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Nostalgia Roman |"Ein Buch von großer Kraft." Der Tagesspiegel

9

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.05.2024

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,6 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Seidengrau / Grau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0181-3

Beschreibung

Rezension

Ein Buch voller Wärme, das zum Nachdenken bringt. ("tagesspiegel.de")
Kaum jemand schreibt besser über die Zeit der Jugend, über Verliebtsein und Verzweifeln, über Einsamkeit und Euphorie beim Neuentdecken der Welt. ("Berliner Zeitung")
Ein wichtiges Buch. ("Welt am Sonntag")
Augenzwinkernd spielt Kubiczek mit Realität und Fiktion, wechselt gekonnt Perspektiven und Zeitebenen. So hält er die Spannung. ("tip Berlin")
Ein Buch von großer Kraft. ("Der Tagesspiegel")
Kubiczek webt seine Jugend in wunderbar dichte Szenen und Sätze … trifft genau den richtigen Ton zwischen Trauer, Humor und Liebe, ohne nostalgisch zu werden. ("RBB")
Dem Autor gelingt eine sprachliche Dichte, ein Humor … auf zerbrechlich-schöne und unwiderstehlich traurige Weise erzählt. ("NDR Kultur")
Kubiczeks autobiografischer Roman erzählt vom Leben seiner laotischen Mutter in der DDR ... ein packender Romanstoff. ("Berliner Morgenpost")
Eine eindringliche Lektüre, die durch Authentizität und Ehrlichkeit überzeugt. Der Roman lebt von den atmosphärischen Details und kontrastiert die Tragik mit einem leichten, bisweilen gewitzten Ton. ("SWR 2 "Lesenswert"")
Kubiczek wendet sich herzergreifend abgründigen Schlüsselmomenten seines Lebens zu, ohne dass ihn dabei der Humor verlässt. ("Märkische Allgemeine")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.05.2024

Verlag

Rowohlt Berlin

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,6/13,2/3,6 cm

Gewicht

494 g

Farbe

Seidengrau / Grau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7371-0181-3

Herstelleradresse

Rowohlt Berlin
Neue Promenade 5
10178 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Martina *Blubie*

    aus Schönau

    5/5

    09.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend und informativ

    Andre Kubiczek hat mich mit seinem Buch zurück in die 70er und 80er Jahre versetzt und zwar mitten in die DDR, wo er aufgewachsen ist als Sohn eines deutschen Vaters und einer Laotischen Mutter. Wir lesen über seinen Alltag als Teenager in einem kommunistischen Land und natürlich über sein "Anderssein" mit seinem exotischen Aussehen. Alltagsrassismus, die Behinderung seines jüngeren Bruders und die Krankheit seiner Mutter bestimmen seinen Alltag. Trotz der schweren Themen, wirkt das Buch aber nicht jammernd oder anklagend, Kubiczeks Schreibstil ist erzählerisch und man hat das Gefühl bei all den tagtäglichen Abläufen mittendrin zu sein. Seine erst kindlichen, später jugendlichen, Gedanken zu bestimmten Situationen lassen den Leser tief teilhaben und so entsteht ein sehr intimes Alltagsporträt. Die ersten beiden Drittel zeigen sein jugendliches Leben aus seiner Sicht, im letzten Drittel lässt er uns an Erinnerungen seiner Mutter teilhaben. Auch wenn der Buchtitel nach Verklärung klingt, der Inhalt ist es nicht. An manchen Stellen hat mich die Erzählung tief beührt und an vielen Stellen konnte ich dazu lernen - eine Mischung, die ich in einem Buch sehr schätze. Von mir gibt es eine ganz große Leseempfehlung, nicht nur für Ex-DDRler.

  • yellowdog

    5/5

    24.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Favorit für die Shortlist

    Nostalgia ist eine Familiengeschichte, die in den frühen Achtziger Jahren in der DDR angesiedelt und die trotz des Titels nicht nostalgisch verklärt sondern glaubhaft und echt den Zustand zeigt. Die erlebende Perspektive ist die des Kindes André. Es ist ein autobiografisch gefärbter Text, liest sich aber nicht wie die übliche autofiktionale Literatur. Das liegt auch darin, dass nicht in der ersten Person erzählt wird. Zentrale Figur ist die der Mutter, die aus Laos stammte und au Liebe in die DDR ging. Diese Herkunft ist manchmal nicht einfach für Andre, zum Beispiel wenn er in der Schule Schlitzauge genannt wird. Hinzu kommt noch der jüngere Bruder, der geistig behindert ist. Und auch die Mutter wird krank. Es wird schlimmer und damit endet Andres unbekümmerte Jugend schnell. Später wird auch die Perspektive der Mutter gezeigt. Andre Kubiczek schreibt detailliert, vielleicht manchmal zu ausführlich. Vielleicht erreicht er mit seiner Genauigkeit aber auch erst den Leser. Es ist ein Text, der einen nicht gleichgültig lässt.

  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    4/5

    10.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr authentisch!

    NOSTALGIA André Kubiczek DDR in den 70er/80er Jahren: „Nastalgia“ ist ein autobiografisches Familienporträt des Autors André Kubiczek. Geprägt von seiner laotischen Mutter und seinem geistig behinderten Bruder, wird der Protagonist immer wieder Ziel diskriminierender Anfeindungen. Kubiczek schildert detailliert seine Kindheit und lässt uns an Episoden jener und seiner Jugend teilhaben. Dabei gewährt er uns tiefe Einblicke in sein Inneres. Er ist ein sensibler Junge, der einfach nur „dazugehören" will und sich oft am liebsten unsichtbar machen würde. Freundschaften und seine Familie sind ihm dabei sehr wichtig. Das erste Drittel des Buches liest sich wie eine Coming-of-Age-Geschichte. Ab der Mitte des Buches steht seine Mutter im Fokus, die ihre Sicht der Dinge selbst erzählt. Im letzten Viertel erfahren wir, wie sich seine Eltern in Moskau kennenlernen und ineinander verlieben. Wir erleben, wie seine Mutter von ihrer Familie verstoßen wird, als sie mit einem Baby im Bauch "den Deutschen" heiraten möchte, und wie sie von Anfang an mit der Entscheidung haderte, ihren laotischen Pass gegen den der DDR einzutauschen. Das Buch hat mich atmosphärisch überzeugt, vor allem durch die vielen offenen Fragen, die erst zum Ende hin aufgelöst wurden, den raffinierten Aufbau und die wechselnden Erzählperspektiven. Trotz dieser positiven Aspekte hätte ich mir ein wenig mehr Spannung oder einen größeren Plot zum Ende gewünscht. 4/ 5

  • Mirja103

    aus Hamburg

    3/5

    14.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufwachsen in der DDR

    Der Autor schildert Kindheit und Jugend in der DDR. Ein wichtiger Aspekt ist der Blick auf den Erzähler als "Ausländer". Man sieht ihm an, dass seine Mutter aus Laos kommt. Er wird gehänselt und auch von Erwachsenen immer wieder diskriminierend angesprochen. Insgesamt ist seine Kindheit und Jugend nicht einfach. Sein Bruder hat eine geistige Behinderung und seine Mutter ist krank. Mich hat die Geschichte nur begrenzt gefesselt. Mir waren die Zeitsprünge oft zu abrupt und dass der letzte Teil plötzlich zeitlich rückwärts erzählt wird, fand ich verwirrend. Durch die Zeitsprünge hatte ich das Gefühl, den Figuren nicht nahe genug zu kommen. Immer wieder gibt es Anmerkungen, wie das Leben in der DDR war und welche Auswirkungen das Regime auf das Leben hatte. Man bekommt eine ungefähre Vorstellung, wie es gewesen sein muss.

  • Bories vom Berg

    aus München

    3/5

    01.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hier also bin ich Der stark…

    Hier also bin ich Der stark autografisch inspirierte Roman «Nostalgia» des Schriftstellers André Kubiczek, dessen Mutter aus Laos stammte, beginnt wie eine Coming-of-Age-Geschichte, um dann aus laotischer Perspektive ein Frauenschicksal zu schildern, wie es beklemmender kaum vorstellbar ist. Ohne aber, trotz des Titels, nostalgisch verklärt zu sein. Die ersten zwei Teile der vierteiligen Erzählung schildern aus der Sicht Andrés dessen Schulalltag in der Spätphase der DDR. Mit seinem asiatischen Aussehen ist er in Potsdam Hänseleien der Mitschüler ausgesetzt, aber auch Schikanen einer böswilligen Lehrerin. Der jüngere Bruder des Dreizehnjährigen ist geistig behindert. Nur nicht auffallen ist die Devise von André angesichts des Alltagsrassismus, dem er ausgesetzt ist, und deshalb achtet er strikt darauf, dass ja niemand etwas von der Behinderung seines Bruders erfährt, auch seine Freundin nicht. Es ist eine Geschichte, die einem unter die Haut geht, deren Tragik aber von einem wohltuend lockeren Erzählton angenehm kontrastiert wird. Der in der DDR geborene André ist sehr zufrieden mit seinem Leben, er kommt in der Schule gut voran, hat viele Freunde, ist gerne auch bei den Großeltern zu Besuch und erlebt all jene für einen Heranwachsenden prägenden Ereignisse. Der Autor versteht es, diese Jugend derart authentisch zu schildern, dass man häufig auch an eigenes Erleben erinnert wird. Das klingt dann auch sprachlich nicht nur so unglaublich real, dass man die Gedankengänge des Jugendlichen, seine Wünsche und Träume, aber auch seine Ängste geradezu mitzuspüren glaubt, alles scheint außerdem auch dokumentarisch echt zu sein. Für die Wessis unter den Lesern wird die sozialistische Idylle mit ihren subtilen Gängelungen und dem gehirnwäsche-artigen, politischen Weltbild äußerst stimmig beschrieben. Insoweit ist dieses Buch nicht nur ein Entwicklungs-Roman, sondern auch ein DDR-Roman. Das kommt dann auch im dritten Teil der Geschichte zum Tragen, wenn im Rückblick Teo, die laotischen Mutter, in den Fokus rückt. Sie stammt aus einer prominenten Familie, ihr Vater war bis zum kommunistischen Putsch 1975 Außenminister von Laos und wurde dann von der eigenen Leibgarde ermordet. Während ihres Studiums in Moskau hatte Teo ihren aus der DDR stammenden Mann kennen gelernt und ist ihm in seine Heimat gefolgt, wo sie geheiratet haben und wo schon bald auch ihre zwei Söhne geboren wurden. Andrés Vater strebt eine wissenschaftliche Karriere an und schreibt an seiner Doktorarbeit, die Mutter arbeitet, deutlich unterqualifiziert, als Dolmetscherin, bis ihr Vorgesetzter auch ihr den Weg zur Promotion öffnet. Sie erkrankt aber unheilbar an Krebs, und eines Tages erhält André, der inzwischen selbst studiert, ein Telegramm mit der Todesnachricht. Über seinen Kommilitonen, der ihm kondoliert, heiß es im Buch: «Jens weiß, wie es ist, keine Mutter zu haben. Er hat seine eigene vor Jahren an einen Mann verloren, der nicht sein Vater ist». Derartig stimmige, lockere Formulierungen finden sich viele in diesem Roman, der die Chronologie virtuos negiert und dann am Schluss eben damit endet, dass die junge Teo mit ihrem Samsonite-Koffer, «der T34 unter den Koffern der Welt», wie ihr Mann meint, am Bahnhof ankommt. Sie war nach Moskau geflogen und mit dem Nachtzug nach Berlin weiter gefahren, wo sie der Vater ihres Mannes abholt. Sie tritt auf den Bahnhofs-Vorplatz und denkt: «Hier also bin ich». Mit ihrem ersten Schritt ins Unbekannte, in ein neues Leben für die junge Loatin, endet diese Geschichte schließlich, so paradox es scheint. Alle Figuren werden so lebensecht geschildert und sind durchweg so sympathisch, dass man sich nur schwer von ihnen trennen kann. Der Roman wurde für den Deutschen Buchpreis 2024 nominiert, man kann dem in Anbetracht seiner literarischen Qualitäten nur zustimmen!

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