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Was vor uns liegt Roman | Acht junge Frauen träumen in Rom von Selbstbestimmung | Sie sind eine Gemeinschaft – doch jede verbirgt ein Geheimnis

103

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.11.2025

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/3,7 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Nessuno torna indietro

Übersetzt von

Esther Hansen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64554-2

Beschreibung

Rezension


»Obwohl bereits 1938 erschienen, ist
Was vor uns liegt
, die emanzipatorische Geschichte von Alba de Céspedes ... alles andere als altbacken. Die Neuübersetzung von Esther Hansen hilft hier sicherlich.«
("Nürnberger Zeitung / Nürnberger Nachrichten")

»[Der Roman] zeigt sehr deutlich, was die Emanzipationsbewegung erreicht hat. ... [
Was vor uns liegt
] hat uns heute viel zu sagen.«
("ORF")
»Virtuos verknüpft de Céspedes die Handlungsfäden, schreibt ihren Figuren muntere Dialoge auf den Leib, wechselt die Schauplätze, schlüpft abwechselnd in das Innere der jungen Frauen hinein und entwirft eine große Bandbreite weiblicher Empfindungen und Reaktionsmuster. ... Ein ebenso schwungvoller wie facettenreicher Gesellschaftsroman.« ("Deutschlandfunk")
»De Céspedes' Bücher haben an subversiver Kraft überhaupt nichts eingebüßt.« ("The New York Times")
»Meisterhaft, wie de Céspedes soziale Spannungen und Klassenunterschiede herausarbeitet.« ("maxima")
»Der Roman, 1940 von den faschistischen Behörden zensiert, begeistert nun in einer grandiosen Neuübersetzung.« ("Italien Magazin")
»Esther Hansen hat den Roman mit großer Sensibilität für die Tonlage junger Frauen neu ins Deutsche übertragen.« ("Deutschlandfunk")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.11.2025

Verlag

Insel Verlag

Seitenzahl

380

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/3,7 cm

Gewicht

484 g

Farbe

Mauve / Anthrazit

Auflage

1

Originaltitel

Nessuno torna indietro

Übersetzt von

Esther Hansen

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64554-2

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr lesenswerte Wiederentdeckung

    In “Was vor uns liegt” begleiten wir acht junge Frauen an das Grimaldi-Konvikt in Rom. Wir lernen und vor allem leben mit ihnen, begleiten sie bei ihren Erfolgen, bei ihrem Scheitern und dabei, wie aus den Mädchen junge Frauen werden, die ihre eigenen, ganz unterschiedlichen Wege gehen. Alba de Céspedes Debüt-Roman wurde bereits 1938 veröffentlicht, hat also schon ein paar Jährchen hinter sich - und ist im Kern noch genauso aktuell wie damals. Natürlich haben sich die konkreten Probleme geändert, das Klostersetting unter den strengen Augen der Nonnen mag uns heute fremd erscheinen, aber die Themen rund um Selbstbestimmung, Lebensträume, Enttäuschungen und vor allem ein freies, unabhängiges Leben haben sich kaum geändert. Die Geschichte wird mit wechselnden Perspektiven erzählt, jede der acht Freundinnen kommt zu Wort, manche mehr, manche weniger, aber alle Wege sind spannend und ich habe mich bei keiner gelangweilt. Die Gedanken der Frauen sind ehrlich, ungeschönt, nicht unbedingt sympathisch, aber immer echt und ich habe mich mit jeder einzelnen von ihnen identifizieren und mich in ihren Gedanken, gerade in den hässlichen, widerfinden können. Das macht diese Erzählung wirklich großartig! “Was vor uns liegt” war für mich ein Überraschungserfolg, der mich so begeistert hat, dass ich jetzt auch unbedingt andere Werke dieser Schriftstellerin entdecken möchte. Ihre klare, schnörkellose Sprache hat sich wirklich spannend und kein bisschen verstaubt gelesen. Ganz klare Empfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine literarische Entdeckung

    Alba de Céspedes’ Roman „Was vor uns liegt“ erzählt von einer Frau an einem Wendepunkt ihres Lebens: Zwischen Liebe, Arbeit und gesellschaftlichen Erwartungen versucht sie, sich selbst neu zu bestimmen. Die Handlung entfaltet sich leise, aber eindringlich, aus dem Inneren der Protagonistin heraus, und macht ihre Zweifel, Hoffnungen und inneren Kämpfe spürbar. Es ist eine große Freude, dass Alba de Céspedes Jahrzehnte nach ihrem Tod endlich auf Deutsch entdeckt werden kann. Diese späte Wiederbegegnung wirkt wie eine literarische Gerechtigkeit: Eine Autorin, die ihrer Zeit weit voraus war, bekommt nun das Publikum, das sie verdient. Man liest den Roman mit dem Gefühl, etwas lange Übersehenes nachzuholen. Stilistisch überzeugt de Céspedes durch psychologische Präzision und eine klare, unaufdringliche Sprache. Ihr Erzählen ist introspektiv, genau beobachtend und zugleich politisch, ohne laut zu sein. „Was vor uns liegt“ ist ein stiller, kluger Roman über weibliche Selbstbehauptung – erstaunlich aktuell und berührend in seiner zeitlosen Genauigkeit.

  • Bewertung

    5/5

    15.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebt wohl!

    Die Autorin Alba de Céspedes hat ihren Roman “Was vor uns liegt” schon im Jahr 1934 verfasst, das Buch war seinerzeit verboten und wurde jetzt wieder aufgelegt. In der neuen Übersetzung wird die Autorin nun wiederentdeckt und wir nehmen Anteil an dem Leben acht junger Frauen in Rom, vor dem Hintergrund der damaligen gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse. Im Italien der 30er Jahre war die politischen Situation vom Faschismus geprägt und die Moralvorstellungen sowie die Rollenerwartungen an die Frauen unterschieden sich sehr von den heutigen gesellschaftlichen Strukturen. Es handelt sich um einen lesenswerter Entwicklungsroman, in dem wir die jungen Frauen begleiten und mehr über ihre Ansichten, Erlebnisse, Hoffnungen und Schwierigkeiten erfahren. Die acht junge Frauen studieren an der Universität und leben gemeinsam in einem von Nonnen geführten Konvikt. Die ledigen Frauen finden hier ein Zuhause auf Zeit und erfahren untereinander durchaus Freundschaft und Solidarität. Doch es gibt strenge Regeln und am Abend werden sie eingeschlossen und das Licht wird von den Nonnen um 22 Uhr ausgeschaltet. Im Schein der Petroleumlampe treffen sich einige der Bewohnerinnen, sie lernen zusammen und es werden Pläne geschmiedet. Acht verschiedene Lebensentwürfe prallen aufeinander. Anna, Augusta, Emanuela, Milly, Silvia, Valentina, Vinca, und Xenia sind fleißig und bemüht positiv in die Zukunft zu blicken. Mehrere von ihnen kommen aus kleinen italienischen Dörfern, wohin sie keineswegs zurück wollen. Doch wie soll ihre Zukunft aussehen? Ihr Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung zeigt sich auf verschiedene Weise doch außer dem Ziel einer Eheschließung gibt es wenig Alternativen. Besonders Augusta, die nicht wie die anderen Literatur studiert, sondern an einem Roman arbeitet, stellt sich die Frage, nach einer Zukunft ohne Mann. Sie möchte ihr Leben eigenverantwortlich gestalten, aber leider findet sie für ihr Buch keinen Verlag. Als Älteste bleibt sie für eine lange Zeit in dem Studentenwohnheim wohnen, mit wenig Perspektive. Vinca kommt aus Andalusien und verliebt sich in einen Landsmann, der zurück nach Spanien geht, in den Krieg zieht und sie letztlich verlässt. Ihre Gefühle und Sorgen um den geliebten Mann werden anschaulich beschrieben. Xenia, die ihre Prüfung an der Universität nicht geschafft hat, wird zur Geliebten verschiedener Männer. Sie lebt zwar gut von deren Geld, findet aber nicht zu dem Leben, das sie sich gewünscht hat. Emanuela hat ein Geheimnis, das sie außerordentlich belastet. Sie hat eine uneheliche Tochter und überlegt sogar einmal, ob es nicht besser wäre, wenn das Kind nicht mehr leben würde. Emanuela hat keine echte Beziehung zu dem Mädchen und erst am Ende des Buches finden die beiden, bedingt durch eine weitere Krise, mehr zueinander. Alba de Céspedes Frauenfiguren hatten die Chance auf Bildung, was für Frauen damals nicht selbstverständlich war. Man ist beim Lesen interessiert und manchmal fasziniert von den verschiedenartigen Entwicklungen und Lebensentwürfen. Alba des Céspedes hat schon vor langer Zeit diesen feministisch geprägten Roman geschrieben, der auch den heutigen Lesern und Leserinnen etwas sagt. Vieles hat sich geändert, doch der Kampf vieler Frauen um Anerkennung und Selbständigkeit ist auch heute noch oder sogar wieder aktuell. Ich denke, “Was vor uns liegt” ist ein sehr lesenswertes Buch. Der Buchumschlag ist in hellen Farben gehalten, es sind Frauen zu sehen, die wir förmlich durch das Schlüsselloch sehen und ein wenig ins Leben begleiten.

  • SternchenBlau

    5/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Grandiose Wiederentdeckung

    Was für ein Buch! Obwohl die Erstausgabe bereits 1938 erschien, wirkt Alba de Céspedes Debütroman in vieler Hinsicht, als wäre er heute geschrieben. Wundervolle Sprache, tolle Figuren, hier passt für mich einfach alles. Die Übersetzung von Esther Hansen ist ein Genuss. De Céspedes verwebt die Geschichten von acht Frauen, die während ihres Studiums im katholischen Grimaldi-Konvikt leben, unter den mehr oder minder strengen Nonnen. Ihre Charaktere orchestriert sie dabei mit feinem Gespür, so dass sich die Blickwinkel ständig verschieben, neue Facetten auftauchen und doch die Botschaft immer klar bleibt: Frauen müssen über ihr Leben selbst bestimmen. Das geht nicht ohne Brüche, Tränen und Verletzungen: Selbst die Protagonist*innen, denen es gelingt gesellschaftliche Fesseln abzuwerfen, bleiben sie doch an anderer Stelle weiterhin gebunden. Am tragischsten schildert de Céspedes das anhand der Nonne, die zur Mutter Oberin wird, und damit im Netz des Konvikts verfängt, das sie selbst geschaffen hatte. Wer könnte vergessen, schon einmal selbst über sich bestimmt zu haben? Und für die Leute auf dem Land ist doch eine Frau, die allein gelebt hat, eine verlorene Frau. Wer zu Hause geblieben ist und aus der Autorität des Vaters in jene des Ehemannes übergeben wurde, verzeiht uns nicht, dass wir einen eigenen Schlüssel hatten und selbst entscheiden konnten, wann wir kommen und gehen. Und die Männer verzeihen uns nicht, dass wir studiert haben, dass wir genauso viel wissen wie sie. Allein bei diesem Fokus auf die Frauenschicksale und das klare Plädoyer für einen aufgeklärten Feminismus kann ich mir gut vorstellen, warum die faschistischen Behörden unter Mussolini das Buch zwei Jahre nach seinem Erscheinen verboten. Im Faschismus sollen Frauen ihren Platz kennen und dem Führer Kinder gebären. (Der antifeministische und antidemokratische Backlash singt gerade ein Lied davon.) Gleich acht intelligente Frauen zu zeigen, die spüren, wie es anders sein könnte, reicht in einem solchen System schon für ein Verbot aus. De Céspedes webt darüberhinaus weitere Systemkritik ein, versteckter, vermutlich auch, um der Zensur zu entgehen. Auch in dieser Hinsicht fand ich „Was vor uns liegt“ spannend zu lesen. Ein grandioser Lesegenuss und eine tolle Wiederentdeckung. Ich will auf alle Fälle noch weitere Bücher der Autorin lesen. Begeisterte 5 von 5 Sternen.

  • SternchenBlau

    5/5

    12.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Buch! Obwohl die…

    Was für ein Buch! Obwohl die Erstausgabe bereits 1938 erschien, wirkt Alba de Céspedes Debütroman in vieler Hinsicht, als wäre er heute geschrieben. Wundervolle Sprache, tolle Figuren, hier passt für mich einfach alles. Die Übersetzung von Esther Hansen ist ein Genuss. De Céspedes verwebt die Geschichten von acht Frauen, die während ihres Studiums im katholischen Grimaldi-Konvikt leben, unter den mehr oder minder strengen Nonnen. Ihre Charaktere orchestriert sie dabei mit feinem Gespür, so dass sich die Blickwinkel ständig verschieben, neue Facetten auftauchen und doch die Botschaft immer klar bleibt: Frauen müssen über ihr Leben selbst bestimmen. Das geht nicht ohne Brüche, Tränen und Verletzungen: Selbst die Protagonist*innen, denen es gelingt gesellschaftliche Fesseln abzuwerfen, bleiben sie doch an anderer Stelle weiterhin gebunden. Am tragischsten schildert de Céspedes das anhand der Nonne, die zur Mutter Oberin wird, und damit im Netz des Konvikts verfängt, das sie selbst geschaffen hatte. Wer könnte vergessen, schon einmal selbst über sich bestimmt zu haben? Und wer könnte vergessen, schon einmal Frauen in Büchern miterlebt zu haben, die über sich selbst bestimmt haben – mögen sie auch noch damit hadern. Allein bei diesem Fokus auf die Frauenschicksale und das klare Plädoyer für einen aufgeklärten Feminismus kann ich mir gut vorstellen, warum die faschistischen Behörden unter Mussolini das Buch zwei Jahre nach seinem Erscheinen der Zensur unterworfen. Im Faschismus sollen Frauen ihren Platz kennen und dem Führer Kinder gebären. (Der antifeministische und antidemokratische Backlash singt gerade ein Lied davon.) Gleich acht intelligente Frauen zu zeigen, die spüren, wie es anders sein könnte, reicht in einem solchen System schon für ein Verbot aus. De Céspedes webt darüberhinaus weitere Systemkritik ein, versteckter, vermutlich auch, um der Zensur zu entgehen. Auch in dieser Hinsicht fand ich „Was vor uns liegt“ spannend zu lesen. Ein grandioser Lesegenuss und eine tolle Wiederentdeckung. Ich will auf alle Fälle noch weitere Bücher der Autorin lesen. Begeisterte 5 von 5 Sternen.

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