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Frag nicht nach Agnes

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

4469

Erscheinungsdatum

01.03.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

1861 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644019072

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
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  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

4469

Erscheinungsdatum

01.03.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

416 (Printausgabe)

Dateigröße

1861 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644019072

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  • Hoelzchen

    aus Bad Oldesloe

    5/5

    27.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Erinnerungen und Aufarbeitung

    Das Verhältnis zwischen Lilo und ihrer Mutter Monika ist geprägt von Distanz und Schweigen. Aber warum? Immer wieder versucht Lilo ihrer Mutter näher zu kommen, doch diese wehrt ab. Auch über die Vergangenheit wird nicht gesprochen. Dieser emotionale Roman von Valerie Jakob ist in zwei Zeitebenen geschrieben. Im Vergangenheitsstrang lernen wir Agnes, Monikas Mutter, kennen. Im 2. Weltkrieg verliert sie ihre Eltern und kommt als junge Frau bei der Familie Steiner unter. Als der Sohn des Hauses aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt, heiratet sie ihn. Die 50iger Jahre sind immer noch geprägt von den Kriegsgeschehnissen, von der Aufarbeitung und dem Vergessen und Verdrängen dieser Zeit. Die Stellung der Frau entwickelt sich zu den konservativen Moralvorstellungen zurück. Agnes hat es nicht leicht, sie will sich nicht unterordnen und stellt Fragen. Ihr Verlangen nach Gerechtigkeit wird am Ende ihr Verhängnis und das Leben weiterer Generationen beeinflussen. Viele Jahrzehnte später wird Agnes Enkelin Lilo die Ereignisse aufdecken und somit auch einen Weg zu ihrer Mutter Monika finden. Doch auch bei Lilo läuft nicht alles rund, wie wir im Gegenwartsstrang erfahren. Sie ist Goldschmiedin und nach dem Verlust ihres Freundes muss sie ihr Leben neu planen. Beruflich werden ihr, durch einen neuen Kollegen, viele Steine in den Weg gelegt. Somit hat sie nicht nur die Vergangenheit zu verarbeiten, sondern muss auch um ihre Stellung im hier und jetzt kämpfen. „Frag nicht nach Agnes“ ist für mich der erste Roman, den ich von Valerie Jakob gelesen haben und es wird bestimmt nicht der einzige sein. Sie versteht es, ihre Leserschaft von Beginn an zu fesseln. Sie schreibt flüssig, klar strukturiert und modern. Ich bin eine begeisterte Leserin von Romanen mit unterschiedlichen Zeitebenen und bin hier voll auf meine Kosten gekommen. Ganz geschmeidig setzt die Autorin dieses Stilmittel in diesem Roman um. Es war mir eine große Freude, diesen Roman zu lesen. Die Geschichte um Agnes herum, hat mir am Anfang ein wenig besser gefallen. Lilo konnte ich nicht sofort einordnen und es brauchte ein bisschen, um mich auf sie einzulassen. Doch irgendwann platzte der Knoten und mir wurde klar, was Valeri Jakob uns aufzeigen will. Die Traumata der Kriegsgeneration werden auf die nachfolgenden Generationen weitervererbt. Der Name dafür: transgenerationale Traumata. Vermutlich haben wir alle unser Päckchen zu tragen, die einen mehr, die anderen weniger. Dieser tief berührende Roman lässt mich meine eigene Familiengeschichte hinterfragen und wir mich noch einige Zeit beschäftigten. Von mir ganz klar eine Leseempfehlung.

  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    22.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ihre Schuld wird nie vergehen

    Es war ein Brief, der Lilo dazu brachte, mal wieder nach ihrer Familie zu fragen. Auch wenn sie wusste, dass ihre Mutter ärgerlich wird. Sie will endlich wissen, warum ihre Großmutter Agnes so sehr verachtet wird. Welches Unrecht beging sie und warum kann ihre Mutter nicht darüber sprechen? Nein, Lilo will diese Geheimniskrämerei nicht länger hinnehmen. Sie hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren. „Frag nicht nach Agnes“ ist kein oberflächlicher Roman, der lediglich der Unterhaltung dient. Die Autorin nahm mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Spannend und zugleich faktenreich erlebte ich hautnah, wie Kriegsverbrecher keine Verantwortung für ihr Tun übernehmen mussten. Sowohl Richter als auch Staatsanwälte standen den Angeklagten zur Seite. Die junge Agnes war ein Opfer der Justiz und ihre Tochter Monika musste mit den Konsequenzen leben. Nicht nur das Leben der Kriegsverbrecher spielt in dem Roman eine Rolle. Auch die Nachkommen und Partner der Betroffenen leiden bis heute unter den Folgen. Wurde auch die junge Agnes fälschlicherweise verurteilt? Was hätte sie tun können, wenn ihr Mann als Kämpfer fürs Vaterland galt und niemand hinter seine gut einstudierte Fassade blickte? Für mich war dieses Buch ein Highlight meines Lesejahres 2025. Ja, ich empfehle es ausdrücklich und ohne Abstriche weiter. Die Vergangenheit darf niemals ruhen und jeder Demokrat muss aufstehen, wenn ähnliche Meinungen die Öffentlichkeit beeinflussen möchten.

  • marielu

    4/5

    11.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schicksalsdrama

    Zum Inhalt: Nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Gefangenschaft hofft Agnes auf ein glückliches Leben. Doch Walter zieht sich von ihr zurück und lässt sie an seinem Leben nicht teilhaben. Ihre Bestätigung findet sie bei der Arbeit der französischen Besatzungsverwaltung. Bei einem Treffen der Kriegskameraden bei ihnen zu Hause erfährt Agnes etwas Schreckliches über Walter. Kann sie damit ein selbstständiges Leben erwirken? Die Goldschmiedin Lilo wird von ihrer Mutter gebeten, einen Brief einzuwerfen, der Adressat, ein Verwandter ihrer Mutter. Lilo stellt ihr Fragen, denn sie weiß nichts über deren Familie, doch diese weicht aus und behauptet, dass Agnes ihr Leben zerstört hat. Auch der Empfänger des Briefes beschuldigt Agnes, die Familie zerstört zu haben. Was hat ihre Großmutter nur Ungeheuerliches getan, damit eine Familie komplett zerbricht? Neben eigenen Sorgen mit dem neuen Mitarbeiter versucht Lilo herauszufinden, welches Geheimnis die Familie umgibt. Meine Meinung: Flüssig und teilweise sehr berührend bietet Valerie Jakob einen Schicksalsroman an, der in zwei Zeitebenen aus der Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin erzählt wird. Ein dunkles Kapitel aus der NS-Zeit, das mir bisher nicht bekannt war, wird mit den literarischen Protagonistinnen verbunden. Agnes‘ Leben ist geprägt von den letzten Jahren des Krieges und den Nachkriegsjahren. Erschreckend, welche Macht die Männer damals über ihre Ehefrauen hatten. Sie versucht verzweifelt, sich ein schönes Leben aufzubauen, doch Missverständnisse, Lüge und Intrige machen Sie zum Sündenbock. Auf Agnes konnte ich mich vollkommen einlassen und ihre Geschichte sowie die eingebundene Tatsache aus der NS-Zeit, die ich bisher nicht wusste, hat mich tief erschüttert. Den Teil mit Lilo und ihrer Mutter Monika beobachtete ich stattdessen distanzierter. Monika spielt nur subtil eine Rolle in der ganzen Geschichte, da sie ja nie so richtig mit der Sprache herausrückt. Zum Ende hin kann ich sie sogar teilweise verstehen. Lilo war mir im Hinblick auf den neuen Mitarbeiter etwas naiv und ihre Versuche, über Agnes etwas herauszufinden, wirkten irgendwie halbherzig, da sie ihre Mutter nicht verletzen wollte. Doch zum Schluss kam sie der Wahrheit ein gutes Stück näher. Mit jeder Zeile, die ich gelesen habe, hoffte ich auf ein glückliches Ende für die Protagonistinnen. Letztendlich hat mich das Buch aufgewühlt zurückgelassen. Fazit: Ein Roman, der mit seiner Tragödie sehr berührt.

  • marielu

    aus Mainbernheim

    4/5

    11.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schicksalsdrama Zum Inhalt:…

    Schicksalsdrama Zum Inhalt: Nach der Rückkehr ihres Mannes aus der Gefangenschaft hofft Agnes auf ein glückliches Leben. Doch Walter zieht sich von ihr zurück und lässt sie an seinem Leben nicht teilhaben. Ihre Bestätigung findet sie bei der Arbeit der französischen Besatzungsverwaltung. Bei einem Treffen der Kriegskameraden bei ihnen zu Hause erfährt Agnes etwas Schreckliches über Walter. Kann sie damit ein selbstständiges Leben erwirken? Die Goldschmiedin Lilo wird von ihrer Mutter gebeten, einen Brief einzuwerfen, der Adressat, ein Verwandter ihrer Mutter. Lilo stellt ihr Fragen, denn sie weiß nichts über deren Familie, doch diese weicht aus und behauptet, dass Agnes ihr Leben zerstört hat. Auch der Empfänger des Briefes beschuldigt Agnes, die Familie zerstört zu haben. Was hat ihre Großmutter nur Ungeheuerliches getan, damit eine Familie komplett zerbricht? Neben eigenen Sorgen mit dem neuen Mitarbeiter versucht Lilo herauszufinden, welches Geheimnis die Familie umgibt. Meine Meinung: Flüssig und teilweise sehr berührend bietet Valerie Jakob einen Schicksalsroman an, der in zwei Zeitebenen aus der Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin erzählt wird. Ein dunkles Kapitel aus der NS-Zeit, das mir bisher nicht bekannt war, wird mit den literarischen Protagonistinnen verbunden. Agnes‘ Leben ist geprägt von den letzten Jahren des Krieges und den Nachkriegsjahren. Erschreckend, welche Macht die Männer damals über ihre Ehefrauen hatten. Sie versucht verzweifelt, sich ein schönes Leben aufzubauen, doch Missverständnisse, Lüge und Intrige machen Sie zum Sündenbock. Auf Agnes konnte ich mich vollkommen einlassen und ihre Geschichte sowie die eingebundene Tatsache aus der NS-Zeit, die ich bisher nicht wusste, hat mich tief erschüttert. Den Teil mit Lilo und ihrer Mutter Monika beobachtete ich stattdessen distanzierter. Monika spielt nur subtil eine Rolle in der ganzen Geschichte, da sie ja nie so richtig mit der Sprache herausrückt. Zum Ende hin kann ich sie sogar teilweise verstehen. Lilo war mir im Hinblick auf den neuen Mitarbeiter etwas naiv und ihre Versuche, über Agnes etwas herauszufinden, wirkten irgendwie halbherzig, da sie ihre Mutter nicht verletzen wollte. Doch zum Schluss kam sie der Wahrheit ein gutes Stück näher. Mit jeder Zeile, die ich gelesen habe, hoffte ich auf ein glückliches Ende für die Protagonistinnen. Letztendlich hat mich das Buch aufgewühlt zurückgelassen. Fazit: Ein Roman, der mit seiner Tragödie sehr berührt.

  • Bewertung

    5/5

    25.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich bin begeistert von diesem…

    Ich bin begeistert von diesem spannenden und einfühlsamen Roman. Man kommt den tragischen Charakteren sehr nahe und man fühlt sich ihnen verbunden oder von einigen auch abgestoßen. Man zittert also mit, ist manchmal empört, manchmal beeindruckt. Besonders von der Stärke der Personen, vor allem der Frauen. Bis dahin ist es ein schonungsloser Einblick in die Zeiten, in denen in Westdeutschland die Frauen noch von den Männern abhängig waren und keine eigenen Entscheidungen treffen durften (Job, Führerschein, eigene Wohnung etc.) und vor allem nie für voll genommen wurden. Egal, was sie taten und egal, wie schlau sie waren. Letzteres hat besonderen Argwohn hervorgerufen. Das Finale ist fulminant, aber passend und nachvollziehbar. Man bleibt nachdenklich zurück. Ein Gefühl von Dankbarkeit steigt auf für das, was die Frauen für uns in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben. Und frau denkt auf einmal: Es geht uns so gut heute! Vielen Dank Valerie Jakob für diesen tollen Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde.

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    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

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    5/5

    03.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Heimkehrer

    Wie schwer ein ererbtes Trauma sein kann, erlebt Lilo mit ihrer Mutter. Schon immer hatten sie ein kühles und distanziertes Verhältnis. Als aber ein Rätsel um ihre Großeltern auftaucht, kommt es fast zum Bruch. Wer war ihre Großmutter Agnes und warum hat sie ihre Tochter Monika in eine Pflegefamilie gegeben? In einem zweiten Erzählstrang erfahren wir von Agnes und ihrer überstürzt geschlossenen Ehe während eines Fronturlaubs. Nach langen Jahren der Kriegsgefangenschaft kommt ihr Mann nicht so recht zu Hause an, nur mit den Kriegskameraden fühlt er sich wohl. Als Agnes entdeckt, was ihr Mann zu verbergen hat, kann sie nicht mehr bei ihm bleiben. Ein sehr einfühlsamer Roman über die Folgen von Kriegsverbrechen auf die Täter, ihre Familien und Nachfahren.

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