Was passiert, wenn Zwillingsschwestern die Plätze tauschen und sich eine davon plötzlich in der schillernden Welt der K-Pop Idole wiederfindet?Suki und Yoona sind Zwillingsschwestern, die verschiedener nicht sein können. Während Yoona sich ihre Karriere als Influencerin aufbaut, kämpft Suki täglich mit Identitätsproblemen in ihrer deutschen Heimat. Erst eine Reise zu ihren Großeltern nach Seoul bringt die ersehnte Lösung. Endlich fällt sie nicht mehr auf, endlich kann sie sein, wer sie ist und wie sie ist. Doch gerade, als Suki sich eingelebt hat, meldet sich ihre Schwester mit einer verzweifelten Bitte. Suki soll ihren Platz als Tiktok-Star einnehmen, um das Lügengebilde rund um ihr Talent als Sängerin nicht auffliegen zu lassen. Denn der gepostete Song, der gerade viral geht, stammt in Wahrheit von Suki. Doch will sie ihre neu gefundene Identität wirklich für ihre Schwester aufgeben? Und was ist mit Jin - diesem heißen Kerl aus der Koch-Show, in die Suki eingeladen wird? Verliebt er sich gerade in sie oder nur in die Rolle, die sie spielt?Thea Hongs Debütroman - modern, schillernd und gleichzeit angereichert mit pointierter Gesellschaftskritik.Ab Mitte Februar 2025 kommt die zweite Auflage.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Mord & Milchkaffee
5/5
08.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Wer bin ich?
Kurz und knapp: ich liebe dieses Buch.
Der Schreibstil von Thea Hong ist leicht, lustig, tiefgründig und ein bisschen frech. Besonders das Thema Own Voice fand ich extrem stark umgesetzt. Bereits das erste Kapitel hatte mich schon. Als Leser habe ich die selbe Wut empfinden können wie Suki, als sie sich Menschen gegenüber sah, die ihr ihre Stimme abschneiden wollten.
Angekommen in Korea merkt Suki schnell, dass es stellenweise anders ist, als gedacht. Und ich fand ihre Gedankengänge, Gefühle und Verhaltensweisen nachvollziehbar und gut dargestellt. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass ich als Leser irgendwie abgehängt wurde.
Das Setting in Korea und die koreanische Dating-Show haben mir gut gefallen. Gesellschaftskritik mit einer lustigen Atmosphäre zu verbinden ist eine klasse Idee. Man wurde als Leser unterhalten und hat ein Buch mit Nachhall bekommen.
Am Ende des Buches findet man auch noch ein Glosssar, falls man die koreanischen Begriffe beim Lesen nochmal erklärt bekommen möchte.
Jin war für mich mal eine so schöne green flag Abwechslung zu all den morally grey Book Boyfriends! Ich konnte nicht fassen, dass ich jedes Mal nur darauf gewartet hab, dass er irgendwas Negatives macht oder tut. Und er dann einfach entgegen meiner Erwartung so klasse war.
Eins meiner liebsten Zitate möchte ich euch noch auf den Weg mitgeben:
„Aber wer bin ich, wenn ich mit mir selbst alleine bin?“
Lowin1000
aus Heide
5/5
04.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Seoul licious
Rezension
Highlight
[ Genre: K- Pop Roman]
F: Stehst du auf Idols ( koreanische Stars)?
,,Seoulicious- Fake Me,Real You , von Thea Hong ist wirklich sehr lecker! Ein Einzelband!
Die Fusion aus Seoul und Delicious ,ob das gelungen ist ? JA !
Zu 1000% die ersten 80 Seiten spielen in Deutschland und dann gibt's Korean Power und ganz viel Soulfood! Ein Tipp: Du solltest beim Lesen nicht hungrig sein ,weil danach bist du es definitiv!
Ich weis nicht, wo ich anfangen soll.
Schon das erste Kapitel bringt einfach das Thema Rassismus auf den Punkt ! Ich habe mich als Betroffene in allen wiedergefunden. Es hat einiges wieder aus meinem Gedächtnis rausgekramt.
Suki ist eine Figur, die sehr viel nachdenkt und sehr viel fühlt. Auch ist sie sehr explosiv.Beim lesen konnte ich ihre ganzen Eigenschaften in mir wieder Erkennen ,wie ich jetzt alsbald 32 jährige Frau bin.Dagegen fühle ich Yoona's Art sehr ,das ist die Zwillingsschwester von Suki .Sie ist fröhlich ,wirkt unbekümmert und drückt sich vor Aufgaben,sie ist in ihrer Influencer Bubble.( Ihre fröhliche Natur erinnert mich an mein Teenie Ich).
Beide sind sehr unterschiedlich und doch sind sie unzertrennlich!
Suki hält es mit der ganzen Situation in Deutschland nicht aus und ihre Mutter beschließt, sie zu ihren Großeltern nach Seoul zu schicken.
Alles könnte nicht besser laufen, bis sie ein Angebot bekommt und darauf ein Konstrukt aus Lügen entsteht ,ob sie sich selbst findet?
Ich liebe alles an dieser Geschichte: Sukis Wesen ,ihre bezaubernde Familie ,Hana Omg, I love this unni , Jin OmG ..Er hat mein Herz gestohlen. Wie kann man so süß mit roten Ohren sein? Und bitte, Consens ist sexy! Ich höre schon sein tiefes Timbre in meiner piep…ehm was ..ich mein hinter meinen Ohren! Ihr kleinen versauten piiiiep. Okay ,ja ich bin das und es gibt keine explizite Intim Szene! Nicht ins Detail.
Das Buch ist absolut jugendfrei !
Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen.Es wird aus der Ich-Perspektive von Suki wiedergegeben!
Trotz der härteren Themen gibt es auch wundervolle romantische Momente. Aber es geht auch um Selbstliebe ,sich zu finden und an sich zu arbeiten.
Was ich auch schön finde, dass die koreanischen Begriffe im Buch hinten aufgelistet werden.
Ich wünsche mir, dass ganz viele Menschen diesen wunderschönen Own Voice Roman lesen!
Ich freue mich auf die nächsten Bücher von Thea!
Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag und vielen Dank für die tollen Gespräche mit dir Thea.
Alles Gute, eure Jassy!
das Geheimnis der Bücher
aus Bielefeld
5/5
08.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Leckerbissen
Vorweg: Dieses Buch ist nicht nur etwas für K-Pop-Fans, nein auch für K-Drama-Fans und Freunde von koreanischem Essen. Nichts davon spricht dich an? Wie wäre es dann mit einer sehr süßen Star-Romance und dem Trope Secret Identity? Weil genau das bietet euch Seoulicious.
Ich für meinen Teil war auf jeden Fall hin und weg von dieser Own Voice Geschichte. Der Schreibstil liest sich unglaublich schön und es kam nicht einmal beim Lesen Langeweile auf. Genauer gesagt habe ich dieses Buch regelrecht verschlungen (vielleicht lag es an dem leckeren Essen was immer wieder erwähnt wurde? Ich hatte auf jeden Fall immer wieder Heißhunger während ich nur so über die Seiten flog). Dazu kommen niedliche Charaktere mit denen man richtig mitfiebern konnte. Mir war die Protagonistin selbst an manchen Stellen manchmal ein bisschen zu naiv und zum Ende hin hätte ich mir gern noch etwas mehr Drama und keine so schnelle Lösung gewünscht, aber auch so wie es war, war es ein unglaublich tolles Buch.
Bewertung: 4,5/5
Fazit: Ein echter Leckerbissen!
BuchMotte
5/5
13.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe!
Meine Eindrücke
Handlung:
Suki ist wütend - immer.
Sie muss die starke Unni für ihre Zwillingsschwester Yoona sein und die gehorsame und perfekte älteste Tochter für ihre Eomma.
In Deutschland fühlt sie sich wie eine Fremde in ihrem eigenen Zuhause und in ihrem Kopf gibt es nur einen Ort an dem alles besser wäre - Südkorea.
Deshalb bleibt ihr nur noch ein einziger Ausweg; sie zieht buchstäblich die Notbremse...und zwar in der U-Bahn.
Ihre Eomma weiß sich nicht anders zu helfen und ermöglicht Suki schließlich einen dreimonatigen Aufenthalt bei ihren Großeltern in Seoul.
Während sie vermeintlich alle ihre Sorgen und den Rassismus in Deutschland zurücklässt vergisst Suki, dass sie auch Yoona zurückgelassen hat - aber nicht für lange.
Yoona hat für ihre Influencer Karriere nämlich etwas getrickst und Sukis Stimme von einem Gesangswettbewerb ihrer koreanischen Gemeinde benutzt - jetzt ist das Video viral gegangen und die koreanischen Medien interessieren sich für sie.
Suki kann es nicht ertragen ihre kleine Schwester im Stich zu lassen und willigt schließlich ein sich als sie auszugeben; dabei ahnt sie nicht, dass sie damit in Teufels Küche gerät.
Eins führt zum anderen und plötzlich muss sie als Yoona an einer Koch- und Dating Show im koreanischen Fernsehen teilnehmen.
Nicht nur in der Küche sprühen die Funken - auch zwischen ihr und ihrem Team Partner Jin, einem gefeierten Idol und "Golden Retriever", knistert es gewaltig.
Aber sie ist ja nicht Yoona, sondern Suki...und was ist wenn alles auffliegt?
Und wer ist Suki eigentlich?
Schreibstil:
Ich muss gestehen, dass der Schreibstil nicht einfach zu kategorisieren ist. Ist er modern? Ja! Ist er klassich? Auch! Meiner Meinung nach eine perfekte Mischung, die sowohl den Charakteren, dem Setting, als auch dem Zeitgeist gerecht wird.
Ich persönlich mag den modern gehaltenen Schreibstil grundsätzlich eher weniger, aber Thea Hong schafft es diesen meisterlich in einen sonst eher klassisch anmutenden Stil einzuweben.
Beschreibungen von Orten sind immersiv und geben einem den Eindruck selbst vor Ort zu sein, die Gewürze zu riechen und das "balli balli" von Seoul spüren zu können. In den Momenten in denen Suki emotional wird wechselt Thea Hong zu kürzeren Satzkonstruktionen um die Eindringlichkeit der Gedanken und Handlungen ihrer Protagonistin in den Vordergrund zu rücken.
Die Autorin beherrscht eindeutig ihr Handwerk und orientiert ihren Schreibstil an ihrer Geschichte, anstatt dieser ihren Stempel aufzuzwingen.
Charaktere:
Suki ist einer der besten weiblichen Hauptcharaktere die ich jemals gesehen habe!
Trotz ihrer teilweise sehr impulsiven Art kommt sie dabei nie unauthentisch und gezwungen "bad ass" rüber. Sie reflektiert sowohl ihre Gedanken, Emotionen, als auch ihre Handlungen und steht für diese ein. Dennoch plagen auch sie häufig Zweifel - meist sind diese aber das Ergebnis von inernalisierten Verhaltensweisen, die ihr durch die Gesellschaft aufgezwungen werden. So hat sie oftmals Zweifel ob sie auf rassistische Bemerkungen nicht doch etwas zu heftig reagiert hätte. Gleichzeitig verbrennt ihre innere Wut sie regelrecht und sie weiß nicht wie sie "sanfter" werden kann und ob sie das überhaupt werden soll.
Ihr innere Zerrissenheit stammt aus dem Balanceakt sich gegen Rassismus wehren zu wollen, aber gleichzeitig die brave und perfekte Tochter sein zu müssen.
Ich habe das Privileg nicht von Rassismus betroffen zu sein, aber Thea Hong hat es geschafft, dass ich mich trotzdem in Suki sehen kann. Ich habe mit ihr gelacht, geweint, gewütet, gelitten und triumphiert.
Meiner Meinung nach hat sie damit einen neuen Standard für weibliche Hauptcharaktere gesetzt.
Yoona war ein "tough cookie" für mich - ich habe sie im Laufe der Handlung regelrecht gehasst. Ich empfand sie als manipulativ und verzogen und dann kam Thea Hong und hat meine Wut und Abscheu wie einen Ballon platzen lassen. Von Anfang an waren die Hinweise da und trotzdem hat man nicht richtig hingesehen, so wie Suki sich selbst nicht sehen konnte, so konnte sie Yoona nie wirklich sehen. Yoona ist die Art von Charakter der einem eindrucksvoll vor Augen führt wie schnell und oberflächlich man als Lesender doch urteilen kann. Das hat mich zum Nachdenken angeregt: wieviele Yoonas sind mir schon im echten Leben begegnet und wie habe ich sie behandelt?
Suki und Yoona sind zwei Seiten der selben Medaille und doch sind sie keine Gegensätze, sondern gleichen sich mehr als sie denken.
Jin ist die Art von männlichen Hauptcharakter nach dem ich mich gesehnt habe: flirty, süß, frech und trotzdem hat er einen Beschützerinstinkt, der nicht in Kontrollsucht abrutscht.
Er ist sehr reflektiert und ist sich seiner Stärken und Schwächen bewusst - wenn ihm etwas wichtig ist, dann gibt er alles. Er liebt es anderen zu helfen und würde für seine Liebsten auch seine Träume aufgeben. Seine Schüchternheit, gepaart mit seinem Mut waren erfrischend und ich habe mehrmals buchstäblich kichernd mit meinen Füßen gestrampelt. Das er seine Priviligiertheit anerkennt, diese nicht ausnutzt, aber dennoch sinnvoll einsetzt fand ich bemerkenswert. Allzu oft endet es damit, dass Charaktere entweder zu verwöhnt sind, oder sich komplett von allem lossagen. Jin geht sehr bewusst mit dem Privileg, dass seine Herkunft bedeutet, um und strebt trotzdem danach durch harte Arbeit seinen Traum verwirklichen zu können.
Die weiteren Charaktere und Figuren sind alle gut ausgearbeitet und wirken nie eindimensional, selbst wenn sie nur eine kleine Rolle spielen.
Zum Brüllen komisch fand ich vor allem die Ajummas auf dem großen Markt - ihre Kommentare waren Comedy Gold.
Weltaufbau:
Die Handlung spielt in der realen Welt und fokusiert sich dabei vor allem auf zwei Länder, bzw. Großstädte in diesen. Hierbei werden sowohl länderspezifische, als auch städtespezifische Situationen aufgefriffen.
Deutschland/Hamburg sehen wir durch Sukis Augen - ein Blickwinkel, der den Alltagsrassimus beleuchtet, den man als Deutscher allzu einfach wegignorieren kann. Suki hat diesen Luxus nicht und Anfeindungen kommen nicht nur von Rassisten und solchen, die ja angeblich keine sind "ABER...." - sondern auch von angeblichen Allies, denen ihre Selbstdarstellung wichtiger ist, als Betroffenen zuzuhören. Das Land, dass eigentlich ihr Zuhause sein sollte wirkt trist und ungemütlich - was ausnahmsweise nicht am Hamburger Wetter liegt.
Die Beschreibung ihrer kleinen Wohnung in der Suki mit ihrer Eomma und Yoona wohnt zeichnet hingegen ein Bild von Wärme und Liebe, aber auch hier verwischen die Grenzen zur Außenwelt langsam aber sicher.
In Südkorea/Seoul spielt der Großteil der Geschichte und gemeinsam mit Suki fühlt man plötzlich wieder das Leben. Die Menschen, die Orte und das Essen werden in den schillernsten Farben beschrieben und als Lesender fühlt man sich so als ob man Seoul mit Suki entdecken würde - als ob man tatsächlich dort wäre!
Nach dem ersten Kennenlernen wandelt sich Seoul , trotz seiner unvorstellbaren Geschwindigkeit, für Suki und für die Lesenden zu einem Ort der inneren Ruhe. Nach und nach halten die Feinheiten der koreanischen Kultur in Sukis Bewusstsein Einzug und sie hat das Gefühl endlich angekommen zu sein. Im Laufe der Handlung wird aber klar, dass sich Südkorea vielleicht doch nicht so fundamental von Deutschland unterscheidet, denn es sind immer die Menschen, die einem Ort formen.
Fazit:
Dieses Buch ist eines der Schätze, die einem im Leben nicht allzu oft begegenen. Echte Emotionen zu wecken die noch lange nachklingen ist etwas, dass nicht viele Schreibende bei mir schaffen.
Ich hatte eine kleine süße Romance mit K-Pop Einflüssen erwartet und habe stattdessen ein Buch bekommen, dass mich noch viele Jahre begleiten wird.
Soulicious empfehle ich für alle Lesenden ab 16 Jahren (es gibt ein bisschen Spice, aber eher "closed door") - selbst denen, die sonst eigentlich eher nicht zu Romance greifen.
lifefullofwords
aus Hamburg
4/5
08.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine unterhaltsame Geschichte mit K-Drama-Vibes
Vom kalten, trüben Hamburg ins aufregende Seoul – auf diese Reise begleiten wir Suki, die nach einem Gefühl der Zugehörigkeit sucht. Sie möchte sich nicht mehr von Alltagsrassismus in einem Land herumschlagen, in dem sie – auch übergeordnet fürs Leben – noch nicht ihren Platz gefunden hat. Angekommen bei ihren Großeltern tut sich durch ihre Zwillingsschwester Yoona die Chance auf, an einer berühmten TV-Kochshow teilzunehmen. Ein Abenteuer, in dem es für Suki drunter und drüber läuft, in dem sie aber auch an sich und ihren Fähigkeiten wächst. Das Gute: Sie liebt Kochen – die perfekte Ausgangslage. Wären da nicht all die Lügen, die sie mit sich herumtragen muss, da sie sich als ihre Zwillingsschwester Yoona ausgibt.
Die Protagonistin Suki hat eine sehr einfühlsame und hilfsbereite Seite, würde für ihre Familie alles stehen und liegen lassen. Auch wenn sie das nicht immer zugeben würde. Aber neben dieser positiven und humorvollen Seite, trägt Suki vor allem auch viel Wut in sich. Sie ist impulsiv, sehr direkt und lässt sich keine spitzen Bemerkungen gefallen. Das hat sie zu einer sehr lebhaften und nahbaren Protagonistin gemacht. In der TV-Kochshow lernt sie unter anderem Jin kennen – ein bekannter Sänger und Rapper, der ihr Interesse weckt und ihre Welt ein wenig auf den Kopf stellt.
Das Setting wurde meiner Meinung nach richtig schön mit eingebunden. Hier ist deutlich geworden, dass sich die Autorin sehr detailliert mit der Kultur, den Orten und kleinsten Kleinigkeiten beschäftigt hat (beziehungsweise ihr Wissen gut wiedergegeben hat). Einige Szenen waren so bildhaft und detailliert geschrieben, dass ich mich beim Lesen richtig gut in die Geschichte versetzen konnte! Mir haben auch die vielen Informationen, die die Autorin hat einfließen lassen, gut gefallen. Ich habe einiges mitgenommen und fand vor allem den Pansori-Auftritt und die koreanischen Traditionen sehr interessant! Der Schreibstil ist locker und mit Humor gespickt, teilweise auch recht umgangssprachlich. Ich habe mich schnell damit zurechtgefunden, auch wenn das Umgangssprachliche nicht unbedingt meinen Geschmack trifft. Ein kleiner Kritikpunkt sind für mich die Grammatikfehler, die sich leider nicht nur auf wenige Tipper, sondern auch ganze Satzbau- und Wortfehler beliefen.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, auch wenn mich insbesondere die Liebesgeschichte nicht ganz erreichen konnte. Dafür ging mir persönlich die Beziehung etwas zu schnell und Jin war für mich etwas zu ungreifbar. Alles in allem erzählt die Autorin in diesem Buch aber eine niedliche Geschichte, die zugleich wichtige Themen und Botschaften enthält. Ich finde es so wichtig und richtig, dass diese Geschichte als Own Voice-Roman in die Welt getragen wird. Der Frust und Schmerz und all die negativen Erfahrungen kommen deutlich zum Vorschein und werden von der Wut, die die Protagonistin in sich trägt, in eine unterhaltsame und süße Handlung eingeflochten. Wer eine unterhaltsame Geschichte mit K-Drama-Vibes und trotzdem realitätsnahen und kritisch eingeordneten Hintergründen sucht, wird das in „Seoulicious“ sicher finden.
3,5 / 5 Sterne
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