Wer einmal im Nachthaus gewesen ist, kommt als ein anderer heraus Als in einer Kleinstadt ein Jugendlicher verschwindet, steht der Schuldige schnell fest: Hat Richard seinen Freund Tom im Wald von einer Brücke in den reißenden Fluss gestoßen? Richard wehrt sich gegen die Anschuldigungen, doch er verstrickt sich dabei in Lügen. Niemand glaubt ihm. Dabei ist Toms Abwesenheit so ungeheuerlich, dass Richard selbst kaum noch zu atmen wagt. Seine Suche nach dem Freund führt ihn auf die dunkle Seite von Ballantyne. Dort steht das Nachthaus. Was geschah in jener Nacht? »Ein unheimliches Vergnügen, das keine Albträume verursacht - oder doch?« KIRKUS REVIEWS
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
203 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Wirrer Ritt
Klaus am 04.01.2024
Bewertungsnummer: 2101707
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Als der Neue in der stinklangweiligen Kleinstadt Ballantyne gehört Richard nicht unbedingt zu den beliebten Kids und so hängt er meist mit seinem Klassenkameraden Tom rum, der ebenfalls nicht viele Freunde hat. Als Tom nach einem Telefonstreich verschwindet glaubt natürlich keiner im Ort Richards haarsträubende Geschichte und als kurz darauf ein weiterer Klassenkamerad nicht nach Hause kommt, nachdem er bei Richard zu Besuch war, gerät er weiter unter Verdacht.
Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich seit Ewigkeiten keinen Nesbo mehr gelesen habe, bin mir aber durchaus bewußt, dass dieses Buch so ganz anders ist als das, was man von dem Autor sonst gewöhnt ist. Ganz im Stile eines Stephen King wird hier ein typisches Horrorszenario aufgebaut und ich fand es klasse. Schon nach wenigen Seiten bin ich förmlich in die Geschichte gesaugt worden und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich liebe das Setting. Was mich hier aber so euphorisch macht wird Stammleser des Autors aber wahrscheinlich eher abstoßen. Der Autor ist mit der ungewöhnlichen Story ein Wagnis eingegangen, das für mich gut funktioniert hat und das Fans ihm sicher verzeihen werden, wenn es ihnen nicht gefällt.
Das Buch ist als Roman katalogisiert, Fans erwarten einen Krimi/Thriller, bekommen aber eher eine fantastische Geschichte ala Needful Things. Darauf muss man sich einlassen. Wenn man dranbleibt überrascht der Autor im zweiten Teil des Buches mit einem Plottwist, um dann im dritten Teil alles noch einmal auf links zu drehen. Da muss man dann als Leser erstmal kurz durchatmen, die Gedanken ordnen und letztlich anerkennen, was für eine tolle Idee das war. Mir hats super gefallen, ich fühlte mich an meine Anfänge im Horrorgenre erinnert und habe die Lektüre sehr genossen.
Endlosschleife des Grauens
Bewertung am 09.12.2023
Bewertungsnummer: 2085058
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Worum geht’s?
Die Jugendlichen Richard und Tom sind nachts am Fluss unterwegs – dann verschwindet Tom. Kurz darauf besucht Jack Richard, und auch Jack verschwindet spurlos. Als die Polizei Richard befragt, verstrickt der sich in seltsame Erzählungen und Widersprüche. Hat er etwas mit dem Verschwinden der beiden zu tun?
Meine Meinung:
Ich habe schon viele Bücher von Jo Nesbo gelesen, aber „Das Nachthaus“ ist total anders. Bezeichnet wird das Genre als Roman, doch es ist ein Mix aus Roman, Thriller, Horror und vielem mehr. Anders, aber irgendwie total genial, mitreißend und fesselnd. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch, von dem ich schon so viel Positives gehört habe, erwartet habe. Aber das definitiv nicht! Ich wurde absolut geflasht und bin gespannt, ob wir noch mehr solche Bücher von dem Autor bekommen werden.
Herr Nesbo unterteilt das Buch in 3 Teile, von denen einer verwirrender ist, als der nächste. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist jetzt wahr? Was nicht? Was ist die Realität? Wie hängt alles zusammen? Selten hat es ein Roman geschafft, mich so zu bannen und gleichzeitig zu verwirren. Auch die Figur des Richard gefällt mir gut. Er ist undurchsichtig, empathisch und psychotisch zugleich. Ist er gut? Ist er böse? Findet es heraus!
Der 1. Teil des Buches beginnt schon mit einer krassen Horrorszene. Hier erleben wir den 15jährigen Richard und wie er seine Schulkameraden auf kuriose Weise verliert. Für die Szenen braucht man harte Nerven und wenn man so viel Fantasie hat, wie ich, ist es wirklich grauenvoll zu lesen – ein bisschen wie ein Unfall: Man will wegsehen, kann aber einfach nicht! Und auch die Atmosphäre, die Herr Nesbo in den einzelnen Szenen schafft, ist einfach genial. Das Nachthaus, die Szenen am Fluss, in der Telefonzelle und später in der Besserungsanstalt. Selbst die unrealistischen Dinge haben so real gewirkt, dass es mir kalt den Rücken runtergelaufen ist und ich beim Lesen mehrmals über die Schulter geschaut habe. Im 2. Teil sind wir 15 Jahre weiter und möchten fast schon durchatmen, aber dann kommt der 3. Teil und alles zuvor Gelesene bekommt einen noch schrecklicheren Anklang. Der Autor hat es geschafft, mich zu verwirren und an der Realität des gelesenen zu zweifeln. Wer ist wer? Was ist real? Was nicht? Ist alles wirklich passiert? Und das Beste ist: Das Buch endet mit dem ersten Satz des Buches – sodass man es theoretisch in Dauerschleife ewig weiterlesen könnte. Hier erlebt ihr wirklich Schrecken ohne Ende – von mir eine ganz klare Leseempfehlung, wenn ihr mal einen etwas anderen Horror erleben wollt.
Fazit:
Der Roman „Das Nachthaus“ von Jo Nesbo ist nichts für schwache Nerven und Menschen mit zu viel Fantasie. Ganz anders, als seine anderen Bücher, schafft Herr Neso Horrorszenen, die wirklich der blanke Horror sind. Er baut einen Thrill auf, der unter die Haut geht und schafft Charaktere, die nicht besser in die Geschichte hineinpassen könnten. So wird sein Buch zu einem absoluten Pageturner, der einen an sich selbst und seiner Wahrnehmung zweifeln lässt und bei dem einem die Haare zu Berge stehen.
5 Sterne von mir für dieses geniale Horrorszenario, ich habe es genossen, mich endlos verwirren und ängstigen zu lassen!
Meinung aus der Buchhandlung
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Ein ganz ungewohnter, jedoch genauso packender Jo Nesbo. Die Leser werden in eine dunkle, schon fast wahnhafte Welt gezogen, die einen an Stephen King erinnert und an dem eigenen Verstand zweifeln lässt.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Norwegen in den 80ern. Richard ist 14 und kommt nach einem traumatischen Erlebnis in eine neue Schule. Dort lebt er sich mehr schlecht als recht ein, den drögen Alltag versüßt ihm lediglich Klassenkameradin Karen, in die er sich verliebt. Als zwei seiner Mitschüler verschwinden gerät er plötzlich ins Visier der Polizei. Das alles klingt nach Coming of Age und irgendwie ist es das auch aber das Buch geht viel weiter. Auf zwei Zeitebenen mischt sich Horror mit Psychothriller, Mysteryelemente mit dunkler Fantasy und einem Spannungsbogen, der es in sich hat. Mein erster Nesbø (Schande über mich!) ist sicher nicht mein letzter.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.