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Band 13

Reisen im Mittelalter Unterwegs mit Pilgern, Rittern, Abenteurern

Aus der Reihe Fischer Forum
6

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9447

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2024

Abbildungen

mit 15 schwarzweissen -Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

22,2/14,9/4 cm

Gewicht

680 g

Farbe

Graugrün / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

A Travel Guide to the Middle Ages. The World Through Medieval Eyes

Übersetzt von

Karin Hielscher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397144-6

Beschreibung

Rezension

Was Anthony Bale mit sichtlichem Spaß gesammelt hat, erinnert an moderne Zeitungsberichte, denen zufolge Einwohner Maßnahmen ergreifen müssen, um zivilisatorische Errungenschaften aufrechtzuerhalten. ("Salzburger Nachrichten")
Der Mediävist Anthony Bale zeigt in seinem so unterhaltsamen wie informativen Buch, dass das Reisen älter ist, als man annehmen würde. ("NZZ Geschichte")
ein in Fülle und Weite gut geschriebener und vergnüglich zu lesender Reiseführer in ein fernes Zeitalter ("DAMALS")
Lesen ist Reisen? Das klingt nach einer Plattitüde, trifft auf dieses tolle Buch aber wirklich zu ("NZZ am Sonntag")
Wem Zugverspätungen, Stau oder langwierige Flughafen-Checks auf die Nerven gehen, der sollte in das mitreis(s)ende Buch von Anthony Bale hineinlesen. ("Kronen Zeitung")
Lehrreiche und spannende Lektüre. ("Stuttgarter Zeitung")
Anthony Bale […] macht nicht bloss eine Reise in die Zeit, sondern eine Reise in der Zeit von damals – hinreissend und herausragend. ("SonntagsBlick")
So zeichnet Bale ein anrührendes Bild einer Zeit, in der Europäer fremde Kulturen noch selten unterjochten, sich ihnen öfter neugierig näherten. ("Die Presse")

Produktdetails

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9447

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2024

Abbildungen

mit 15 schwarzweissen -Abbildungen, schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

22,2/14,9/4 cm

Gewicht

680 g

Farbe

Graugrün / Lichtgrau

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

A Travel Guide to the Middle Ages. The World Through Medieval Eyes

Übersetzt von

Karin Hielscher

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397144-6

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    5/5

    10.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Mittelalter aus einer anderen Perspektive

    Ein außergewöhnliches Buch über das Mittelalter, weil es sich nicht nur mit den historischen Fakten auseinandersetzt, sondern sich vor allem mit der Gedankenwelt der Menschen beschäftigt. Es liest sich manachmal fast so wie Umberto Eccos "Baudolino" als Sachbuch.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    07.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Glauben, Handel und Abenteuer

    Dieses Buch ist ein Reiseführer der besonderen Art. Der britische Historiker erzählt, wie Pilger, Kreuzfahrer und Händler im Mittelalter in die Fremde zogen – angetrieben durch religiöse Sehnsüchte, Geld-, Macht- oder Neugier. Er nimmt uns mit auf eine geografisch weite Reise – von Ulm und Aachen über Pilgerstätten und Handelszentren in Rom, Venedig, Konstantinopel und Jerusalem bis nach Äthiopien, Indien und China.  Das Buch ist prall gefüllt mit historischen Quellen und Berichten, aber sehr kurzweilig, weil wir viele historische Persönlichkeiten begleiten und die Reiseabenteuer durch ihre Augen erleben. Der florentinische Kaufmann Pegolotti zum Beispiel dokumentierte detailliert die Route von der Krim bis nach China und den Fernhandel über die Seidenstraße mit all ihren Risiken. So beliebt wie sein Handbuch für angehende Händler war auch der Reisebericht von Sir John Mandeville, der Pilgerreisen, wundersame Völker und die Suche nach dem irdischen Paradies beschrieb. Und Marco Polo vermittelt uns voller Begeisterung die Schönheit des prunkvollen Palasts Khanbaliq im heutigen Peking. Die Grenzen zwischen realer Erfahrung und Wunderbericht konnten damals schon verschwimmen. Anthony Bale schreibt lebendig und unterhaltsam und zeigt nicht nur, wie dynamisch, abenteuerlich und vielfältig die Menschen im Mittelalter unterwegs waren, sondern auch, wie sie die Welt sahen.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    26.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Historisches Reisen zwischen zwei Buchdeckeln erleben

    Reisen - wer tut dies nicht gern - die Welt entdecken oder das eigene Land ... ??? Anthony Bale hat sich mit dem Reisen beschäftigt, allerdings in einer Zeit, als Reisen völlig anders vonstatten ging als dies heute der Fall ist. Im Mittelalter !!! Er begibt sich auf Reisen mit Rittern, Abenteurern, Mönchen, Kaufleuten oder Pilgern. Das Buch ist hochwertig gebunden, mit einem Schutzumschlag und einem Lesebändchen versehen. Es wurde in 15 Kapitel gegliedert. Es ist aber nicht nur das Reisen im Mittelalter ansich als die Tatsache, wie gereist wurde, mit welchen Mitteln und vielleicht wohin man reiste, es ist dieses Buch auch die Möglichkeit in die Gedanken der Reisenden damals zu blicken - hineinzulesen, wie die Reisenden damals ihre Reisen erlebten, in all den Gerüchen, die ja auch anders waren, als sie es heute sind, in den Gefahren und den Besonderheiten. Auch damals waren die Menschen vom Fernweh angesteckt, Pilger reisten wegen der Hoffnung auf religiöse Erleuchtung, aber auch Kreuzzüge waren Reisen, die Ruhm erhofften. Das Übernachten war auch nicht soooo einfach, wie dies heute natürlich der Fall ist, es gab zahlreiche Gefahren, denen man ausgesetzt war, da einzutauchen, ermöglicht dieses Buch auf kurzweilig spannende und enorm aufschlussreich lebendige Art und Weise. Es war ein Genuss, dieses Buch zu "verschlingen".

  • SmilingKatinka

    aus Finningen

    5/5

    27.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben

    Reisen, das Entdecken fremder Länder und Kulturen, ist ja schon in der heutigen Zeit spannend und birgt so einige Abenteuer. Wie war das wohl erst im Mittelalter? Ich konnte es mir kaum vorstellen und gerade deswegen wurde mein Interesse geweckt. Der Aufbau des Buches ist bestechend logisch. Wir fangen zuhause bei der Reisevorbereitung an und reisen dann quasi einmal um die Welt. Am Ende des Buches erfahren wir auch ein wenig über die Sichtweise derer, die vom anderen Ende der Welt ihre Reisen starteten. Da ich in der Nähe von Ulm wohne, hat mich das Buch natürlich direkt gefesselt, weil wir sehr früh über Reisen nach Ulm erfahren haben. Wenn man schon in den erwähnten Gasthäusern gespeist hat, hat man natürlich einen besonderen Bezug zum Buch. Doch auch die anderen Städte und Länder haben mich abgeholt. Der Schreibstil ist so locker und flüssig, dass man kaum bemerkt, ein Sachbuch zu lesen. Ich habe es tatsächlich nahezu wie einen Roman runtergelesen. Der Inhalt ist aber bestens recherchiert. Besonders gefallen haben mir immer die Einschübe, meist am Ende der Kapitel, die direkt aus dem Mittelalter stammen. Das übersetzte Gespräch in einem Sprachführer lies mich schallend lachen. In heutigen Sprachlehrbüchern sind die Dialoge oft so sinnbefreit, es würde mich kaum wundern, dort genau diesen Dialog zu finden. Ebenso in Erinnerung geblieben ist mir die 1428 auf See geschriebene Ballade und die Kreaturen Indiens. Lesen Sie sich die Beschreibung des Einhorns durch und stellen Sie sich das auf einem Kinder Shirt vor! Dieses Buch gibt einen wirklich interessanten Einblick in das Reisen im Mittelalter und ich habe wirklich Hochachtung vor all den Reisenden und bedanke mich aber auch für den ein oder anderen Schmunzler. Eine kurzweilige, sehr informative Lektüre für Fans des Mittelalters sowie Freunde des Reisens.

  • VolkerM

    4/5

    15.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das dunkle Mittelalter war…

    Das dunkle Mittelalter war gar nicht so rückständig und finster, wie es auch heute immer noch dargestellt wird. Die mittelalterliche Welt war über Kontinente hinweg vernetzt, sowohl über den Handel als auch den monastischen Austausch und die Fernrouten zeigten zu gewissen Zeiten fast schon Züge von Massentourismus. Rom und Jerusalem wurden im 15. Jahrhundert von Pilgern regelrecht geflutet, und es entstand parallel eine florierende Reiseliteratur, die an neuzeitliche Lonely Planet Ausgaben erinnert. Anthony Bale hat in seinem Buch Quellen vom 11. bis frühen 16. Jahrhundert für ein Laienpublikum aufgearbeitet und dabei ein überaus detailreiches und schillerndes Bild der Reisekultur gezeichnet. Gefährlich war das Reisen in jedem Fall, alleine schon durch die gesundheitlichen Risiken, aber auch Wegelagerer, Naturkatastrophen und das Klima machten den Reisenden zu schaffen. Auf der anderen Seite gab es schon im 13. Jahrhundert Strecken, die relativ sicher und für die damalige Zeit komfortabel zu bereisen waren (Marco Polo war z. B. NICHT der erste europäische Kaufmann im tatarischen China!). Herrscher aller Zeiten und Religionen haben immer wieder erkannt, dass Handel Wohlstand bringt und Handel nur blüht, wenn die Kaufleute sicher an ihr Ziel kommen. Bale fokussiert zunächst auf den Pilgertourismus in Europa (die im Klappentext unnötig in Initialstellung gebrachten „Pilgerinnen“ sind de facto die beiden einzigen (spät)mittelalterlichen Frauen, die schriftliche Zeugnisse zu ihren Reisen hinterlassen haben, verglichen mit unzähligen Männern). Das ist ein guter Einstieg, denn er beleuchtet eine der Haupttriebfedern für das frühe Reisen: Der Glaube. Im erweiterten Sinn gehören dazu auch die Kreuzzüge, die Bale ebenfalls einbezieht, denn auch hier wurde eine gefahrvolle Reise gegen das Seelenheil „eingetauscht“. Kulturkonflikte bleiben dabei nicht aus, wobei mir aufgefallen ist, dass die angebliche Toleranz des mittelalterlichen Islam, die heute gerne zitiert wird, ein Mythos ist. Gerade der Islam zeigt in dieser Zeit einen extremen Hang zu Gewalttätigkeit und Unterdrückung, angefangen mit der Zerstörung der Jerusalemer Grabeskirche (VOR den Kreuzzügen, wohlgemerkt!), der Umwandlung christlicher Kirchen in Moscheen, der Zerstörung von Pilgerstätten, bis hin zu Zwangskonvertierungen und natürlich zu Schutzgeldern speziell für Ungläubige. Die Liste ist erschreckend lang und zieht sich über den gesamten Untersuchungszeitraum, ohne dass Anthony Bale das dahinter liegende Problem direkt anspricht. Kritik am europäischen Kolonialismus lässt er dagegen nie aus. Selbst eine mythische Heilquelle, die angeblich dunkle Haut weiß bleichen sollte, wird als verkappter kolonialer Rassismus diskutiert. Dieses Messen mit zweierlei Maß ist in akademischen Kreisen leider derzeit Mainstream, auch wenn es wissenschaftlich bewusst in die Irre führt. Trotz der etwas bedenklichen ideologischen Schieflage sind Bales Darstellungen der mittelalterlichen Reiserealität überaus spannend und erstaunlich detailreich, wenn man bedenkt, wie alt die Quellen sind. Man kann als Leser fast schon etappenweise den Spuren bekannter und vor allem vieler unbekannter Reisender folgen, wobei Bale die geografischen Kreise immer weiter zieht: Von Europa zunächst bis zum Nahen Osten, dann weiter über Indien bis nach China. Afrika ist nur im Norden erschlossen, Japan noch gar nicht. Aber ansonsten ist die damalige Welt überraschenderweise von einem dichten Routennetz durchzogen und Informationen über die Reisepraxis wurden in Pilger- und Händlerkreisen schon früh als Ware gehandelt. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und bis auf den offensichtlichen blinden Fleck bei gewissen ideologisch aufgeladenen Themen halte ich es für ein mitreißend und kompetent geschriebenes Sachbuch, das ein helles Licht auf ein gar nicht so dunkles Mittelalter wirft. (Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Auf meine Rezension wurde kein Einfluss genommen, der Inhalt stellt meine persönliche Meinung dar.)

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