Jeden Abend warten die Waldtiere sehnsüchtig auf den ersten Stern am Himmelszelt. Denn dann beginnt die Vorlesezeit und alle versammeln sich unter der großen Eiche, in der Uhuwe, der weise Uhu, lebt. Seine Freunde und Freundinnen genießen die Geschichten, aber Uhuwes Vorschlag, allen das Lesen beizubringen, stößt auf Unmut. Wie schön ist es doch, wenn einem vorgelesen wird? Und wozu etwas lernen, was ein anderer bereits kann? Doch als Uhuwe eines Tages hustet und vor Heiserkeit keine Gute-Nacht-Geschichten mehr vorlesen kann, ist klar, dass sich etwas ändern muss. Eine besondere Bilderbuchgeschichte, die Lust aufs Lesenlernen weckt und mit Witz und List zeigt, dass es sich lohnt, selbst Dinge zu erlernen. Tatjana Mai-Wyss entführt zur Geschichte von Christelle Saquet mit stimmungsvollen Bildern in den nächtlichen Wald zur Baumbibliothek von Uhu Uhuwe und seinen Freunden. Für alle Fans von „Der Waldbuchclub“.
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Toller Beitrag zur Leseförderung
papa.hirsch.liest am 10.03.2025
Bewertungsnummer: 2434848
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Worum geht es?
Im Buch geht es um den Uhu Uwe, den den Waldtieren jeden Abend auf seinem Baum etwas vorliest. Das schätzen die Tiere sehr, doch irgendwann möchte Uwe den anderen Tieren das Lesen beibringen was ein großes Gelächter zur Folge hatte. Und dann wird Uwe auch noch krank.
Mein Eindruck:
Eine wunderbare Geschichte zum Thema Leseförderung mit ganz viel Fantasie. Die Geschichte zeigt uns, dass es ein wunderbares Ritual ist anderen regelmäßig vorzulesen und das andere auch davon profitieren. Noch schöner ist es aber, anderen beizubringen wie sie selbst lesen. Hier fungiert Uwe sozusagen als Lehrkraft für die anderen Tiere. Da diese es aber nicht für notwendig erachten, setzt Uwe eine kleine List ein um die Tiere zu Vernunft zu bringen. Wunderbar. Manchmal, so wie hier, ist eine kleine Notlüge und ein wenig schauspielerisches Können nicht verkehrt. Einzig und allein die Tatsache, dass die Tiere denken, sie könnten innerhalb von sehr kurzer Zeit selbst lesen, ist etwas illusorisch. Auch die Illustrationen sind wunderbar und das Buch reiht sich perfekt in die Bücherreihen zur Leseförderung des Bohem Verlags ein.
Bewertung:
Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen.
Ein zauberhaftes Plädoyer für die Leseforderung
CorniHolmes am 23.01.2025
Bewertungsnummer: 2393664
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Jeden Tag warten die Waldtiere ganz sehnsüchtig auf den Abend. Denn sobald der erste Stern am Himmelszelt zu sehen ist, beginnt die Vorlesezeit bei Uhu Uhuwe. Alle versammeln sich unter der großen Eiche, in der der weise Uhu lebt und klettern in Windeseile die Strickleiter empor. Nachdem alle ein gemütliches Plätzchen in den Ästen gefunden haben, beginnt Uhu Uhuwe mit dem Vorlesen. Zuerst liest er den Tieren ihre Post vor, die sie am Morgen bekommen haben, danach holt er ein Buch aus seiner großen Baumbibliothek. Alle lieben Uhuwes Geschichten, aber sein Vorschlag, dass er ihnen das Lesen beibringen könnte, sorgt für große Empörung. Am darauffolgenden Abend versagt jedoch ganz plötzlich Uhuwes Stimme. Vor lauter Husten und Räuspern kann er den Tieren nichts mehr vorlesen. Alle versuchen sofort, den kranken Uhu wieder gesund zu machen, doch auch am nächsten Abend bringt dieser keinen Ton heraus. Da erkennen die Waldtiere, dass sich etwas ändern muss. Vielleicht ist die Idee, selbst lesen zu lernen, ja doch nicht so schlecht.
Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit es mir zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete. Schon allein der Titel ist zum Verlieben und das Cover verleitet wohl jeden Buchliebhaber zum Zugreifen. Mich hat die Aufmachung gleich an meine geliebten Waldbuchclub-Bücher erinnert, was aber auch kein Wunder ist, schließlich handelt es sich bei der Schöpferin um dieselbe Illustratorin. Da mir „Uhuwe liest vor“ in eine sehr ähnliche Richtung zu gehen schien, konnte ich es wirklich kaum erwarten, darin einzutauchen. Und ich habe es nicht bereut.
Mit viel Witz und Charme entführt Christelle Saquet ihre Leserschaft in eine fantasievolle Welt, in der es vor geschichtenverrückten Tieren nur so wimmelt. Gleich die erste Doppelseite, auf denen man die Waldtiere kennenlernt, zaubert einem ein Lächeln ins Gesicht. Es ist einfach herzallerliebst zu sehen, wie alle der allabendlichen Gutenachtgeschichte entgegen fiebern und mit welch großer Freude sie Uhuwes Stimme lauschen. Ihre Begeisterung wirkt richtig ansteckend und beweist einmal mehr, wie wunderbar und wertvoll Vorleserituale sind. Noch wichtiger ist es aber, selbst lesen zu lernen. Dieser Meinung ist auch Uhuwe. Dass er die anderen Waldtiere mit einer List zu überzeugen versucht, verzeiht man ihm, er tut es schließlich aus einem guten Grund. Denn er zeigt seinen und auch unseren kleinen Zuhörer*innen dadurch, dass es sich lohnt, selbst etwas zu erlernen und wie bereichernd es ist, eigenständig lesen zu können.
Genauso liebevoll und zauberhaft wie der Text sind auch die atmosphärischen Illustrationen von Tatjana Mai-Wyss. Mit zarten Wasserfarben und kleinen Feinheiten erwecken sie den nächtlichen Wald zum Leben und laden zum Verweilen und Wohlfühlen ein. Man würde am liebsten in die Bilder eintauchen und sich sofort zu Uhu Uhuwe und seinen Freund*innen dazugesellen.
Fazit: „Uhuwe liest vor“ ist eine warmherzige und humorvolle Tiergeschichte ab 3 Jahren, die Lust aufs Lesenlernen weckt und dazu ermutigt, sich auf etwas Neues einzulassen. Ein bezauberndes Plädoyer für die Leseförderung. Wunderschön geschrieben und illustriert und mit liebenswerten Charakteren zum Gernhaben. Ich bin ganz verzaubert von diesem Bilderbuch und kann es jedem nur Herz legen, vor allem Fans von Annie Silvestros Waldbuchclub. Wer den Waldbuchclub mag, wird auch dieses Buch lieben. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Meinung aus der Buchhandlung
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Der alte, weise Uhu Uhuwe ist der beste Vorleser der Welt! Da sind sich alle Tiere im Wald einig. Er ist auch der Einzige weit und breit, der überhaupt lesen kann. Abends liest er die schönsten Geschichten vor, und alle kommen, um zuzuhören, doch auch sonst ist Uhuwe sehr hilfsbereit. Er liest zum Beispiel den anderen Tieren ihre Post vor, Liebesbriefe von der Verlobten des Dachses oder auch Rezepte, die Eichhörnchen von ihrer Omi geschickt bekommen hat. Uhuwe hat das Lesen gelernt, weil er auf dem Dachboden einer Grundschule aufgewachsen ist. Statt den Tag zu verschlafen, hat er durch die Bodenluke ins Klassenzimmer gespäht und nach und nach die Buchstaben gelernt. Was war das für ein tolles Gefühl, als er entziffern konnte, dass das Wort auf der großen Kiste, die auf dem Dachboden steht, "Zerbrechlich" heißt. Als er jedoch anbietet, auch den anderen das Lesen beizubringen, wird er von ihrer Reaktion enttäuscht. Sie nehmen das Angebot nicht einmal ernst. Keiner will Lesen lernen. Wozu auch? Uhuwe kann ja schließlich lesen, das reicht doch völlig. Uhuwe greift daraufhin zu einem Trick. Er tut, als sei er erkältet und habe seine Stimme verloren. Alle kümmern sich rührend um ihn, versorgen ihn mit Tee, bringen ihm einen warmen Schal, eine Wärmflasche etc.. Die Gute-Nacht-Geschichte muss ausfallen, das Vorlesen der Briefe auch. Das stimmt die Tiere nachdenklich. Vielleicht wäre es doch gar keine so schlechte Idee, Lesen zu lernen. Uhuwes Plan ist aufgegangen. “Plötzlich” ist seine Stimme wieder da. Doch als er anfangen will, vorzulesen, unterbrechen ihn die anderen Tiere und fragen, ob er ihnen jetzt nicht doch das Lesen beibringen will.
Vorlesen ist schön. Wer freut sich nicht, wenn ihm eine spannende oder lustige Geschichte vorgelesen wird? Doch selbst zu lesen ist nochmal etwas ganz anderes. Lesen macht unabhängig, öffnet die Tür zu fantastischen Welten und macht einfach Spaß. Diese Geschichte weckt die Lust aufs Lesenlernen. Lesen zu lernen lohnt sich - für jeden, und es ist nie zu spät dafür! Als Leser kann man auch zum Vorleser für andere werden und ihnen damit eine Freude machen. (Aber manchmal, auch wenn man schon lesen kann, ist es doch schön, wenn man selbst hin und wieder vorgelesen bekommt.) Ein wunderschönes Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft!
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Die Waldtiere warten jeden Abend sehnsüchtig auf die Vorlesegeschichten von Uhuwe.
Die Eule versucht die Tierkinder zum lesen zu animieren, doch warum sollen die Tierkinder selber lesen lernen wenn sie jemanden haben der es ihnen so toll vorlesen kann?
Eine total niedliches Bilderbuch ab 3 Jahren, dass Kinder eine Anregung an das Eigenständige lesen übermittelt.
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