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Anna-Maria Caspari

1. Perlenbach

Perlenbach Drei Leben an der Schwelle zum 20. Jahrhundert

Gesprochen von
147
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Julian Mehne + weitere

Spieldauer

10 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844934489

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

10 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

139

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844934489

Herstelleradresse

Hörbuch Hamburg HHV GmbH
Völckersstr. 18
22765 Hamburg
Deutschland
Email: info@hoerbuch-hamburg.de
Url: www.hoerbuch-hamburg.de
Telephone: +49 40 89720780
Fax: +49 40 897207810

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Perlenbach

Sabine aus Köln am 26.09.2023

Bewertungsnummer: 2030349

Bewertet: Hörbuch-Download

Ich hatte viele positive Stimmen zu diesem Buch vernommen und hatte daher hohe Erwartungen – und ich wurde nicht enttäuscht. Im Mittelpunkt des Romana stehen die Freunde Wilhelm, Jacob und Luise. Der neunjährige Wilhelm verbringt die Winter bei dem Tuchfabrikanten Carl Theodor Becker und genießt das Leben dort sehr – ist es doch so ganz anders als sein ärmliches Leben in Wollseifen, wo er hart auf dem elterlichen Hof arbeiten muss. Wilhelm freundet sich mit Jacob und Luise an und sie verbringen viele Winter miteinander. Jacob wird einmal die elterliche Tuchfabrik erben, Luise hat sich in den Kopf gesetzt, Ärztin zu werden, was im 19. Jahrhundert noch ein schwieriges Unterfangen ist. Aus den Jugendfreunden werden Erwachsene, und das Leben hält für jeden der drei neue Überraschungen parat. Mich hat die Geschichte von Beginn an in ihren Bann ziehen können – sie wird in zwei Teilen erzählt: Im ersten geht es um die Jahre 1865 bis 1879 und man begleitet die drei Freunde in ihren Jugendtagen. Der zweite Teil spielt von 1879 bis 1905 und man erlebt die unterschiedlichen Entwicklungen der drei als Erwachsene und auch, dass es eben auch mal zu Streitereien kommen kann. Die Autorin hat die verschiedenen Stimmungen sehr gut einfangen können – zum einen die privilegierte Situation, in denen Jacob und Luise aufwachsen, die beide keine harte Arbeit verrichten müssen und bei denen Hunger, Kälte oder Armut keine Themen sind. Ganz anders ist es bei Wilhelm, der genau das erleben muss: Er hat unter der harten Hand des Vaters zu leiden, daher genießt er die Winter mit den Freunden immer sehr. Man lernt die Arbeitsbedingungen sowohl auf einem Bauernhof als auch in einer Tuchfabrik kennen, bekommt Einblicke in die Arbeit eines Arztes und auch, wie sich Kinder damals beschäftigt haben – so erklärt sich auch der Name „Perlenbach“, den ich erst beim Hören des Hörbuchs verstanden habe. Die drei Freunde sind ganz unterschiedlich: Luise ist ein kesses und vorwitziges Mädchen, das man gut als Anführerin der Dreierbande bezeichnen kann – ihr Selbstbewusstsein habe ich sehr gemocht, auch, dass sie sich von Konventionen nicht so schnell unterkriegen lässt. Jacob ist durch eine Behinderung am Arm etwas eingeschränkt, und obwohl er sich damit gut arrangiert hat, wirkt er doch immer etwas schüchtern und zurückhaltend und versteckt sich gerne hinter Luise. Wilhelm mochte ich ebenfalls, weil er ehrlich und verlässlich ist – dass eine unbedachte Äußerung von ihm im Verlauf das Schicksal der drei maßgeblich beeinflusst, fand ich daher sehr schmerzlich. Ich habe die drei sehr gerne begleitet und auch ihre Entwicklung als junge Erwachsene war interessant und vor allem sehr authentisch – denn es geht nicht immer rosig zu und – wie im wahren Leben – kommt es auch zwischen den guten Freunden zu Konflikten und Problemen. Eine Zeitlang gehen sie getrennte Wege, als Hörer begleitet man aber jeden von ihnen weiter, und durch die Wechsel der Perspektiven ist es spannend und fesselnd. Der Schreibstil ist sowohl der Zeit angepasst als auch dem Alter der im Mittelpunkt stehenden Figuren – sind die drei Freunde zunächst Kinder, wachsen sie zu jungen Erwachsenen heran und natürlich ändert sich dadurch auch ihre Ausdrucks- und Sichtweise. Ich konnte dem Hörbuch sehr gut folgen, wohl auch, weil ich die Stimme des Sprechers Julian Mehne sehr mochte und er die ganze Geschichte sehr lebendig vorgetragen hat. Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung - und ich bin schon gespannt, ob ich in „Ginsterhöhe“ die Freunde wiedertreffen werde.

Perlenbach

Sabine aus Köln am 26.09.2023
Bewertungsnummer: 2030349
Bewertet: Hörbuch-Download

Ich hatte viele positive Stimmen zu diesem Buch vernommen und hatte daher hohe Erwartungen – und ich wurde nicht enttäuscht. Im Mittelpunkt des Romana stehen die Freunde Wilhelm, Jacob und Luise. Der neunjährige Wilhelm verbringt die Winter bei dem Tuchfabrikanten Carl Theodor Becker und genießt das Leben dort sehr – ist es doch so ganz anders als sein ärmliches Leben in Wollseifen, wo er hart auf dem elterlichen Hof arbeiten muss. Wilhelm freundet sich mit Jacob und Luise an und sie verbringen viele Winter miteinander. Jacob wird einmal die elterliche Tuchfabrik erben, Luise hat sich in den Kopf gesetzt, Ärztin zu werden, was im 19. Jahrhundert noch ein schwieriges Unterfangen ist. Aus den Jugendfreunden werden Erwachsene, und das Leben hält für jeden der drei neue Überraschungen parat. Mich hat die Geschichte von Beginn an in ihren Bann ziehen können – sie wird in zwei Teilen erzählt: Im ersten geht es um die Jahre 1865 bis 1879 und man begleitet die drei Freunde in ihren Jugendtagen. Der zweite Teil spielt von 1879 bis 1905 und man erlebt die unterschiedlichen Entwicklungen der drei als Erwachsene und auch, dass es eben auch mal zu Streitereien kommen kann. Die Autorin hat die verschiedenen Stimmungen sehr gut einfangen können – zum einen die privilegierte Situation, in denen Jacob und Luise aufwachsen, die beide keine harte Arbeit verrichten müssen und bei denen Hunger, Kälte oder Armut keine Themen sind. Ganz anders ist es bei Wilhelm, der genau das erleben muss: Er hat unter der harten Hand des Vaters zu leiden, daher genießt er die Winter mit den Freunden immer sehr. Man lernt die Arbeitsbedingungen sowohl auf einem Bauernhof als auch in einer Tuchfabrik kennen, bekommt Einblicke in die Arbeit eines Arztes und auch, wie sich Kinder damals beschäftigt haben – so erklärt sich auch der Name „Perlenbach“, den ich erst beim Hören des Hörbuchs verstanden habe. Die drei Freunde sind ganz unterschiedlich: Luise ist ein kesses und vorwitziges Mädchen, das man gut als Anführerin der Dreierbande bezeichnen kann – ihr Selbstbewusstsein habe ich sehr gemocht, auch, dass sie sich von Konventionen nicht so schnell unterkriegen lässt. Jacob ist durch eine Behinderung am Arm etwas eingeschränkt, und obwohl er sich damit gut arrangiert hat, wirkt er doch immer etwas schüchtern und zurückhaltend und versteckt sich gerne hinter Luise. Wilhelm mochte ich ebenfalls, weil er ehrlich und verlässlich ist – dass eine unbedachte Äußerung von ihm im Verlauf das Schicksal der drei maßgeblich beeinflusst, fand ich daher sehr schmerzlich. Ich habe die drei sehr gerne begleitet und auch ihre Entwicklung als junge Erwachsene war interessant und vor allem sehr authentisch – denn es geht nicht immer rosig zu und – wie im wahren Leben – kommt es auch zwischen den guten Freunden zu Konflikten und Problemen. Eine Zeitlang gehen sie getrennte Wege, als Hörer begleitet man aber jeden von ihnen weiter, und durch die Wechsel der Perspektiven ist es spannend und fesselnd. Der Schreibstil ist sowohl der Zeit angepasst als auch dem Alter der im Mittelpunkt stehenden Figuren – sind die drei Freunde zunächst Kinder, wachsen sie zu jungen Erwachsenen heran und natürlich ändert sich dadurch auch ihre Ausdrucks- und Sichtweise. Ich konnte dem Hörbuch sehr gut folgen, wohl auch, weil ich die Stimme des Sprechers Julian Mehne sehr mochte und er die ganze Geschichte sehr lebendig vorgetragen hat. Von mir auf jeden Fall eine Empfehlung - und ich bin schon gespannt, ob ich in „Ginsterhöhe“ die Freunde wiedertreffen werde.

bewegende Schicksale

Bewertung aus Düsseldorf am 04.09.2023

Bewertungsnummer: 2014991

Bewertet: Hörbuch-Download

Meine Meinung: Geschichten aus der Eifel interessieren mich auch aus familiären Gründen. Dort war die Armut sehr verbreitet und viele Bewohner wanderten aus, um woanders Arbeit zu finden und um ihre Familie versorgen zu können Die Autorin reist mit mir in das Jahr 1865 zurück und stellt mir drei Kinder vor. Wilhelm, Jacob und Luise, sie kommen aus ganz unterschiedlichen Familien und haben gewisse Vorstellungen, was später mal aus ihnen werden könnte. Zunächst darf Wilhelm ab einem gewissen Alter immer einige Monate im Haus von Jacobs Familie wohnen und wird dort auch unterrichtet. Die drei Kinder werden enge Freunde, allerdings ändert sich später aus verschiedenen Gründen einiges. Jacob ist ein reicher Erbe, aber überhaupt nicht glücklich. Luise muss schwer dafür kämpfen, dass sie Ärztin werden und als solche auch arbeiten darf. Wilhelm hat es am schlimmsten getroffen, zuerst hat er die Möglichkeit der Armut zu entfliehen, um dann wieder zurück zu müssen. Alle Schicksale sind miteinander verflochten, ob sie es nun wollen, oder nicht. Anna-Maria Caspari hat sehr anschaulich geschildert, wie sich damals das Familien-, Alltags- und Berufsleben abspielte. Das Schicksal hat oft zugeschlagen und obwohl die Personen und deren Lebenswege fiktiv sind, entspricht es doch dem realen Leben. Hier wurden die besonderen Ereignisse halt gebündelt auf die drei ehemaligen Freunde übertragen. Ich habe das Buch diesmal nicht gelesen, sondern gehört und fühlte mich durch die Sprecher sehr gut unterhalten. Ich hatte das Gefühl, alles genau beobachten zu können. Die Schicksale haben mich sehr bewegt, allerdings war mein Mitgefühl mal größer und mal kleiner. Aber dazu möchte ich nicht mehr verraten, denn jeder sollte sich selbst seine Meinung bilden. Fazit: Bewegende Schicksale, die zeigen, dass sich Kinderträume nicht immer so entwickeln, wie es gewünscht wird. Aber manchmal könnte der andere Lebensweg sogar der vermeintlich bessere sein. Die Autorin hat das Leben in der Eifel sehr gut recherchiert und eine unterhaltsame und berührende Geschichte daraus gemacht. Gerne gebe ich eine Hörempfehlung, beziehungsweise eine Leseempfehlung.

bewegende Schicksale

Bewertung aus Düsseldorf am 04.09.2023
Bewertungsnummer: 2014991
Bewertet: Hörbuch-Download

Meine Meinung: Geschichten aus der Eifel interessieren mich auch aus familiären Gründen. Dort war die Armut sehr verbreitet und viele Bewohner wanderten aus, um woanders Arbeit zu finden und um ihre Familie versorgen zu können Die Autorin reist mit mir in das Jahr 1865 zurück und stellt mir drei Kinder vor. Wilhelm, Jacob und Luise, sie kommen aus ganz unterschiedlichen Familien und haben gewisse Vorstellungen, was später mal aus ihnen werden könnte. Zunächst darf Wilhelm ab einem gewissen Alter immer einige Monate im Haus von Jacobs Familie wohnen und wird dort auch unterrichtet. Die drei Kinder werden enge Freunde, allerdings ändert sich später aus verschiedenen Gründen einiges. Jacob ist ein reicher Erbe, aber überhaupt nicht glücklich. Luise muss schwer dafür kämpfen, dass sie Ärztin werden und als solche auch arbeiten darf. Wilhelm hat es am schlimmsten getroffen, zuerst hat er die Möglichkeit der Armut zu entfliehen, um dann wieder zurück zu müssen. Alle Schicksale sind miteinander verflochten, ob sie es nun wollen, oder nicht. Anna-Maria Caspari hat sehr anschaulich geschildert, wie sich damals das Familien-, Alltags- und Berufsleben abspielte. Das Schicksal hat oft zugeschlagen und obwohl die Personen und deren Lebenswege fiktiv sind, entspricht es doch dem realen Leben. Hier wurden die besonderen Ereignisse halt gebündelt auf die drei ehemaligen Freunde übertragen. Ich habe das Buch diesmal nicht gelesen, sondern gehört und fühlte mich durch die Sprecher sehr gut unterhalten. Ich hatte das Gefühl, alles genau beobachten zu können. Die Schicksale haben mich sehr bewegt, allerdings war mein Mitgefühl mal größer und mal kleiner. Aber dazu möchte ich nicht mehr verraten, denn jeder sollte sich selbst seine Meinung bilden. Fazit: Bewegende Schicksale, die zeigen, dass sich Kinderträume nicht immer so entwickeln, wie es gewünscht wird. Aber manchmal könnte der andere Lebensweg sogar der vermeintlich bessere sein. Die Autorin hat das Leben in der Eifel sehr gut recherchiert und eine unterhaltsame und berührende Geschichte daraus gemacht. Gerne gebe ich eine Hörempfehlung, beziehungsweise eine Leseempfehlung.

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