Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
25216
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
08.09.2023
Abbildungen
111, Abbildungen (schwarzweisse )
Verlag
Index VerlagSeitenzahl
184
Maße (L/B/H)
23,6/15,5/2 cm
Gewicht
360 g
Farbe
Schwarz / Weiß
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Andreas Schiffmann
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-936878-43-1
Die als Reaktion auf den Vietnamkrieg entstandene Sammlung von Texten enthält unter anderem Drogeninformationen, Anleitungen für die Herstellung von Sprengstoffen, Hinweise zur Umgehung von staatlicher Überwachung sowie viele andere kontroversen Themen – auf dem Stand der frühen Siebziger.
Der Index Verlag macht dieses Zeitdokument nun auch in deutscher Sprache zugänglich.
Es brodelt im Amerika der späten Sechziger. Die Supermacht USA war in der Mitte des Jahrzehnts in den Vietnamkrieg eingestiegen, an den Universitäten knüppelte die Polizei studentischen Protest nieder, die Bürgerrechtsbewegung formierte sich, während obendrein eine Drogenwelle zu rollen begann.
In der aufgeheizten Lage des Jahres 1969 trug der damals 20-jährige Student William Powell aus allerlei Handbüchern in öffentlichen Bibliotheken sein "Anarchist Cookbook" zusammen. Powell lieferte in dem von ihm so genannten "Überlebensratgeber", den er auch explizit als "Buch für Anarchisten" bezeichnete, unter anderem Informationen über Drogen, Waffen, Sprengstoffe und Überwachungsmaßnahmen – und das alles auf dem Stand und in der Sprache der damaligen Zeit.
Powell war offenbar klar, dass seine provozierenden Texte auch missbräuchlich verwendet werden könnten. Er schrieb daher vorbeugend: "Dieses Buch ist nichts für Kinder oder Idioten". Erschwerend kommt hinzu, dass viele seiner Rezepturen fehlerhaft oder sogar gefährlich in der Herstellung sind, weshalb von einer Nachahmung dringend abzuraten ist. Für Möchtegern-Straftäter ist "Anarchist Cookbook" nicht geeignet.
Alle bekannten Mängel in den Rezepturen konnten jedoch nicht verhindern, dass "Anarchist Cookbook" ein reges Eigenleben entwickelte und sich auch im Internet auf zahlreichen Seiten fest etabliert hat. Der im Jahr 2016 verstorbene Autor hatte sich 9 Jahre zuvor von seinem Werk distanziert, seine Rechte an dem Buch jedoch zuvor verkauft, weshalb es sich nach wie vor auch in den USA im Druck befindet.
Was heute von "Anarchist Cookbook" bleibt, ist ein ebenso faszinierender wie oft schockierender Einblick in eine Epoche der gesellschaftlichen Unruhe und steigender Gewaltbereitschaft, die durchaus auch aktuelle Bezüge kennt. Dabei bitte immer dran denken: Dieses Buch ist nichts für Kinder oder Idioten!
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice