Produktbild: Ginsterburg

Ginsterburg Roman

169

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4287 KB

Auflage

3. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123975

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4287 KB

Auflage

3. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123975

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Wehret den Anfängen!

drawe aus Landau am 01.04.2025

Bewertungsnummer: 2455206

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit kam in Deutschland nur zögerlich in Gang. Kaum zu glauben, dass erst jetzt eine Dissertation den Umgang des bayerischen Justizministeriums mit seinen belasteten Juristen ins Visier nimmt und ihn als „vergangenheitspolitische Fehlleistung“ und „Versagen“ bezeichnet. Arno Frank geht einen anderen Weg. Er wirft drei grelle Schlaglichter auf eine fiktive Kleinstadt und einige ihrer ausgewählten Bewohner, und zwar zu geschickt ausgewählten Zeitpunkten. Einmal 1935, das Jahr, in dem die Herrschaft der Nationalsozialisten gesichert war und die Nürnberger Rassegesetze erlassen wurden – dann 1940: Deutschland befindet sich im Krieg, die Luftschlacht um England beginnt – und schließlich 1945: der Zusammenbruch. Arno Frank beschränkt sich auf die Erzählung des Alltäglichen. Somit wird beklemmend deutlich, wie sich der braune Sumpf schleichend und fast unmerklich ausbreitet, wie er den Alltag erobert und zur Normalität wird. Der Autor verzichtet auf einen moralischen Zeigefinger oder eine Schuldzuweisung, sondern zeigt an seinen Figuren die unterschiedlichen Motive auf. Da sind die Karrieristen und Opportunisten, die in den neuen Verhältnissen Möglichkeiten zum Aufstieg sehen. Dazu kommen die Mitläufer, die nicht gegen den Strom schwimmen wollen oder können und sich anbiedern. Andere wiederum genießen die neu gewonnene Machtposition und damit auch die Chance zur Brutalität, und wieder andere nutzen die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Krieges aus. Fast alle aber nehmen die Opfer der Zeit – - jüdische Mitbürger, Kommunisten, Sinti/Roma – zwar wahr, aber sie sind sich einig darin, dass Ausgrenzungen und Säuberungen das eigene Gemeinwesen nur stärken können. Schleichend und eher leise als laut werden sie alle vom braunen Sumpf umspült, in dem sie schließlich untergehen werden. Und man ahnt es: keiner wird schuld gewesen sein. Das alles erzählt Arno Frank in einer wunderbar flüssigen und sehr eingängigen Sprache, bildstark und unterstützt von zeitgenössischen Dokumenten. Er baut historische Personen in seinen Roman ein wie z. B. Erich Bachem oder Lothar Sieber; da wäre ein kurzes Nachwort sicher interessant gewesen. Einige Ungenauigkeiten haben mich gestört, u. a. scheinen Autor und Korrektor auf Kriegsfuß mit römischen Zahlen zu stehen. Gemessen am Gesamt sind das jedoch Petitessen, die zwar unschön sind, aber verblassen gegenüber der eigentlichen Aussage: Wehret den Anfängen. Da wir in einer Zeit leben, in der auch in unserem Land demokratische Institutionen ausgehöhlt werden, kommt dem Buch eine beklemmende Aktualität zu.

Wehret den Anfängen!

drawe aus Landau am 01.04.2025
Bewertungsnummer: 2455206
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit kam in Deutschland nur zögerlich in Gang. Kaum zu glauben, dass erst jetzt eine Dissertation den Umgang des bayerischen Justizministeriums mit seinen belasteten Juristen ins Visier nimmt und ihn als „vergangenheitspolitische Fehlleistung“ und „Versagen“ bezeichnet. Arno Frank geht einen anderen Weg. Er wirft drei grelle Schlaglichter auf eine fiktive Kleinstadt und einige ihrer ausgewählten Bewohner, und zwar zu geschickt ausgewählten Zeitpunkten. Einmal 1935, das Jahr, in dem die Herrschaft der Nationalsozialisten gesichert war und die Nürnberger Rassegesetze erlassen wurden – dann 1940: Deutschland befindet sich im Krieg, die Luftschlacht um England beginnt – und schließlich 1945: der Zusammenbruch. Arno Frank beschränkt sich auf die Erzählung des Alltäglichen. Somit wird beklemmend deutlich, wie sich der braune Sumpf schleichend und fast unmerklich ausbreitet, wie er den Alltag erobert und zur Normalität wird. Der Autor verzichtet auf einen moralischen Zeigefinger oder eine Schuldzuweisung, sondern zeigt an seinen Figuren die unterschiedlichen Motive auf. Da sind die Karrieristen und Opportunisten, die in den neuen Verhältnissen Möglichkeiten zum Aufstieg sehen. Dazu kommen die Mitläufer, die nicht gegen den Strom schwimmen wollen oder können und sich anbiedern. Andere wiederum genießen die neu gewonnene Machtposition und damit auch die Chance zur Brutalität, und wieder andere nutzen die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Krieges aus. Fast alle aber nehmen die Opfer der Zeit – - jüdische Mitbürger, Kommunisten, Sinti/Roma – zwar wahr, aber sie sind sich einig darin, dass Ausgrenzungen und Säuberungen das eigene Gemeinwesen nur stärken können. Schleichend und eher leise als laut werden sie alle vom braunen Sumpf umspült, in dem sie schließlich untergehen werden. Und man ahnt es: keiner wird schuld gewesen sein. Das alles erzählt Arno Frank in einer wunderbar flüssigen und sehr eingängigen Sprache, bildstark und unterstützt von zeitgenössischen Dokumenten. Er baut historische Personen in seinen Roman ein wie z. B. Erich Bachem oder Lothar Sieber; da wäre ein kurzes Nachwort sicher interessant gewesen. Einige Ungenauigkeiten haben mich gestört, u. a. scheinen Autor und Korrektor auf Kriegsfuß mit römischen Zahlen zu stehen. Gemessen am Gesamt sind das jedoch Petitessen, die zwar unschön sind, aber verblassen gegenüber der eigentlichen Aussage: Wehret den Anfängen. Da wir in einer Zeit leben, in der auch in unserem Land demokratische Institutionen ausgehöhlt werden, kommt dem Buch eine beklemmende Aktualität zu.

Beeindruckend

Gavroche am 17.03.2025

Bewertungsnummer: 2441513

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich habe bisher noch kein Buch von Arno Frank gelesen, obwohl wir mir der Titel "Seemann vom Siebener" durchaus etwas sagt und da mir der Schreibstil gut gefallen hat, werde ich das Buch bestimmt auch bald lesen. Doch nun zu diesem Buch. Ginsterburg, eine fiktive Kleinstadt in Deutschland, so wie es bestimmt so manch eine Stadt gab und auch noch gibt. Die Handlung spielt in den Jahren 1935 - also zwei Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, 1940 - zu Beginn des Krieges, (fast) alle glauben noch an einen raschen Sieg und 1945 - zu Beginn des Jahres, die Situation ist mittlerweile eine ganz andere. Im Fokus stehen eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die Perspektive wechselt schnell. Einige Geschichten verschwinden schnell wieder, hatten nur eine kurze Stippvisite. Am Ende der Abschnitte gibt es unter Anderem den Bericht von Alfie, dem britischen Piloten, der über Ginsterburg abstürzte. Und dann noch einige Auszüge aus Quellentexten. Ein Buch, das man genau lesen muss, eines, das viel anprangert, viele Denkanstöße bietet. Ein Buch, das mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

Beeindruckend

Gavroche am 17.03.2025
Bewertungsnummer: 2441513
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ich habe bisher noch kein Buch von Arno Frank gelesen, obwohl wir mir der Titel "Seemann vom Siebener" durchaus etwas sagt und da mir der Schreibstil gut gefallen hat, werde ich das Buch bestimmt auch bald lesen. Doch nun zu diesem Buch. Ginsterburg, eine fiktive Kleinstadt in Deutschland, so wie es bestimmt so manch eine Stadt gab und auch noch gibt. Die Handlung spielt in den Jahren 1935 - also zwei Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, 1940 - zu Beginn des Krieges, (fast) alle glauben noch an einen raschen Sieg und 1945 - zu Beginn des Jahres, die Situation ist mittlerweile eine ganz andere. Im Fokus stehen eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die Perspektive wechselt schnell. Einige Geschichten verschwinden schnell wieder, hatten nur eine kurze Stippvisite. Am Ende der Abschnitte gibt es unter Anderem den Bericht von Alfie, dem britischen Piloten, der über Ginsterburg abstürzte. Und dann noch einige Auszüge aus Quellentexten. Ein Buch, das man genau lesen muss, eines, das viel anprangert, viele Denkanstöße bietet. Ein Buch, das mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

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Ginsterburg

von Arno Frank

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Verena Baumgartner

OSIANDER Lörrach

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5/5

Nie wieder ist jetzt!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ginsterburg, das ist eine Stadt der Mitläufer und Karrieristen. Es sind die Schilderungen der Werdegänge ausgewählter Einwohner Ginsterburg, die eindrucksvoll die schleichenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und die Auswirkungen der NS-Ideologie auf den Einzelnen aufzeigen. Der Autor verzichtet auf den erhobenen Finger oder das Moralisieren und unterstreicht gerade hier die Anpassungsfähigkeit der Menschen in schwierigen Zeiten und die Komplexität unterschiedlichen menschlichen Verhaltens innerhalb eines totalitären Regimes. Bildgewaltig, mitreißend und scheinbar mühelos gelingt des dem Autor die Atmosphäre und das Ambiente der damaligen Zeit einzufangen. Ihm gelingt, das Leben der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus greifbar zu machen und die gesamte Bandbreite der Gesellschaft einzufangen. Historische Dokumente runden ergänzend die Geschichte ab. Der Roman zeigt deutlich wie schnell alles Kippen kann, wie fragil Demokratie und Freiheit sind. 80 Jahre nach Kriegsende und angesichts des nach 3 Generationen gefährlichen erstarken der Rechtspopulisten bekommt der Inhalt dieses Buches eine aktuelle Brisanz: Wie konnten Menschen so unberührt bleiben vom Gang der Dinge? Dazu kommt dieser ruhige unaufgeregte Stil des Autors. Arno Frank zeigt am Ende ein sehr differenziertes Bild einer Gesellschaft, die sich schrittweise an die Nationalsozialisten gewöhnten und abrutsche. Dieser Roman sollte uns Mahnung sein „Nie wieder ist jetzt!“
  • Verena Baumgartner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Nie wieder ist jetzt!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ginsterburg, das ist eine Stadt der Mitläufer und Karrieristen. Es sind die Schilderungen der Werdegänge ausgewählter Einwohner Ginsterburg, die eindrucksvoll die schleichenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und die Auswirkungen der NS-Ideologie auf den Einzelnen aufzeigen. Der Autor verzichtet auf den erhobenen Finger oder das Moralisieren und unterstreicht gerade hier die Anpassungsfähigkeit der Menschen in schwierigen Zeiten und die Komplexität unterschiedlichen menschlichen Verhaltens innerhalb eines totalitären Regimes. Bildgewaltig, mitreißend und scheinbar mühelos gelingt des dem Autor die Atmosphäre und das Ambiente der damaligen Zeit einzufangen. Ihm gelingt, das Leben der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus greifbar zu machen und die gesamte Bandbreite der Gesellschaft einzufangen. Historische Dokumente runden ergänzend die Geschichte ab. Der Roman zeigt deutlich wie schnell alles Kippen kann, wie fragil Demokratie und Freiheit sind. 80 Jahre nach Kriegsende und angesichts des nach 3 Generationen gefährlichen erstarken der Rechtspopulisten bekommt der Inhalt dieses Buches eine aktuelle Brisanz: Wie konnten Menschen so unberührt bleiben vom Gang der Dinge? Dazu kommt dieser ruhige unaufgeregte Stil des Autors. Arno Frank zeigt am Ende ein sehr differenziertes Bild einer Gesellschaft, die sich schrittweise an die Nationalsozialisten gewöhnten und abrutsche. Dieser Roman sollte uns Mahnung sein „Nie wieder ist jetzt!“

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Yvonne Grun-Stransky

OSIANDER Pfaffenhofen

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5/5

Schleichendes Gift

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kleinstadt im Dritten Reich. In drei Erzählsträngen wird der schleichende Prozess in der Gesellschaft veranschaulicht. Anfänglich (1935) sind dies noch Randerscheinungen, glaubt man, dass man diese noch händeln kann. 1940, mitten im Krieg, glaubt man noch an die Sache, dass man siegreich sein wird. In der beschaulichen Provinz ist dieser eher in den Köpfen angekommen. Erst 1945, kurz vor der Kapitulation, realisiert man was dieser Krieg in allen auslöst, dass es kein Zurück mehr gibt, sondern nur den Abgrund.
  • Yvonne Grun-Stransky
  • Buchhändler/-in

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5/5

Schleichendes Gift

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Kleinstadt im Dritten Reich. In drei Erzählsträngen wird der schleichende Prozess in der Gesellschaft veranschaulicht. Anfänglich (1935) sind dies noch Randerscheinungen, glaubt man, dass man diese noch händeln kann. 1940, mitten im Krieg, glaubt man noch an die Sache, dass man siegreich sein wird. In der beschaulichen Provinz ist dieser eher in den Köpfen angekommen. Erst 1945, kurz vor der Kapitulation, realisiert man was dieser Krieg in allen auslöst, dass es kein Zurück mehr gibt, sondern nur den Abgrund.

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