Nick Bell ist ein ganz gewöhnlicher Teenager. Wobei das in einer Stadt voller Superhelden schon wieder ungewöhnlich ist. Und der beste Autor von Superhelden-Fan-Fiction zu sein, ist ja quasi auch eine Superkraft, oder? Als Nick eines Tages Shadow Star, dem berühmtesten Helden der Stadt - und sein heimlicher Schwarm - begegnet, beschließt er, selbst ein Held zu werden, um Shadow Star zu beeindrucken. Widerwillige Hilfe bekommt er dabei von seinem besten Freund Seth. Wird Nick Shadow Stars Herz erobern oder erkennt er, dass seine wahre große Liebe eigentlich schon die ganze Zeit an seiner Seite ist?
Enthaltene Tropes: Secret Identity, Found Family, Friends to Lovers
Spice-Level: 2 von 5
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Franci
aus Ilmenau
4/5
08.06.2024
eBook (ePUB)
Bunt, spaßig und süß.
„Die Außergewöhnlichen“ ist Band eins der aktuellen Jugend-Fantasy-Reihe von T. J. Klune, die wie üblich eine Bandbreite sensibler Themen, Amüsement und Wohlfühlmomente beinhaltet. „The Extraordinaries“ hebt sich jedoch durch die deutlich jüngeren Charaktere und gewissermaßen leichtere, verspieltere Vibes von anderen Werken des Autors ab.
Im Fokus steht Nick. Neben den üblichen Problemen eines Heranwachsenden kämpft der Junge mit dem Verlust seiner Mutter, der Sorge und der Angst um seinen Vater, der als Polizist tätig ist, und dem Versuch, ein guter Sohn zu sein. Trotz seiner ADHS-„Störung“, die es ihm erschwert, fokussiert zu bleiben und dazu führt, dass seine Gedanken oftmals rege umherspringen. Außerdem ist da der Wunsch in ihm, selbst ein Außergewöhnlicher zu werden und an der Seite seines Idols und Schwarms Shadow Star die Stadt Nova City zu beschützen. In der Realität und nicht nur in seinen beliebten Fan-Fictions. ...
T. J. Klune schaffte es erneut, mich vollkommen mitzureißen und in eine Welt zu entführen, in der Superhelden existieren. Trotz der jugendlichen Charaktere konnte ich die Schwärmereien und Tagträume, die Konflikte – mit sich selbst, der eigenen Identität und der Welt – fühlen. Auch die erste Liebe, Coming-Out, das 'sich öffnen' oder Überlegungen, die Zukunft betreffend, (Selbst)Akzeptanz (…) wurden ausreichend eingebunden. Abgesehen von Nick Bell, der mit besonderen Eigenheiten und liebenswürdigen Macken gezeichnet wurde, es regelmäßig schaffte, mich zum Lachen zu bringen, spickt der Autor die Handlung, in der immer wieder Hintergründe und Vergangenes an passender Stelle eingeflochten werden, um den LeserInnen das Einfinden in die Situationen und Beziehungen zu erleichtern, mit einem interessanten, bunten Figuren-Mix. Wie die Clique, in denen sich der Protagonist befindet, von denen jedeR so individuell war, dass man sich erfreut über die bestehende Dynamik wundert. Nicks bester Freund Seth sorgt beispielsweise für einige Überraschungen, Offenbarungen und wohliges Kribbeln. Wenn ich den einen oder anderen Twist auch recht schnell erahnen konnte, tat das dem Spaß keinen Abbruch, war doch die Neugier auf Nicks Reaktionen und weitere Entwicklungen immer gegeben. Auch Gibby, Jazz und Owen gehören unabdingbar zur Handlung und sorgen für ausgelassene Momente, schlagfertige Gespräche und Witz. JedeR wurde mit ausreichend Eigenheiten bestückt, sodass Überlegungen und Schritte, Empfindungen und Gedanken durchweg nachvollziehbar blieben.
Der Stil war flott zu lesen, authentisch und detailreich. Obgleich uns oftmals ein heiterer, salopper Ton durch die Geschichte führt, trockener Humor und Sarkasmus, der Autor nicht davor zurückschreckt, das eine oder andere Thema gekonnt auf die Schippe zu nehmen, Leichtigkeit zu versprühen, gingen Ernst und Wichtigkeit, der Tiefsinn nicht verloren. Die Suche nach der eigenen Identität, der Weg zum Erwachsenwerden, Loslassen und echte Freundschaften, (Selbst)Zweifel und Hoffnungen. Durch den fantastischen Aspekt brachte Klune in seinen klugen Coming-of-Age-Roman stellenweise Action, durch allerhand Diversität gab's Aktualität und Farbe. Neben Gefühl, Charme und Veränderungen findet sich in „Die Außergewöhnlichen“ ein hoher Unterhaltungsfaktor wie das Potenzial für weitere Storys. Ich kann einen Blick in „The Extraordinaries“ allen Menschen von Herzen empfehlen. Egal ob SuperheldInnen-Fan oder nicht.
Bewertung
4/5
21.05.2024
eBook (ePUB)
Superhelden und Geheimnisse
Ein Superheld braucht natürlich auch immer einen Superschurken als Gegenspieler. Davon ist Nick überzeugt, bis er nach und nach feststellt, dass vielleicht doch nicht immer alles so ist wie es anfangs scheint...
Klunes Fantasy-Roman ist voller Humor, Geheimnisse und Liebe mit queerer und neurodiverser Repräsentation.
Bewertung
3/5
14.05.2025
eBook (ePUB)
Endlich ein Klune Buch für Jugendliche!
In einer Welt voller Superhelden und Außergewöhnlichen zu leben ist schon ziemlich cool - vor allem wenn es da Shadow Star gibt, der nicht nur gut sondern irgendwie auch ziemlich süß ist! Als Nick - ein Normalo - begeistert Fanfiction zu schreiben beginnt, ahnt er nicht, wie nah er seinem Idol bald sein wird...
Die Idee fand ich einfach richtig cool, jedoch wollte der Funken bei mir nicht so wirklich überspringen. Dabei ist die Geschichte sehr locker und lustig erzählt, aber für eine ganze Reihe reicht es bei mir leider nicht.
Himbeere liest
aus Edewechterdamm
5/5
13.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr zu empfehlen - mit eigenem Witz
Hab mich köstlich amüsiert .
Es geht aber auch um ernste Themen, die jedoch locker, leicht behandelt werden. Es geht um Freundschaft, Familie, erste Liebe, die eigenen Erwartungen und die Erwartungen der anderen an einen Selbst. Alles verpackt in diesen sehr vorhersehbaren Jugend-Actionheld-Roman und unterlegt mit viel Gefühl. Ein Roman, der sich selbst nicht so ernst nimmt.
Hat einfach nur Spaß gemacht. Ich freu mich auf den nächsten Band.
Bewertung
aus Krölpa
5/5
11.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Alles, außer gewöhnlich – eine außergewöhnliche Heldengeschichte
"Nicky, nein", stöhnten alle drei im Chor. "Nicky, doch" rief er.
Nick möchte sein Dasein als gewöhnlicher Jugendlicher beenden und ein Außergewöhnlicher werden um endlich seinem Idol und Beschützer der Stadt Shadow Star näher zu kommen. Bei seinen naiven, verrückten bis waghalsigen Versuchen, sich selbst Superkräfte zu verleihen wird er unterstützt von seinem besten Freund Seth sowie seinen Freundinnen Jazz und Gibby.
Bereits das Cover zeigt, dass es sich keinesfalls um eine typische Heldengeschichte handelt. Das Buch „The Extraordinaries – die Außergewöhnlichen“ ist – typisch T.J. Klune – wieder einmal eine völlig neue Interpretation eines vermeintlich bekannten Genres. Die Charaktere sind teils typisch jugendlich, teils sehr tiefgründig und individuell und jeder für sich etwas ganz besonderes. Nicks Vater ist Polizist und seit dem Unfall seiner Frau, alleinerziehend. Im Spagat zwischen Sorge, Erziehung und respektvollem Umgang auf Augenhöhe entstehen herrlich komische Dialoge zwischen Vater und Sohn.
Die Geschichte von Nick und seinen Freunden*innen, sowie seiner Familie erzählt Klune mit viel Gefühl. Das Buch ist warmherzig und liebevoll, manchmal etwas vorhersehbar und dann wieder überraschend und spannend – und so witzig!
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5/5
16.01.2025
eBook (ePUB)
Halte dich stets im Schatten
Spiderman, Superman, Primatengirl … Nick kennt sie alle. Atmet ihre Geschichten wie andere Luft und ist vielleicht mehr als nur über beide Ohren in den stadteigenen Superhelden Shadow Star verliebt. Er schreibt sogar eine, wie Nick meint, hyperrealistische Fanfiction über seine und Shadow Stars mögliche Zukunft. Doch als er seinem Helden plötzlich live begegnet und dieser sogar seinen Namen weiß, steht für Nick fest, dass der Held auch ein Auge auf ihn geworfen hat. Was er jetzt nur noch tun muss, ist ebenfalls ein Außergewöhnlicher zu werden. Und Nick hat da so einige Pläne, die absolut nicht seltsam oder verrückt sind. Wie das Bestrahlen einer Grille mit Hilfe einer Mikrowelle oder den geplanten Einbruch in ein Atomkraftwerk … "The Extraordinaries" ist eine wilde, herrlich humorvolle Reise, die sich nicht ganz so ernst nimmt und einen an den richtigen Stellen doch zu Tränen rühren kann. Ich liebte das innige Verhältnis zwischen Nick und seinem Vater und der Epilog war diesbezüglich unglaublich gemein. Denn er rückt so einige nebensächlich wirkende Kommentare plötzlich in ein neues Licht. Die Liebesgeschichte war richtig Zucker und was habe ich bei dem Ende innerlich gejubelt!
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