In der fernen Zukunft hat sich die Menschheit über die Galaxis ausgebreitet. Der Krieg gegen die nahezu unbesiegbare Alien-Zivilisation, die man die Architekten nennt, ist vor vielen Jahrzehnten beendet worden. Idris, einer der Kriegshelden von damals, fristet sein Dasein als Pilot eines Schrottsammelschiffs – bis er eine Entdeckung macht, die nur eines bedeuten kann: Die Architekten sind zurück. Und die Menschheit schwebt in höchster Gefahr …
Ungekürzte Lesung mit Matthias Lühn
17h 55min
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Fulminanter Start in eine epische Space Opera!
books.and.sorcery am 17.11.2022
Bewertungsnummer: 1828201
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
“Die Scherben der Erde” ist der actiongeladene Auftakt zur “The Final Architects”-Trilogie von Adrian Tchaikovsky, übersetzt von Irene Holicki.
Schon als ich die ersten paar Seiten im Prolog gelesen habe, habe ich Highlight-Potenzial erspürt. Wir werden direkt in eine riesige, weltenumspannende Actionszene geschmissen, die einen nur so in das Buch einsaugt, weil es um so *verdammt* viel geht.
Wir erfahren, dass die Erde von Aliens mit der Größe von Monden zerstört und in eine Art spiralförmiges Kunstwerk verformt wurde (s. Cover - die Aliens heißen nicht umsonst “Architekten”). Weitere von Menschen bewohnten Planeten folgten und die Menschheit wurde in eine “Polyaspora” quer durch die Galaxie zerstreut, bis diese intergalaktischen Wesen vertrieben wurden und der Krieg endete. Mehrere Generationen nach den Angriffen dieser Wesen begleiten wir in verschiedenen PoVs die Raumfahrer-Crew des Schrottsammlers “Geiergott”, welches, naja, seine besten Tage schon hinter sich hat. Und wie könnte es anders sein: Sie machen eine schaurige Entdeckung, die intergalaktische politische Folgen haben wird.
Neben dem spannenden Plot geht es vor allem um Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt - die ganze Crew ist mir toootal ans Herz gewachsen Mit am besten gefallen haben mir die zahlreichen Gruppierungen und Aliens, die Tchaikovsky hier erschuf. Ein Beispiel:
Die Parthenierinnen sind künstlich erschaffene und genetisch manipulierte Kriegerinnen mit mega heftigen Rüstungen mit Flügeln. Von den Menschen werden sie “Kriegerengel” genannt. Das Parthenon besteht auschließlich aus Frauen; Heteronormativität wird grundsätzlich abgelehnt. Von dieser Gesellschaft zu lesen war einfach unglaublich spannend, da es zwar altbekannte Strickmuster beinhaltet (…Klonkrieger), aber frisch und neu erzählt. Kleiner Wermutstropfen: Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Sorgfalt in der Übersetzung gewünscht, denn das generische Maskulinum hat an dieser Stelle verwirrt.
Neben meiner Begeisterung habe ich jedoch drei Kritikpunkte: 1) Im Mittelteil hätte es mir ein Tick weniger an Action sein können. Leider blieb die Charakterentwicklung für meinen Geschmack ein wenig zu lange auf der selben Stelle. Ich hätte mir mehr Nähe zu den Figuren gewünscht, wie es im ersten und letzten Drittel der Fall war. 2) Manche Kapitel haben sich zu schnell, manche zu abstrakt und etwas info-dumpy angefühlt. 3) Eine PoV hätte ruhig weggelassen werden können, die war nämlich nicht wirklich interessant und hat mich im Lesefluss teilweise aus der Immersion gerissen.
Zusammengefasst, für mich war es eine unglaublich EPISCHE, komplexe, diverse und reichhaltige neue Space Opera, die mich an meine liebsten Franchises Mass Effect und Star Wars erinnert hat und sich trotzdem frisch anfühlt.
Ich vergebe 4.5 von 5 und freue mich damit sehr auf die Fortsetzung!
Danke an das Bloggerportal und den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Mit Die Scherben der Erde…
Buecherbriefe am 30.10.2022
Bewertungsnummer: 2854394
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Mit Die Scherben der Erde liegt der erste Band der Architekten-Trilogie des bekannten britischen Autors Adrian Tchaikovsky vor. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Menschheit im Weltall ausgebreitet, bis eines Tages die Architekten auftauchen: Mondgroße (Lebe)Wesen, die einem nicht nachvollziehbaren ästhetischem Empfinden folgend ganze Planeten zu Skulpturen umformen und dabei jegliches Leben zerstören. Die Menschheit kann ihnen nichts entgegensetzen, weder konventionelle Waffen noch hochgezüchtete Kriegerklone scheinen ihnen etwas anhaben zu können. Es beginnen jahrzehntelange Flüchtlingswellen, die erst ihr Ende finden, als es dem Intermediär Idris, einem parapsychologisch begabten Menschen, gelingt, Kontakt mit einem Architekten aufzunehmen und ihm die Existenz der Menschheit bewusst zu machen. Der Architekt verschwindet daraufhin tatsächlich und Jahrzehnte des Friedens brechen an. Der gefeierte Kriegsheld Idris sucht unterdessen die Abgeschiedenheit und verdingt sich als Schrottsammler am äußersten Rande des Universums. Bis er eines Tages bei einer Mission Anzeichen dafür entdeckt, dass die Architekten zurückgekehrt sind… Auf den ersten Blick scheinen sich dabei meine Befürchtungen bestätigt zu haben. Von Anfang an wird der Leser mit Begriffen bombardiert, die allenfalls Genre-Lesern geläufig sind. Wir begegnen einer Vielzahl an außerirdischen Rassen, zahlreichen Planeten, unzähligen politischen Gruppierungen und werden mit unterschiedlichsten Technologien konfrontiert, die allenfalls in einem Nebensatz erklärt werden. Auch inhaltlich scheint der Roman überfrachtet zu sein. Das bestimmende Motiv Tchaikovskys ist die Schilderung einer Welt, deren Bewohner ihren gemeinsamen Mittelpunkt verloren haben und in ihrem verzweifelten Streben nach Halt immer weiter auseinanderdriften. Mehrere politische Bewegungen versuchen dabei die Vorherrschaft zu erlangen, seien es nun Nachfolger der Erde, eine menschlich-identitären Bewegung oder die muschelartigen und gottähnlichen Essiel, die einen Schutz vor den Architekten zu bieten scheinen. In unterschiedlichen Ausprägungen behandelt der Autor zudem noch weitere zeitgemäße Themen wie Rassismus, Nationalismus, Inklusion, Diaspora oder Flüchtlingsbewegungen. Für den Unterhaltungsfaktor ist dabei sicherlich hilfreich, dass er den Roman nicht als Plattform für seine eigenen politischen Ansichten nutzt, sondern diese Aspekte stimmungsvoll in seine Welt integriert. Aus meinen bisherigen Ausführungen könnte man nun leicht den Schluss ziehen, dass der Roman einfach nicht genug Platz bietet, um all dem gerecht zu werden. Um der Informationsflut entgegenzuwirken, bedient sich der Autor daher verschiedenster Werkzeuge. Hervorzuheben wäre dabei sein Hang zu Action-Szenen – der ganze Roman ist gespickt mit Kampfszenen, die aufgrund der unterschiedlichen Szenarien tatsächlich Abwechslung bieten. Tchaikovsky gelingt es dabei, die spezifischen Gegebenheiten der jeweiligen Umgebung mit einzubeziehen und zögert auch nicht, wichtige Figuren sterben zu lassen, sodass der Leser gar nicht erst auf die Idee kommt, diesen Abschnitten weniger Aufmerksamkeit zu widmen. Ein weiteres wichtiges Element seiner Erzählung sind die zahlreichen und vielfältigen Protagonisten, die einem im Laufe der Handlung ans Herz wachsen. Liebevoll beschreibt und behandelt der Autor Menschen und Außerirdische mit all ihren inneren und äußeren Macken. So reichen bereits einige wenige seiner unterhaltsamen Dialoge aus, damit sie uns ans Herz wachsen. Gerade die Interaktionen der Crew der Geiergott lässt den ansonsten weiten Erzählwinkel von Tchaikovsky schrumpfen und erdet die ganze Handlung. Ein weiter wichtiger Aspekt des Romans ist die Schilderung der Weltraumreisen. Die Menschheit kann sich im Weltraum nämlich nicht frei bewegen, sondern ist auf die Nutzung von Passagen angewiesen, die sich zwischen allen Planeten befinden. Außerhalb dieser Passagen liegt der sogenannte Unraum. Betreten normale Lebewesen diesen Unraum, so verlieren sie innerhalb kürzester Zeit den Verstand. Einzig die Intermediäre sind in der Lage, diesen Raum einigermaßen unbeschadet zu durchqueren und sind daher gefragte Piloten und Navigatoren. Allerdings machen ihre parapsychischen Kräfte sie gleichzeitig auch zum einzigen Mittel der Menschheit gegen die Bedrohung der Architekten. Dabei kämpfen sie nicht im herkömmlichen Sinne – physische Gewalt kann den Architekten nichts anhaben – sondern versuchen vielmehr psychisch zu ihnen vorzudringen und Kontakt aufzunehmen. Die Schilderungen der Reisen durch den Unraum und die Kontaktaufnahmen mit den Architekten gehören dabei sicherlich zu den Highlights des Romans, liegen sie doch jenseits aller Konventionen. Fazit: Mit Die Scherben der Erde legt Adrian Tchaikovsky einen gelungenen Auftaktband hin, der trotz seiner Informationsflut durch ein spannendes Szenario und zahlreiche Action-Szenen begeistern kann. Sicherlich kein Meisterwerk, aber eine überaus unterhaltsame Lektüre!
Meinung aus der Buchhandlung
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Ist die größte außerirdische Bedrohung der Menschheit zurück? Sci-Fi der Extraklasse
Bewertet: eBook (ePUB)
Science Fiction der Extraklasse! Mich hat Tchaikovsky schon mit seinem preisgekrönten und einfallsreichen Roman "Kinder der Zeit" sehr positiv überrascht und auch diese Reihe setzt wieder Maßstäbe.
Eine unbekannte Macht hat die Menschheit an den Rand der Vernichtung gebracht und versetzt das Universum immer wieder in Alarmzustand. So auch jetzt: nachdem 70 Jahre Ruhe war, gibt es Hinweise auf eine Rückkehr der nebulösen Architekten.
Natürlich stößt ausgerechnet eine Aussenseite-Raumschiffcrew auf den entscheidenden Hinweis und ist umgehend Zielscheibe unterschiedlichster Interessengemeinschaften - von kriminellen Organisationen, über Geheimdienste bis zu rivalisierenden Regierungen.
Genau das Richtige, wenn du innovative intelligente Science Fiction suchst. Besser als Star Wars!
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