Produktbild: Ginsterburg

Ginsterburg Roman

169

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4287 KB

Auflage

3. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123975

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

15.02.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4287 KB

Auflage

3. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783608123975

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    01.04.2025

    eBook (ePUB 3)

    Wehret den Anfängen!

    Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit kam in Deutschland nur zögerlich in Gang. Kaum zu glauben, dass erst jetzt eine Dissertation den Umgang des bayerischen Justizministeriums mit seinen belasteten Juristen ins Visier nimmt und ihn als „vergangenheitspolitische Fehlleistung“ und „Versagen“ bezeichnet. Arno Frank geht einen anderen Weg. Er wirft drei grelle Schlaglichter auf eine fiktive Kleinstadt und einige ihrer ausgewählten Bewohner, und zwar zu geschickt ausgewählten Zeitpunkten. Einmal 1935, das Jahr, in dem die Herrschaft der Nationalsozialisten gesichert war und die Nürnberger Rassegesetze erlassen wurden – dann 1940: Deutschland befindet sich im Krieg, die Luftschlacht um England beginnt – und schließlich 1945: der Zusammenbruch. Arno Frank beschränkt sich auf die Erzählung des Alltäglichen. Somit wird beklemmend deutlich, wie sich der braune Sumpf schleichend und fast unmerklich ausbreitet, wie er den Alltag erobert und zur Normalität wird. Der Autor verzichtet auf einen moralischen Zeigefinger oder eine Schuldzuweisung, sondern zeigt an seinen Figuren die unterschiedlichen Motive auf. Da sind die Karrieristen und Opportunisten, die in den neuen Verhältnissen Möglichkeiten zum Aufstieg sehen. Dazu kommen die Mitläufer, die nicht gegen den Strom schwimmen wollen oder können und sich anbiedern. Andere wiederum genießen die neu gewonnene Machtposition und damit auch die Chance zur Brutalität, und wieder andere nutzen die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Krieges aus. Fast alle aber nehmen die Opfer der Zeit – - jüdische Mitbürger, Kommunisten, Sinti/Roma – zwar wahr, aber sie sind sich einig darin, dass Ausgrenzungen und Säuberungen das eigene Gemeinwesen nur stärken können. Schleichend und eher leise als laut werden sie alle vom braunen Sumpf umspült, in dem sie schließlich untergehen werden. Und man ahnt es: keiner wird schuld gewesen sein. Das alles erzählt Arno Frank in einer wunderbar flüssigen und sehr eingängigen Sprache, bildstark und unterstützt von zeitgenössischen Dokumenten. Er baut historische Personen in seinen Roman ein wie z. B. Erich Bachem oder Lothar Sieber; da wäre ein kurzes Nachwort sicher interessant gewesen. Einige Ungenauigkeiten haben mich gestört, u. a. scheinen Autor und Korrektor auf Kriegsfuß mit römischen Zahlen zu stehen. Gemessen am Gesamt sind das jedoch Petitessen, die zwar unschön sind, aber verblassen gegenüber der eigentlichen Aussage: Wehret den Anfängen. Da wir in einer Zeit leben, in der auch in unserem Land demokratische Institutionen ausgehöhlt werden, kommt dem Buch eine beklemmende Aktualität zu.

  • Gavroche

    5/5

    17.03.2025

    eBook (ePUB 3)

    Beeindruckend

    Ich habe bisher noch kein Buch von Arno Frank gelesen, obwohl wir mir der Titel "Seemann vom Siebener" durchaus etwas sagt und da mir der Schreibstil gut gefallen hat, werde ich das Buch bestimmt auch bald lesen. Doch nun zu diesem Buch. Ginsterburg, eine fiktive Kleinstadt in Deutschland, so wie es bestimmt so manch eine Stadt gab und auch noch gibt. Die Handlung spielt in den Jahren 1935 - also zwei Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, 1940 - zu Beginn des Krieges, (fast) alle glauben noch an einen raschen Sieg und 1945 - zu Beginn des Jahres, die Situation ist mittlerweile eine ganz andere. Im Fokus stehen eine Reihe von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, die Perspektive wechselt schnell. Einige Geschichten verschwinden schnell wieder, hatten nur eine kurze Stippvisite. Am Ende der Abschnitte gibt es unter Anderem den Bericht von Alfie, dem britischen Piloten, der über Ginsterburg abstürzte. Und dann noch einige Auszüge aus Quellentexten. Ein Buch, das man genau lesen muss, eines, das viel anprangert, viele Denkanstöße bietet. Ein Buch, das mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

  • brauneye29

    aus Wachtendonk

    5/5

    18.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Macht nachdenklich

    Zum Inhalt: Nach der Machtergreifung ist in dem fiktiven Ort Ginsterburg nichts mehr wie es war. Während manche unter der Situation leiden, profitieren andere. Viele einfach versuchen sich mit der neuen Situation zu arrangieren, doch es tun sich immer mehr Abgründe auf. Meine Meinung: Das Buch zeigt die menschlichen Abgründe auf wenn sich Umstände ändern mit denen man nicht gerechnet hatte. Völlig unpolitische Personen sind plötzlich sehr politisch. Friedliche Menschen werden zu Denunziananten, Kinder werden durch Spiel und Spaß auf Linie gebracht. Das Buch ist ein Spiegelbild dafür, was mit den Menschen zu Kriegszeiten passiert ist und auch wenn man davor sitzt und es nicht glauben will beschleicht einen aber auch immer wieder ein ungutes Gefühl, dass man die ein oder andere Handlung schon verstehen konnte. Das Buch regt einen schon an auch die ein oder andere Situation heute zu durchdenken, denn auch die Menschen damals hätten im Vorfeld vermutlich nie erwartet, dass sie so agiert hätten. Fazit: Macht nachdenklich

  • Bewertung

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    17.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Das Leben zur Zeit des "Führers"

    Alfis Maschine wird getroffen. Ein Flügel ist abgerissen und er kann zum Glück rasch den rettenden Fallschirm finden. Er schwebt durch die Weite des Himmels. Und Zola hatte sich hingehockt, um ihre Blase zu leeren. Sie kam mit dem Zirkus nach Ginsterburg und sagte den Menschen ihre Zukunft voraus. Plötzlich hörte sie laute Rufe und flüsterte: „Da seid Ihr ja endlich“. Ein lauter Schwarm Kraniche flog über sie hinweg. Im Jahr 1935 war die Welt (fast) noch in Ordnung. Was zunächst aussah, als würden endlich besserte Zeiten kommen, entpuppte sich rasch zum Gegenteil. Es fing damit an, dass Kinder und Jugendliche vereinnahmt wurden. Sie trafen sich regelmäßig zu Ausflügen und Freizeitaktivitäten. Heimlich still und leise wurden sie vereinnahmt für die Ideologie der neuen Herrscher. "Ginsterburg" ist ein Roman, der sehr gut beschreibt, wie selbst Menschen, die niemals politisch aktiv waren, den Versprechen Hitlers und seiner Getreuen glaubten. Das Buch beschreibt die Entwicklung der Einwohner des Ortes Ginsterburg von den Jahren 1935 bis 1945. Jeder wollte den neuen Machthabern gefallen und selbst Freunde und Nachbarn wurden denunziert. Das Wort Ballastexistenz machte auch vor dem beschaulichen Ort nicht halt. Als den Menschen dann endlich klar wurde, dass diese neue Partei keineswegs nur Gutes im Sinn hatte, war es zu spät. Britische Bomber näherten sich dem Ort und es folgte eine Verwüstung, die niemand für möglich gehalten hätte. Das Cover zeigt recht anschaulich, wie sich der Einschlag einer Bombe auswirken kann. Die Ereignisse rund um Ginsterburg sind bildhaft wiedergegeben. Es mangelt weder an Spannung noch an einer Darstellung von Geschehnissen, die im „3. Reich“ gang und gäbe waren.

  • Philiene

    aus Süsel

    5/5

    15.02.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Ort im Krieg

    Es wird viel über den zweiten Weltkrieg berichtet und geschrieben, oft geht es dabei um das Kriegsgeschehen und die unvorstellbaren Grâultaten. Arno Frank dagegen stellt in seinem Roman Ginsterburg die Frage auf, wie die Bevölkerung mit dieser Zeit umgegangen sind. Anhand der Einwohner des Ortes erzählt er deren Geschichten, die stellvertretend für die von Millionen anderer Menschen dieser Zeit stehen. Der Roman ist in drei Teile gegliedert. Wir lernen die Menschen im Jahr 1935 kennen, Hitler ist bereits an der Macht und sein Einfluss spürbar, dann geht es im Jahr 1940 weiter, der Krieg hat begonnen und noch sind viele euphorisch. Der letzte Teil spielt dann 1945 als Deutschland in Trümmern liegt Der Roman erzählt von den ganz normalen Menschen, ihrem Alltag und wie sie mit den Geschehnissen umgegangen sind. Haben sie wirklich nicht erkannt was da auf sie zukam oder einfach weg gesehen? Interessant fand ich wie die Jungen schon früh vom Krieg begeistert worden sind. Sehr lesenswert

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Verena Baumgartner

    Verena Baumgartner

    OSIANDER Lörrach

    Buchhändler*in

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    5/5

    12.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nie wieder ist jetzt!

    Ginsterburg, das ist eine Stadt der Mitläufer und Karrieristen. Es sind die Schilderungen der Werdegänge ausgewählter Einwohner Ginsterburg, die eindrucksvoll die schleichenden Veränderungen innerhalb der Gesellschaft und die Auswirkungen der NS-Ideologie auf den Einzelnen aufzeigen. Der Autor verzichtet auf den erhobenen Finger oder das Moralisieren und unterstreicht gerade hier die Anpassungsfähigkeit der Menschen in schwierigen Zeiten und die Komplexität unterschiedlichen menschlichen Verhaltens innerhalb eines totalitären Regimes. Bildgewaltig, mitreißend und scheinbar mühelos gelingt des dem Autor die Atmosphäre und das Ambiente der damaligen Zeit einzufangen. Ihm gelingt, das Leben der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus greifbar zu machen und die gesamte Bandbreite der Gesellschaft einzufangen. Historische Dokumente runden ergänzend die Geschichte ab. Der Roman zeigt deutlich wie schnell alles Kippen kann, wie fragil Demokratie und Freiheit sind. 80 Jahre nach Kriegsende und angesichts des nach 3 Generationen gefährlichen erstarken der Rechtspopulisten bekommt der Inhalt dieses Buches eine aktuelle Brisanz: Wie konnten Menschen so unberührt bleiben vom Gang der Dinge? Dazu kommt dieser ruhige unaufgeregte Stil des Autors. Arno Frank zeigt am Ende ein sehr differenziertes Bild einer Gesellschaft, die sich schrittweise an die Nationalsozialisten gewöhnten und abrutsche. Dieser Roman sollte uns Mahnung sein „Nie wieder ist jetzt!“
  • Zum Bewerterprofil von Yvonne Grun-Stransky

    Yvonne Grun-Stransky

    OSIANDER Pfaffenhofen

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schleichendes Gift

    Eine Kleinstadt im Dritten Reich. In drei Erzählsträngen wird der schleichende Prozess in der Gesellschaft veranschaulicht. Anfänglich (1935) sind dies noch Randerscheinungen, glaubt man, dass man diese noch händeln kann. 1940, mitten im Krieg, glaubt man noch an die Sache, dass man siegreich sein wird. In der beschaulichen Provinz ist dieser eher in den Köpfen angekommen. Erst 1945, kurz vor der Kapitulation, realisiert man was dieser Krieg in allen auslöst, dass es kein Zurück mehr gibt, sondern nur den Abgrund.
  • Zum Bewerterprofil von Christiane Tillack

    Christiane Tillack

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Stadt und seine Bewohner im Dritten Reich

    Eindrücklich beschreibt Arno Frank in seinem neuen Roman das Leben in der fiktiven Stadt Ginsterburg in den Jahren 1935, 1940 und 1945. Es geht um Mitläufer, Überzeugte, Täter und Profiteure. Und um ein paar Wenige, denen bewußt ist, dass Unrecht geschieht, die aber aus Angst schweigen. Und als sich das Blatt auf den Schlachtfeldern ändert und der Krieg durch Bombenangriffe auch in ihrer Stadt zu merken ist, beginnen manche zu zweifeln, aber viele glauben dennoch an den Endsieg. Eine eindringliche Warnung vor den Folgen von Nationalismus und Faschismus.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schäfer-Stradowsky

    Sarah Schäfer-Stradowsky

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte und Aktualität

    Ginsterburg - ein Provinzstädtchen irgendwo in Deutschland in den Jahren 1935-45. Was passiert mit den Menschen während der NS-Diktatur? Wer verhält sich wie? Wie würden wir uns in einer Diktatur verhalten? Vor allem: anfangs? Verteidigen wir unsere Demokratie? Arno Franks Roman spielt zwar in der Vergangenheit, verhandelt aber sehr aktuelle Fragen. Extrem spannend und aufschlußreich!
  • Zum Bewerterprofil von Daniela Mayer

    Daniela Mayer

    OSIANDER Biberach

    Buchhändler*in

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    4/5

    28.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten aus der Kleinstadt

    Ginsterburg ist eine fiktive Kleinstadt irgendwo in Deutschland und die Hauptdarstellerin in Arno Franks neuestem Roman. Viele verschiedene Menschen bevölkern dieses Städtchen, deren Schicksal während der Jahre 1935, 1940 und 1945 machen den Hauptteil dieser Erzählung aus. Originaldokumente aus dieser Zeit ergänzen und verstärken das Erzählte. Briefe und Perspektivwechsel ergeben ein lebendiges Bild und insgesamt entfaltet der Roman eine immense Wucht. Bewegend, klug und voll sprachlicher Brillianz!!!

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