Produktbild: Die Verknöpften

Die Verknöpften

8

11,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 9 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.12.2024

Abbildungen

30, Fotos und Illustrationen

Verlag

Fuchs, Monika

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/1,4 cm

Gewicht

144 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-947066-78-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 9 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

13.12.2024

Abbildungen

30, Fotos und Illustrationen

Verlag

Fuchs, Monika

Seitenzahl

148

Maße (L/B/H)

18,8/12,4/1,4 cm

Gewicht

144 g

Farbe

Silbergrau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-947066-78-0

Herstelleradresse

Fuchs, Monika Verlag
Langer Hagen 25
31134 Hildesheim
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • anette1809 - katzemitbuch.de

    aus Sulzheim

    5/5

    19.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Die Verknöpften sind Liselotte…

    Die Verknöpften sind Liselotte, Minna, Leon und Hilli. Liselotte hat für die Mädchen Freundschaftsbänder genäht, die mit einem Knopf verschlossen werden und ihre Freundschaft für immer besiegeln sollen. „Jede macht bei einer von uns den Knopf zu. So sind wir für immer verknöpft.“ (S.27) Leider hält der Zauber der Freundschaftsbänder nicht lange, denn die Geschichte spielt kurz vor Beginn des 2. Weltkriegs in Bochum. Eingerahmt wird die Geschichte der vier Kinder von zwei Sequenzen aus dem Ghetto in Riga, wo sich ihre frühere Lehrerin um Kinder und Kranke kümmert, solange ihr dies möglich ist. In Bochum im Herbst 1938 spürt man gleich zu Beginn der Geschichte den kalten Hauch der nationalsozialistischen Regierung. Denn für Personen, die für die Regierung nichts wert oder unerwünscht sind, fängt die Verfolgung und der Krieg schon sehr viel früher an. Leon kommt mit Verletzungen in die Schule und wird kurze Zeit später zum Schutz tagtäglich von seiner Lehrerin nach Hause begleitet, damit er nicht weiterhin von anderen Kindern verprügelt wird. Wenn Liselotte und Minna Hilli besuchen wollen, müssen sie aufpassen, dass keiner sie dabei beobachtet, aber viel zu schnell sind die Treffen unter den drei Freundinnen nicht mehr durchführbar. Die berufliche Existenz von Liselottes Eltern wird in einer Novembernacht innerhalb weniger Stunden zerstört. Andrea Behnke macht das jüdische Leben in dieser grausamen Zeit jedoch nicht nur greifbar durch die Schrecken, sondern auch durch das Teilen jüdischer Traditionen, Feste und Speisen. Durch die Augen eines Kindes mit jüdischem Glauben erfahren Leser*innen hautnah von zerbrechenden Freundschaften, erleben den Schrecken der Nacht des 9. November – der Reichspogromnacht – und spüren die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die manch einen angesichts dieser Schrecken ereilt, aber auch die Hoffnung auf ein neues Leben in einem neuen Land. Leider ist diese Geschichte kein Märchen, sondern ein sehr dunkles, wenn nicht das dunkelste Kapitel überhaupt der deutschen Geschichte, und so wird der Ring der vier Freunde in der Tat in alle Himmelsrichtungen zersprengt. Wieder hört Ilse Hirschberg das Lied, das Lied vom festgebundenen Kälbchen. Und am Himmel fliegt ein Vogel davon. (S.132) Ich habe schon viele Bücher aus der Zeit des 3. Weltkriegs gelesen, was der Geschichte den Schrecken jedoch nicht nimmt. Die Autorin lässt die Erzählung um die vier Verknöpften nicht alleine im Raum stehen. Im Anhang finden sich im Nachwort die Geschichte von Else Hirsch aus Bochum. Die Geschichte der Lehrerin Ilse Hirschberg im Buch ist die wahre Geschichte von Else Hirsch. Außerdem befindet sich ein Glossar am Ende des Buches, mit einigen Wörtern und Begriffen aus der Geschichte, sowie ein Bildnachweis. Die Ausgabe im Verlag Monika Fuchs ist eine überarbeitete Neuauflage der Geschichte, die ursprünglich 2021 im Ariella Verlag erschienen ist. Aufgrund der Erzählperspektive und des kompakten Umfangs wünsche ich mir, dass diese Geschichte sehr lange lieferbar bleibt und vielleicht den Weg als Lektüre in das eine oder andere Klassenzimmer als Schullektüre findet. Die Sprache ist einfach genug, damit Kinder die Geschichte alleine lesen und verstehen können und dennoch inhaltlich so anspruchsvoll, dass sie ebenso geeignet für Erwachsene ist.

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    13.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine berührende Geschichte aus der Sicht eines Kindes

    Eine Freundschaft für immer. Das schwören sich Liselotte, Minna und Hildegard. Zum Zeichen dafür legen sich die drei Mädchen gegenseitig Armbänder aus Stoffresten an, die mit einem Knopf verschlossen werden.Und nun sind sie die "Verknöpften". Doch im Jahr 1938 ist nichts so, wie es sein sollte. Hildegard, genannt Hilli, darf plötzlich nicht mehr mit Liselotte und Minna spielen. Sie ist die einzige Nichtjüdin in der kleinen Gruppe. Und die Juden werden immer mehr ausgegrenzt. Dann krempelt die Reichskristallnacht Liselottes Leben total um. Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt die Autorin aus der Sicht von Liselotte. Es geht um die Freundschaft der drei Mädchen und um Leon, einem gleichaltrigen Jungen, der in diese Freundschaft mit einbezogen ist. Feinfühlig versucht Andrea Behnke Kindern ein Stück der Nazizeit nahezubringen. Zahlreiche Illustrationen bereichern dieses Buch, das für Kinder ab 10 Jahren empfohlen ist, jedoch auch von Erwachsenen gelesen werden kann. 5 Sterne und eine Lese- und Kaufempfehlung.

  • Jürg K.

    5/5

    09.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eindrückliche Schilderung mit traurigem Hintergrund

    Liselotte, Leon, Minna und Hildegard leben 1938 in Bochum. Die vier haben beschlossen immer zusammen zu bleiben, daher hat Liselotte Freundschaftsarmbänder genäht. Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Leon wird auf dem Heimweg verprügelt. Liselotte, Leon und Minna dürfen sich nicht mehr mit Hildegard treffen. warum wird in einer Novembernacht der Stoffladen von Liselottes Eltern zerstört und die Synagoge angezündet? Für die Kinder ein Anker in dieser Zeit ist die Lehrerin Ilse Hirschberg. Diese Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten. Für mich als sehr weit Aussenstehender ist dieses Buch sehr schwer zu verstehen. Ich erkannte erst Jahre später was eigentlich passiert ist. Mich hat das Lesen dieses Buches sehr traurig und noch mehr wütend gemacht. Dieses Buch beschreibt eindrücklich und sehr gekonnt, was die vier Kinder alles erdulden mussten. Ich empfehle Erwachsenen, die das Buch lesen und Kinder haben es ihnen auch zu Lesen geben. Damit hat man eine gute Grundlage ihnen zu erklären, dass so etwas nie mehr passieren darf. Sehr empfehlenswert.

  • Daggy

    5/5

    07.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Geschichte einer Freundschaft mit realem Hintergrund

    Die vier Kinder in dieser Geschichte hat die Autorin mittels ihrer Fantasie zum Leben erweckt. Ihre Lehrerin Fräulein Hirschberg hat ein reales Vorbild, Else Hirsch, an die in Bochum ein Stolperstein erinnert. Leon lebt bei seiner alten Oma und wird auf dem Schulweg von Hilterjungen angegriffen. Da Minna sich verabschiedet hat, wird nur Lieselotte hilflose Zeugin dieses Vorfalls. Die drei Kinder gehen auf die jüdische Schule und die Lehrerin Fräulein Hirschberg ist zwar streng, setzt sich aber liebevoll für ihre Schützlinge ein. Lieselottes Eltern haben einen Stoffladen und ihre Mutter darf nur noch für die jüdische Kundschaft nähen. Auch Lieselotte kann schon gut nähen, so hat sie für ihre Freundinnen Armbänder mit ihren schönsten Knöpfen genäht. Denn Minna und Lieselotte treffen sich immer noch heimlich mit Hildegard, obwohl für sie der Kontakt zu den jüdischen Mädchen verboten ist. Die Drei nennen sich nach den Armbändern die „Verknöpften“ und versprechen sich immerwährende Freundschaft. Mit Lieselotte und ihren Eltern erleben wir die Pogromnacht mit all ihren Auswirkungen. Sehr eindringlich wird Lieselottes Angst geschildert, als sie die Zerstörung des Geschäftes und der Wohnung, hinter einem Vorhang versteckt, miterleben muss. Das erste und letzte Kapitel spielt im Jahr 1942 und berichtet vom Schicksal Fräulein Hirschbergs, das sie nach Riga verschlagen hat. Die restliche Geschichte ist 1938/39 in Bochum angesiedelt und erzählt sehr lebhaft von den Kindern, ihren Familien und der Schule mit ihren Lehrern. In dieser neuen Auflage ist das Buch mit vielen kleinen Bildern und einigen Fotos illustriert, dazu gibt es Borten mit Nadel, Faden und Knöpfen. Das Buch bietet eine sehr gut geschilderte neue Facette der Judenverfolgung, die schon für Zehnjährige verständlich, die Ängste fühlbar macht. Mich hat das Buch sehr bewegt und wir haben schon einige Lesungen mit Andrea Behnke durchgeführt bei denen die Kinder sich sehr engagiert eingebracht haben.

  • Annemarie

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    26.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Durch die Augen von Kindern

    “Die Verknöpften” von Andrea Behnke ist ein Kinderroman, der vor der Zeit des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1938 spielt und aus der Sicht von Liselotte, einem kleinen Mädchen, beschrieben ist. Ich empfand dieses Buch als sehr eindringlich und es macht sehr deutlich, wie schwierig es für Kinder damals gewesen sein musste, zu dieser Zeit zu leben und die Situation zu verstehen. Die Angst und das Unverständnis war sehr spürbar. Etwas schade fand ich, dass das Ende sehr offen war und nicht weiter auf die einzelnen Schicksale eingegangen wurde. Ich hätte gerne erfahren, wie es mit einzelnen Figuren weitergegangen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch gut für die Schule geeignet ist, um den Kindern das Leid zu dieser Zeit näher zu bringen und einen Einblick zu vermitteln. Der Schreibstil der Autorin ist dafür auf jeden Fall geeignet, da es sich gut lesen lässt und leicht verständlich ist.  

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    Verena Bothe

    RavensBuch Osiander Ravensburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Verknöpften

    Bochum 1938: Auf den ersten Blick wirkt Fräulein Ilse Hirschberg nicht sehr beeindruckend. Ganz klein ist sie, mit kurzen Locken und dicken, runden Brillengläsern, umso größer sind jedoch der Mut und das Herz der engagierten jüdischen Lehrerin. Unter ihren Schülern sind auch die Freunde Liselotte, Minna und Leon. Liselotte sieht, wie sich die Welt um sie herum verändert. Kaum noch Kunden kommen in das Stoffgeschäft ihrer Eltern, Männer in dunklen Uniformen und mit eisigen Blicken ziehen durch die Straßen, im Park und im Freibad sind Juden unerwünscht. Manchmal fahren sie raus ins Grüne, wo sie niemand kennt und sie ihre Sorgen für einen Moment hinter sich lassen können, schlecken Vanilleeis für 10 Pfennig und sitzen auf den Parkbänken, obwohl auf ihnen “Nur für Arier” steht. Ihre nicht-jüdische Freundin Hildegard können Liselotte und Minna nur noch heimlich treffen. Hillis Keller ist ihr Hauptquartier, und sie sind “die Verknöpften”, wegen der Freundschaftsbänder mit den Knöpfen, die Liselotte für sie genäht hat. Liselotte näht auch Kleider und Kuscheltiere, und sie sammelt Knöpfe. Außerdem ist sie sehr musikalisch, liebt es zu singen, und bekommt seit einiger Zeit Flötenunterricht von dem netten Lehrer Herr Messing, der ihr Talent erkannt und ihr sogar eine Blockflöte geschenkt hat. Da Leon, der bei seiner Oma lebt, auf dem Schulweg immer wieder verprügelt wird, weil er Jude ist, beschließt Fräulein Hirschberg, ihn von nun an jeden Tag zu begleiten. Liselotte ist ein bisschen in Leon verliebt und schenkt ihm ihre neue Mütze, weil er keine eigene hat. Seine Oma hat nicht viel Geld und kann mit ihren krummen Fingern nicht mehr stricken. Fräulein Hirschberg rät den Familien ihrer Schüler, Englisch oder Hebräisch zu lernen, um auswandern zu können. Sie gibt sogar Unterricht. Minnas Mama lernt bereits seit einiger Zeit Englisch, doch Minna denkt sich nichts dabei. Viele Familien haben das Land bereits verlassen. Doch Liselottes Eltern wollen bleiben, selbst nach dieser furchtbaren Nacht, in der Liselotte von einem lauten Knall und Scherben-Klirren geweckt wird. Männer in Uniformen und mit Hakenkreuzbinden schlagen die Fenster ein und verwüsten den Laden, Mama und Papa werden als Volksverräter beschimpft und Liselotte, die sich versteckt hat, macht vor Angst in die Hose. Auch viele andere Geschäfte fallen der Zerstörungswut der Männer zum Opfer, die Schule wird geplündert, die Synagoge in Brand gesetzt. Niemand unternimmt etwas dagegen. Doch Fräulein Hirschberg lässt sich nicht unterkriegen. Sie tut alles, damit die Schule wieder geöffnet werden kann und macht ihren Schülern Mut. Ganz groß kommt sie Liselotte auf einmal vor, im Gegensatz zu ihrem sonst so starken Vater, der in eine tiefe Depression fällt. Er ist nur noch müde, schlurft im Schlafanzug durch die Wohnung. Liselottes Mutter fegt die Scherben weg, doch das Geschäft ist nicht zu retten. Die Versicherung zahlt nicht, die Familie ist pleite. Dann muss Lieselotte auch noch von ihren besten Freunden Abschied nehmen … Während die meisten Bücher zu diesem dunklen Kapitel der Deutschen Geschichte für die jüngeren Leser noch zu kompliziert geschrieben oder schlicht inhaltlich zu heftig sind, trifft diese Geschichte genau den richtigen Ton, um auch bereits 10-Jährigen verständlich zu machen, was damals geschah und was die Kinder damals erlebten und dabei fühlten. Dies geschieht vor allem durch die Sicht von Liselotte, deren Welt sich vor ihren Augen radikal verändert. Freundschaft, Angst, Zusammenhalt und Abschied - Gefühle stehen hier im Mittelpunkt. Im Anhang befinden sich jedoch zusätzlich ausführliche Erläuterungen über die geschichtlichen Hintergründe, die leicht verständlich geschrieben sind. Die Figur der Ilse Hirschberg beruht auf einer Person, die es tatsächlich gab, nämlich die Lehrerin Else Hirsch, an die heute noch ein Stolperstein in Bochum erinnert und nach der sogar eine Schule benannt ist. Viel Spaß beim Lesen!!!

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