Kein Strom! Kein fließendes Wasser! Wilde Natur pur! Leo und Imke, Cousin und Cousine, beide zehn Jahre alt, verbringen die Ferien im Haus ihrer verstorbenen Tante. Doch kaum sind ein paar Tage vergangen, da stecken die beiden schon in einem großen Abenteuer. Ein Schatten schleicht durchs Haus, und merkwürdige Dinge geschehen. Spukt es etwa? Als Leo und Imke auf ein Geheimnis aus vergangener Zeit stoßen, merken sie, dass Ferien in der Wildnis das Beste sind, was ihnen passieren konnte!
Ein großartiges Ferienabenteuer von Antonia Michaelis über eine wunderbare Kinderfreundschaft, Magie und Traum und Wirklichkeit!
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Ein zauberhaftes Hörbuch
Leagrichbooks am 30.03.2024
Bewertungsnummer: 2166174
Bewertet: Hörbuch-Download
Na gut, hier war ich wieder ein Coveropfer. Aber da auch der Klappentext so gut klang, war ich sehr neugierig.
Das Hörbuch aus dem Argonverlag wird absolut toll gelesen von Christiane Marx und Oliver Kube. Die Länge von 7 Std, 39 Minuten ist auch für Kinder überschaubar.
Das empfohlene Lese/Höralter liegt zwischen 10 und 12 Jahren, ich finde jedoch, die Story ist auch was für uns Erwachsene.
Mich konnte die Geschichte total abholen, ich finde sie wunderbar erzählt und sie thematisiert die Vergangenheit kindgerecht und ohne erhobenem Finger.
Von mir gibt es eine absolute Hörempfehlung für dieses zauberhafte Hörbuch!
Unterhaltsam, spannend, lehrreich
Lilli33 am 08.03.2024
Bewertungsnummer: 2149300
Bewertet: Hörbuch-Download
Unterhaltsam, spannend, lehrreich
Inhalt:
Imke und Leo, beide 10 Jahre alt, Cousin und Cousine, verbringen ein paar Wochen in dem alten Haus ihrer verstorbenen Großtante Lene, Mit dabei sind noch ihre Onkels und Tanten sowie weitere Cousins und Cousinen/Brüder und Schwestern. Das Haus liegt mitten in der Natur, hat weder Strom noch fließend Wasser und ist schon ziemlich verfallen. Schon bald machen Imke und Leo eine geheimnisvolle Entdeckung und finden einen Freund.
Meine Meinung:
„Das Blaubeerhaus“ erschien bereits 2015 als Print und ist nun auch als Hörbuch erhältlich. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich der von Imke (gesprochen von Christiane Marx) und der von Leo (gesprochen von Oliver Kube). Beide Sprecher*innen machen ihre Sache sehr gut, lesen gut betont und bringen die Atmosphäre gut rüber.
Antonia Michaelis versteht es, eine interessante und spannende Geschichte auf eine wundersam leichte Art zu erzählen. Dabei geht es zum einen um ein Leben ohne die ganzen modernen Annehmlichkeiten und im Einklang mit der Natur, auch um Toleranz und Freundschaft. Zum anderen ist ein sehr wichtiges Thema die Judenverfolgung im Dritten Reich. Es ist erstaunlich, wie locker die Autorin darüber spricht, ohne dem Geschehen das Grauen zu nehmen, aber auch ohne Kinder damit zu traumatisieren. Eine absolut gelungene Gratwanderung!
Meinung aus der Buchhandlung
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Die alte und wunderliche Tante Lene ist gestorben. Ihr Haus, das sogenannte Blaubeerhaus, das mitten im Wald liegt, gehört jetzt der Familie von Leo und Imke. Der zehnjährige Leo, seine Eltern, sein älterer Bruder Luke und sein Baby-Bruder Matti, Leos ebenfalls zehnjährige Cousine Imke, ihre Eltern, ihre kleinen Schwestern Juni und Juli sowie die esoterisch angehauchte Tante Fee machen sich in den Ferien in einem knallgelben VW-Bus auf den Weg zum Blaubeerhaus. Sie wollen drei Wochen dort wohnen, das Haus begutachten und soweit wieder herrichten, dass sie es verkaufen können. Es gibt keinen Strom im Haus und kein fließendes Wasser, dafür ein Plumpsklo, in dem sich ein Dachs häuslich eingerichtet hat, der Leo in der ersten Nacht fast zu Tode erschreckt. Überall im Haus leben diverse Nagetiere, morgens grölen die Vögel laut, das ist Wildnis pur. Doch was hat es mit dem geheimnisvollen Schatten auf sich, der immer wieder auftaucht? Wer hat die Spiegelscherben und das Mädchenkleid in den Baum gehängt? Juni und Juli behaupten, das waren die Elfen und bauen ihnen sogleich ein Haus, aber das ist doch nur das Gerede von kleinen Kindern, oder? Smartphone-Junkie Luke ist verzweifelt, weil sein Handyakku leer ist. Das gilt leider auch für die Batterien von Akkuschrauber, Laptop und Co. Selbst die Autobatterie des gelben VW-Busses hat den Geist aufgegeben, nachdem ein Marder ein Kabel durch genagt hat. Kurz gesagt, alle sitzen nun hier fest. Leo entdeckt Lenes Tagebuch aus dem Jahr 1940, als sie so alt war wie er jetzt, doch er versteht nicht alles was sie schreibt. Lenes Familie versteckte nämlich damals Juden im Haus, auch den zehnjährigen Avi, Lenes besten Freund. Leo und Imke entdecken den Dachsbau, von dem im Tagebuch die Rede ist und das Himbeerlabyrinth. Auch Lenes altes Baumhaus steht noch. Als Leo und Imke sich verlaufen und die Nacht im Wald verbringen müssen, hören sie Stimmen und fühlen sich verfolgt. Zum Glück finden die Eltern sie. Im Haus gibt es eine Ameisen-Plage, und irgendjemand hat das frischgebackene Brot gestohlen. Die Erwachsenen drehen langsam am Rad. Die Kinder pflegen einen verletzten Fuchs und lesen weiter in Lenes Tagebuch. Langsam werden ihnen die historischen Zusammenhänge bewusst. Lenes Vater musste in den Krieg, wo er dann fiel. Immer mehr Leute aus der Stadt kamen zum Tauschen aufs Land und boten Tischdecken für Kartoffeln. Lene und ihre Mutter konnten eigentlich nichts entbehren, aber offiziell waren sie ja nur zu zweit und durften nicht auffallen. In Wirklichkeit lebten neun Menschen im Haus, später sogar zehn, als Avis Mutter die kleine Rebecca zur Welt brachte. Es kam ein eiskalter Winter, Avi wurde krank, und sie hatten nur noch Steckrüben und Ziegenmilch zu essen. Zwischendurch sind die Einträge unleserlich. Leo und Imke entdecken hinter dem Spiegel einen geheimen Zugang zum Dachboden, wo die Juden untergetaucht sind. Spukt hier etwa Tante Lene? Nein, aber da versteckt sich der Junge Ference. Sein Vater ist im Knast, und zu Mutter oder Oma will er nicht. Die Eltern beschließen, das Haus doch nicht zu verkaufen und im nächsten Sommer kommen Imke, Leo und auch Ference wieder her. Sie wollen herausfinden, was damals geschah und was aus Avi und den anderen wurde. Im nahen Dorf gibt es Gerüchte über einen verborgenen Schatz. Sie entdecken einen versteckten Keller und schmökern weiter im Tagebuch auf der Suche nach einer Schatzkarte, doch dann ist Ference plötzlich verschwunden … .Eine wundervolle Geschichte, die voller Freundschaft und Abenteuer steckt!Viel Spaß beim Lesen!!!
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