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Biarritz »Meine Mutter verzieh nicht. Niemandem.« — Roman | Nach dem SPIEGEL-Bestseller Brunnenstraße ein Mutter-Tochter-Roman

19

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30187

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

160

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Kaffee / Messing

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07266-3

Beschreibung

Rezension

»Andrea Sawatzki erzählt schonungslos und mit viel Empathie von der komplexen Mutter-Tochter-Beziehung.« ("NDR Kultur - Neue Bücher")
»Andrea Sawatzki erzählt die ziemlich traurige Familiengeschichte zart und mitfühlend« ("Bunte")
»Das ist in aller Komplexität und Tiefe toll beschrieben.« ("WELT am Sonntag")
»Berührend und bedrückend« ("(A) Die Presse am Sonntag")
»Je weiter ich las, umso mehr bewunderte ich Sawatzkis Studie einer komplexen Mutter- Tochter-Beziehung und ihre Auseinandersetzung mit Fragen von Klassismus, Konformismus und all dem, was uns ein Leben lang prägt.« ("Der Tagesspiegel")
»Mit ihrem neuen Roman ›Biarritz‹ beweist Andrea Sawatzki erneut, dass sie nicht nur eine großartige Schauspielerin ist, sondern auch eine ernstzunehmende Schriftstellerin.« ("(A) Kleine Zeitung")
»Ein düsteres, doch nicht hoffnungsloses Buch, das fesselt.« ("Dresdner Morgenpost")
»Die Autorin Sawatzki beschreibt das Leben der Andrea Sawatzki in einer einfachen, schnörkellosen Sprache – als schriebe sie sich etwas ohne langes Nachdenken von der Seele.« ("Freie Presse")
»Andrea Sawatzkis Erzählen speist sich zu gleichen Teilen aus Melancholie und Emotionalität. (...) (Sie) schafft es diese Gratwanderung zu bewältigen und nähert sich damit einer Großmeisterin des biografischen Fantasierens, nämlich Marguerite Duras.« ("MDR Kultur - Unter Büchern")
»Das Buch ist geprägt von scharfer Beobachtungsgabe, bei aller Poesie von schonungsloser Offenheit und der Einsicht, wie kompliziert Leben sein kann.« ("Aachener Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

30187

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.08.2025

Verlag

Piper

Seitenzahl

160

Maße (B/H)

12,8/21 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Kaffee / Messing

Auflage

6. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-07266-3

Herstelleradresse

Piper Verlag GmbH
Georgenstr. 4
80799 München
DE

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    26.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Frauen - eine Beziehung

    Zwei Frauen und Biarritz - das sind Emmi und Hanna - Mutter und Tochter - die eine Beziehung haben, die nicht einfach ist, die sich verändert hatte. Mittlerweile ist Emmi im Altenheim, spricht nicht mehr und Hanna findet während der sonntäglichen Besuche zu sich selbst und versucht zu verstehen, wie sich alles entwickelt hatte. Sehr tiefsinnig, sehr emotional und super spannend und lebendig geschrieben, wie ich es von Andrea Sawatzki erwartet hatte zeigt sich dieses Bild, diese Geschichte und ihre Charaktere in ihrem Tun und ihren Gefühlen. Ich fand es sehr anregend die Geschichte zu lesen, sehr kurzweilig zu lesen - ich konnte mich reindenken und war beeindruckt von der Art, wie die Autorin ihre Geschichte geschrieben und konstruiert hat. Sie lässt Positives und Negatives lebendig werden, Glück und Missachtung und stellt die beiden Elemente gegeneinander. Ein äußerst lesenswertes Buch - ich empfehle es uneingeschränkt. #biarritz #AndreaSawatzki #piperverlag #heidizengerling #spiegelbestseller

  • sleepwalker

    5/5

    22.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Biarritz“ ist das neue Buch…

    „Biarritz“ ist das neue Buch von Andrea Sawatzki. Nach „Brunnenstraße“ ist es das zweite Werk der bekannten Schauspielerin über die Beziehung zu ihrer Mutter. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da ich vom Hörbuch zu „Brunnenstraße“ begeistert war. Und auch „Biarritz“ enttäuschte mich nicht. Aber von vorn. Hannas Mutter Emmi lebt in einem Pflegeheim und ihre Demenz schenkt ihr kaum noch klare Momente. Das Mutter-Tochter-Verhältnis war schon immer kompliziert. Die Mutter war bei Hannas Geburt ledig, die erste Zeit verbrachte das Baby auf der Kinderstation des Krankenhauses, in dem Emmi arbeitete, später dann bei einer Pflegemutter und noch später konnten die beiden zusammenleben. Erst als Hanna acht Jahre alt war, konnten die Eltern nach dem Selbstmord der Ehefrau des Vaters zusammenziehen. Statt des erträumten harmonischem Familienleben wurde aber alles noch schwieriger. Der Vater, den das Mädchen sich so sehr gewünscht hatte, erkrankte früh an Demenz und Hanna musste sich um ihn kümmern, während die Mutter den Familienunterhalt verdiente und die hohen Schulden des Vaters abstotterte. Jetzt ist die Mutter ebenfalls dement, Hanna kann sich allerdings leisten, sie in einem Heim unterzubringen. Dort lernt sie auch Marianne kennen, eine ehemalige Kollegin und Freundin der Mutter. Marianne verschafft Hanna einen tieferen Einblick ins Leben ihrer Mutter, erlaubt ihr andere Sichtweisen und Hanna lernt ihre Mutter auf eine neue Art kennen. Angehörige zu begleiten, die dement sind/werden, ist schwierig genug. Wenn man aber schon vorher ein schwieriges Verhältnis zu ihnen hatte, ist es noch viel schwieriger. Wie soll man einen Zugang zu dem Menschen bekommen, ihn besser kennenlernen, lange vermisste Nähe zu schaffen, wenn er selbst nicht mehr in der Lage ist, sich zu erklären. Emmi ist inzwischen praktisch nonverbal, sitzt im Rollstuhl und Hanna besucht sie mehr aus Pflichtgefühl jeden Sonntag, denn „Sonntage waren immer schon dazu da gewesen, mit Verwandtschaftsbesuchen gefüllt zu werden“. Hanna hat Glück. Sie trifft auf Marianne Kirschbaum, eine alte Freundin der Mutter, jemand, der sie anders kennengelernt hat, jemand, der sie kannte, bevor sie Geliebte, später Mutter und, noch später, frustrierte Ehefrau wurde. Erst durch sie erfährt sie von Biarritz, dem Sehnsuchtsort der Mutter. An dem Badeort im äußersten Südwesten Frankreichs durfte Emmi vor einigen Jahrzehnten eine glückliche Zeit verbringen. Aber er ist auch der Inbegriff von Freiheit und Unbeschwertheit, ein Symbol für ein anderes Leben. In gewisser Weise ist „Biarritz“ eine Fortsetzung zu „Brunnenstraße“. Es empfiehlt sich auch, beide zu lesen, wobei es viele Überschneidungen gibt. In „Biarritz“ ist Emmi die zentrale Figur, wie an den Sonntagen im Pflegeheim ist Hanna auch in der Handlung eher eine Besucherin oder eine außenstehende Beobachterin. Das Buch ist gut aufgebaut, sprachlich angenehm zu lesen und Andrea Sawatzki schafft es, düstere und schwere Kost manchmal sprachlich fast leichtfüßig zu servieren. Ich spürte beim Lesen eine tiefe Verbundenheit mit der autofiktionalen Hanna und eine große Hochachtung für sie. Sie musste in jungen Jahren die Pflege des dementen Vaters, den sie noch nicht einmal wirklich gut kannte, meistern, wurde mit ihren Gefühlen alleingelassen. Das Buch hat mich sehr berührt. Es regt zum Nachdenken an. Die Autorin thematisiert den Umgang mit alten Menschen im Allgemeinen und mit Demenzbetroffenen im Besonderen. Auch die unglückliche Ehe der Eltern, der Umgang der Gesellschaft mit unverheirateten Müttern und die Tatsache, dass Hanna sich um ihren Vater kümmern musste, wird in diesem Buch, wie auch in „Brunnenstraße“ beschrieben. Diese Parentifizierung war eine krasse Überforderung und die Konsequenz waren nicht nur schlechte Schulnoten wegen fehlenden Nachtschlafs, selbst die Mutter merkte, dass „ihr lebendiges, abenteuerlustiges Kind zunehmend stiller, verzagter“ wurde. Das Buch handelt von Hass, Liebe, dem Streben nach Zuneigung und dem Wunsch, andere, vor allem die eigenen Eltern, stolz zu machen. Wer bei der Lektüre von „Brunnenstraße“ Emmis Perspektive vermisst hat, bekommt sie jetzt. Andrea Sawatzki schließt Lücken, die bei „Brunnenstraße“ geblieben sind und fördert das Verständnis für das Verhalten von Emmi, denn man versteht jetzt auch besser, was in ihr vorging, wenn sie ihre Tochter jeden Abend mit dem unkontrollierbaren kranken Vater alleinlassen musste. Von mir gibt es dafür 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5.

  • Bewertung

    5/5

    14.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Biarritz

    Frau Sawatzki hat bei Volle Kanne nicht zu viel versprochen. Das Buch ist super geschrieben, man kann es einfach nicht weg legen. Mütter und Töchter sollten zeitnah über ihre Beziehung sprechen, so kann man eher zu Freundinnen werden die sich akzeptieren. Danke für das tolle Buch, meine Tochter wird es auch lesen.

  • gst

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    28.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben mit Demenz

    Andrea Sawatzki erzählt in ihrem Buch über ihre gespaltenen Gefühle zur Mutter. Waren sie früher mal ein Herz und eine Seele, hat sich das im Laufe von Jahrzehnten verändert. Vor allem die anstrengende Pflege des an Alzheimer erkrankten Vaters hat sie entzweit. Denn Hanna war erst 12, als sie die Nachtpflege des Vaters übernehmen musste, damit die Mutter als Krankenschwester den Lebensunterhalt verdienen konnte. Natürlich hatte das Auswirkungen auf die bisher guten Schulleistungen. Aber alles wurde verschwiegen, niemand sollte von den Familienproblemen erfahren. Nun lebt Hannas Mutter selbst dement in Pflegeheim. Eine Freundin hat sie dort ausfindig gemacht und sich dort mit eingebucht. Von ihr erfährt Hanna so einiges aus dem Leben der Mutter, die wenig davon erzählt hat. Hanna besucht sie einmal die Woche und erklärt uns die unterschiedlichsten Gefühle, die sie umtreiben. Da ich selbst schon genug mit Dementen zu tun hatte, kann ich die Gefühle und Schwierigkeiten gut nachvollziehen. Gut gefallen hat mit allerdings das Ende des Buches, das schließlich den Titel erklärt. Das dreieinhalb Stunden dauernde Hörbuch, von der Autorin gekonnt eingelesen, kommt sehr authentisch herüber.

  • Bewertung

    4/5

    08.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Mutter - Tochter Konflikt

    "Wo ich lange Antworten gesucht hatte, hatte meine Mutter einfach die Türen geschlossen." Dieses Zitat sagt viel über das Verhältnis von Hanna zu ihrer Mutter Emmi aus. Eine Mutter, die ihrer Tochter wenig Empathie entgegenbrachte, wobei diese stets um Liebe und Anerkennung rang. Jetzt war die Mutter in einem Altenheim, und ihre Demenz ließ wenig Raum für Aufarbeitung. Marianne, eine alte Freundin ihrer Mutter, die auch in diesem Heim lebt, bringt da schon eher etwas mehr Sichtweisen zu Tage, wird für Hanna eine Bezugsperson, fast schon eine Art Ersatzmutter. Und so erfährt Hanna von einem Ort, an der ihre Mutter mit ihrer Freundin einst glückliche Tage verbrachte. Wie bereits im Roman "Brunnenstraße" wählt die Autorin die Form kurzer Kapitel, in der das Leben von Hanna auch rückwirkend erzählt wird. Einst liebevoll von der Mutter umsorgt, bis zu ihrem 8. Lebensjahr, dann ihr Vater diese Zweisamkeit zerstörte. Ein Vater, den sie sich immer gewünscht hatte, der später aber zur Hassfigur wurde. So werden auch Teile des ersten Romans eingefügt, um Lesern ein Bild dieser Beziehung aufzuzeigen, die für mich auch wichtig waren, um die Veränderung des Verhältnisses von Mutter und Tochter erkennbar zu machen. Ich habe in einem Interview gelesen, dass viele Leser mehr über die Mutter erfahren wollten, sich die Autorin daher zu diesem zweiten Roman entschied. Sicher ein innerer Kampf für sie, da auch eine gewisse Aufarbeitung zu ihrer eigenen Mutter eine Rolle spielte. Jedoch hat mich ihr Roman "Brunnenstraße" mehr berührt, und ich hier erst mit der erwachsenen Hanna warm werden musste. Der Roman zeigte aber auch, wie wichtig eine Aufarbeitung von Ereignissen aus der Kindheit sind. Emmi kann sich sprachlich nicht mehr bemerkbar machen, aber dennoch sind da kurze Momente, die Hanna eine Versöhnung anstreben lassen. Ein Roman über ein schwieriges Verhältnis von Mutter - Tochter, beide in ihren aufgeprägten Rollen einander verloren gingen.

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    Ruth Schuhbauer

    OSIANDER Schorndorf

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    4/5

    30.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie wichtig es ist Frieden mit seinen Eltern zu schließen

    Wer das Buch Brunnenstraße von der Autorin gelesen hat, wird schon manches wissen, da die Brunnenstraße schon eine große Rolle in dem Buch einnimmt. Trotzdem hat mich die Mutter-Tochter-Beziehung sehr berührt. Im Laufe des Buches klären sich auch viele Fragen, die ihr ihre demente Mutter nicht mehr beantworten kann. Es kommt sehr gut zum Ausdruck wie der Autorin die ungeklärten Fragen und die entstandenen Verletzungen auf der Seele liegen. Und am Ende kann sie sich mit ihrer Mutter versöhnen - auch ohne Worte!

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