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Der große historische Roman des BuchpreisträgersNach den Bestsellern ›In Zeiten des abnehmenden Lichts‹ und ›Metropol‹: ein fulminanter Geschichtsroman über den verheerenden Ausbruch des Vesuvs 79 n. Christus – über Aufstieg und Fall, Wahrhaftigkeit und Lüge. Brillant und fesselnd erzählt von einem der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart. Als auf einem Berg oberhalb der Stadt Pompeji tote Vögel gefunden werden, hat der Zuwanderer Jowna alias Josephus alias Josse eine Eingebung: Wenn da wirklich ein Vulkan grollt, wie von manchen behauptet wird, sollte man das Weite suchen. Ohne Schulbildung, Geld und Einfluss gelingt es ihm, sich an die Spitze einer Aussteigerbewegung zu setzen. Bald fürchtet das Stadtoberhaupt Fabius Rufus, die Vulkangerüchte könnten Pompeji schaden. Erst als sich ein paar wohlhabende Bürger für die Gründung einer neuen Siedlung zu interessieren beginnen, die in sicherer Entfernung am Fenster des Meeres liegt, schaltet sich Livia ein, die mächtigste Frau der Stadt. Allmählich wird der Aussteiger Josse zum Aufsteiger. Seine Weggefährten mit ihrer Schwäche für Fliegenpilzsud und Philosophie werden ihm zur Last, die eigenen Ideen fangen an, ihn zu stören. Doch wie wirft man Überzeugungen über Bord, ohne seine Anhängerschaft zu verprellen? Wie macht man eine Kehrtwende, ohne sich zu drehen?Eugen Ruges ›Pompeji‹ ist eine Erfindung, die auf geschichtlicher Wahrheit beruht und zugleich durch ihre Gegenwärtigkeit verblüfft: die Geschichte einer verhängnisvollen Verblendung im Vorfeld einer Katastrophe. Eine schillernde Parabel über Verführbarkeit, Verrat und Wahn.
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Klug und unterhaltsam
Angela K aus Hamburg am 29.01.2024
Bewertungsnummer: 2119233
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein großartiges Buch. Es ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch lehrreich bezüglich Kommunikation und Manipulation. Theorien der Persuasion können hier an vielen Beispielen trefflich analysiert werden.
Intrigen auf dem Vulkan
Galladan aus Niederrhein am 14.06.2023
Bewertungsnummer: 1960949
Bewertet: Hörbuch-Download
Pompeji oder Die fünf reden des Jowna von Eugen Ruge, gelesen von Ulrich Noethen, erschienen im Argon Verlag, als ungekürzte Hörbuchausgabe am 24. Mai 2023.
Jownas Familie ist eingewandert nach Pompeji, aber die Metzgerei lief nicht und nach dem frühen Tod des Vaters, verbringt der Junge seine Zeit damit sich sportlich zu betätigen und mit seiner Bande Verbindungen zu Frauen her zu stellen. Dazu gehen sie zu einem Verein, der sich vordergründig als Vogelfreunde bezeichnet, bei dem es sich aber um die Neugründung eines Philosophenvereins handelt, da Philosophenvereine gerade verboten wurden. Dort erklärt ein Grieche, warum das kürzlich stattgefundene Erdbeben und noch einige weitere Vorzeichen, darauf hindeuten, dass sie Pompeji auf einem aktiven Vulkan befindet. Jowna hält die Erklärungen für richtig und beginnt eine Gruppe um sich zu scharen, die außerhalb von Pompeji eine neue Stadt gründen wollen, um der Gefahr zu entgehen. Das ruft die mächtige Livia Numistria auf den Plan, da mit der Gefahr auf einem Vulkan zu leben die Immobilienpreise fallen.
Es ist nun kein Geheimnis wie die Geschichte endet, aber der Weg dahin ist einfach grandios von Eugen Ruge erfunden. Ja, es gibt geschichtlich verbürgte Personen, aber die Namensgebende Person, Jowna, ist frei erfunden und doch so real, es könnte sein, dass wir ihn aus dem 21. Jahrhundert ganz an den Beginn der Zeitrechnung verschoben haben. Die Geschichte wertet nicht, lässt uns aber daran teilhaben, wie sich so manche Geschichte entwickelt. Da gibt es Fakten, die sehr deutlich darauf hinweisen, dass es einen aktiven Vulkan gibt, der droht auszubrechen. Das interessiert die Bürger und Politiker nicht. Jeder versucht noch möglichst viel Geld aus der Sache zu ziehen, von Mietwucher über den Erwerb öffentlicher Betriebe, die dann durch Zuschüsse derer denen sie gehört haben, renoviert werden sollen, Es gibt seltsame Sekten, man fühlt sich manchmal etwas an Monty Python erinnert, und die Menschen ignorieren die Vorzeichen, nehmen sie anders wahr, oder im Fall Jowna, vollführen so schnelle Sinneswandlungen, dass einem fast schwindelig wird.
Für den Leser ist es natürlich einfach zu wissen, was richtig und was falsch ist. Immerhin sitzen wir an dem Teil, der weiß, wie die Sache ausgegangen ist. Man kann sicher annehmen, dass der Autor uns genau darauf stoßen will, ohne Partei ergreifen zu müssen oder jemandem auf die Füße zu treten.
Ulrich Noethen hat einen sehr guten Job gemacht und sein Herzblut in die vielen Charaktere laufen lassen. Klare Kaufempfehlung
Meinung aus der Buchhandlung
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In der römischen Kolonie Pompeji im Jahr 79 n.Chr. ringen einflussreiche Familien und unterschiedlichste Familien um Macht und Einfluss. Ein junger Emporkömmling sorgt für Unruhe mit ungeheuerlichen Behauptungen über einen drohenden Vulkanausbruch. Eugen Ruge entwirft ein atmosphärisches mit viel lakonischem Wortwitz durchzogenes Vorspiel von Pompejis Untergang.
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Wer Bilder der Ausgrabungen in Pompeji sieht, vielleicht selbst einmal dort war, der muss zu dem Schluss kommen, dass die Katastrophe wie aus heiterem Himmel über die Stadt hereinbrach. Die Menschen wurden in ihrem Alltag konserviert, die Garküchen waren in Betrieb, die Werkstätten arbeiteten, die Tempel wurden besucht. Scheinbar ohne Warnung brach das Verderben herein.
Ziemlich sicher gab es Vorzeichen, das große Erdbeben, nur 15 Jahre zuvor, Vögel, die plötzlich tot vom Himmel fielen, Hirten, die am Hang des Berges Halluzinationen bekamen. Der junge Josse, ungebildet zwar, dennoch clever und mit rhetorischem Talent ausgestattet, hört zufällig den Vortrag eines griechischen Bergbauingenieurs, der die Theorie vertritt, man lebe auf einem riesigen Vulkan, der jederzeit ausbrechen könnte. Er zieht seine Schlüsse und wird der Anführer einer Bewegung, die für die Aufgabe der Stadt ist und die Gründung einer neuen Siedlung vorantreibt. Während er mehr und mehr Anhänger um sich schart, wird das Establishment von Pompeji nervös, Fallende Grundstückspreise und wirtschaftlicher Niedergang, den es zu verhindern gilt. Man versucht, Josse umzustimmen und besiegelt damit das Schicksal tausender Bewohner.
Intelligent und spannend geschrieben.
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