Die Lösung liegt nicht auf der Waage, sondern in dir selbst!
Janne ist nicht wie die anderen in ihrer Familie. Das sagt zumindest ihre Großmutter. Denn die anderen sind schlank, Janne nicht. Zu Hause und in der Schule ist ihr Gewicht immer wieder Thema. Doch für Janne ist Essen mehr als nur Nahrung: es spendet ihr Trost und Geborgenheit. Janne zieht sich immer mehr zurück, bis ihre Eltern sie mit Geld dazu bringen wollen, abzunehmen, da sie denken, dass es ihr dadurch besser gehen wird. Doch der Preis ist hoch, Janne wird zwar schlanker, aber ihr Spiegelbild sagt ihr etwas anderes. Janne muss erkennen, dass die Lösung zu ihrem Problem nicht auf der Waage zu finden ist - sondern in ihr selbst.
Eine ausdrucksstarke Graphic Novel über Freundschaft, Selbstwert und das Leben mit Essstörungen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
4 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
1 Sterne
(0)
Gelungenes Buch mit wichtiger Botschaft
LeLiPä am 23.11.2025
Bewertungsnummer: 2661205
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Janne ist Schülerin der 6b. Sie hat fürsorgliche Eltern und einen jüngeren Bruder, der zuweilen aus der Rolle fällt. Im Gegensatz zu allen anderen Familienmitgliedern ist Janne übergewichtig, was ihre Eltern zunehmend thematisieren.
Wann immer sich Janne wegen ihres Gewichtes schlecht fühlt oder klassenintern schlecht behandelt wird, wird sie im Buch in schwarz/weiß dargestellt. Denn gerade dann fällt sie in ein tiefes Loch. Im freien Fall, begleitet von jede Menge Puddingschnecken, die sie sich kurz darauf im Supermarkt kauft und einverleibt. Frustessen. Eine Ablenkung. Ein Ersatz. Ihre Eltern lieben sie, ohne Frage. Und doch machen sie sich Gedanken über die vielen ungesunden Kilos. Die sensible Janne nimmt die Blicke und Gespräche zwischen ihren Eltern wahr. Ein Dilemma: denn Eltern, die sich keine Sorgen machen würden, wären auch nicht gut. Deshalb kommentieren sie: „Bewegung wird dir guttun.“
Eine Geschichte über ein Mädchen, das sich selber und ihren Körper entdeckt. In einer Phase voller Kalorien und Kilogramm. Das Gehänsel in der Schule nimmt zu. Selbst ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Grund genug für mehr Puddingschnecken in dieser Abwärtsspirale. Die Lesenden möchten das junge Mädchen in den Arm nehmen und ihr Mut zusprechen.
Durch einen Deal mit ihren Eltern gelingt ihr tatsächlich irgendwann eine Gewichtsabnahme. Allerdings läuft diese Aktion schnell aus dem Ruder... Denn Janne wir dünn. Richtig dünn. Viel zu dünn. Sie entwickelt eine Essstörung. Wie lange hält ein junger Körper diesen Belastungen stand?
Zum Glück kann Janne sich immer auf ihre Eltern und ihren neuen Freund Brage verlassen. Durch sie scheint am Ende alles besser zu funktionieren, aber die schwarzen Monster lauern überall.
Eine ausdrucksstarke Graphic Novel über Freundschaft, Selbstwert und Selbstakzeptanz. Ein überaus gelungenes Buch mit einer wichtigen Botschaft.
Worte wiegen schwer
Andrea_Marzipan am 10.09.2025
Bewertungsnummer: 2592147
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch zeigt in aller Deutlichkeit, was manche Menschen durchmachen, nur weil sie vielleicht nicht so aussehen, wie die Insta-Modells.
Kinder, aber auch Erwachsene können sehr grausam sein und machen sich oft nicht klar, was Gesagtes anrichten kann. Hier wird mit einfachen Worten und eindrucksvollen Zeichnungen eine Geschichte erzählt, die Mut macht. Es kommt eben nicht nur auf das Äußere an.
Auch, wenn die Lösungen hier ein wenig einfach erscheinen, fand ich die Geschichte sehr berührend.
Meinung aus der Buchhandlung
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Oma: “Alle in deiner Familie sind so hübsch und schlank. Was ist eigentlich mit Dir passiert? Muss wohl der Briefträger gewesen sein (Haha Ha Ha).” Bumm, das hat gesessen! Janne ist dick. Das weiß sie auch. Aber das Essen spendet ihr Trost, wenn mal wieder alles schief geht, denn in der Schule ist sie nicht sonderlich beliebt. Die anderen Schüler mobben sie, die Lehrer sind auch nicht sonderlich nett. Puddingschnecken urteilen nicht - und sie tun so gut. Natürlich fällt es auch ihren Eltern auf, dass Janne stetig an Gewicht zulegt. Sie verstehen aber die Gründe nicht, streichen nur den Nachtisch und raten zu mehr Sport. Janne ist unglücklich, sieht sich selbst als wabbeligen Fettkloß, den unmöglich jemand gern haben kann. Sie hat sich ja selbst nicht gern. Am Valentinstag wird sie in der Schule Opfer eines Pranks. Wie konnte sie nur glauben, dieser Junge würde sie tatsächlich mögen? Doch es gibt einen Jungen, der sie wirklich mag: Brage. Brage mag genauso gerne Videospiele wie Janne. Die beiden werden Freunde. Jannes Eltern schlagen ihr einen Deal vor: 100 Kronen (die Geschichte spielt in Norwegen) für jedes verlorene Kilo. Janne schlägt ein - und übertreibt sofort komplett. Sie isst so gut wie gar nichts mehr. In der Mittagspause joggt sie um die Schule. Immer wieder findet sie Ausreden, um nichts zu essen. Sie verdient nicht schlecht dabei, aber ihrem Körper tut das schnelle Abnehmen und die Mangelernährung gar nicht gut. Gemobbt wird sie weiterhin. Angeblich sind ihre Unterhosen “eklig”, also investiert sie ihr Geld in winzige, total unbequeme String-Tangas, die alle coolen Mädchen tragen. Die Mädchen mobben weiter. Sie erzählen, dass Brage Janne nicht wirklich mag, sondern auf die hübsche Renate steht. Janne glaubt ihnen, distanziert sich von Brage, der sich fragt, was los ist. Auch als Janne immer dünner wird, wird sie nicht beliebter. Die anderen Mädchen finden einfach neue Gründe, sie zu mobben: zu arm, zu hässlich, zu “ekelhaft” … Irgendwann meint Jannes Mutter, es sei nun genug mit dem Abnehmen, doch Janne will nicht aufhören. Janne kann nicht aufhören! Nur noch ein bisschen mehr! Sie fühlt sich immer noch fett und hässlich. Auf die Kritik ihrer Eltern, dass sie nicht genug isst, reagiert sie trotzig: “Euch kann man auch nichts recht machen.” Ihre Mutter findet dutzende, verschimmelte Pausenbrote in Jannes Schultasche. Janne will nicht darüber reden. Auch in der Schule gibt es immer mehr Stress. Bald steht der Übergang in die Mittelstufe an …
Spoiler: Es gibt ein Happy End! Janne findet am Ende Freundinnen und in Brage einen Freund, wenn nicht mehr. Sie lernt, sich selbst zu lieben und überwindet ihre Essstörung. So 100% realistisch ist dieses Happy End zwar jetzt nicht, aber trotzdem fand ich diese Graphic Novel klasse. Ich bin sonst ja nicht so für Graphic Novels, aber diese hat mich einfach angesprochen, vielleicht, weil ich mich gut in Janne hineinversetzen konnte. Ich bin auch nicht gerade die Schlankste. Die Bilder passen super zu der Geschichte. Durch sie kann man gut nachvollziehen, wie Janne sich und die Welt sieht. Wenn es in ihr düster ist, sind auch die Bilder düster, und sie wird zum hässlichen, unförmigen Schwabbelmonster, als das sie sich sieht. Wenn sie aber z.B.mit Brage zusammen und glücklich ist, wirkt alles heller und freundlicher. Allzu viel Text gibt es nicht (klar, ist ja eine Graphic Novel), aber trotzdem wird alles Wichtige gesagt. Essstörungen und Mobbing sind keine leichten Themen, aber dieses Buch geht gut mit ihnen um.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.