Produktbild: Neurobiest

Neurobiest

1

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.2023

Verlag

Eridanus Verlag

Seitenzahl

333

Maße (L/B/H)

18,7/12/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Anthrazit / Khaki

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-946348-39-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.10.2023

Verlag

Eridanus Verlag

Seitenzahl

333

Maße (L/B/H)

18,7/12/3 cm

Gewicht

376 g

Farbe

Anthrazit / Khaki

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-946348-39-9

Herstelleradresse

Eridanus Verlag
Hastedter Heerstraße 103
28207 Bremen
DE

Email: service@eridanusverlag.de

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Vielseitig, Innovativ, mit starker Sprache

Bewertung aus Stuttgart am 12.09.2024

Bewertungsnummer: 2290587

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Neurobiest hat viel zu bieten, trotz angenehm überschaubarer Länge. Anstatt sich auf ein einziges Schema zu beschränken, kombiniert der Roman Elemente von Utopie, Dystopie, Hard-SF, Sozial-, Queer- und Biotech-Zukunftsvision. Schon allein das macht ihn zu einem Leseereignis. Ich habe in meinem Tolino zig Textstellen markiert. Trotzdem frage mich beim Anschauen meist, warum ich den Absatz darunter nicht ebenfalls markiert habe, weil auch dieser (be-)merkenswert ist. Im Mittelpunkt der Handlung steht Bio-Punk, aber es geht ebenso um Neurologie und menschliches Bewusstsein. VR- und AR-Tech darf mitspielen, die Entwicklung von persönlichen Identitäten, sozialen Strukturen und Stadtentwicklung kommen vor, sogar Urban-Gardening-Punk (yeah!). Wenn es an dem Roman etwas zu kritisieren gibt, dann, dass es des Guten teils zu viel ist. Zwischen all den interessanten Themen geht schon mal der Fokus verloren: Was von den Ideen ist zentral für die Handlung? Es gibt zwei Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Der 2090er zeichnet sich durch dichtes Erzählen aus. Wenige Protagonistinnen, denen wir auf ihren Pfaden durch den ebenso verwunschenen wie verwünschten Amazonas-Dschungel folgen. Mira findet dabei eine Sprache, die auch surreale Wahrnehmungen und Bewusstseinszustände fühlbar macht. Der 2100er Handlungsstrang spielt in Berlin. Er ist breiter angelegt, mit mehr Personen und Schauplätzen. Herausragend finde ich die Schilderung der Megaparty „Kalypse“. Dort verbinden sich eine Reihe neuer Ideen zu einem sehr eindrücklichen sinnlichen Erlebnis. Ein Lebensgefühl der Zukunft wird lebendig. Der Showdown hat mich nicht mitgerissen, obwohl er schön neurobiestig in einem James-Bond-reifen Setting daherkommt. Vermutlich liegt es daran, dass die vorangehende Handlung nicht klar auf diesen Showdown zusteuert. Er kam (für mich) überraschend, ohne dass zuvor die zugehörige Spannung aufgebaut wurde. Dafür fand ich den Abschluss des Romans dann wieder sehr schön: Es findet zusammen, was zusammengehört. Ein Kreis schließt sich. Letztlich bleibt die Botschaft, dass wir nicht in Depressionen verfallen müssen angesichts von Krisen und Umweltzerstörung. Sondern dass wir trotz allem mit Zuversicht in die Zukunft gehen können. Dazu müssen wir uns allerdings aufraffen und es gemeinsam tun.

Vielseitig, Innovativ, mit starker Sprache

Bewertung aus Stuttgart am 12.09.2024
Bewertungsnummer: 2290587
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Neurobiest hat viel zu bieten, trotz angenehm überschaubarer Länge. Anstatt sich auf ein einziges Schema zu beschränken, kombiniert der Roman Elemente von Utopie, Dystopie, Hard-SF, Sozial-, Queer- und Biotech-Zukunftsvision. Schon allein das macht ihn zu einem Leseereignis. Ich habe in meinem Tolino zig Textstellen markiert. Trotzdem frage mich beim Anschauen meist, warum ich den Absatz darunter nicht ebenfalls markiert habe, weil auch dieser (be-)merkenswert ist. Im Mittelpunkt der Handlung steht Bio-Punk, aber es geht ebenso um Neurologie und menschliches Bewusstsein. VR- und AR-Tech darf mitspielen, die Entwicklung von persönlichen Identitäten, sozialen Strukturen und Stadtentwicklung kommen vor, sogar Urban-Gardening-Punk (yeah!). Wenn es an dem Roman etwas zu kritisieren gibt, dann, dass es des Guten teils zu viel ist. Zwischen all den interessanten Themen geht schon mal der Fokus verloren: Was von den Ideen ist zentral für die Handlung? Es gibt zwei Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Der 2090er zeichnet sich durch dichtes Erzählen aus. Wenige Protagonistinnen, denen wir auf ihren Pfaden durch den ebenso verwunschenen wie verwünschten Amazonas-Dschungel folgen. Mira findet dabei eine Sprache, die auch surreale Wahrnehmungen und Bewusstseinszustände fühlbar macht. Der 2100er Handlungsstrang spielt in Berlin. Er ist breiter angelegt, mit mehr Personen und Schauplätzen. Herausragend finde ich die Schilderung der Megaparty „Kalypse“. Dort verbinden sich eine Reihe neuer Ideen zu einem sehr eindrücklichen sinnlichen Erlebnis. Ein Lebensgefühl der Zukunft wird lebendig. Der Showdown hat mich nicht mitgerissen, obwohl er schön neurobiestig in einem James-Bond-reifen Setting daherkommt. Vermutlich liegt es daran, dass die vorangehende Handlung nicht klar auf diesen Showdown zusteuert. Er kam (für mich) überraschend, ohne dass zuvor die zugehörige Spannung aufgebaut wurde. Dafür fand ich den Abschluss des Romans dann wieder sehr schön: Es findet zusammen, was zusammengehört. Ein Kreis schließt sich. Letztlich bleibt die Botschaft, dass wir nicht in Depressionen verfallen müssen angesichts von Krisen und Umweltzerstörung. Sondern dass wir trotz allem mit Zuversicht in die Zukunft gehen können. Dazu müssen wir uns allerdings aufraffen und es gemeinsam tun.

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Neurobiest

von Aiki Mira

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