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Elizabeth Strout erzählt in ihrem international gefeierten Roman unvergessliche Geschichten über die Menschen einer Kleinstadt, die sich nach Liebe und Glück sehnen, aber oft Kummer und Schmerz erleben. Geschichten über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, über die unendliche Vielfältigkeit des Lebens. Da ist der Hausmeister, der einem Außenseiter helfen will und dabei in eine tiefe Glaubenskrise stürzt. Eine erwachsene Frau sehnt sich immer noch wie ein Kind nach der Liebe ihrer Mutter. Und eine erfolgreiche Schriftstellerin kehrt nach siebzehn Jahren zum ersten Mal in ihre Heimat zurück, um ihre Geschwister zu besuchen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
5/5
13.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Bewegend und tiefgründig
Ich liebe die Sprache und den genauen Blick auf die Menschen von Elizabeth Strout und den langsamen, ruhigen Fluss der Geschichte. Dies ist ein tiefgründiges Buch mit Charakteren, die eine ganze Weile nachwirken.
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Elizabeth Strout verwebt in ihrem neuesten Roman die Geschichten einzelner Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt. Scheinbar haben sie nichts miteinander zu tun, jedoch verbindet sie alle eine Person, die in allen Geschichten eine mehr oder weniger große Rolle spielt. Lucy Barton, deren Familie damals die ärmste der Stadt war, kehrt jetzt als bekannte Autorin zurück. In kleinen Episoden erfährt man aus verschiedenen Blickwinkeln vom Schicksal der Familie Barton. Elizabeth Strout erschafft dabei einen Kosmos rund um eine Kleinstadt und deren Bewohner, mit all deren Hoffnungen, Ängsten, Zweifeln, Freuden und Lieben. Fantastisch erzählt!
Edith Berger
aus 3istau
5/5
15.11.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
großes Lesevergnügen
"Er fuhr schneller, als es sonst seine Gewohnheit gewesen war. Felder mit Sojabohnen und Mais zogen an ihm vorbei, hier und da auch ein brauner Acker, aber er sah sie kaum". Nicht die Stadtmenschen, sondern die Einwohner biederer Kleinstädte sind Elizabeth Strouts Hauptdarsteller. Überschaubar die Gegend, überschaubar die Träume von Glück und Liebe. Zwischen Großherzigkeit oder Kleingeist, Wut, Trauer, Einsamkeit und auch dumpfer Grobheit versuchen ihre Protagonisten ihr Leben zu bewältigen. Und immer ist hier das Glück ein bisschen bescheidener, die Hoffnung eine Spur zaghafter und die Häuser glanzloser, abgewohnter.
Bewertung
5/5
12.11.2018
eBook (ePUB)
Ein unvergesslicher Roman
Die Schicksale einzelner Bewohner einer amerikanischen Kleinstadt mitten im Nirgendwo verwebt die Autorin zu einer berührenden Geschichte über die Bandbreite menschlichen Lebens.
Juti
aus HD
4/5
03.02.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebesgeschichten der zweiten…
Liebesgeschichten der zweiten Wahl 2019 lerne ich einen neuen Romanbegriff kennen. Wie schon „Das Feld“ von Robert Seethaler handelt es sich bei diesem Roman um Kurzgeschichten, die nur lose zusammenhängen. Handwerklich ist das alles in Ordnung. Der Inhalt erinnert an O'Connor „Keiner Menschenseele kann man noch trauen“, heile Welt gibt es nicht. Aber einsam sind die Protagonisten nicht. Sei es der Farmer eines abgebrannten Hofes, der im Feuer Gott sah und seinen Nachbarn besucht, sei es Patty, die Sebastian liebte, der von seinem Stiefvater missbraucht wurde. Sie selbst mag auch keinen Sex, da sie ihre Mutter mit ihrem Spanischlehrer im Bett erwischt hatte: „Dass die Brüste ihrer Mutter so groß sein sollte – Patty kam nicht darüber hinweg, über diese Brüste, die da entfesselt über Mr Delaney hin und her schwangen.“ (S.54) Später „bekam sie das Bild nicht aus dem Kopf: ihre Mutter, blusenlos, BH-los, wie sie auf diesem Mann ritt, der mit dem Mund nach ihren schwingenden Brüste schnappte.“ (S.55) Dann hören wir Frauengeschichten: Ein Sohn hat ein Mädchen umgebracht und es zwei Jahre später der Mutter gestanden, was ihre Beziehung entzweite. Linda lebt mit einem Psychopathen zusammen und deckt ihn, auch bei der Polizei, so dass ihr Frauenbesuch in der Gästesuite nicht wieder kommt. Charlie trifft sich mit der Hure Tracy. Aus Geschäft wird Liebe. Tracy verlangt kein Geld mehr und auch Charlies Ehefrau ist einverstanden. Als Tracy 10.000 Dollar für ihren drogenabhängigen Sohn braucht, bestiehlt Charlie seine Frau. Vom Zerbrechen der Ehe hören wir erst später. Angelina hat ihren Mann nach der Goldhochzeit und nach überstandener Tumorkankheit verlassen, um mit dem über 20 Jahre jüngeren Paolo in Italien ein neues Leben anzufangen. Wer kann es ihr verbieten? Sie wird von ihrer Lieblingstochter Mary besucht, die auch so ihre (Ehe)problemchen hat. Lucy besucht Bruder Pete im Elternhaus. Dann kommt Schwester Vicky und aus den nicht gerade schönen Kindheitserinnerungen im verschmutzen Haus, wo alles unter den Teppich gekehrt wird, wird Sex bei dem sich die Frau die Nase putzt, bis Lucy es nicht mehr aushält. Dottie hat eine Pension, die Ehepaar Small beherbergt, das mit Dottie ins Gespräch kommt, um über die Ehe der Nachbarn zu reden bis es zum Streit kommt, als Dottie den Satz „David, dieses Haus ist Shellys Penis.“ (S.197) Dann folgt noch eine Geschichte über Inzest und ein Mann, der das Pony seiner Enkelin im Theater abholen will und wieder Erwarten aufgehalten wird. Das alles ist etwas spannend, aber ich frage mich, was der verpasst, der dieses Buch nicht liest. Und die nüchterne Antwort ist: Nichts. Außer guter Unterhaltung. 4 Sterne.
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