe als ein eher altertümlicher Ort anmutet, ist die Hafenstadt Naranda im Reich Mellacea das genaue Gegenteil. Sie ist eine moderne Metropole mit Autos und Nachtclubs. Gerade diese Gegensätze fand ich interessant.
Das Leben in Naranda ist laut, das Leben pulsiert dort regelrecht und so ist es wenig verwunderlich, dass dort auch kriminelle Banden ihr Unwesen treiben. Ruby gehört dabei zu einer der skrupellosen Anführerinnen der Unterwelt. Unter tatkräftiger Mithilfe ihrer jüngeren Schwester Laskia, steht Ruby nun kurz davor, dass ihre Pläne gelingen könnten. Jude, der durch einen gewissen Umstand aus Kirkpool nach Naranda geflohen ist, muss Laskia dabei helfen. Dies widerstrebt ihm zwar sichtlich, nur ihm bleibt schlichtweg keine andere Wahl. Jude tat mir, ob dieses Zwangs, mehr als leid und ich wünschte mir, dass ihm eine Möglichkeit einfallen würde, sich aus dieser Zwickmühle zu befreien.
So steuern beide Schiffe unaufhaltsam aufeinander zu und ich war sehr neugierig darauf, wie die Konfrontation ausgehen würde. Ich fieberte, kämpfte und litt mit Selly und Leander mit und hoffte, dass es ihnen gelingen würde, das Unvermeidliche noch abwenden zu können. An ihrer Seite befindet sich Keegan, ein junger Mann, der gleichfalls eine Vergangenheit mit Leander besitzt und eigentlich nur das Ziel hat zur großen Bibliothek des Reiches zu gelangen. Dabei fällt ihm eine größere Rolle zu und er wird für die Beiden ein unverzichtbarer Rückhalt.
Selly war mir sogleich sympathisch und ich konnte ihre Verärgerung über die Umgangsweise von Rensa nachvollziehen. Auch das sich Selly von Leander hintergangen fühlt, war für mich schlüssig. Sie möchte endlich Verantwortung übernehmen und der Welt zeigen, dass sie bereit ist, ein Schiff zu führen. Darüber hinaus ist Selly mutig, lässt sich nicht viel sagen und steht zu ihren Prinzipien. Prinz Leander ist nach außen hin, genau das was er zunächst zu sein scheint. Ein verwöhnter Prinz, dem jeder Wunsch von den Augen abgelesen wird, der feiert und, dank seiner Attraktivität beim weiblichen Geschlecht, nichts anbrennen lässt. Doch der Schein trügt, denn hinter seiner Maskerade verbirgt sich ein, zumindest zu großen Teilen, vernünftiger junger Mann. Nichtsdestotrotz hätte ich ihn gerne in der einen oder anderen Situation geschüttelt, damit er zur Vernunft kommt. Das Zusammenspiel zwischen der kratzbürstigen Selly und dem listigen Leander gefiel mir, da sie neben der Spannung der Geschichte auch Humor mitbrachten. Zudem entspinnt sich zwischen Selly und Leander mit der Zeit eine zarte Liebesgeschichte, die zum Glück nicht im Vordergrund steht. Viel mehr stehen die Angst um das eigene Leben und das vieler anderer Menschen sowie der Zusammenhalt von Freunden und der Kampf gegen übermächtig erscheinende Gegner mehr im Fokus der Handlung.
Neben der bereits erwähnten Spannung ist die erdachte Magie ein weiterer großer Pluspunkt, welche sprichwörtlich, wie das Salz in der Suppe ist. Diese ist so vielschichtig und genial, dass es mich immer wieder freute, wenn diese zu Tage trat. Ebenso finde ich die Idee mit den verschiedenen Göttern und deren Aufgaben aufschlussreich, da dies das Ganze wunderbar abrundet. Hier erhoffe ich mir von der Fortsetzung noch ein wenig mehr.
Amie Kaufman hat hier nicht nur eine vielschichtige, sondern auch interessante und sehr gut durchdachte Welt entworfen, was mir wirklich gut gefällt. Zudem entsteht durch die abwechselnde Erzählweise aus der Sicht von Selly, Leander, Keegan, Laskia und Jude eine Spannung, die ich während des Lesens permanent gespürt und gefühlt habe. Darüber hinaus enden die jeweiligen Kapitel häufig mit einem kleineren Cliffhanger, weshalb ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Im letzten Drittel des Buches nimmt die Handlung nochmals Fahrt auf, die Ereignisse überschlagen sich und enden mit einem, für mein Empfinden, fiesen Ausgang, der mich Band zwei herbeisehnen lässt.
FAZIT & BEWERTUNG:
Ich bin sehr begeistert von "The Isles of the Gods" (Fischer Verlag) und habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen. Amie Kaufmans Schreibstil ist flüssig, spannend, fesselnd und durch die sehr unterschiedlichen Charaktere und deren Ziele sehr gut erzählt. Dabei kommen Magie, Romantik und Nervenkitzel zu keinem Zeitpunkt zu kurz, weshalb ich hier definitiv eine Leseempfehlung aussprechen kann - 5 von 5 Nosinggläser.
Jessica Zoureck
5/5
03.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gute Geschichte, die Spaß macht
Meinung:
Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Erster Satz: „Es ist nicht so, als hätte ich gedacht, ich werde ewig leben. Ich habe nur nicht erwartet, auf diese Art und Weise zu erfahren, wann ich sterben werde.“
Das Cover ist nicht ganz mein Fall, die Dame darauf ist mir zu präsent, da hätte ich lieber ein größeres Schiff gehabt.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen, ich kam wirklich schnell voran. Geschrieben ist das Buch aus fünf verschiedenen Sichten, was ich persönlich sehr gut fand. So hat man viel mehr mitbekommen, was an den verschiedenen Orten gerade passiert und wie sich die Charaktere fühlen.
Zu Beginn lernt man Selly kennen, die Seefahrerin ist. Als sie wieder in See stechen wollen, bekommen sie zwei Gäste, von denen nur die Kapitänin wusste und die Sellys ganzen Plan durcheinander bringen. Doch schon bald lernt Selly die Fremden Leander und Keegan besser kennen und muss sich eingestehen, dass ihre Reise doch anders verlaufen wird als geplant.
Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen. Obwohl es so viele Charaktere gibt, konnte ich sie sofort sehr gut auseinander halten und war auch schnell in der Geschichte drinnen. Da ich ein großer Fluch der Karibik Fan bin, hat mich natürlich besonders gefreut, dass man in dem Buch viel Zeit auf See und im Kampf verbringt.
Selly mochte ich ganz gerne, obwohl sie so die typische Jugendbuch-Protagonistin ist. Zuerst ist sie stur und lehnt Leander und alles was mit ihm zu tun hat ab, aber langsam taut sie auf und wird zur Heldin, die man sich von so einer Geschichte erwartet. Cool fand ich, dass sie die Einzige ist, die segeln kann und somit die Jungs von ihr abhänging sind, denn normalerweise können ja Männer alles besser.
Leander, der Prinz, kam mir zuerst sehr hochnäsig vor, aber dieser Eindruck hat sich schnell als falsch erwiesen. Er ist ein starker Magier und nur dritter in der Thronfolge. Mit der Zeit ist er mir sehr ans Herz gewachsen, denn eigentlich ist er ein netter Kerl und setzt sich auch für sein Land ein, wenn es sein muss.
Keegan, der Dritte im Bunde, will nur zu einer Bibliothek und dort lernen, er wird in das alles nur zufällig hineingezogen. Ihn kann ich am wenigstens einschätzen, denn obwohl er eigene Kapitel hatte, bekam er für mich keine wirkliche Tiefe. Aber ihn mochte ich trotzdem gerne.
Die Welt in der das Buch spielt ist, nennen wir es interessant. Denn es gibt Magie und Götter, aber auch schon Automobile und Elektrizität. Diese Mischung hat mich zuerst verwirrt und irgendwie passte es zu Beginn auch nicht, aber dann irgendwie schon? So genau kann ich nicht sagen, ob die Mischung wirklich gut ist, aber es hat funktioniert.
Einen Großteil der Geschichte verbringt man mit den Charakteren auf See, was ich wirklich cool fand. Danach geht es in Städte und ich fand das Verhältnis See zu Stadt gut. Für mich wurde es nie langweilig, denn besonders in der Stadt wird klar, wer die Feinde von Leander sind und wie klug diese eigentlich sind. Da haben wir dann auch Jude und Laskia, die ebenfalls eigene Kapitel haben. Laskia war mir sofort suspekt und ich muss sagen, dass sie ein kleiner Psycho ist, was besonders gegen Ende gut durchkam.
Die Liebesgeschichte fand ich ok, es war kein Highlight und irgendwie ging mir das auch zu schnell. Ich finde, dass das Buch auch ohne diese funktioniert hätte. Zum Glück gibt es keine Dreiecksbeziehung, also falls sich da jemand Sorgen macht: Diese sind unbegründet.
Hierbei handelt es sich um ein typisches Jugendbuch und das merkt man auch, aber ich fand es trotzdem sehr gut. Das Ende war dann überraschend und hat mir echt gut gefallen. Ich habe mit einem anderen Ausgang gerechnet, doch es kam anders. Es war jetzt kein super fieser Cliffhanger, aber dennoch werde ich den zweiten Teil auch lesen.
Fazit:
Ich war wirklich unsicher, ob ich das Buch lesen will und ob es mir gefallen würde, aber es hat mir dann richtig Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den zweiten Teil. Selly, Leander und Keegan sind mir ans Herz gewachsen und es gibt noch so viel zu erkunden in dieser Welt. Von mir bekommt das Buch 5 Sterne.
Nicole
aus Nürnberg
5/5
02.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine besondere Seereise
Meine Meinung zum Jugendbuchreihenauftakt:
The Isles of the Gods
Inhalt in meinen Worten:
Es gibt eine Inselkette, auf der einst die Götter lebten und Magier und Propheten ausgebildet wurden, doch etwas änderte sich. So erlebte es Sally, die Zeichen einer Geistbeschwörerin auf ihren Händen trägt, doch diese Macht möchte nicht ausbrechen. Sie hofft auf dem Schiff, das bald ihr Vater zurück kehrt der mit seinem Schiff unterwegs ist, doch eine traurige Nachricht ereilt sie und sie versteckt sich auf einem der Schiffe, denn ihr Vater hat unglaublich viele Schiffe, doch irgendwas merkwürdiges passiert hier und so sticht sie ungewollt und doch gewollt in die See. Was sie dort erlebt? Geister die mehr sind als nur Schauergeschichten oder gar Sagengestalten, sie verliert ihr Herz und muss am Ende erkennen, das die Liebe manchmal das Stärkste ist, was man fühlen kann, und manchmal das Traurigste.
Geht ihr mit Sally auf große Reise und lernt ihre Verfolgerin kennen und auch was hinter all diesen Göttern, Geistern und Sagengeschichten steckt?
Dann haltet euch fest und staunt!
Wie ich das Gelesene empfand:
Ich hab dieses Buch aufgeschlagen und kam sehr schnell voran in der Geschichte, was einmal daran lag das immer neue Fragezeichen auftauchten und zum anderen die Beziehungen zwischen den Charakteren, sowie auch die Handlung unglaublich besonders war. Es ist eine Geschichte die nicht an Land spielt, sondern auf der hohen See und nur wenige Momente auf der Erde. Sie ist eine Geschichte die mit Herzblut arbeitet, die das Herz herausfordert und zeitgleich noch anfängt Geschichten in den Kopf mit ganz vielen Bildern zu zaubern.
Die Geschichte ist in verschiedenen Charakteren geschrieben worden und somit durfte ich immer wieder einen Perspektivenwechsel vornehmen, weswegen die Geschichte automatisch nochmals mehr Spannung aufwies und mich rasant durch die knapp 500 Seiten zerrte und Pause gab es nur selten.
Die Charaktere:
Ich finde den Prinzen am herausforderndsten, was einmal an seiner Geschichte liegt aber auch daran wie er immer wieder dem Tod von der Schippe sprang und am Ende viele Fragezeichen auslöste und wie es mit ihm wohl weiter gehen wird. Hier hat er mich also gut herausgefordert. Dagegen ist Sally anfangs ein kleines aufmüpfiges Mädchen das eigentlich nur ihren Vater sehen möchte und dann doch selbst auf eine hohe Schule des Lebens geschickt wird. Es gibt dann aber auch noch so einige andere Charaktere, die ohne den anderen keinen Sinn ergeben würden, aber gerade in dieser Kombination unglaublich viel Spannung und Leben in die Geschichte bringen.
Die Spannung:
Hoch. Verdammt hoch! Einmal angefangen zu lesen, kam ich nicht mehr aus den Fängen der Autorin und wollte wissen wie die Geschichte endet. Es gab sehr wenige Durststrecken und als es dann am Ende war und ich das Buch zuschlagen musste, war ich doch etwas traurig und an sich finde ich die Geschichte sogar abgeschlossen, jedoch ist es der erste Teil der Reihe und ich frage mich wirklich wie es mit dem Propheten, der Liebe, den Göttern, den Schwestern und vor allem mit dem verschollenen Vater weitergehen wird.
Empfehlung:
Wer auf Göttergeschichten, Prinzen die aus einem Weichei ein Held werden, Schwestern die aufeinander achten und dabei feststellen es ist manchmal so anders als gedacht, und auf Schiffe steht und/oder darauf etwas Neues zu lesen und nicht nur die typischen Jugendbuchgeschichten, ist hier sehr gut aufgehoben. Die richtige Spannung, die intensiven Charakterenarbeit, und vor allem die vielen kleinen Details die ich beim Lesen erleben durften, machten dieses Buch so unglaublich fantastisch und wunderschön.
Bewertung:
Ich gebe der Geschichte von Sally, ihrer Schwester, dem Propheten, dem Prinzen und all den anderen Charaktere sehr gerne fünf Sterne. Die Geschichte segelte in mein Herz und hat mich in andere Welten entführt. Die Prise des Salzwasser konnte ich dank der Autorin sehr deutlich fühlen und nachempfinden.
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5/5
13.02.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Setzt die Segel!
Seid ihr bereit, mit Selly und ihren notgedrungenen Verbündeten auf eine gefährliche Mission aufzubrechen? Eine Mission, deren Erfolg entscheidend für das Schicksal der ganzen Welt ist.
Doch seid gewarnt, es werden sich zwielichtige Personen euch in den Weg stellen...
Amie Kaufmann hat mich mit diesem Buch richtig begeistert. Ich habe mitgefiebert, wurde traurig und bin ausgerastet. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Normalerweise lese ich Geschichten mit maximal 2 Sichtweisen, aber in diesem Fall war das weniger schlimm als gedacht. Denn jeder Charakter ist auf seine Weise besonders und faszinierend. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte auch aus der Sicht der "Bösen" erzählt wird.
Ich fand es toll, dass die verschiedenen Charaktere ihre Ecken und Kanten hatten und nicht perfekt waren. Dadurch fiel es mir nicht schwer, sie zu mögen. Besonders die Momente mit Selly und Leander habe ich genossen. Ich liebe die Chemie der beiden einfach!
Die Welt rund um Götter, Elementargeister und Magier ist richtig faszinierend. Während dem Lesen habe ich gemerkt, dass ich viel mehr über die Götter und Legenden wissen wollte. Die Autorin schafft es, alles so gut zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, Teil der Crew zu sein!
Amie Kaufmann hat mit "The Isles of the Gods" einen super Start der neuen Reihe gelegt. Euch erwartet eine humorvolle und abenteuerliche Geschichte auf hoher See!
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5/5
11.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn aus Worten ganz großes Kino wird...
In einem bildgewaltigen und temporeichen Fantasyabenteuer muss die Protagonistin Selly weitaus mehr lernen, als über sich hinauszuwachsen. Sie muss sich darin üben, ihr eigenes Wohl und ihre Bedürfnisse denen der ganzen Menschheit unterzuordnen. Nur so kann sie verhindern, dass ein Krieg zwischen Menschen und einst sehr mächtigen Göttern die Welt verschlingt. Selly muss alte Gewohnheiten und Vorurteile ablegen, wenn sie mit Hilfe eines gejagten Prinzen und eines Gelehrten siegreich und vor allem lebendig aus diesem Abenteuer hervorgehen will. Ob sie es schaffen können, zusammen die Insel der Götter zu erreichen und somit den Untergang der Welt zu verhindern? Lest es selbst!
Auch dieses Buch wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Die Atmosphäre, die die Autorin kreiert, hat mich sehr begeistert und war zwischen all den Fantasybüchern, die ich gelesen habe, sehr erfrischend.
Kommen wir zum ,,Must Read" Check, in dem im besten Fall die Antwort auf alle Fragen ,,Ja" lautet.
Eine stürmische, atemberaubende Geschichte, die einen in den Bann zieht, so hoch wie Wellen auf stürmischster See wiegen? -Ja, bitte.
Eine Slow-Burn-Geschichte, die noch so viel mehr verspricht und einen bis zum Ende mitfiebern lässt? - Immer her damit.
Geniale Charaktere, eine detailliert skizzierte Welt und Spannung, Geschichte und Tempo im Stil à la ,,Fluch der Karibik“ , ,,Percy Jackson“ und ,,Das Lied der Krähen“? - Also wer jetzt noch nicht zum Buch greift, verpasst hier echt ganz großes Kino. Und Band zwei steht auch schon in den Startlöchern für Herbst 2024. Eine ganze klare Leseempfehlung meinerseits.
Mit "Isles of the Gods" hat Amie Kaufman eine großartige Welt erschaffen. Noch immer denke ich an Selly zurück und schippe mit ihr und ihren außergewöhnlichen Gefährten übers Meer. Diese Geschichte war ebenso temporeich wie bildgewaltig. Ein Buch, das ich jedem Fantasy-begeisterten Leser:in in die Hand drücken möchte.
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